Roman | TikTok made me buy it: Der »New York Times«-Bestseller auf deutsch
Uta Hege (Übersetzer)
Die bewegende Slow Burn Romance der Bestsellerautorin über eine große Liebe, die tiefe Wunden heilt – perfekt für Fans von Colleen Hoover und Lucy Score
Ich wollte in der verschlafenen Kleinstadt Pelion in Maine in meinem Häuschen am See neu anfangen. Um alles zu vergessen, was ich hinter mir gelassen habe. Das Geräusch des Regens. Das Blut. Die Kälte der Waffe an meiner Haut. Seit sechs Monaten erinnert mich jeder Atemzug daran, dass ich überlebt habe – und mein Vater nicht. Nun bin ich fast wieder sicher. Aber als ich Archer Hale begegne, gerät meine Welt erneut ins Wanken. Und wird nie wieder dieselbe sein.
Bevor ich in Archers fremdes, stilles und isoliertes Universum eingedrungen bin, sprach er mit niemandem. Und doch sehe ich in seinen whiskey-farbenen Augen, dass etwas Unbegreifliches zwischen uns passiert. Da ist so viel mehr als nur seine Schönheit, seine Ausstrahlung oder die Art, wie seine Hände mit mir sprechen. Auf mir. Diese Stadt ist voller Geheimnisse und Betrug, und Archer ist der explosive Mittelpunkt von allem.
So viel Leidenschaft. Und so viel Schmerz. Nur in Archers Stille können wir vielleicht finden, was wir brauchen, um zu heilen … und zu leben.
Mit exklusivem erweitertem Epilog aus Archers Perspektive.
Leider fand ich Archer's Voice total schrecklich 🙈 Die Handlung war ganz in Ordnung und ich habe die komplette Zeit über auf einen Wendepunkt gewartet, der dieses 'sagenumwobene' Buch in einen Knaller ...
Leider fand ich Archer's Voice total schrecklich 🙈 Die Handlung war ganz in Ordnung und ich habe die komplette Zeit über auf einen Wendepunkt gewartet, der dieses 'sagenumwobene' Buch in einen Knaller für mich verwandeln würde, doch er kam nicht. Den Schreibstil der Autorin fand ich leider total unterirdisch, da mir die Sätze und der gesamte Ausdruck vorkam, als hätte ein junger Teenager diesen Roman geschrieben und die Handlungssprünge waren mir leider immer zu abrupt. Dazu kamen die 'täglichen' Wiederholungen, wie das ewige in Archers Garten gehen, was mir wirklich den letzten Nerv geraubt hat 😅 Kann den Hype überhaupt nicht nachvollziehen.
Autor: Mia Sheridan
Titel: Archer's Voice – Die geheime Sprache der Liebe
Gattung: Liebesroman
Erscheinungsdatum: 28. September 2023
Verlag: Piper Verlag
ISBN: 978-3-492507516
Preis: 15,00 ...
Wissenswertes
Autor: Mia Sheridan
Titel: Archer's Voice – Die geheime Sprache der Liebe
Gattung: Liebesroman
Erscheinungsdatum: 28. September 2023
Verlag: Piper Verlag
ISBN: 978-3-492507516
Preis: 15,00 € (Taschenbuch) & 5,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 432 Seiten
Inhalt
Ich wollte in der verschlafenen Kleinstadt Pelion in Maine in meinem Häuschen am See neu anfangen. Um alles zu vergessen, was ich hinter mir gelassen habe. Das Geräusch des Regens. Das Blut. Die Kälte der Waffe an meiner Haut. Seit sechs Monaten erinnert mich jeder Atemzug daran, dass ich überlebt habe – und mein Vater nicht. Nun bin ich fast wieder sicher. Aber als ich Archer Hale begegne, gerät meine Welt erneut ins Wanken. Und wird nie wieder dieselbe sein.
Cover
Ein seichtes, hübsches Cover. Welches für mich persönlich leider etwas nichtssagend ist.
Meine Meinung
Bisher kannte ich noch kein Buch dieser Autorin und habe das Buch eher zufällig online entdeckt und im Buchhandel meines Vertrauens gezielt gekauft. Leider habe ich recht schnell merken müssen, dass Archer's Voice schlicht nicht meine Erwartungen erfüllen konnte bzw. ich einfach eine ganz andere Vorstellung vom Buch hatte.
Ich hatte emotionalen Tiefgang, Herzschmerz und zwei gebrochene Menschen erwartet, aber bekommen habe ich ein recht oberflächliches Buch, bei dem kaum Gefühle zu mir durchgedrungen sind, und gerade Archers Entwicklung mir zeitweilen einfach zu schnell ging.
Wir erleben die Geschichte hauptsächlich aus Sicht der weiblichen Protagonistin, mit wenigen Ausnahmen aus Sicht des jungen und gegenwärtigen Archers. Bree, die nach dem Tod ihres Vaters in ein kleines verschlafenes Dorf flüchtet, ist eigentlich ganz nett gemacht. Sie ist freundlich, offen und trägt ihr Herz auf der Zunge bzw. in ihren Händen. Doch insgesamt fand ich sie für den Tiefgang, den dieses Buch theoretisch hätte haben können, einfach zu oberflächlich. Ich finde die Zeit mit ihrem Dad, ihr Heimweh, sowie ihre zurückgelassenen Freunde hätten mehr Raum bekommen müssen, außerdem hätte ich ihren Kummer um ihren Vater sicher besser verstehen können, wenn nicht alles so verdammt neutral geschrieben worden wäre.
Bei Archer erging es mir leider ähnlich. Das Grundgerüst ist gut gemacht, aber einfach nicht glaubwürdig genug für mich. Auch die Kluft zwischen kleinem naiven Jungen und besitzergreifendem Mann war mir zu groß, sein Verhalten wechselte von einem Extrem ins andere. Seine Wandlung vom Eigenbrötler zu Brees großer Liebe ging mir zu oft zu schnell, weil ich das Gefühl hatte, dass die ach so tiefgründigen Gespräche gar nicht so wichtig waren. Zumal ich seine Bedenken verstehen konnte, ob Bree mehr von ihm will als bloßen Sex, so oft wie die beiden letztlich miteinander verkehren.
Ehrlich gesagt habe ich mich bei beiden Protagonisten gefragt, warum keinen von ihnen auf die Idee gekommen ist, sich einen Therapeuten zu suchen. In meinen Augen ist es offensichtlich, dass beide Hilfe nötig haben.
Leider war der Schreibstil ebenso wenig mein Fall, ich bin immer wieder über den Satzbau gestolpert, was meinen Lesefluss bis zum Schluss massiv behindert hat. Außerdem, wie bereits angemerkt, fand ich die Geschichte insgesamt zu neutral und eintönig geschrieben.
Fazit
Meine Erwartungen konnte diese Geschichte leider gar nicht erfüllen. Insgesamt ist mir alles zu oberflächlich und neutral gehalten, was sich neben dem Schreibstil auch auf die beiden Protagonisten ausweitet. Für normale Liebesroman-Standards wäre das Buch ganz in Ordnung, so fand ich es nur mittelmäßig.
Das war echt nicht mein Buch, ich verstehe nicht, warum es so gehyped wird?! Nachdem ich einige andere Bewertungen gelesen habe, bin ich sicher, dass es nicht an mir, sondern vor allem am schlimmen Schreibstil ...
Das war echt nicht mein Buch, ich verstehe nicht, warum es so gehyped wird?! Nachdem ich einige andere Bewertungen gelesen habe, bin ich sicher, dass es nicht an mir, sondern vor allem am schlimmen Schreibstil (der nur zum Teil der Übersetzung geschuldet ist) und der flachen, mehr als unglaubwürdigen Story liegt. Mich hat SO viel gestört, dass ich gar nicht weiß, wie ich das in eine halbwegs zusammenhängende Rezension packen soll, also kommen hier meine größten Aufreger.
Bitte, bitte liebe Autor:innen SCHREIBT NICHT ÜBER TRAUMATA, WENN ES SCHLECHT GEMACHT IST. Sowohl Bree als auch Archer sind total langweilig und eindimensional, es wirkt so, als wären ihre traumatischen Backstories nur dazu da, um ihnen irgendwie einen Hauch von Persönlichkeit zu verleihen, ansonsten sind ihre Charaktere überhaupt nicht greifbar und bleiben flach. Wie damit umgegangen wird, finde ich aber fast schon fahrlässig. Er „heilt“ ihre PTBS, nur weil sie einmal bei ihr schläft? Wo waren Gespräche, die über „mir ist die schlimme Sache xx passiert“ hinausgehen? Was finden die beiden aneinander?? Bei mir kamen gar keine Gefühle rüber, ich fand beide mit der Zeit nur noch nervig und in ihren Handlungen nicht nachvollziehbar.
Es ist eben nicht so, dass man nur einmal neben der „Liebe des Lebens“ schlafen muss, und plötzlich sind alle Probleme wie durch Zauberhand gelöst. Die beiden hätten Therapie gebraucht, statt sich in eine co-abhängige Beziehung zu stürzen.
Die Story selbst ist total repetitiv, eigentlich passiert kaum etwas und man hätte das Ganze locker auf weniger als der Hälfte der Seiten erzählen können. Wer möchte denn dutzende Male lesen, wie sie aufsteht, duscht, einen Tee trinkt, zum Imbiss radelt, die Theke abwischt, zurück radelt, duscht, zu Archer radelt, sie vögeln. Manchmal füttert sie noch ihren Hund - der tat mir oft echt leid, vernachlässigte fiktive Tiere kann ich gar nicht haben. Aber ansonsten PASSIERT EINFACH NICHTS.
Es ist völlig unklar, was sie aneinander finden, es war null Connection spürbar, eigentlich geht es permanent nur darum, wie hot sie ihn findet und die beiden haben ständig Sex. Die Szenen waren auch einfach nur unangenehm zu lesen und es gab viel zu viele (die sich viel zu ähnlich waren). Warum „rammt“ er denn ständig? 😩
Dazu kommt Bree teilweise wirklich komisch rüber, weil sie sich einerseits fragt, ob er überhaupt von seinem Onkel aufgeklärt wurde, es andererseits aber auf eine weirde Art toll findet, ihm sexuelle Dinge „beizubringen“.
Es ist generell fragwürdig ist, wie eine Beziehung auf Augenhöhe sein kann, wenn der Typ angeblich seit 20 Jahren das Grundstück nie verlassen hat, seit 7 fast in vollkommener Isolation lebt und keinerlei Erfahrungen mit Frauen hat. Er ist doch überhaupt nicht fähig, eine „normale“ Beziehung zu irgendeinem anderen Lebewesen aufzubauen. Es ging auch alles VIEL zu schnell. Die Geschichte spielt innerhalb von ein paar Monaten und wie sich die beiden in der Zeit verhalten ist einfach nur ungesund. In so kurzer Zeit kann man niemanden vollständig kennen, egal wie sehr es sich danach anfühlen mag.
Die Wortwahl hat mich sehr oft gestört. Von permanenten gleichbleibenden Beschreibungen seiner „whiskeyfarbenen“ Augen, die irgendwann „bernsteinfarben“ wurden, über die ständige Erwähnung, wie „maskulin“ Archer ist (natürlich hat er ein Eightpack, vom Steine schleppen, klar) und auch sonst sind es eigentlich nur seine Muskeln, die ihn auszeichnen, denn Bree sorgt ja sofort dafür, dass Haare und Bart abkommen, geht ja gar nicht, dass der Mann sein „prächtiges“ Gesicht versteckt.“ Die Adjektive waren durchgehend das, was ich als „cringe“ bezeichnen würde. „Mein armer stummer Junge“??
Außerdem haben mir die häufigen frauenfeindlichen Beschreibungen nicht gefallen. Auch, wenn bspw. Travis' Mutter Tori echt keine nette Person ist, müssen Worte wie „Weib“ oder „Teufelin“ echt nicht sein.
Ich habe soo soo viele unmögliche Stellen markiert, die Wortwahl mag hier zum Großteil der Übersetzung geschuldet sein, aber es gab keine Seite, auf der ich nicht über irgendwelche Formulierungen gestolpert bin. Hier nur eine kleine unvollständige Auswahl:
- Imbiss? Im Original heißt es wohl „Diner“, das kann man doch so lassen. Imbiss klingt so nach ranziger Pommesbude.
- Ständig klappt ihr die Kinnlade herunter (erstens: wie sieht das aus? Frage ich mich bei dieser Formulierung immer. Und zweitens: Wie oft passiert sowas? Bei Bree alle zwei Tage).
- „Ich saugte ihren Anblick in mich auf. Selbst in ihrem Elend war sie wunderschön“ (S. 124) Ihh.
- Archer wird permanent entweder als „maskulin“ oder „mein (armer) stummer Junge“ beschrieben.
- ständigt guckt er „scheu“.
- schon in Kapitel 14 wird ihr klar, dass sie "endlich sicher" ist - sie kennt den Tpen gar nicht!! Vielleicht ist er ein Psychopath?!
- S. 186-187 lest selbst, da wurde mir kurz übel.
- Seine Augen sind alle 5 Seiten „whiskeyfarben“, später dann ein dutzend Mal „bernsteinfarben“.
Sein „prächtiges“ Gesicht oder „prächtiger“ Schwanz.
- Sowas wie „zwischen ihren Schenkeln stoben heiße Funken“ / „vor Wonne“ / ihr Herz „schwoll an“
- „Brat mir einer einen Storch“ (S. 250)
- „als wollte er mich bestrafen“ (S. 293)
Das Zusatzkapitel wurde dann offenbar gar nicht mehr lektoriert. So viele Fehler, die Gebärdensprache ist zum Großteil nicht mehr kursiv gedruckt, wer hat da gepennt?
Alles in allem für meinen Geschmack zu kitschig, zu repetitiv und zu ereignislos. Am Ende wird noch schnell unglaubwürdig etwas Dramatik reingequetscht, das war es dann aber auch. Leider kein Tiefgang, was die beiden aneinander finden, außer traumabonding, war mir schleierhaft.