Einfach toll
In „Mord bei Schietwetter“ habe ich mich von Manuela Sanne an die raue Nordseeküste entführen lassen.
In der sonst so gemütlichen „Wollstuuv", dem beliebten Treffpunkt für Strickbegeisterte und natürlich ...
In „Mord bei Schietwetter“ habe ich mich von Manuela Sanne an die raue Nordseeküste entführen lassen.
In der sonst so gemütlichen „Wollstuuv", dem beliebten Treffpunkt für Strickbegeisterte und natürlich für den Strickzirkel, wird die Besitzerin des Ladens tot aufgefunden und schnell wird klar:
Hinter allen bunten Garnknäueln und dem gemütlichen Klönschnack verbergen sich Geheimnisse, Spannungen und alte Verletzungen.
Im Mittelpunkt steht Sefa, eine warmherzige, aber entschlossene Frau, die gemeinsam mit dem Strickzirkel beginnt Fragen zu stellen. Unterstützt wird sie von Derk, einem ehemaligen Kriminalkommissar, der trotz seines Ruhestands nicht anders kann, als sich in die Ermittlungen einzumischen, (obwohl seine Tochter, die in seine Fußstapfen getreten ist, das gar nicht komisch findet😂) Seine Erfahrung und sein scharfer Blick ergänzen Sefas Intuition perfekt, zusammen bilden sie ein Duo, das ich sofort ins Herz geschlossen habe.
Der Strickzirkel rund um die beiden wirkt warmherzig, humorvoll und erstaunlich authentisch: kleine Neckereien, stille Loyalität und das Gefühl, dass jede Figur ihr eigenes Leben jenseits des Falls hat.
Die Autorin verwebt die Kulisse mit einem meiner liebsten Hobbys (🧶) geschickt zu einem Krimi, der weniger durch Brutalität als durch Atmosphäre, Humor und liebevolle Figurenzeichnung überzeugt. Die Nordseeküste mit ihrem Schietwetter, dem Wind, den Deichen und dem rauen Charme bildet dabei eine wunderbar passende Kulisse.
Mein Fazit: Ein wunderbar nordischer Strickkrimi, der Behaglichkeit und Spannung souverän ausbalanciert. Die sympathischen Charaktere rund um Sefa und Derk machen Lust auf mehr, und ich bin sehr gespannt, wie es mit allen weitergeht.