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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2020

psychologisch tiefgehend, jedoch wenig Spannung

Wenn das Licht gefriert
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"Wenn das Licht gefriert" von Roman Klementovic, erschienen im Gmeiner-Verlag, ist mit seinen 319 Seiten recht schnell gelesen.
Elisabeth zweifelt an ihrem Mann, als dieser, an Alzheimer erkrankt, plötzlich ...

"Wenn das Licht gefriert" von Roman Klementovic, erschienen im Gmeiner-Verlag, ist mit seinen 319 Seiten recht schnell gelesen.
Elisabeth zweifelt an ihrem Mann, als dieser, an Alzheimer erkrankt, plötzlich Details zu einem über 20 Jahre zurückliegenden Mord äußert, die er eigentlich nicht wissen kann. Hin und her gerissen zwischen Hoffen und Angst begibt sich Elisabeth auf die Suche nach Spuren, um ihren Mann zu entlasten.

Die Schreibweise ist verständlich und einfach, die Spannung zu Anfang des Buches kann leider nicht die ganze Zeit aufrecht gehalten werden. Reißerische Cliffhanger am Ende fast jeden Kapitels lassen den Thrillerbegeisterten Leser auf mehr hoffen, als schlussendlich geboten wird. Elisabeth weckt in mir immer öfters den Wunsch, sie zu schütteln und anzubrüllen, da sie meiner Meinung nach sehr oft überzogen und nicht nachvollziehbar agiert. Die Tortur, die die Protagonistin durchmacht, ist sehr gut beschrieben, war mir jedoch zu langatmig. Leser, die gerne psychologisch tiefgehende Geschichten ohne Blut und Adrenalinsteigerung suchen, sind hier sicher gut bedient. Für mich war es ein solider Roman, doch bei weitem kein Thriller.

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Veröffentlicht am 27.09.2020

flüssig zu lesen, doch Spannung fehlt

Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
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Das Smart Home System erleichtert das Leben ungemein. Das Licht geht automatisch an, die Tür öffnet sich mit dem Fingerprint und vieles mehr. Doch was passiert, wenn eine fremde Person einen Weg findet, ...

Das Smart Home System erleichtert das Leben ungemein. Das Licht geht automatisch an, die Tür öffnet sich mit dem Fingerprint und vieles mehr. Doch was passiert, wenn eine fremde Person einen Weg findet, dein System zu bedienen? Wie sicher bist du dann noch in deinem eigenen Haus?

Nach "Offline", das mir sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf den neuen Thriller von Arno Strobel. Die Schreibweise ist gewohnt flüssig und leicht zu lesen. Doch die Geschichte hat mich nicht wirklich gepackt. Spannung kam bei mir keine auf, die Charaktere sind teilweise oberflächlich und das Agieren der Personen für mich schwer nachvollziehbar. Auch finde ich das Buch sehr vorhersehbar, manche Passagen, die Spannung erahnen ließen, waren zu kurz gehalten, dafür waren andere Stellen sehr ausführlich und ermüdend beschrieben. Wer auf der Suche nach Gänsehautfeeling und erhöhtem Adrenalinspiegel ist, ist mit diesem Buch leider, meiner Meinung nach, nicht gut beraten.

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Veröffentlicht am 26.09.2020

8. Teil der Reihe um Tracy Crosswhite

Auf kalter Spur
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Tracy kehrt mit Eheman Dan und Baby Danielle vorübergehend in ihren Geburtsort zurück. Dahin, wo vor Jahren zwei junge Mädchen ermordet wurden, eines davon war Tracys Schwester. Doch als eine Journalistin, ...

Tracy kehrt mit Eheman Dan und Baby Danielle vorübergehend in ihren Geburtsort zurück. Dahin, wo vor Jahren zwei junge Mädchen ermordet wurden, eines davon war Tracys Schwester. Doch als eine Journalistin, die in dem Mordfall des zweiten Mädchens neue Ermittlungen anstellt, ermordet wird und laufend Ungereimtheiten auftauchen, nimmt sich auch Tracy dieser Sache an. Und gerät prompt in das Visier eines Killers.

Ich kenne die vorigen Teile nicht, daher fand ich die Rückblicke nicht störend, sondern machten diese die Geschichte für mich leichter nachvollziehbar. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, die Charaktere werden ausreichend beschrieben. Ich finde es gut, wie der Autor den Leser immer wieder auf andere Spuren führt, die Geschichte bleibt bis zum Schluss spannend. Die Passagen rund um Dan fand ich etwas weniger interessant, diese sind aber doch für den Verlauf der Geschichte relevant. Alles in allem ein gelungenes Lesevergnügen, Spannung und Gänsehaut garantiert.

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Veröffentlicht am 02.09.2020

Beziehungsdrama

Wer auf dich wartet
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Aidan muss über Skype miterleben, wie seine Freundin Zoe ermordet wird. Doch aus irgendeinem Grund zögert er, die Polizei zu rufen.

Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit ...

Aidan muss über Skype miterleben, wie seine Freundin Zoe ermordet wird. Doch aus irgendeinem Grund zögert er, die Polizei zu rufen.

Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt. Der Prolog beginnt sehr spannend und schürt sehr meine Neugier. Zoe ist "Jedermanns Liebling", sie kümmert sich um ihre Freunde, stellt ihre eigenen Wünsche immer hinten an. Bei ihren Freunden hat so jeder seine eigenen Probleme. Im Laufe der Geschichte wird klar, dass hier Neid und Missgunst unterschwellig immer größer werden. Wer könnte Zoes Tod gewollt haben? Doch meine anfängliche Euphorie ebbte schnell ab. Die Charaktere waren alle deprimierend, nicht sehr tiefgehend und keiner wirklich symphatisch. Dass Zoe nicht die liebe Person ist, als die alle sie sehen, war von Anfang an klar. Doch nicht ganz verstanden habe ich die allgegenwärtige Obsession, die ein jeder von den Charakteren an den Tag legt. Das Geheimnis, um das Aidan anfangs so einen Wind macht, hat mich auch nur enttäuscht. Ein bisschen mehr Drama und Action hätte ich mir hier schon erwartet.

Dieses Buch erzeugt bei mir kein Gänsehaut-Gefühl, für mich war es auch kein Pageturner. Die Erzählung plätscherte so dahin, wer jedoch Beziehungsdramen mag, ist hier wahrscheinlich gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 28.08.2020

spannender Thriller über Korruption und Waffenhandel

Geburtstagskind
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Mit 526 Seiten ist dieser Thriller länger als der Durchschnitt. Nur die kleine Zana überlebt das Massaker an ihrer Familie. Auch Jahre später lässt der ungelöste Fall den damals ermittelnden Kriminalkommissar ...

Mit 526 Seiten ist dieser Thriller länger als der Durchschnitt. Nur die kleine Zana überlebt das Massaker an ihrer Familie. Auch Jahre später lässt der ungelöste Fall den damals ermittelnden Kriminalkommissar nicht los. Als plötzlich in die selbe Wohnung ein Einbruch gemeldet wird, wobei anscheinend nichts gestohlen wurde, glaubt Ewerd Grens nicht an einen Zufall und beginnt zu ermitteln.
Bereits der Prolog beginnt fesselnd und spannend, das Grauen in der Wohnung ist direkt spürbar und macht den Leser zu Beginn schon atemlos. Der alternde Kommissar kommt beim Leser authentisch rüber, auch die restlichen Charaktere werden sehr anschaulich dargestellt. Die Schreibweise ist durchaus fesselnd, doch schmälern einige Längern die Spannung. Die verschiedenen Erzählstränge sind gut miteinander verbunden, teilweise ist das Agieren der Protagonisten für mich nicht wirklich nachvollziehbar, so z.B. das Verhalten von Grens Kollegin am Ende des Buches. Vielleicht sollte der interessierte Leser noch erfahren, dass es sich bei dem Buch um Waffenhandel, Korruption und Bandenkriege handelt, da dies nicht jedermanns Themen sind.

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