Cover-Bild Der steinerne Engel

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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Eisele Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 14.09.2020
  • ISBN: 9783961610921
Margaret Laurence

Der steinerne Engel

Roman
Monika Baark (Übersetzer)

Mit über neunzig will Hagar Shipley nicht wahrhaben, dass ihre Kräfte schwinden, Sohn und Schwiegertochter mit ihrer Pflege überfordert sind. Mit dem letzten Funken Lebenskraft kämpft sie gegen den Umzug in ein Pflegeheim. Während sie mit Marvin und Doris in Konfrontation geht, wird sie mehr und mehr überschwemmt von den Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend, ihre Ehe mit dem Farmer Bram und das Aufwachsen ihrer Söhne. Schonungslos reflektiert sie teils mit Bitterkeit, teils mit Humor, immer aber mit großem Scharfsinn die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Dabei bedauert sie vieles, aber bereut nichts. Und bittet weder Gott noch die Menschen um Vergebung.

»Voller Grotesken und auch voll Humor – ein grandios feingestricktes Buch über eine eigentlich unsympathische Frau, die wir am Ende wirklich lieb haben.« Elke Heidenreich

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2020

Eine Geschichte über's Altern

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Zum Buch:
Das Buchcover fand ich reizend, der Klappentext sehr ansprechend.
Wir lesen die Geschichte von Hagar Shipley, einer 90-jährigen alten Dame. Unfreundlich, dickköpfig, trotzig, mürrisch, zeternd, ...

Zum Buch:
Das Buchcover fand ich reizend, der Klappentext sehr ansprechend.
Wir lesen die Geschichte von Hagar Shipley, einer 90-jährigen alten Dame. Unfreundlich, dickköpfig, trotzig, mürrisch, zeternd, eigensinnig, unzufrieden, ein schwieriger Charakter. So lernen wir die eine Seite von ihr kennen. Liebend, mutig, ehrlich, unterstützend, entschlossen, tatkräftig und beschützend. Das ist ihre andere Seite.
Die Geschichte kommt in zwei Erzählsträngen daher. Der eine, die Vergangenheit unserer Hagar. Wo sie in Erinnerungen schwelgt und aus ihrem langen Leben erzählt (wir lesen quasi ihre Gedanken). Der zweite in der Gegenwart, wo sie bei ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter lebt und ihnen das Leben schwer macht. Aus nur einem Grund: man will die Alte ins Heim verschiffen. Und das will sich Hagar nicht so einfach gefallen lassen. Und was macht Hagar? Sie macht sich auf und davon.

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist angenehm, sehr unaufgeregt, klar.
Die Geschichte beginnt ruhig und hat zuerst nicht gepackt. Dies hat sich aber bald geändert. Mir kam beim Lesen in den Sinn „was für eine geile, schrullige Alte“. Und ich muss sagen, ich hätte diese Dame gerne persönlich kennengelernt.
An einer Stelle habe ich wirklich laut gelacht, als erzählt wurde, dass sie vor 10 Jahren zu rauchen begann. Aus Langeweile.
Das Thema, welches behandelt wird, wird uns alle früher oder später treffen. Ich denke, der Punkt, an dem man merkt, dass man geistig zwar noch gut kann, aber körperlich nicht mehr so, ist der, den niemand von uns wahrhaben wollen wird. Hagars Geschichte nimmt uns mit auf eine Reise durch ihr Leben: ihre Kindheit, ihre Jugend und ihr Erwachsensein. An vielen Stellen sehr brutal, keine Möglichkeit auf Eigenbestimmung. An vielen Stellen so herrlich direkt, selbstbestimmt und humorvoll. Man ist beim Lesen ein Teil ihrer Gedanken, fühlt mit ihr mit, macht eine Lebensreise mit ihr, durch alle Etappen. Der strenge Vater, der brutale Mann, ihre Eigenständigkeit, als sie selbigen verlässt. Und zum Schluss der Verlust ihrer Selbständigkeit. Ein Thema, das auf leisen Sohlen daher kommt und keinesfalls leicht ist für Betroffene. Ein Buch, das nachhallt und mich nachdenklich zurücklässt, wohlwissend, dass auch ich eines Tages, an bestimmen Stellen, eine Hagar Shipley sein werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2020

leise, wortgewaltig und wunderschön

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Was für eine Geschichte!

Ich dachte am Anfang, was ist denn das. Es beginnt sehr ruhig und zunächst hat mich die Geschichte nicht wirklich mitgenommen oder gar gepackt. Aber im Laufe des Lesens wollte ...

Was für eine Geschichte!

Ich dachte am Anfang, was ist denn das. Es beginnt sehr ruhig und zunächst hat mich die Geschichte nicht wirklich mitgenommen oder gar gepackt. Aber im Laufe des Lesens wollte ich immer mehr über die Hauptprotagonistin „Hagar“ wissen und mehr über sie erfahren und gerne hätte ich sie persönlich kennengelernt, mit ihr gesprochen, ihr geholfen und ihr einfach nur gerne zugehört.
Es geht im Buch um Hagar Shipley, eine Dame, die bereits neunzig Jahre alt ist. Vor ca. zehn Jahren hat sie angefangen zu rauchen; aus Langeweile.

Sie ist nicht einfach, eckt hier und da an, was ihr aber egal ist und sie merkt schnell, dass sie mittlerweile, im Gegensatz zu ihrer eigentlichen Überzeugung, nicht mehr selbst für sich entscheiden, handeln, geschweige denn sorgen kann. Auch wenn sie es nicht wahr haben möchte; sie kann es nicht mehr ändern. Hagar wirkt für uns zunächst unfreundlich, etwas schrullig und mürrisch und ist mit sich und ihrer Welt unzufrieden und lässt dies ihre Umwelt spüren. Vor allem ihren Sohn und ihre
Schwiegertochter. Bei den beiden lebt sie nun schon sehr lange und die beiden möchten sie nun aber gerne in ein Altenheim geben. Was für ein Desaster für Hagar. So beschließt Hagar nun ihren eigenen Weg zu gehen und macht sich auf und davon. Soweit zur Geschichte.

Das Cover finde ich sehr ansprechend. Der Schreibstil ist leise, unaufgeregt aber wortgewaltig und flüssig und macht sehr neugierig und ich wollte nicht aufhören zu lesen, bzw. Hagar zuzuhören, obwohl Hagar kaum spricht, mehr denkt, darf ich teilhaben an ihren Gedanken, ihrer Geschichte und ihrem Leben. Hagar spricht meistens mit sich selbst und dies immer im Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart.
Hier gelang der Autorin etwas wirklich Großes. Durch den Schreibstil bleibe ich dran, höre zu, bin neugierig, was noch alles kommt. Es geschieht, dass Hagar oft Vergangenheit und Gegenwart ihres Lebens vermischt, und so kommt nicht nur sie selbst , sondern auch ich zuweilen etwas durcheinander. Aber die Gegenwart holt uns dann beide zurück. Herrlich.

Hagars Gedanken bringen uns zurück bis in ihre Kindheit, ihre Jugend; mal knorrig, mal brutal, irgendwie berührend und einfühlsam, aber auch zuweilen humorvoll. Mir als Leser wächst Hagar im Laufe des Buches ans Herz und ich folge so gern ihren Gedanken, kann ihre Art und Weise mit Menschen umzugehen nicht immer ganz verstehen aber mir erschließt sich dann doch das Warum. Ich darf als Leser die Protagonistin begleiten bei einer Zeitreise durch 90 Jahre Leben, das zum einen durch ihren sehr strengen Vater und ihren doch brutalen Mann und zum anderen durch einen Schicksalsschlag durchaus geprägt wurde und erlebe hautnah mit, wie Hagar im Laufe der Zeit Stück für Stück ihre Eigenständigkeit verliert.
Margaret Laurence‘s Roman erschien bereits in den 60er Jahren und hat für mich nichts an seiner Bedeutung verloren. Die Übersetzung v. Monika Baark ist wirklich gelungen und der Roman kommt trotz der Gewalt, der Entbehrungen die Hagar erlebt hat und trotz ihres Verlustes der Eigenständigkeit mit leisen Tönen aus ohne leise und leicht zu sein. Eine großartige Geschichte, wortgewandt und ist auch hier und da humorvoll erzählt und ich bemerkte wie ich neben Hagar sitze mit einem manchmal verschmitzten Lächeln.

Zum Schluss bleibe ich nachdenklich, berührt und leise zurück. Ein Buch das mich sehr bewegt und lange nachhallt.

Eine ganz klare Leseempfehlung und dafür gibt es von mir 5 von 5 *.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2020

Ein Highlight!

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Gleich vorab: Wer diesen Roman nicht liest, hat etwas verpasst.

Die kanadische Autorin Margaret Laurence ist mir vor der Lektüre des „steinernen Engels“ noch nie begegnet.
Margaret Laurence wurde 1926 ...

Gleich vorab: Wer diesen Roman nicht liest, hat etwas verpasst.

Die kanadische Autorin Margaret Laurence ist mir vor der Lektüre des „steinernen Engels“ noch nie begegnet.
Margaret Laurence wurde 1926 geboren und wuchs als Waise bei ihrer Tante in der kanadischen Prärieprovinz Manitoba auf, studierte, arbeitete als Journalistin und zog später mit ihrem Mann für einige Jahre nach Afrika.
Nach ihrer Scheidung pendelte sie zwischen England und Kanada hin und her.
Die Schriftstellerin war auch in der Lehre tätig und engagierte sich in der Politik.
Zeitlebens kämpfte sie wohl mit Depressionen und Alkohol.
Nach der Diagnosestellung Lungenkrebs beging sie 1987 Selbstmord.

„Der steinerne Engel“ spielt in den 1960-er Jahren in Kanada.

Gleich zu Beginn erfahren wir, dass es sich beim steinernen Engel um den Grabstein von Hagar Shipleys Mutter handelt, die bei der Geburt ihrer Tochter verstorben ist.
Er steht auf dem Friedhof in Manawaka, dem fiktiven Städtchen in Kanada, in dem Hagar aufgewachsen ist.

Die inzwischen 90-jährige Ich-Erzählerin Hagar Shipley lässt uns in dem Roman an ihren Gedanken und Erinnerungen sowie an ihrem gegenwärtigen Alltag teilhaben.

Hagar, die seit 17 Jahren mit ihrem Sohn Marvin und dessen Frau Doris zusammenlebt und sich vor zehn Jahren aus Langeweile das Rauchen angewöhnt hat, erzählt abwechselnd Anekdoten aus ihrer Vergangenheit und gewährt uns Einblicke in die Geschehnisse der Gegenwart.

Ihr Langzeitgedächtnis funktioniert prima; was kürzlich passiert ist, vergisst sie immer öfter.
Aber was diese Lücken anbelangt, werden wir u. a. vom Sohn und von der Schwiegertochter aufs Laufende gebracht.

Wir bewegen uns fließend zwischen zwei Zeitebenen hin und her und verfolgen zwei Handlungsstränge.

Der eine Strang:
Hagar wuchs mit ihren beiden älteren Brüdern Matt und Dan bei ihrem Vater, einem nicht gerade zimperlichen und eher wortkargen Ladenbesitzer und dem verwitweten Dienstmädchen Tante Doll in Manawaka in Kanada auf.
Hagar muss nicht nur mit dem Verlust ihrer Mutter klarkommen und den Tod ihres Bruders Dan verkraften, sondern auch noch ihren Wunsch, Lehrerin zu werden, begraben, um die Buchhaltung im Gemischtwarenladen ihres Vaters zu erledigen.
Trotzdem oder gerade deswegen wird sie eine selbstbewusste und couragierte Frau. Sie bezeichnet sich selbst als „stramm und kräftig wie ein Ochse“ (S. 70)
Und dann, mit 24 Jahren, lernt sie auf einem Tanzabend ihren späteren Ehemann Bram Shipley kennen...

Der andere Strang:
Einen Sturz Hagars halten Marvin und Doris für den idealen Anlass, um der scharfzüngigen und eigenwilligen 90-Jährigen, die hilfsbedürftig ist, schon mal was vergisst und auch öfter mal gedanklich abdriftet, mitzuteilen, dass sie das Haus, in dem sie zu dritt leben, verkaufen wollen.

Als die alte Dame jedoch nicht sofort in ihrem Sinne reagiert, setzen Sie den Pastor auf Sie an.

Kurze Zeit später entdeckt Hagar per Zufall einen Zeitungsartikel und ihr wird klar: sie soll im Seniorenheim Silberfaden untergebracht werden.
Das will die dickköpfige und ruppige Hagar nicht so einfach hinnehmen...

Umso weiter der Roman fortschreitet, desto unsympathischer wird einem die Protagonistin. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und hat ständig spöttische, ironische, sarkastische oder zynische Kommentare auf Lager.
Gehässigkeiten und Abfälligkeiten sind keine Seltenheit.
Manchmal blitzt zwar ein bisschen Einsicht in ihr auf, jedoch nur, um im nächsten Moment von der nächsten Bosheit abgelöst zu werden.

Beide Stränge, die nicht streng getrennt voneinander verlaufen, sondern fließend ineinander übergehen, verfolgte ich äußerst gerne weiter.

Es war interessant und amüsant, manchmal auch empörend, traurig, unfassbar, erschütternd und spannend, einerseits in Hagars bewegte Biographie einzutauchen und andererseits zu erfahren, wie es in der Gegenwart weiterging.

Hagars Vergangenheit verfolgte ich interessiert, ihre Gegenwart gespannt und besorgt.

Die Lektüre war keine Minute langweilig und löste die ganze Palette der Gefühle bei mir aus, obwohl, oder gerade weil die Autorin überwiegend recht nüchtern und trocken, aber durchgehend flott schreibt.

Sie erzählt einerseits amüsant und unterhaltsam, andererseits sehr ernst und tiefgründig.
An Witz und Humor lässt sie es nicht fehlen.
Dabei driftet sie niemals ins Kitschige, Schnulzige oder Seichte ab.

Ich bewunderte im Verlauf der Lektüre zunehmend die sprachgewaltige Ausdrucksweise und die eindrücklichen Bilder von Margaret Laurence.

Man kann sich unschwer die Szenerien und Figuren vorstellen und hat das Gefühl mittendrin zu sein.

Laurence erzählt derart feinfühlig, ungeschönt, respektvoll, glaubhaft und authentisch. Chapeau!

Ich kann nicht umhin, zwei Beispiele für wunderschöne und anschauliche Formulierungen zu erwähnen:
„Mein Gedächtnis, das unglücklicherweise jetzt klar wie Quellwasser ist, steigt kalt blubbernd an die Oberfläche.“ (S. 283)

„Ich werde aus dem Schlaf gezogen wie ein Fisch in einem Netz.“ (S. 292)

Während ich eine äußerst unterhaltsame Geschichte verfolgte, wurde ich mit brisanten Gedanken zum Thema Altern konfrontiert und zum Nachdenken angeregt:

Die zunehmende Vergesslichkeit und das wiederholte Abdriften in die Vergangenheit.
Immer wieder Stürze und körperliche Gebrechen.
Das Gefühl, nicht mehr ernst genommen, entmündigt und bemuttert zu werden.
Der Versuch, dagegen aufzubegehren.
Sich hilflos und ausgeliefert fühlen.
Die Anfangsphase seiner Demenz bewusst mitzuerleben - absolut klare und helle Phasen, die unterbrochen werden von Momenten der Vergesslichkeit und des Abdriftens.
Momente, die man versucht zu verschleiern.

Ich kann mir den Roman unschwer als Tragikomödie verfilmt vorstellen.

Ich empfehle den circa 350-seitigen bewegenden und fesselnden Roman mit der zugegebenermaßen unsympathischen, dickköpfigen Protagonistin Hagar sehr gerne weiter.
Warum sie so geworden ist, kann man nachvollziehen, aber mögen kann man sie nicht. Manchmal blitzt eine Prise Mitgefühl für sie auf, aber sie schafft es regelmäßig, den Hauch dieser Prise wieder zu vertreiben.

Bei mir wird „Der steinerne Engel“ einen dauerhaften Platz im Regal bekommen. Er hat mich nachhaltig beeindruckt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.09.2020

der steinerne Engel

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Mir war nicht ganz bewusst, dass das Buch bereits 55 Jahre alt ist. Die Geschichte hat mich angesprochen, da ich viel zu selten Bücher kanadischer Autoren lese und es zu einer Zeit spielt, in der das Leben ...

Mir war nicht ganz bewusst, dass das Buch bereits 55 Jahre alt ist. Die Geschichte hat mich angesprochen, da ich viel zu selten Bücher kanadischer Autoren lese und es zu einer Zeit spielt, in der das Leben noch ländlich und einfach war und fern von Technisierung und modernem Leben. Die Natur, die Einfachheit der Menschen und ihres Alltags, finde ich faszinierend. Auch die Jungend der Hauptdarstellerin und ihr hartes und oft von Männern ihres Umfeldes fremdbestimmtes Leben werden eindringlich und intensiv erzählt. Ich hatte ein wenig Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, der oft spröde und burschikos rüberkommt. Die Autorin hat eine Art ihre Heldin in Szene zu setzen, die viele Gedanken und Gefühle erst auf den zweiten Blick offenbart. Man merkt dem Buch meiner Meinung nach an, dass es nicht mehr ganz taufrisch ist.

Lesenswert aber nicht immer leicht verdaulich.

Veröffentlicht am 03.08.2020

Einfach nicht meins!

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•The Stone Angel von Margaret Laurence•
Die Autorin lässt die Protagonistin Hargar Shipley ihre ergreifende, fesselnde, hürdenvolle und nicht gerade einfache Lebensgeschichte erzählen, die einem oftmals ...

•The Stone Angel von Margaret Laurence•
Die Autorin lässt die Protagonistin Hargar Shipley ihre ergreifende, fesselnde, hürdenvolle und nicht gerade einfache Lebensgeschichte erzählen, die einem oftmals sehr ans Herz geht, aber auch seine Schattenseiten hat, die den Leser praktisch ans Ende bringen.

Das Cover des Buches ist eines der wenigen, das ich absolut nicht schön finde. Klar passt es schon zur Geschichte, weil es wahrscheinlich ein Portrait von Hagar darstellen soll, aber daran ist nichts, was einen neugierig auf die Geschichte macht.
Die Autorin hat einen sehr angenehm und flüssig zu lesen Schreibstil und die Geschichte ist selbst auf Englisch nicht schwer verständlich. Auch die Flashbacks, also die Sprünge von der Gegenwart zur Vergangenheit, sind super gelungen.

In der Geschichte wurden eine Vielzahl von Charakteren aufgeführt, die größtenteils sehr sympathisch waren, einen aber auch zur Weißglut treiben und schockieren konnten. Die Hauptprotagonistin Hagar war mir eigentlich ganz sympathisch, auch wenn mich ihr Verhalten die meiste Zeit total genervt hat. Wie kann ein Mensch so stur sein? Doris und Marvin hingegen taten mir einfach nur leid, weil sie doch nur das beste für Hagar wollten.

So schade es auch ist, muss ich leider sagen, dass dieses Buch einfach nicht ein Stück spannend war. Hagars Lebensgeschichte ist lang und mag viele überraschende Wendungen in sich tragen, aber es ist nichts, was den Leser auf der Stelle umhaut und wer weiß wie fesselt. Für mich gab es keine richtige Storyline und irgendwann bestand die Geschichte gefühlt nur noch aus der Vergangenheit, weil Hagar dort ihre meiste Zeit verbracht hat. Natürlich gab es auch viele herzergreifende Momente wie die Sache mit ihrem Sohn John oder vor allem auch das Ende, aber meistens war es einfach nur aussagelos und ohne jegliche Spannung, was natürlich sehr schade war. Doch ich hatte bereits zu Anfang keine großen Erwartungen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere