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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2020

Beziehungsdrama

Wer auf dich wartet
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Aidan muss über Skype miterleben, wie seine Freundin Zoe ermordet wird. Doch aus irgendeinem Grund zögert er, die Polizei zu rufen.

Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit ...

Aidan muss über Skype miterleben, wie seine Freundin Zoe ermordet wird. Doch aus irgendeinem Grund zögert er, die Polizei zu rufen.

Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt. Der Prolog beginnt sehr spannend und schürt sehr meine Neugier. Zoe ist "Jedermanns Liebling", sie kümmert sich um ihre Freunde, stellt ihre eigenen Wünsche immer hinten an. Bei ihren Freunden hat so jeder seine eigenen Probleme. Im Laufe der Geschichte wird klar, dass hier Neid und Missgunst unterschwellig immer größer werden. Wer könnte Zoes Tod gewollt haben? Doch meine anfängliche Euphorie ebbte schnell ab. Die Charaktere waren alle deprimierend, nicht sehr tiefgehend und keiner wirklich symphatisch. Dass Zoe nicht die liebe Person ist, als die alle sie sehen, war von Anfang an klar. Doch nicht ganz verstanden habe ich die allgegenwärtige Obsession, die ein jeder von den Charakteren an den Tag legt. Das Geheimnis, um das Aidan anfangs so einen Wind macht, hat mich auch nur enttäuscht. Ein bisschen mehr Drama und Action hätte ich mir hier schon erwartet.

Dieses Buch erzeugt bei mir kein Gänsehaut-Gefühl, für mich war es auch kein Pageturner. Die Erzählung plätscherte so dahin, wer jedoch Beziehungsdramen mag, ist hier wahrscheinlich gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 28.08.2020

spannender Thriller über Korruption und Waffenhandel

Geburtstagskind
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Mit 526 Seiten ist dieser Thriller länger als der Durchschnitt. Nur die kleine Zana überlebt das Massaker an ihrer Familie. Auch Jahre später lässt der ungelöste Fall den damals ermittelnden Kriminalkommissar ...

Mit 526 Seiten ist dieser Thriller länger als der Durchschnitt. Nur die kleine Zana überlebt das Massaker an ihrer Familie. Auch Jahre später lässt der ungelöste Fall den damals ermittelnden Kriminalkommissar nicht los. Als plötzlich in die selbe Wohnung ein Einbruch gemeldet wird, wobei anscheinend nichts gestohlen wurde, glaubt Ewerd Grens nicht an einen Zufall und beginnt zu ermitteln.
Bereits der Prolog beginnt fesselnd und spannend, das Grauen in der Wohnung ist direkt spürbar und macht den Leser zu Beginn schon atemlos. Der alternde Kommissar kommt beim Leser authentisch rüber, auch die restlichen Charaktere werden sehr anschaulich dargestellt. Die Schreibweise ist durchaus fesselnd, doch schmälern einige Längern die Spannung. Die verschiedenen Erzählstränge sind gut miteinander verbunden, teilweise ist das Agieren der Protagonisten für mich nicht wirklich nachvollziehbar, so z.B. das Verhalten von Grens Kollegin am Ende des Buches. Vielleicht sollte der interessierte Leser noch erfahren, dass es sich bei dem Buch um Waffenhandel, Korruption und Bandenkriege handelt, da dies nicht jedermanns Themen sind.

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Veröffentlicht am 09.08.2020

Spannung fehlt

Angst in deinen Augen
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Nina wird von ihrem Zukünftigen vor dem Traualtar stehen gelassen. Zum Glück, denn kurz nachdem die Gäste die Kirche verlassen haben, fliegt diese in die Luft. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Hat dieser ...

Nina wird von ihrem Zukünftigen vor dem Traualtar stehen gelassen. Zum Glück, denn kurz nachdem die Gäste die Kirche verlassen haben, fliegt diese in die Luft. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Hat dieser Bombenanschlag etwas mit dem berüchtigten Attentäter Spectre, der jedoch anscheinend tot ist, zu tun? Und was hat der Bräutigam zu verheimlichen?
Die Schreibweise der Autorin ist ansprechend und leicht verständlich. Doch trotz des Potentials der Geschichte tröpfelt diese nur so dahin. Wirkliche Spannung kommt nicht auf. Auch finde ich keinen Zugang zu den Protagonisten, sie bleiben alle irgendwie vage und zu keinem konnte ich eine Verbindung aufbauen. Das auf die Explosion folgende Hin und Her war teilweise verwirrend und nicht nachvollziehbar. Empfehlenswert zum Lesen für Zwischendurch, nichts für Adrenalin-Junkies.

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Veröffentlicht am 03.08.2020

überzogen, klischeehaft und total unglaubwürdig

Wings of Silver. Die Rache einer Frau ist schön und brutal
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Faye hat sich in Italien mit ihrer kleinen Tochter und ihrer Mutter ein neues Leben aufgebaut. In ihrem Heimatland Schweden glauben die Menschen, dass die beiden tot sind. Sie hat keine Geldsorgen, ihr ...

Faye hat sich in Italien mit ihrer kleinen Tochter und ihrer Mutter ein neues Leben aufgebaut. In ihrem Heimatland Schweden glauben die Menschen, dass die beiden tot sind. Sie hat keine Geldsorgen, ihr Imperium steht vor der Expansion und alles scheint in Ordnung zu sein. Bis sie einige Zeit in Schweden verbringt und erfahren muss, dass ihr Ex-Mann, der wegen des Mordes an ihrer Tochter im Gefängnis sitzt, aus diesem ausgebrochen ist.

In diesem Band erfährt man endlich etwas über Fayes Vergangenheit, was meiner Meinung nach der Höhepunkt dieses Buches war. Faye wird noch mehr als im ersten Band als Überfrau dargestellt, die vielen Hinweise auf Luxushotels und Designermarken nerven bereits zu Anfang. Die Autorin stellt die Männer in der Geschichte als extrem frauenfeindlich und schwanzgesteuert dar. Wem dieser Ausdruck nicht gefällt, für den ist das ganze Buch nicht empfehlenswert., da es in dieser Ausdrucksweise das ganze Werk hindurch weitergeht. Die Geschichte ist überzogen und total unglaubwürdig. Faye wird als Überfrau, sexy, wunderschön und unglaublich reich beschrieben, doch ärgern mich ihre teilweise an unbegreifliche Dummheit grenzenden Handlungen immens. Wenn man über Fayes Vergangenheit liest und nun dieses Buch vor sich hat, ist der erste Teil noch unglaubwürdiger. Kein Mensch kann so handeln, weder als Erwachsener und schon gar nicht als Kind. Ich kann das Buch leider nicht empfehlen und werde den dritten Teil, den es sicher geben wird, nicht lesen.

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Veröffentlicht am 02.08.2020

Brutal, nichts für schwache Nerven

Blutgott
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Ein Mädchen sitzt im Zug, alleine in einem Abteil. Sie hört immer wieder eine laute Gruppe und ist froh, dass sie an ihrem Abteil vorbeigehen. Bis sie zurückkommen und vor ihrer Abteiltür stehen bleiben. ...

Ein Mädchen sitzt im Zug, alleine in einem Abteil. Sie hört immer wieder eine laute Gruppe und ist froh, dass sie an ihrem Abteil vorbeigehen. Bis sie zurückkommen und vor ihrer Abteiltür stehen bleiben. Mia ist mir bereits nach wenigen Seiten symphatisch, umso schrecklicher ist es mitzubekommen, was mit ihr geschieht. Die beispiellose Grausamkeit, die der Autor hier zum Ausdruck bringt, ist definitiv nichts für schwache Nerven. Auch die weiteren Taten gehen wirklich an die Substanz des Lesers. Ein Adrenalinhoch jagt bei mir das andere, während ich dieses Buch lese. Ich denke, dass das Buch auch ohne Vorkenntnis der anderen Bände gelesen werden kann, doch ist ein gewisses Hintergrundwissen sicher nicht von Vorteil. Das einzige, was mich gestört hat, ist die sehr häufige Erwähnung von anderen Serienmördern und dem Umgang der Ermittler mit diesen Fällen. Das war für mich ziemlich nervig, da es einfach zu viel des Guten war.

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