Profilbild von 101Elena101

101Elena101

Lesejury Star
offline

101Elena101 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit 101Elena101 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2020

Solider romantischer Roman

Marked Men: In seinen Armen
0

Inhalt:
Saint hat das erreicht, was sie immer wollte: Sie ist eine gute Krankenschwester und hilft ihren Patienten, lässt sich aber nicht tiefer auf andere Menschen außerhalb ihrer engen Familie ein. ...

Inhalt:
Saint hat das erreicht, was sie immer wollte: Sie ist eine gute Krankenschwester und hilft ihren Patienten, lässt sich aber nicht tiefer auf andere Menschen außerhalb ihrer engen Familie ein. Dann begegnet sie Nash, der sie in der Highschool sehr verletzt hat. Sie weiß nicht, ob sie ihm das je verzeihen kann, denn das hat ihr Leben geprägt. Nash hingegen braucht zur Zeit jede Unterstützung, die er bekommen kann. Als er erfährt, was Saint über ihre gemeinsame Vergangenheit erfährt, hofft er auf eine zweite Chance und dass Saint ihm verzeihen kann.

Meine Meinung:
Dies ist der vierte Band einer Reihe, die unabhängig voneinander gelesen werden können und mit dem ein begonnen habe. Anfangs hatte ich es etwas schwer in die Geschichte hineinzukommen, da sie etwas ruckartig und schnell erzählt wurde. Manche Szenen sind sehr kurz gehalten und auch die damit einhergehenden Gefühle und Handlungen der Protagonisten kommen dann etwas plötzlich.
Das hat sich aber schnell wieder gelegt und danach konnte ich das Buch flüssig an zwei Tagen durchlesen, da es so kurzweilig war.
Was mir besonders gefallen hat, sind auch die Nebencharaktere, die alle zusammen mit ihren jeweiligen Eigenheiten und Ecken und Kanten eine nicht blutsverwandte Familie bilden. Das hat mich auch dazu animiert, mir die anderen Teile der Reihe anzuschauen, die jeweils eben diese Charaktere als Protagonisten behandeln.
Nash, um den es in dieser Geschichte geht, mochte ich, weil er gleichzeitig charakterstark, aber auch freundlich und ruhig war, egal, wie schlimm das Schicksal ihn gerade trifft. Er ist konstant und zuverlässig ein Buchcharakter, den man einfach mögen muss.
In Saint kann man sich gut hineinversetzen, vor allem, da sie mit sich selbst nicht immer im Reinen ist. Gegen Ende hin wurden mir ihre Komplexe und Gedanken dazu dann aber doch zu viel, denn sie fährt das ganze noch einmal zum Höchstlevel auf, was ich dann leid wurde.
Auch etwas Humor, war in der Geschichte vorhanden, sodass ich manchmal schmunzeln musste.

Fazit:
Ein ordentlicher Roman, der mich sehr gut unterhalten hat mit wichtigen Aussagen, die der Leser hautnah an der Geschichte miterlebt: Beurteile Menschen nicht nach ihrem Aussehen und liebe dich selbst so, wie du bist.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Erotik
Veröffentlicht am 12.05.2020

Mein erstes Escapebook

Escape Quest - Der Meisterdieb von Paris
0

Dieses Buch ist kein gewöhnliches zum Lesen, sondern ein Escapebook, mit dem man ein Abenteuer nachspielt und durch knobeln und richtigem Lösen von Rätseln auf die nächsten Seiten kommt.

Der Meisterdieb ...

Dieses Buch ist kein gewöhnliches zum Lesen, sondern ein Escapebook, mit dem man ein Abenteuer nachspielt und durch knobeln und richtigem Lösen von Rätseln auf die nächsten Seiten kommt.

Der Meisterdieb Arsène Lupin sucht einen Schüler, um seine Fähigkeiten weiterzugeben. Er stellt jedoch eine Bedingung: es muss dir gelingen, die gut behüteten Juwelen der Familie Lechevalier zu stehlen.

Man muss zahlreiche Rätsel lösen, um sich auf den Diebstahl vorzubereiten und die nötigen Informationen dazu sammeln, aber du bist nicht der Einzige, der versucht, Lupins Schüler zu werden...



Das Buch hat eine gute Größe, dass auch mehrere Mitspieler (es kann auch nur einer sein) die Escape Quest lösen können, da es annähernd DIN A4-Größe hat. So sieht man gut die Bilder und Rätsel und kann das Buch auch gut herumreichen. Wir haben die Rätsel zu dritt gelöst und fanden die Illustrationen an sich schön ausgearbeitet und interessant. Wir haben 3,5 Stunden bis zum Ende gebraucht und sind erfahrene Exitgame-Spieler, die schon öfter auch schwierigere Rätsel gelöst haben.

Auch die Geschichte ist prinzipiell spannend und geeignet für so ein Abenteuer, leider waren die Rätsel es, die uns etwas im Stich gelassen haben. Es waren durchaus welche dabei, die gut durchdacht und lösbar waren und die man gerne gemacht hat. Bei anderen wiederum musste man sich selbst denken, dass man Seiten zerschneiden, auf eine vorherige Seite blättern oder gewisse Utensilien nutzen musste, ohne dass es entweder als Hinweis im Text oder generell auf der gerade zu lösenden Seite stand. Ja, am Anfang gibt es eine Seite mit Regeln, auf der steht, dass man Seiten beschriften, zerschneiden oder falten muss, dies wird dann aber nicht mehr beim betreffenden Rätsel auch nur mit versteckten Hinweisen erwähnt, wie soll man also wissen, dass man ausgerechnet auf der Seite das tun muss? Das hat uns beim Spielen leider dazu gezwungen, uns manchmal die Hinweise oder Lösungen auf der letzten Seite anzuschauen und uns zu fragen wie und wer da von selbst darauf kommt.


Insgesamt haben wir mit dem Buch also eine Achterbahn der Gefühle durchgemacht: Einmal stolz und froh, einmal total genervt wegen der Rätsel. Das hätte man definitiv mit wenigen Sätzen besser gestalten können, was zu weniger Frust bei uns geführt hätte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.04.2020

Tolles Kinderbuch

Ich packe in meinen Beutel ... ein Boot, ein Buch, ein Butterbrot ...
0

Das Känguru will einen Ausflug machen und packt dafür seine Tasche. Doch ist auch wirklich alles mit dabei, was so gebraucht wird? Seine Freunde kommen nach und nach dazu und packen immer wieder Neues ...

Das Känguru will einen Ausflug machen und packt dafür seine Tasche. Doch ist auch wirklich alles mit dabei, was so gebraucht wird? Seine Freunde kommen nach und nach dazu und packen immer wieder Neues in den Kängurubeutel ein.


Dieses Buch ist aufgebaut wie das allseits bekannte "Ich packe meinen Koffer und nehme mit..."-Spiel, bei dem man sich merken muss, was der Vorherige eingepackt hat. In Reimen wird die Geschichte erzählt, sodass man sich besser merken kann, welche Dinge eingepackt wurden. So können die Kinder mitsprechen und mit etwas Übung und in einem gewissen Alter aufsagen, was als letztes in den Kängurubeutel gelegt wurde.

Die stabilen und recht dicken Buchseiten sind bunt und großflächig illustriert, was für Kleinere Zuhörer super zum mitgucken ist. Das Buch ist laut Verlag für Kinder ab 30 Monaten geeignet und kann auch von kleinen Händen umgeblättert werden, weil die Seiten so schön dick sind.

Es würde sich außerdem abwischen lassen, weil die Seiten beschichtet sind.

Die Geschichte ist denkbar einfach, da immer mehr tierische Freunde des Kängurus Dinge einpacken, die für sie nicht fehlen dürfen bei ihrem Ausflug, die Reime, die niedlichen Illustrationen und das Konzept des Buches bringen mich aber sogar als Erwachsene zum Schmunzeln.

Manchmal ist weniger eben mehr.


Fazit:

Ein Schönes Buch zum Vorlesen, das kleinere Kinder nicht zu sehr beansprucht und größere herausfordert, indem man gleichzeitig ein Spiel daraus machen kann, dass sie den "Koffer" mitpacken und sich merken, was drin ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2020

Das andere Diätbuch

Wohlfühlgewicht
0

Jojo-Effekt, Heißhunger und Kalorienzählen, das sind oft Dinge die man mit Diäten in Verbindung bringt, so auch die Autorin Dr. med. Mareike Awe. Das bringt oft Frust mit sich und man verfällt in einen ...

Jojo-Effekt, Heißhunger und Kalorienzählen, das sind oft Dinge die man mit Diäten in Verbindung bringt, so auch die Autorin Dr. med. Mareike Awe. Das bringt oft Frust mit sich und man verfällt in einen Teufelskreis, den man dann wortwörtlich am eigenen Körper erfährt.
Intuitiv essen und mentales Training haben der Dr. Awe geholfen, ihr eigenes Wohlfühlgewicht zu erreichen, ganz ohne Diätzwang. Dieses Buch soll den Lesern dabei helfen, dasselbe zu erreichen, indem ihr Blick nach innen gerichtet wird und sie lernen, auf ihren eigenen Körper zu hören.

Der Ansatz, ein gesundes Körpergefühl zu entwickeln, indem man lernt, auf seinen Körper zu hören, hat mich sofort interessiert. Und da hält das Buch auch was es verspricht: Man bekommt nicht die neueste Diät serviert, die gerade modern geworden ist und mit der man vermeintlich die meisten Kilos in kürzester Zeit verliert. Das Buch bringt einen viel eher dazu, sein (Ess-) Verhalten zu überdenken, sodass einem Muster bewusst werden, um die man vorher vielleicht schon wusste, um die man sich aber nie weiterführende Gedanken gemacht hat.
So habe ich mich in den ersten Seiten, der Einleitung sogar, wiedererkannt und konnte schon zwei Punkte in meinem Verhalten ändern, da sie mir durch das Lesen erst richtig ins Bewusstsein gebracht wurden.
Ein Pluspunkt ist dabei, dass der Text verständlich und nicht explizit wissenschaftlich geschrieben ist, sodass man mit jedem Bildungsstand versteht, was die Autorin erklären möchte. Hierbei schreibt sie auch immer mal wieder Passagen aus ihrer Sicht, in denen man sich wiedererkennen kann, denn sie hat selbst durch intuitives Essen ihr Wohlfühlgewicht erreicht und teilt den vorherigen Frust, die Scham und ihr negatives Körperbild mit dem Leser. Das zeigt einem wieder, dass man nicht alleine ist, wenn man sich Gedanken um Gewicht und Aussehen macht.
Zudem finde ich es erfrischend, mal von einem "Abnehmen" (es funktioniert auch fürs Zunehmen) zu hören, dass nicht an gewisse Zahlen auf der Waage oder ungesunde Vorbilder aus den Medien gekoppelt ist, sodass von Anfang an klar ist: Jeder Mensch hat sein individuelles Wohlfühlgewicht, seine eigenen Auslöser für ungesundes Essverhalten und vor allem sein eigenes Tempo dieses zu erreichen.
Mir hat das Buch sehr geholfen meine Denkweise umzustellen und auf Dinge aufmerksam zu werden, die mir nicht richtig bewusst waren, sodass ich sensibler dabei geworden bin, auf meinen Körper zu hören.

Etwas bemängeln muss ich nur die mehrfachen Wiederholungen der elementaren Gedanken intuitiven Essens. Natürlich verfestigt sich so alles im Kopf, mich hat es aber etwas gestört, öfter mal dasselbe zu lesen, was schon an anderer Stelle ausgeführt wurde.
Und ja, es wird auch mal auf die Website oder das zugehörige kostenpflichtige Programm der Autorin verwiesen, aber wer nicht möchte, muss das "Produkt"unabhängig vom Buch ja nicht kaufen.

Fazit:
Ein Buch, dass ich auf jeden Fall entweder als Einstieg in die Materie oder für diejenigen empfehlen kann, die es leid sind von der hundertsten Diät zu hören, aber trotzdem auf gesunde Weise ihr Wohlfühlgewicht erreichen wollen.

  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 26.12.2019

Ängste sind okay

Olga, die mutigste Kuh der Welt
0

Olga erzählt ihren Freundinnen im Stall, dass sie vor nichts Angst hat, nicht mal vor dem dunklen Wald, den die anderen Kühe fürchten. Das glauben die anderen natürlich nicht und Olga muss zur Tat schreiten ...

Olga erzählt ihren Freundinnen im Stall, dass sie vor nichts Angst hat, nicht mal vor dem dunklen Wald, den die anderen Kühe fürchten. Das glauben die anderen natürlich nicht und Olga muss zur Tat schreiten und es ihnen beweisen: Sie geht in den Wald der nachts viel gruseliger ist als erwartet und verliert dort ihre Freundinnen. Sie läuft vor Schreck solange, bis sie sie wiederfindet und statt als Angsthase, steht sie plötzlich als große Heldin da, die sich vor nichts fürchtet.




Das Kinderbuch soll zeigen, dass jeder seine Angst überwinden kann und dass auch aus Angst manchmal etwas Gutes entsteht.
Ich als Erwachsene habe Olga zuerst als arrogant und überheblich empfunden, denn sie übertreibt vor den anderen und gibt so sehr an, dass es sie eher unsympathisch macht. Doch im Wald mit ihren Ängsten konfrontiert, wird Olga zu einer verschreckten Kuh, die eigentlich nur noch ihren Ängsten entfliehen will. Als sie wieder zurück bei den anderen ist, denen sie immer noch nichts von ihrer eigentlichen Angst erzählt, wird sie als mutigste Kuh der Welt gefeiert, aber nur, weil sie immer noch nicht zugibt, wie viel Angst sie wirklich hatte.
Als Botschaft an Kinder hätte ich es viel schöner gefunden, wenn Olga sich und den anderen ihre Ängste eingestanden hätte, anstatt dass sie sich mit Unwahrheiten als Heldin feiern lässt. Das hätte zwar den witzigen Schluss des Bilderbuches verändert, wäre für mich aber wichtiger als Lehre gewesen. Das hätte nämlich ausgesagt, dass es okay ist Ängste zu haben und diese auch nach außen tragen zu dürfen.
Trotzdem ist das Buch witzig aufgemacht mit den komplett gereimten Versen, die von Olga und ihrem Abenteuer im Wald erzählen. Man kann den Text durch die Reime nicht anders als so vorlesen, dass Kinder daran Spaß finden, allerdings würde ich das empfohlene Alter von 4-6 Jahren etwas höher bei mindestens Fünfjährigen ansetzen, da (je nach Kind) Jüngere der Geschichte nicht so gut folgen können. Zumindest habe ich die Erfahrung in meiner Kindergartengruppe gemacht.
Die Illustrationen sind mit dem Zeichenstil mal etwas anderes und das Buch kann man gut verwenden, wenn das Thema Ängste bei Kindern auftaucht, um zu zeigen, dass selbst die mutigste Kuh der Welt Angst vor dem dunklen Wald hat ;)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere