Profilbild von 101Elena101

101Elena101

Lesejury Star
offline

101Elena101 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit 101Elena101 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2021

Lächeln kann man teilen

Lächeln gefunden
0

Der Bär ist aus dem Winterschlaf erwacht und hat plötzlich etwas im Gesicht, das seiner Meinung nach nicht ihm gehört. Im See spiegelt sich ein großes Lächeln. Da er sich nicht sicher ist, ob das Lächeln ...

Der Bär ist aus dem Winterschlaf erwacht und hat plötzlich etwas im Gesicht, das seiner Meinung nach nicht ihm gehört. Im See spiegelt sich ein großes Lächeln. Da er sich nicht sicher ist, ob das Lächeln wirklich ihm gehört, hängt er im Wald Zettel auf "Lächeln gefunden". Während der Frühling um ihn herum erwacht ist, kommen nach und nach die Tiere des Waldes zu ihm, um herauszufinden, ob er ihnen ihr Lächeln zurückgeben kann. Am Ende ist jedenfalls klar, dass aus einem Lächeln ganz schnell mal viele Lächeln werden kann.


Die Aussage des Buch ist für mich auch der Grund, warum ich das Buch zum Lesen in der Kita ausgesucht habe, denn hier lernt man: Lächeln kann man verschenken oder verteilen und wenn man das tut, dann gibt es auf einmal viel mehr lächelnde Gesichter auf der Welt. Das ist eine Botschaft, die in einer eher misstrauischen Welt doch schön weitergetragen werden kann. Lächle und es wird zurück gelächelt.

Dieses Buch kann man also auch gut in der Kita als Projektbasis nehmen.

Bär und die anderen Waldtiere sind zauberhaft und kindgerecht illustriert, sodass die Kinder nicht visuell überfordert werden, aber genug zum Mitschauen haben.

Auch mit der Länge des Textes habe ich gute Erfahrungen gemacht, denn die Kinder ab ca. 4 Jahre konnten die Geschichte überwiegend sehr gut mitverfolgen.

Hin und wieder gibt es etwas schwierigere Wörter im Text, die Kinder vielleicht noch nicht verstehen, was allerdings dazu anregt, sich damit auseinanderzusetzen und den Sprachschatz so zu erweitern. Natürlich muss dann da auch ein Erwachsener sein, der diese erklärt.

Ich würde das Buch aber erst ab 4 Jahren empfehlen, jüngere Kinder könnten damit eventuell überfordert sein, sodass der Spaß verloren geht.



Fazit: Herzerwärmende Geschichte mit süßen Illustrationen und somit genau unser Fall!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
Veröffentlicht am 13.03.2021

Ostern kann kommen

Die Osterhennen kommen!
0

Ottilie ist dieses Jahr wirklich sauer: Die Hühner legen das ganze Jahr lang Eier und trotzdem bekommen den Dank nur die Osterhasen! Dabei würde Ottilie so gerne auch selbst einmal Ostereier bemalen. Dieses ...

Ottilie ist dieses Jahr wirklich sauer: Die Hühner legen das ganze Jahr lang Eier und trotzdem bekommen den Dank nur die Osterhasen! Dabei würde Ottilie so gerne auch selbst einmal Ostereier bemalen. Dieses Jahr muss sich etwas ändern! Doch die Osterhasen denken da natürlich ganz anders darüber. Ottilie bleibt hartnäckig: Entweder, die Hennen werden am Bemalen und Verstecken der Eier beteiligt, oder Ostern muss dieses Jahr ausfallen!

Ich liebe Bücher von Katja Reider. Das Thema des Buches ist gleichzeitig süß und wertvoll, denn die Osterhennen legen das ganze Jahr über Eier, ohne Dank dafür zu erhalten oder bei den wirklich spaßigen Dingen mitmachen zu dürfen, beispielsweise beim Bemalen oder Verstecken der Ostereier. Diese mangelnde Wertschätzung wird von einer Henne, die sich endlich dagegen wehrt nicht mehr hingenommen und es beginnt eine Zusammenarbeit zwischen den Hennen und den Osterhasen.
Doch beide Seiten merken, dass ihre jeweilige Arbeit gar nicht so einfach ist, wie immer angenommen.
Die Aussage dieses Kinderbuches ist wirklich wertvoll: Man muss für seine Wünsche und Träume einstehen und auch wenn es Hürden gibt, muss man sich eben Alternativen suchen, damit es doch noch klappt.
Außerdem sollte man sich auch einmal in andere hineinversetzen, denn das Leben oder die Arbeit eines anderen ist nicht immer so leicht, wie es einem erscheint. Hand in Hand und mit den Ressourcen, die jeder einzelne mitbringt, lässt sich mehr erreichen als allein.

Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist die Länge des Textes. Das Buch ist doch relativ lang und auch wenn die Geschichte und vor allem die wunderschönen Illustrationen viel zum Entdecken bereit halten, so ist es doch für drei- und vierjährige ein wenig zu ausgeschmückt. Man hätte es etwas kürzen können, damit die Aufmerksamkeit der Kinder besser beim Vorlesen erhalten bleibt. Ich bin mittlerweile nach mehrmaligem Lesen dazu übergegangen, beim Vorlesen die Geschichte etwas zusammenzufassen.

Zusammenfassend ist dieses Buch aber eine wirklich niedliche Geschichte mit Mehrwert und gerade jetzt zu Ostern ein schönes Geschenk.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2021

Ganz gut aber kein Burner

Dare to Trust
0

Inhalt:

Hayden Millard hat es vom gemobbten Pflegekind zum erfolgreichen Geschäftsmann mit geschafft. Ihm gehört ein großes Plattenlabel und die Probleme aus seiner Vergangenheit hat er abgestreift. Das ...

Inhalt:

Hayden Millard hat es vom gemobbten Pflegekind zum erfolgreichen Geschäftsmann mit geschafft. Ihm gehört ein großes Plattenlabel und die Probleme aus seiner Vergangenheit hat er abgestreift. Das denkt er zumindest so lange, bis er wieder auf Tori Lancaster trifft. Seinen Jugendschwarm und die beliebte Mobberin aus seiner Highschool. Doch mittlerweile erkennt sie ihn nicht wieder und als er erfährt, dass sie einen Job brauch, zögert er nicht lange und stellt sie als seine Assistentin ein. Er will Rache für das, was sie ihm früher angetan hat. Doch Tori hat sich verändert.


Meine Meinung:

Die Klappentexte von April Dawson machen mich immer neugierig. Bisher habe ich ein paar Bücher von ihr gelesen, war aber nie wirklich begeistert, fand sie sogar mittelmäßig. Und doch schaffen es die Leseproben und die Klappentexte, dass ich es immer wieder versuche, so auch hier.

In den ersten Kapiteln war ich noch total dabei. Die beiden Charaktere mag ich, auch wenn Hayden immer wieder versucht Rache zu üben. Man merkt als Leser schnell, dass das eigentlich gar nicht seine Art ist und er oft schnell aufgibt, wirklich eklig zu Tori zu sein. Tor hingegen kämpft sich mittlerweile durch ihre selbst ausgewählte Einsamkeit, versucht sich über Wasser zu halten und wahrt so ihre Stärke. Man hat allerdings auch Mitleid mit ihr, denn sie hat es wirklich nicht gerade leicht und hinter ihrer Familiengeschichte steckt fast schon die Geschichte von "Aschenputtel". Irgendwann ab der Mitte des Buches war ich dann aber nicht mehr so begeistert. Die beiden nähern sich an, die Gefühle waren für mich allerdings nicht ganz so greifbar, wie ich es mir gewünscht hätte. Für meinen Kopf war alles ok, ich konnte es nachvollziehen, dass die beiden sich langsam kennenlernen und was das alles nach sich zieht, aber mein Herz hat das nicht gefühlt.

Die Nebencharaktere und deren Geschichten kamen viel zu kurz und hätten viel mehr Platz verdient. Allein schon deswegen, weil sie mich neugierig auf ihre Geschichten gemacht haben. Wahrscheinlich kommen einige von ihnen in weiteren Teilen vor, aber ich hatte das Gefühl, sie sollen nur kleine Statisten sein, weil eben Nebencharakter vorkommen müssen.

Zudem gibt es wenig über Haydens und Toris Vergangenheit. Man weiß das Gröbste, das in Gesprächen zwischen den Charakteren kurz angerissen wird, aber das wirklich Interessante, vielleicht auch Flashbacks zu einschneidenden Erlebnissen gibt es nicht. Auch da wäre ich neugierig auf viel mehr gewesen.

Trotzdem konnte ich der Geschichte sehr gut folgen, ich war im Lesefluss. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil und kann den Zusammenhalt zwischen den Nebencharakteren sehr gut skizzieren. Es ist zwar insgesamt nichts, das wirklich länger hängenbleibt, aber ganz gut für Zwischendurch.

Fazit:

Ganz nett, eine Geschichte zum Abschalten und Wohlfühlen, hinterlässt jedoch keinen Eindruck und muss ich auch nicht noch einmal lesen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Cover
Veröffentlicht am 06.02.2021

Wendebuch mit zwei Schweinchen

Rosalie & Trüffelchen - Zusammensein ist schön!
0

Inhalt:
Rosalie und Trüffelchen sind beide zurückhaltend und sensibel. Neue Situationen machen ihnen ein bisschen Angst, sie fühlen sich unter Fremden unwohl und passen nicht so recht in die Rolle, die ...

Inhalt:
Rosalie und Trüffelchen sind beide zurückhaltend und sensibel. Neue Situationen machen ihnen ein bisschen Angst, sie fühlen sich unter Fremden unwohl und passen nicht so recht in die Rolle, die für sie vorgesehen ist. Doch als sie sich dann das erste Mal begegnen, passt es einfach perfekt! Und schon sind sie Freunde fürs Leben.

Meine Meinung:
Rosalie und Trüffelchen ist ein außergewöhnliches Buch, da man es von beiden Seiten aus lesen kann. Entweder beginnt Trüffels Geschichte, oder Rosalies. Auf jeden Fall treffen die beiden in der Mitte aufeinander und das Buch muss gewendet werden. Das Cover ist dieser Wendetechnik angepasst, sodass die Kinder sich leicht aussuchen können, mit welchem der beiden Freunde sie zu lesen anfangen wollen.
Ich habe das Buch mit Kindern ab drei im Kindergarten gelesen und sie haben allesamt gebannt zugehört. Die großen, schön illustrierten Bilder machen es einfach, dass auch mehrere Kinder mit schauen können. Für Kinder unter drei ist dieses Buch eher nichts, dafür ist die Geschichte zu lang und die Seiten zu groß.
Dadurch, dass man das Buch in der Mitte umdrehen muss und man es von beiden Seiten aus beginnen kann (es also nicht wirklich ein "hinten" und "vorne" gibt), wird die Aufmerksamkeit der kleinen Zuhörer wieder frisch auf die Geschichte gerichtet. Den Kindern, denen ich es vorgelesen habe, hat das sehr viel Spaß gemacht.
Außerdem ist auch die Geschichte sehr putzig und lässt sich auch gut mit Kindern besprechen, immerhin fühlt sich jeder mal unwohl und hat Angst vor gewissen Situationen.
Allerdings muss ich auch sagen, dass man die Geschichte wohl nicht für sich selbst sprechen lassen sollte, denn Rosalie ist schon sehr ängstlich. Damit suggeriert das Buch möglicherweise, dass man sich vor neuen Situationen ängstigen muss, oder dass man unbedingt immer Gesellschaft braucht, um sich eben dieser Angst entgegenzustellen. Redet man aber nach dem Vorlesen mit den Kindern über diese Dinge, dann dürfte das eigentlich kein Problem sein.

Fazit:
Ein zuckersüßes Kinderbuch mit kleinen Schwächen, das durch seinen Aufbau die Aufmerksamkeit von Kindern bannt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.10.2020

Gespaltene Meinung

Pike - Er wird sich rächen
0

Inhalt:

Pike ist ein harter Verbrecher, er führt Drogengeschäfte, Bandenkriege und verteidigt seine Leute wortwörtlich bis aufs Blut. Dabei brauch er keine Ablenkungen, schon gar nicht von einer unschuldigen ...

Inhalt:

Pike ist ein harter Verbrecher, er führt Drogengeschäfte, Bandenkriege und verteidigt seine Leute wortwörtlich bis aufs Blut. Dabei brauch er keine Ablenkungen, schon gar nicht von einer unschuldigen jungen Frau, die plötzlich in sein Leben kommt und alles auf den Kopf stellt. Sie gefährdet seinen größten Deal und somit seine Existenz, doch er kann sich nicht von ihr fernhalten. Und als er dann auch noch herausfindet, dass er Mickey als Druckmittel für seine Rache an seinem größten Feind einsetzen könnte, steht er vor der Wahl: Will er Mickey ausliefern oder beschützen?







Meine Meinung:

Obwohl ich dieses Buch an einem Tag durchgelesen habe, fällt es mir schwer, mich zu entscheiden, ob ich es mag oder nicht. Auf der einen Seite ließ es sich gut lesen, es war mehr oder weniger leichte Kost und man muss nicht viel nachdenken, da die Geschichte dahinplätschert. Soweit nichts Neues zu diesem Genre. Es ist eben ein typisches "enemies to lovers"-Prinzip. Auf der anderen Seite ging mir die Entwicklung bei den beiden Protagonisten hier zu schnell. Pike ist ein Verbrecher und Mickey wird gegen ihren Willen von ihm festgehalten und doch verliebt sie sich natürlich ganz plötzlich in ihn und das nur, weil Freunde und Bekannte von Pike ihr erzählen, dass er eigentlich einen guten Kern hat (nein, das ist eigentlich kein Spoiler, da das ziemlich am Anfang der Story passiert und auch vorhersehbar ist). Das fand ich unglaubwürdig. Da hätte ich mir mehr Hinführung, mehr Entwicklung gewünscht.
Natürlich gibt es hier wieder das typische Element der Leidenschaft, das in dieser Beziehung ein großer Faktor ist.
Und trotz meinen Kritikpunkten, überlege ich, mir den zweiten Teil, der bald erscheint zu holen und ihn zu lesen, denn das Buch endet mit einem Cliffhanger, der den Leser dazu bringt, zumindest über den zweiten Teil nachzudenken. Ich mag unfertige Geschichten nicht und werden wahrscheinlich weiterlesen.

Fazit:

Mittelmäßiger Dark-Romance-Band, der wahrscheinlich nicht überall auf positive Stimmen stößt. Wer über so manche Ecken und Kanten hinwegsehen kann, wird sich hier aber für kurze Zeit gut durchlesen können.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl