Herzensbuch!
Dieses Buch ist ein tragisches, zugleich zutiefst berührendes und bewegendes Werk aus dem Jahr 2005. Die Geschichte wird aus einer ungewöhnlichen Perspektive erzählt, die den Leser sofort in ihren Bann ...
Dieses Buch ist ein tragisches, zugleich zutiefst berührendes und bewegendes Werk aus dem Jahr 2005. Die Geschichte wird aus einer ungewöhnlichen Perspektive erzählt, die den Leser sofort in ihren Bann zieht: Der Erzähler ist der Tod selbst. Nichtsdestotrotz erzählt der Tod mit erstaunlicher Zärtlichkeit von Liesel, einem Mädchen, das er tief in sein Herz geschlossen hat.
Anfangs fiel es mir allerdings schwer, in die Geschichte zu finden. Der außergewöhnliche Erzählstil hebt sich stark von gewohnten Romanen ab. Doch gerade dieser besondere Stil verleiht dem Buch seine Einzigartigkeit.
Besonders beeindruckt hat mich die Hauptfigur - die Bücherdiebin - Liesel. Sie wird zu Beginn des 2. Weltkrieges bei einer Pflegefamilie unterbracht. Liesel liebt die Welt der Bücher und erlernt durch ihren Pflegevater schließlich das Lesen. Als Leser erlebt man den Krieg aus der Perspektive eines Kindes. Zudem nimmt Liesels Familie einen Juden, versteckt im Keller, auf. Zwischen ihnen entwickelt sich eine besondere und herzerwärmende Verbindung. Er schenkt ihr selbstgeschriebene Bücher, in denen er seine Gedanken und Ängste niederschreibt.
Der Autor schafft es gekonnt, den Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitzunehmen und die Emotionen spürbar darzustellen. Von Liebe und tiefer Freundschaft über Trauer, Wut und Schmerz bis hin zu herzzerreißendem Verlust.
Dieses Werk ist sicherlich kein Buch für zwischendurch – und es wird sicher auch nicht jedem gefallen. Für mich jedoch ist es ein absolutes Herzensbuch!