Cover-Bild Wie das Licht von einem erloschenen Stern
(9)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
14,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Julius Beltz GmbH & Co. KG
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 243
  • Ersterscheinung: 29.04.2016
  • ISBN: 9783407821041
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Nicole Boyle Rodtnes

Wie das Licht von einem erloschenen Stern

Roman
Gabriele Haefs (Übersetzer)

Vega wird aus ihrem Teenagerleben gerissen, als sie nach einem Unfall nicht mehr sprechen kann. Die 17-Jährige kämpft wütend und frustriert mit ihrem Schicksal, das sie immer mehr zu einer sprachlosen Außenseiterin macht. Ein ergreifender Roman, emotional und packend geschrieben.

Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2017

Berührend mit einer interessanten Thematik

0

Es ist immer wieder erfrischend, wenn Autoren sich Themen widmen, die bisher wenig bis gar keine Beachtung fanden. Ich persönlich hatte bis dato noch nie etwas von Aphasie gehört und ich denke den meisten ...

Es ist immer wieder erfrischend, wenn Autoren sich Themen widmen, die bisher wenig bis gar keine Beachtung fanden. Ich persönlich hatte bis dato noch nie etwas von Aphasie gehört und ich denke den meisten Lesern wird es ebenso ergehen. Umso beeindruckender fand ich, mit welchem Feingefühl die Autorin dieses Leiden thematisiert.

Vega ist ein ganz normaler Teenager. Durchschnittlich in der Schule, frisch verliebt, mit einer besten Freundin und einer Schwester mit der sie sich immer mal wieder zankt. Ganz normal eben. Doch alles ändert sich als sie bei einer Party in einen halb vollen Pool stürzt und dabei mit dem Hinterkopf aufschlägt. Diagnose: Gehirnblutung, Teile des Sprachzentrums sind abgestorben: Aphasie.
Vega muss das Sprechen ganz von vorne lernen. Ihre Gedanken sind ganz normal, aber wenn sie diese laut aussprechen will, kommt nur unverständliches Gebrabbel heraus. Auch lesen und schreiben fällt ihr unglaublich schwer. Wie sich also mitteilen? Wie bewältigt man den Alltag, wenn schon eine einfache Bestellung im Cafè Probleme bereitet?

Der Mensch ist ein soziales Wesen und die Kommunikation die Grundlage jedes Miteinander. Wer nicht kommunizieren kann ist isoliert und das fühlt auch Vega. Die Autorin schafft es die Einsamkeit und die Verzweiflung sich nicht mitteilen zu können bez. der Frust wenn der Gegenüber wieder nichts versteht sehr eindringlich zu beschreiben. Das Buch ist aber nicht nur düster, denn genauso wie man die Tiefs mit Vega miterlebt, werden auch die Lichtblicke gut geschildert. Mir hat gut gefallen, dass Vega auch Rückschläge hat, denn eine Wunderheilung ist nun mal ein Wunschglauben und sich von einem Gehirnschaden wieder zu erholen braucht nun mal Zeit und ist ein steiniger Weg.
Auch gut gefallen hat mir der Handlunsgort: Dänemark. Ist mal etwas anderes, obwohl ich es sehr gewöhnungsbedürftig fand, dass Lehrer mit Vornamen angesprochen werden =D Wieder was gelernt.

Was mir ein bisschen gefehlt hat ist die Tiefe in den anderen Charakteren. Während man von Vega ein umfassendes und vielseitiges Bild bekommt, bleiben ihre Mutter, Schwester und Freude doch etwas blass. Auch aus Theo hätte man noch mehr rausholen können, wobei er als Charakter doch deutlicher ausgereift ist, als die eben genannten.
Hin und wieder fand ich auch die Übersetzung etwas komisch. So wird z.B ständig von Fest geredet, wo jeder normaler Mensch Party verwenden würden. Jugendliche feiern Partys und keine Feste.

Was das Ende angeht. Hm es passt zum restlichen Buch, ohne Frage und ist auch gut gemacht, aber gewünscht hätte ich mir doch noch etwas mehr, aber das ist meine persönliche Vorliebe. So wie es ist ist es rund und das zählt.

Fazit:
Ein faszinierendes und eindringliches Buch das sehr realitätsnah schildert was mit einem Mädchen passiert, dem auf einmal die Sprache fehlt. Die Nebencharaktere blieben etwas blass, dafür lernt man die Protagonistin sehr gut kennen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.11.2021

Schönes Buch mit interessanter Thematik

0

Das Cover ist einfach wunderschön und der Klappentext, sowie die darin beschriebene Thematik des Buch, hat dafür gesorgt, dass ich das Buch einfach lesen musste.

Der Schreibstil ist fesselnd und die Geschichte ...

Das Cover ist einfach wunderschön und der Klappentext, sowie die darin beschriebene Thematik des Buch, hat dafür gesorgt, dass ich das Buch einfach lesen musste.

Der Schreibstil ist fesselnd und die Geschichte ist nicht übertrieben oder groß unrealistisch dargestellt, sodass man sich super in die Protagonisten hineinversetzen kann.

Auch die Spannung und die Dramatik kommen in diesem Buch nicht zu kurz und dementsprechend fliegen die Seiten nur so dahin.

Definitiv ein tolles Buch, dass eine spannende Thematik behandelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2017

So schnell kann es gehen ...

0

Gebundene Ausgabe: 243 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: 2 (29. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3407821041
empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: Hul i hovedet
Preis: 14,95€
auch ...

Gebundene Ausgabe: 243 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: 2 (29. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3407821041
empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: Hul i hovedet
Preis: 14,95€
auch als E-Book erhältlich


So schnell kann es gehen …

Inhalt:
Nach einem Unfall kann sich die 17-jährige Vega nicht mehr daran erinnern, was genau passiert ist. Sie hat eine Verletzung des Gehirns davongetragen mit der Folge, dass sie nicht mehr sprechen kann. Dies muss sie erst mühsam wieder lernen. Doch warum träumt sie, dass sie nicht einfach gestolpert ist, sondern dass jemand sie geschubst hat? Als sie ihrer Familie von ihrem fürchterlichen Verdacht erzählt, wird sie nicht für voll genommen.

Meine Meinung:
Bei diesem Buch habe ich den „Fehler“ gemacht, den Klappentext zu lesen und dadurch etwas ganz anderes zu erwarten als ich dann bekam. Für mich hörte sich das eher nach einem Krimi an. Tatsächlich geht das Buch aber doch in eine andere Richtung. Zwar will Vega wirklich herausfinden, was passiert ist, doch das ist nicht die Hauptsache in diesem Jugendbuch.

Viel mehr werden Vegas Schwierigkeiten, sich verständlich zu machen, mit anderen zu kommunzieren und dabei nicht den Mut zu verlieren, wenn ihr Mund nur Kauderwelsch oder „Wörterschlamm“, wie sie es nennt, produziert, thematisiert. Ihre Einsamkeit, ihr Ausgeschlossensein aus ihrem Freundeskreis spielen ebenso eine große Rolle wie das Gefühl, ihrer Familie zur Last zu fallen.

Erst als Vega bei einem Workshop zum Thema Aphasie den ebenfalls betroffenen Theo kennenlernt, geht es für sie aufwärts. Es entspinnt sich eine zarte und ganz wunderbare Liebesgeschichte zwischen den beiden. Theo kennt Vegas Probleme aus eigener Erfahrung und kann sich dadurch gut auf sie einlasen und ihr Mut machen.

Der Schreibstil ist recht einfach, was zwar gut zu Vegas problematischem Umgang mit Sprache passt – sie kann zunächst nur einzelne Wörter aussprechen, später dann sehr einfache Sätze – zum Lesen für mich aber etwas eintönig war.

Jedes Kapitel beginnt mit einem kursiv gedruckten Teil von 1-2 Seiten, in dem Vega sich an die Zeit nach dem Unfall erinnert und sich so langsam bis zur Gegenwart vorarbeitet. Die Rückblenden und die Erzählung in der Gegenwart greifen wie Zahnräder ineinander und ergeben schließlich zusammen die komplette Geschichte. Das ist sehr schön gemacht. Leider ist aber einiges leicht vorhersehbar. Hier hat es die Autorin mit den „versteckten“ Hinweisen einfach zu gut gemeint.

Trotzdem ist es ein schönes Jugendbuch, das sich mit einigen wichtigen Themen wie Leben mit Handicap, Freundschaft, erste Liebe und Verzeihen befasst.

★★★★☆

Veröffentlicht am 16.12.2016

Interessante Geschichte!

0

Wie das Licht von einem erloschenen Stern

Verlag: Beltz, J
Seitenzahl: 243
ISBN: 9783407821041

Inhalt: Es geht um die 17-jährige Vega, die durch einen Unfall unter der Krankheit Aphasie leidet. Aphasie ...

Wie das Licht von einem erloschenen Stern

Verlag: Beltz, J
Seitenzahl: 243
ISBN: 9783407821041

Inhalt: Es geht um die 17-jährige Vega, die durch einen Unfall unter der Krankheit Aphasie leidet. Aphasie bedeutet sie hat ihr Sprachvermögen verloren. Vega muss jetzt wieder schreiben, lesen und sprechen lernen. Ihr Freundeskreis kommt nur schwer damit zu recht und sie beginnen sich immer mehr von ihr abzuwenden. Selbst ihre beste Freundin ist insgeheim mit der Situatuion überfordert. Ihre Mutter versucht alles um die Lage ihrer Tochter zu verbessern. Als Vega dann gezwungenermaßen bei einem Workshop teilnimmt, der ihr helfen soll, lernt sie The kennen. Beide bemerken, dass sie sich gegenseitig bei diesem schwierigen Weg der Genesung helfen können. Theo ist auch einer der Wenigen, der sie nicht für verrückt hält, da sie glaubt, dass ihr Sturz in das Pool kein Unfall gewesen sei. Was dahinter steckt und ob Vega das Geheimins lüftet, ob das Ganze wirklich nur ein Unfall war müsst ihr dann schon selbst lesen :)

Fazit: Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne. An manchen Stellen hat es mir nicht so gut gefallen, aber das Thema gefiel mir, es war mal etwas Anderes und es lässt sich auch locker und leicht lesen.