Ein sanftes Buch mit viel Gefühl nah an der Realität!
Spoiler!
„Ich verspreche es dir auf makellosteste, aufrichtigste, reinste Weise“
Das Buch „Pure Promise“ von Merit Niemeitz ist der zweite Teil der Evergreen Empire-Trilogie und erzählt die Geschichte ...
Spoiler!
„Ich verspreche es dir auf makellosteste, aufrichtigste, reinste Weise“
Das Buch „Pure Promise“ von Merit Niemeitz ist der zweite Teil der Evergreen Empire-Trilogie und erzählt die Geschichte von Marigold und Benedict. Seit Jahren kämpft Marigold darum von ihren Brüdern ernst genommen zu werden. Auch jetzt nach dem Tod ihres Vaters gibt Odell ihr kein Stimmrecht im Unternehmen. Deshalb greift sie zu härteren Maßnahmen und geht mit Benedict eine Fake-Beziehung ein. Benedict ist der Erbe des größten Konkurrenzunternehmens und soll Odell zum Handeln zwingen. Doch in der Welt, in der alles falsch scheint, ist die Fake-Beziehung plötzlich das Echteste, was sie jemals hatten.
Ich finde das Cover ist ganz in Ordnung. Einerseits finde ich den Blauton des Hintergrundes nicht so schön, dafür aber die Blumenranken umso mehr, weil sie die Cover der Trilogie verbinden. Es ist schön, ein gemeinsames Detail zu haben.
Was ich hingegen einfach nur perfekt fand, war der Titel. Er ist so untrennbar mit dem Buch verbunden und dennoch im Muster identisch zu den anderen Büchern.
Eine weitere Verbundenheit der Bücher war das Parfüm. Es wurde aber trotzdem anders gezeigt und verschiedene Bedeutungen erzählt. Vor allem, weil die Protagonisten eine andere Verbindung zum Parfüm haben.
Ähnlich war das auch bei den Charakteren die komplett anders gezeigt wurden. Sie hatten andere Wirkungen auf die Protagonisten und trotzdem in der Handlungsart gleich. Dies hat mir besonders gut gefallen, da jeder jeden anders wahrnimmt, auch wenn es dieselbe Handlung geht. Außerdem waren sie allesamt sehr vielschichtige und komplexe Charaktere, mit ihren eigenen Schwächen und Stärken.
Dadurch ist das Buch sehr nah an der Realität, authentisch und greifbar geworden. Begünstigt wurde dies noch durch die Entwicklungen und Veränderungen, die nur langsam im Verlauf des Buches stattfinden. Es ist ein ständiger Wandel in den Gefühlen, Personen und teils auch im Umfeld, der erst im Rückblick so richtig auffällt.
Ähnlich sah es auch bei den Gefühlen aus. Oft waren die Emotionen gar nicht benennbar, sondern wurden durch Handlungen ausgedrückt. Zudem kam die Liebe zwischen Marigold und Benedict schleichend über mehrere Monate und war am Ende extrem intensiv.
Und hier wären wir auch schon wieder beim nächsten Punkt. Das Buch spielte über mehrere Monate, was ich grundsätzlich sehr begrüße. Allerdings wurden hier die Zeitumbrüche fast gar nicht gekennzeichnet, wodurch es schwer war, herauszufinden, wo wir gerade sind.
Zudem wurden oft einige Momente abgebrochen, wenn es mal spannend war oder ich das Gefühl hatte, es handelt sich um eine wichtige Stelle. Das fand ich sehr schade.
Ein weiterer negativer Punkt war für mich die Spannung. Ich hatte zwar einige Fragen und Gedanken für den weiteren Verlauf, aber trotzdem kein richtiges Spannungsgefühl. Selbst wenn mal ein wenig aufkam ist es innerhalb von zwei bis drei Kapitel wieder weggebrochen.
Ich kann mir vorstellen, dass der Schreibstil daran seinen Anteil hat. Er war für mich nicht fesselnd und dadurch oft schwer zu fokussieren. Dafür gab es jedoch viele Beschreibungen und Gedankengänge der Protagonisten. Diese unterschieden sich auch stark bei Marigolds und Benedicts perspektiven, was irgendwie auch die Persönlichkeiten stärker geformt hat.
Dennoch hat mir das Buch am Ende sehr gut gefallen und ich habe mich richtig in Marigolds und Benedicts Leben eingefühlt. Ich würde es jedem weiterempfehlen und denke, dass es nicht schwer ist das Buch zu lieben.