Cover-Bild Mutters Lüge
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17,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Literaricum GmbH
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 364
  • Ersterscheinung: 25.10.2021
  • ISBN: 9783952472774
Monika Hürlimann

Mutters Lüge

Als die erfolgreiche Schweizer Psychiaterin Marta am Grab ihrer Mutter steht, ahnt sie nicht, dass bald eine ungeheuerliche Lüge ans Tageslicht kommt. Sie muss sich der eigenen, bewegenden und nicht minder dramatischer Familiengeschichte stellen, die weit zurück in ihrer Kindheit führt, nach Polen, wo alles begann.

Ein bitterzarter Roman über die aufwühlende Suche nach Wahrheit und Geborgenheit im täglichen Kamp gegen den Schmerz des Nicht-Vergessen-Könnens. Und über das Glück und die Liebe.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2022

Herzergreifend und Emotional!

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"Bevor mich die Müdigkeit völlig übermannte, goss ich meine Sehnsucht in Worte, die sich weder reimten noch besonders erhaben klangen, mich aber trösten." (Zitat aus dem Kapitel "Neue Seite im Buch").

Auf ...

"Bevor mich die Müdigkeit völlig übermannte, goss ich meine Sehnsucht in Worte, die sich weder reimten noch besonders erhaben klangen, mich aber trösten." (Zitat aus dem Kapitel "Neue Seite im Buch").

Auf der ewigen Suche nach Antworten, begleiten wir in diesem Buch Marta, die zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Zwillingsbruder Tomek ein neues Leben beginnen. Zwischen neuen Kulturen, einer neuen Sprache und neuen Menschen, nimmt die fesselnde Schreibart der Autorin einen so sehr mit, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. In der Ich-Form geschrieben, geht es vor allem immer und immer wieder um die Frage, was verheimlicht Marta's Mutter ihr. Dabei wird die Geschichte und somit auch das Rätsel nicht von hinten aufgerollt, wie dass der Klappentext vermutet, sondern neuen ganz am Anfang und baut immer mehr auf.

Wirklich zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 30.12.2021

Steinige Wege

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Marta und ihr Zwillingsbruder Tomek werden Ende der 1960er Jahre, in Polen geboren. Sie leben mit ihrer Mutter in Breslau. Die Mutter arbeitet sehr viel und so sind die Kinder, schon in sehr jungen Jahren ...

Marta und ihr Zwillingsbruder Tomek werden Ende der 1960er Jahre, in Polen geboren. Sie leben mit ihrer Mutter in Breslau. Die Mutter arbeitet sehr viel und so sind die Kinder, schon in sehr jungen Jahren sich häufig selbst überlassen. Halt erfahren sie von einer befreundeten Familie die sich liebevoll um die Drei kümmert. In ihrer Jugend müssen sie ihre Heimat Polen verlassen. Ihre Mutter flieht in einer Nacht-und Nebel Aktion mit ihnen nach Westdeutschland. Obwohl die Familie in Polen in äußerst ärmlichen Verhältnissen gelebt hatte, ist besonders für Marta dieser Einschnitt schwer. Sie ist sehr gut in der Schule, hat sich alles hart erarbeitet und den Wunsch Ärztin zu werden. Zurück blieb alles was ihr viel bedeutete, wie die geliebten Menschen und ihre Zukunftsträume. Doch Marta lässt sich nicht unterkriegen, sie lernt rasch die neue Sprache und sucht Anschluss in der neuen Schule. Schon bald hat sie sich auf ihr altes Leistungsniveau zurückgekämpft. Die Beziehung zwischen Marta und ihrer Mutter ist schwierig. Es herrscht ein großes Schweigen. Die Mutter ist Marta gegenüber unnahbar, gefühlskalt und verständnislos. Sie hält ihre Tochter auf Distanz, wohingegen sie ihren Sohn Tomek vergöttert. Marta schuftet und beißt sich durch und findet nach ihrem Studium Arbeit in der Schweiz, wo sie sich erneut ein neues Leben aufbaut. Diesmal jedoch ohne die Mutter. Trotz der räumlichen Trennung, ist diese ständig präsent. In allem was Marta tut, erhofft sie sich Anerkennung, Aufmerksamkeit und die Liebe ihrer Mutter. Lohn erhält sie jedoch kaum.
Obwohl der Schreibstil der Autorin recht nüchtern und distanziert wirkt, hat es mir das ein und andere Mal Tränen in die Augen getrieben. Die Gefühllosigkeit der Mutter gegenüber ihrer Tochter macht einen nur fassungslos. Man hat das Bedürfnis die kleine Marta einfach nur in den Arm zu nehmen und zu trösten. Bereits am Anfang des Romans fühlt man zudem die Präsenz eines dunklen Geheimnisses. Dies hat mich beim Lesen stark vorangetrieben, da ich unbedingt wissen wollte was denn da nur los ist. Gerne hätte ich den ein oder anderen genommen und geschüttelt um dahinter zu kommen. Diese Sprachlosigkeit der Protagonisten war oft kaum ertragbar. Allerdings sehr stimmig. Das Geheimnis liegt wie ein Schatten auf ihrer aller Leben. Jedoch bringt die Wahrheit zuerst viel Schmerz, der allerdings notwendig ist, damit die Heilung beginnen kann. Das Buch hat mich tief bewegt, denn.es zeigt die Macht die Eltern haben mit ihrem Verhalten das Leben ihrer Kinder nachhaltig zu beeinflussen. Und es zeigt wie sich erlittenes Unrecht von einer auf die andere Generation überträgt. Wie unschuldiges neues Leben vergiftet wird. Und dennoch macht die Geschichte doch auch so unglaublich Mut. Marta zeigt das es sich lohnt sein Leben in die Hand zu nehmen und es täglich neu zu beginnen. Stolz auf das zu sein, was man aus eigener Kraft erreicht und geleistet hat, zu verzeihen und die zu lieben die sich selber und andere nicht lieben können.

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Veröffentlicht am 26.12.2021

Wunderbar flüssig geschriebener autobiographischer Roman

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Wunderbar flüssig geschriebener autobiographischer Roman einer Autorin, die einen wirklich interessanten, teils schwierigen, aber auch erfüllten Lebenslauf hat. Wir können alle viel davon lernen.

Wunderbar flüssig geschriebener autobiographischer Roman einer Autorin, die einen wirklich interessanten, teils schwierigen, aber auch erfüllten Lebenslauf hat. Wir können alle viel davon lernen.

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Veröffentlicht am 24.12.2021

Das Schicksal der Hauptfigur Marta geht unter die Haut und macht Mut

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Das Schicksal der Hauptfigur Marta geht unter die Haut und macht Mut. Der Text ist flüssig geschrieben, wie ein richtiger Roman, was es angenehm macht. Dennoch sollte man sich nicht täuschen lassen: die ...

Das Schicksal der Hauptfigur Marta geht unter die Haut und macht Mut. Der Text ist flüssig geschrieben, wie ein richtiger Roman, was es angenehm macht. Dennoch sollte man sich nicht täuschen lassen: die geschilderten Begebenheiten können nur dem echten Leben entsprungen sein: sehr nah begleitet der Leser die Gedanken, Gefühle und Handlungen von Marta, wird gross mit ihr und ihren Problemen und meistert sie mit ihr zusammen. Man bekommt ziemlich tiefen Einblick in die subjektive Wahrnehmung vom Alltagsleben im kommunistischen Polen, in Deutschland mitsamt den Unterschiedlichen Mentalitäten (Norden/Berlin) und für mich sehr interessant: die fein gezeichneten Unterschiede in der Schweiz. Echt empfehlenswerter Lesestoff.

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Veröffentlicht am 17.11.2021

Eine ungeheuerliche Lüge

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Marta ist 15 Jahre alt, als sie mit ihrer Familie aus dem kommunistischen Polen
in den Westen flieht. Erst hatte Marta ihre Heimat in Polen, später dann in Deutschland und
letztendlich in der Schweiz.
Martas ...

Marta ist 15 Jahre alt, als sie mit ihrer Familie aus dem kommunistischen Polen
in den Westen flieht. Erst hatte Marta ihre Heimat in Polen, später dann in Deutschland und
letztendlich in der Schweiz.
Martas Leben gleicht trotz einiger Konstanten einer ewigen Suche.
Sie trifft sich mit ihrem bis dahin unbekannten Vater und versäumt ihm die für sie so wichtigen
Fragen zu stellen.
Sie ist mutig, sie ist interessiert und auch realistisch.
Marta geht ihren Weg und viele Jahre später wird sie erkennen, was Heimat und Liebe wirklich bedeutet.
Es handelt sich hier um eine sehr persönliche Lebensgeschichte.
Um plötzliche Veränderungen, des Verlassen werden, um die Sprachlosigkeit zwischen Mutter und Tochter.
Man leidet mit Marta, mit ihrer inneren Zerrissenheit, ihren vielen Fragen, die sie erst gar nicht stellt
oder die nicht beantwortet werden.
Eine Geschichte, die sich vor dem Hintergrund einer Flucht aus dem kommunistischen Polen abspielt.
Das, was diese Flucht mit der Familie auslöst und die dadurch ausgelösten Gefühle
und Anforderungen werden in diesem Roman wunderbar erzählt.
Sachlich, neutral und ohne Verbitterung beschreibt die Autorin ihr Leben, ihre ewige Suche nach Mutterliebe.
Jeder Satz sitzt und wiegt schwer.
Wie viel Kraft es kostet immer wieder neu anzufangen und Fuß zu fassen.
Sich zu intrigieren und seinen Weg zu gehen. Mit einer Mutter, die eigentlich immer nur für andere da ist.
Es zeigt aber auch, dass die Suche nach der eigenen Identität enorm wichtig ist.
Am Ende wird das dunkle Familiengeheimnis gelüftet. Mutters Leben basierte auf einer Lüge.
Das wird mit einer wunderbaren fließenden und sehr mitreißenden Art erzählt.
Eine sehr gut geschriebene Familiengeschichte mit einem Spannungsbogen der bis zum Ende erhalten bleibt.

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