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Norbert_H

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2020

Herzerfrischend humorvoll

Im nächsten Leben wird alles besser
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Ich hatte das Buch zunächst überhaupt nicht auf dem Schirm und bin eher durch Zufall darauf aufmerksam geworden. Und was soll ich sagen? Ich bin wirklich nicht enttäuscht worden.

Das Cover wirkt auf den ...

Ich hatte das Buch zunächst überhaupt nicht auf dem Schirm und bin eher durch Zufall darauf aufmerksam geworden. Und was soll ich sagen? Ich bin wirklich nicht enttäuscht worden.

Das Cover wirkt auf den ersten Blick etwas „dunkel“, bestimmt durch die Farbe schwarz, aber da sind noch bunte Buchstaben, die etwas erhellendes, erheiterndes haben, gemeinsam mit den beiden Karikaturen. Insgesamt gefällt mir das Cover recht gut.

Die Geschichte ist schnell erklärt. Der Protagonist Arnold Kahl ist ein Nörgler, mit sich und der Welt unzufrieden und findet sich plötzlich im Jahr 2045 wieder. Ein Alptraum, oder etwa doch nicht?

Dort ist er aber nicht allein, sondern ihm ist ein sogenannter Bot namens Gustav, eine Künstliche Intelligenz zur Seite gestellt, die sich um ihn kümmern soll, denn dies ist in der Zukunft scheinbar so. Welch eine tolle Vorstellung. Gustav kümmert sich mal mehr oder weniger emphatisch, meistens seiner technischen Logik folgend, ziemlich gut um Arnold, obwohl er ein Auslaufmodell ist. Manchmal scheint er schon Ausfallerscheinungen zu haben, was den Bot durchaus sehr sympathisch macht. Es beginnt eine herrlich Geschichte mit dem ungleichen „Paar“. Der Autor erzählt uns was sie gemeinsam erleben, welche abstrusen Situationen sie meistern und vor allem sind es die wirklich guten und klugen Dialoge, witzig, spritzig, mal bissig, mal mit schwarzem Humor gespickt, die diese Geschichte so wunderbar erfrischend macht.

Es ist ein Buch das durch seine Leichtigkeit, seinen Humor und durch den, für mich frischen Schreibstil besticht. Gerne wäre ich bei den beiden live dabei. Ich erwische mich immer wieder, wie ich schmunzelnd die Geschichte in mich aufsauge und mich auf das nächste Kapitel freue, mit einem verschmitzten Lächeln

Zugegeben, an manchen Stellen ist es etwas vorhersehbar, aber das tut der Leichtigkeit und dem Humor des Buches nicht weh. An manchen Stellen lag ich dann dennoch nicht ganz richtig, aber was soll’s. Es ist kein Krimi, kein Roman sondern gute Unterhaltung für einen lauen Sommerabend oder einen ebenso schönen Strandtag.

Sehr gut gefällt mit dann doch, dass es nicht nur eine einfache Unterhaltung ist, sondern mich ganz behutsam als Leser zum nachdenken anregt. Anregt über das Leben nachzudenken. Wie wichtig nehmen ich mich und wieviel bleibt dadurch vom „wir“ auf der Strecke. Was für Wünsche habe ich im Leben und kann ich diese realisieren.

Warum verschieben wir so viele wichtige Dinge auf Morgen um dann am Ende ihnen nurmehr nachzutrauern?

Ein herzerfrischendes Buch mit ganz klarer Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2020

Eine Hommage an die Menschlichkeit

Mein Leben mit Martha
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Es ist ein nicht allzu dickes Buch, aber das muss es auch nicht, denn die 225 Seiten sind wirklich gelungen.

Kurz zur Geschichte:

Martina, Buchhändlerin, knapp 40 Jahre alt, kümmert sich um Heinrich ...

Es ist ein nicht allzu dickes Buch, aber das muss es auch nicht, denn die 225 Seiten sind wirklich gelungen.

Kurz zur Geschichte:

Martina, Buchhändlerin, knapp 40 Jahre alt, kümmert sich um Heinrich und Martha. Ein Pärchen. dass seit fast 40 Jahren zusammen lebt ohne verheiratet zu sein. Martha ist Mitte achzig, hat mit 50 promoviert und ist nun an Demenz erkrankt. Heinrich sagt immer, Martha sei in einer „poetischen Verfassung“ – so nennt er die Demenz. Als Heinrich stirbt kümmert sich Martina allein um Martha ohne mit ihr verwandt zu sein und ohne sie wirklich gut zu kennen. Es beginnt eine wunderbare Zeit, die die beiden unterschiedlichen Frauen erleben.

„Mein Leben mit Martha“ ist der Debutroman von Martina Bergmann und ihr gelingt hier etwas ganz Bezauberndes. Der Schreibstil kommt mit ganz leisen Tönen daher und ist so gefühlvoll ohne kitschig zu wirken, ehrlich und mitfühlend ohne Mitleid zu erregen und dabei noch mit einer Prise Humor versehen, die mich wirklich oft schmunzeln lässt ohne Martha lächerlich zu machen. Die Autorin begegnet Heinrich und auch Martha mit soviel Menschlichkeit und Respekt und auf Augenhöhe, dass es wirklich eine Freude ist, das Buch zu lesen. Und das solltet ihr.

Das Buch beschreibt die Aufs und Abs eines gemeinsamen Lebens und den fast zärtlichen, liebevollen Umgang mit einer an Demenz erkrankten Person. Auch die damit verbundenen Probleme, der Ärger mit den offiziellen Stellen, wenn es um die Pflege oder Vormundschaft geht. Sie beschreibt den Ärger mit den Nachbarn, die neidisch auf Martina sind, da sie nun das Haus von Heinrich hat. Das alles stellt die Autorin aber nicht in den Vordergrund, sondern es ist eher nebensächlich. Im Vordergrund steht ganz klar Martha. Martina stört sich nie an der Krankheit, an Marthas Vergesslichkeit, ihren Eigenheiten, vielmehr steht trotz der Krankheit Marthas Souveränität, ihr Wille sich durchzusetzen an erster Stelle. Martha schätzt andere Menschen in den ersten zehn Sekunden ihres Aufeinandertreffens richtig ein und kommuniziert dies auch auf eine herrlich ehrliche und zum Teil brachiale Weise. Martina hat nicht nur das Glück ein gutes, hilfsbereites Team auf Seiten der Gerichtsbarkeit und des Sozialdienstes zu haben sondern sie hat eine zwar kranke, aber sehr patente und liebenswerte, manchmal schrullige Martha an ihrer Seite.

Das Buch steht für mich als Hommage an die Menschlichkeit, das Miteinander und dafür, für einen Mensch uneigennützig da zu sein, nämlich dann, wenn es darauf ankommt.

Ich liebe dieses Buch und ich liebe Martha. Ich habe das Gefühl dazuzugehören, dabei zu sitzen und ihr zuzuhören, sie mitzuerleben, ein Teil von Marthas Leben zu sein. Es war ein wahres Lesevergnügen – ein Genuss.

Ich kann nur sagen: lest diese Buch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2020

leise, wortgewaltig und wunderschön

Der steinerne Engel
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Was für eine Geschichte!

Ich dachte am Anfang, was ist denn das. Es beginnt sehr ruhig und zunächst hat mich die Geschichte nicht wirklich mitgenommen oder gar gepackt. Aber im Laufe des Lesens wollte ...

Was für eine Geschichte!

Ich dachte am Anfang, was ist denn das. Es beginnt sehr ruhig und zunächst hat mich die Geschichte nicht wirklich mitgenommen oder gar gepackt. Aber im Laufe des Lesens wollte ich immer mehr über die Hauptprotagonistin „Hagar“ wissen und mehr über sie erfahren und gerne hätte ich sie persönlich kennengelernt, mit ihr gesprochen, ihr geholfen und ihr einfach nur gerne zugehört.
Es geht im Buch um Hagar Shipley, eine Dame, die bereits neunzig Jahre alt ist. Vor ca. zehn Jahren hat sie angefangen zu rauchen; aus Langeweile.

Sie ist nicht einfach, eckt hier und da an, was ihr aber egal ist und sie merkt schnell, dass sie mittlerweile, im Gegensatz zu ihrer eigentlichen Überzeugung, nicht mehr selbst für sich entscheiden, handeln, geschweige denn sorgen kann. Auch wenn sie es nicht wahr haben möchte; sie kann es nicht mehr ändern. Hagar wirkt für uns zunächst unfreundlich, etwas schrullig und mürrisch und ist mit sich und ihrer Welt unzufrieden und lässt dies ihre Umwelt spüren. Vor allem ihren Sohn und ihre
Schwiegertochter. Bei den beiden lebt sie nun schon sehr lange und die beiden möchten sie nun aber gerne in ein Altenheim geben. Was für ein Desaster für Hagar. So beschließt Hagar nun ihren eigenen Weg zu gehen und macht sich auf und davon. Soweit zur Geschichte.

Das Cover finde ich sehr ansprechend. Der Schreibstil ist leise, unaufgeregt aber wortgewaltig und flüssig und macht sehr neugierig und ich wollte nicht aufhören zu lesen, bzw. Hagar zuzuhören, obwohl Hagar kaum spricht, mehr denkt, darf ich teilhaben an ihren Gedanken, ihrer Geschichte und ihrem Leben. Hagar spricht meistens mit sich selbst und dies immer im Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart.
Hier gelang der Autorin etwas wirklich Großes. Durch den Schreibstil bleibe ich dran, höre zu, bin neugierig, was noch alles kommt. Es geschieht, dass Hagar oft Vergangenheit und Gegenwart ihres Lebens vermischt, und so kommt nicht nur sie selbst , sondern auch ich zuweilen etwas durcheinander. Aber die Gegenwart holt uns dann beide zurück. Herrlich.

Hagars Gedanken bringen uns zurück bis in ihre Kindheit, ihre Jugend; mal knorrig, mal brutal, irgendwie berührend und einfühlsam, aber auch zuweilen humorvoll. Mir als Leser wächst Hagar im Laufe des Buches ans Herz und ich folge so gern ihren Gedanken, kann ihre Art und Weise mit Menschen umzugehen nicht immer ganz verstehen aber mir erschließt sich dann doch das Warum. Ich darf als Leser die Protagonistin begleiten bei einer Zeitreise durch 90 Jahre Leben, das zum einen durch ihren sehr strengen Vater und ihren doch brutalen Mann und zum anderen durch einen Schicksalsschlag durchaus geprägt wurde und erlebe hautnah mit, wie Hagar im Laufe der Zeit Stück für Stück ihre Eigenständigkeit verliert.
Margaret Laurence‘s Roman erschien bereits in den 60er Jahren und hat für mich nichts an seiner Bedeutung verloren. Die Übersetzung v. Monika Baark ist wirklich gelungen und der Roman kommt trotz der Gewalt, der Entbehrungen die Hagar erlebt hat und trotz ihres Verlustes der Eigenständigkeit mit leisen Tönen aus ohne leise und leicht zu sein. Eine großartige Geschichte, wortgewandt und ist auch hier und da humorvoll erzählt und ich bemerkte wie ich neben Hagar sitze mit einem manchmal verschmitzten Lächeln.

Zum Schluss bleibe ich nachdenklich, berührt und leise zurück. Ein Buch das mich sehr bewegt und lange nachhallt.

Eine ganz klare Leseempfehlung und dafür gibt es von mir 5 von 5 *.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2020

Schwacher Start, heftiger Showdown

Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers
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Ich bin hin- und hergerissen. Die Story dürfte anhand des Klappentextes bekannt sein. Ein Serienkiller treibt in London sein Unwesen. Nicht nur dass er seine Opfer umbringt, nein er zerstückelt sie und ...

Ich bin hin- und hergerissen. Die Story dürfte anhand des Klappentextes bekannt sein. Ein Serienkiller treibt in London sein Unwesen. Nicht nur dass er seine Opfer umbringt, nein er zerstückelt sie und verteil die Leichen an verschiedenen Stellen. Eine völlig irre Story.

Aber von vorn. Das Cover ist für mich sehr ansprechend, macht neugierig und es macht Lust, das Buch zu lesen. Es geht auch sehr schnell los und wir haben die erste Leiche. Es hat lange gedauert, bis ich drin gewesen bin in der Geschichte, da der Schreibstil für mich nicht ganz einfach war und im ersten Drittel des Romans waren es mir viel zu viele Charakter, welche eine Rolle spielen im Roman. Da kann man schon ein wenig durcheinander kommen. Die Spannung war mir definitiv zu wenig, zumindest am Anfang. Dies wurde dann besser. Die Spannung stieg und wir erfahren nur mit der Salamitaktik mehr über und von unseren Protagonisten. Das ist gut und tut dem Roman ebenfalls gut. So will man weiterlesen, damit man die Puzzleteile zusammenfügen kann.
Die Hauptprotagonisten sind definitiv Inspector Anjelica Henley, ihr „Azubi“ Ramouter und deren Chef Pellacia und nicht zu vergessen der Jig Saw Man, der in Haft sitzt. Wir erfahren auch das Henley Eheprobleme hat, was scheinbar bei den meisten Kommissaren in den Romanen wohl der Fall ist. Das war mir zu viel Klischee.
Mir sind die Informationen über Henleys „Azubi“ Ramouter und ihren Chef Pellacia, sowie Henleys Mann Rob und den damit verbundenen Eheproblemen zu dürftig. Nicht zu vergessen der Jig Saw Man, namens Olivier; auch dessen Figur hätte noch besser dargestellt werden können/sollen, denn aus meiner Sicht liegen hier Genialität und Wahnsinn sehr dicht beieinander. Er erinnerte mich sehr stark an Hannibal Lecter aus „das Schweigen der Lämmer“. Ich gehe davon aus, dass wir mehr im Folgeroman darüber erfahren werden. Clevere Lösung. 😉
Gut gefällt mir dann doch der Spannungsbogen, der sich über die Kapitel hinweg aufbaut, wenngleich vieles (zum Teil) ein wenig vorhersehbar ist, da dies bekannten Mustern aus anderen Thrillern gleicht. Dennoch gibt es die ein oder andere Situation oder Handlung im Buch, welche mich doch überrascht hat. Das letzte Drittel des Thrillers ist definitiv spannend.

Mein Fazit: ein spannender Thriller aber mit deutlichen Schwächen. Eine blutrünstige Geschichte macht noch keinen guten Thriller.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2020

Ein tolles, emphatisches Buch

Der Zopf
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„Der Zopf“ ist Laetitia Colombanis Debütroman, der 2019 erschienen ist und lange Zeit auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stand; jetzt steht auch fest, dass er verfilmt wird.

Ich weiß gar nicht mehr, wie ...

„Der Zopf“ ist Laetitia Colombanis Debütroman, der 2019 erschienen ist und lange Zeit auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stand; jetzt steht auch fest, dass er verfilmt wird.

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf diesen Roman aufmerksam geworden bin, aber wahrscheinlich war er in der Buchhandlung meines Vertrauens nicht zu übersehen, oder ich habe auf Instagram darüber gelesen. Ehrlich gesagt, war ich immer etwas skeptisch, weil ich gedacht hatte, es ist ein klassisches Frauenbuch (was soll das eigentlich sein, ein Frauenbuch?). Jetzt weiß ich es besser, denn es ist ein „Menschenbuch“ und ich muss jetzt sagen, ich hätte das Buch schon viel eher lesen sollen.

Kurz zum Inhalt:

Es geht um drei Frauen. Smita, eine Unberührbare in Indien; Giulia, Tochter eines Perückenfabrikbesitzers auf Sizilien und um Sarah, eine erfolgreiche Anwältin in Montreal. Und die drei Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein; eine Jede mit ihrer eigenen -und aus meiner Sicht- starken Geschichte.

Das Cover finde ich unaufgeregt aber dennoch ist es für mich ansprechend gestaltet und hat mich immer wieder angezogen. Abgebildet klar: ein geflochtener Zopf.

Der Schreibstil des Romans hat mich wirklich begeistert. Die Autorin schreibt in einem ruhigen, angenehmen, mäanderten Stil ohne jedoch langweilig zu wirken. Diesem Stil bleibt sich die Autorin von der ersten bis zur letzten Seite treu, obwohl so einiges Aufregendes geschieht. Und gerade das war ein Aspekt, warum ich dieses Buch verschlungen habe. Sie beschreibt die Umgebung der drei Frauen so detailliert und anschaulich, dass ich mich in die Situationen, in denen sie sich jeweils befanden, sehr gut hineinversetzen konnte.

Jede der drei Frauen hat ihren eigenen Weg zu gehen; Wege die alles andere als einfach sind. Und ich habe mich anfangs gefragt, was die drei Frauen mit dem Titel „Der Zopf“ zu tun haben könnten? Aber im Verlauf des Romans eröffnet uns Laetitia Colombani leise und einfühlsam das Geheimnis. Alle drei Frauen sind unheimlich stark und sind ebenso hervorragen dargestellt.

Was mich beeindruckt hat, war der Umstand, dass alle drei Frauen aus völlig unterschiedlichen sozialen Schichten kommen und dennoch vieles Gemeinsam haben. Smita als Unberührbare hat keine Rechte in Indien und lebt in der untersten Schicht, die es in Indien gibt; Giulia scheint das wohlbehütete, verwöhnte Fabrikantentöchterchen aus Palermo zu sein und Sarah, die Powerfrau und erfolgreiche Anwältin in Montreal, die vermeintlich nichts aus der Bahn werfen kann. Aber weit gefehlt. Ich finde die Zielstrebigkeit, ihre Beharrlichkeit und die Art und Weise wie sie ihre Ziele verfolgen und versuchen diese auch gegen alle gesellschaftlichen Regeln zu erreichen, einen die drei Frauen auf eine ganz eigene Weise. Und natürlich spielen Haare eine nicht ganz unwichtige Rolle in ihren Leben.

Aber bei aller Euphorie fand ich es wirklich schade, dass der Roman viel zu schnell zum Ende kommt. Es wirkt fast schon gehetzt, wie die Autorin die Geschichte zum Ende bringt und ihr dadurch etwas vom anfänglichen Charme nimmt. Hier hätten dem Roman noch mindestens 200 Seiten gut getan um diesen Eindruck zu vermeiden.

Mein Fazit: Ein ganz emphatischer, einfühlsamer Roman, der mit leisen Tönen hervorragend auskommt und dennoch, oder gerade deswegen es vermag, die Kraft, die Zielstrebigkeit und die Willenskraft der drei Frauen wunderbar darzustellen. Eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere