Klassismus, Rache und die Ironie des Schicksals
Im altehrwürdigen Internats St Stephen’s im malerischen Norfolk wird der 18-jährige Charlie, Sohn einer einflussreichen Familie und Unruhestifter, tot aufgefunden. Er ist unter seltsamen Umständen ums ...
Im altehrwürdigen Internats St Stephen’s im malerischen Norfolk wird der 18-jährige Charlie, Sohn einer einflussreichen Familie und Unruhestifter, tot aufgefunden. Er ist unter seltsamen Umständen ums Leben gekommen, kurz darauf gibt es einen weiteren Toten und dann wird ein Kind vermisst – was ist hier nur los?
DI Jazz Hunter, die ihre Karriere bei der Londoner Polizei wegen persönlicher Probleme aufgegeben hat und eine Auszeit hinter sich hat, lässt sich überzeugen mit einem kleinen Team zu ermitteln. Ihre Nachforschungen führen sie in die 1960er, in die Welt der Privilegierten, erbarmungslosen Klassismus und in alte persönliche Tragödien, die bis in die Gegenwart nachhallen …
Mir kam so einiges ziemlich altmodisch bzw. unzeitgemäß vor, also habe ich recherchiert und erfahren, dass das Buch bereits 2006 geschrieben wurde. Da der klassische Krimi wohl nicht zur damaligen Veröffentlichungsstrategie passte, erblickte er nicht das Licht der Öffentlichkeit. Als die Familie der Autorin das Manuskript nach ihrem Tod 2021 (sie wurde nur 55) fand, kam es erfreulicherweise zur Veröffentlichung.
“Die Toten von Fleet House” ist ein atmosphärischer, vielschichtiger Krimi mit tollen Figurendynamiken und Nebenhandlungen! Das komplizierte Leben der Ermittlerin ist interessant, genau wie das der Familien, die in den Mordfall verwickelt sind. Dann ist da noch die düstere Geschichte des Internats …
Ich fand diesen gemütlichen, klassischen Krimi wirklich fesselnd, obwohl er für meinen Geschmack eher langsam voranschreitet!