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Veröffentlicht am 24.01.2020

psychologischer Krimi

Während du schläfst
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Tara wacht in der Früh neben ihrem Nachbarn Lee in dessen Bett auf. Vollkommen ohne Erinnerung, was letzte Nacht passiert ist. Mit Schrecken muss sie feststellen, dass Lee tot ist, ein Messer steckt in ...

Tara wacht in der Früh neben ihrem Nachbarn Lee in dessen Bett auf. Vollkommen ohne Erinnerung, was letzte Nacht passiert ist. Mit Schrecken muss sie feststellen, dass Lee tot ist, ein Messer steckt in seiner Brust. Ausser sich vor Panik verlässt sie fluchtartig das Haus. In den nächsten Tagen muss sie erkennen, dass sie nicht die Einzige ist, die Geheimnisse hat. Wem kann sie noch vertrauen?

Die Geschichte beginnt sehr spannend, der Morgen nach dem Mord wird sehr anschaulich und fesselnd beschrieben. Warum Tara es sich bei ihrem Nachbarn gemütlich macht und mit ihm ein Glas Wein nach dem anderen trinkt, ist mir schleierhaft. Doch dieses Detail einmal ausser Acht gelassen, ist das erste Drittel des Buches wirklich lesenswert. Den Leser begleitet immerzu eine unterschwellige psychologische Düsternis, und ich zumindest ertappe mich selbst dabei, dass ich alles infrage stelle und nicht mehr weiß, was nun Wahrheit ist und was nicht.

Leider lässt die Geschichte nach diesem Drittel rapide nach, vieles wird wiederholt und Begebenheiten sind für mich nicht nachvollziehbar und vollkommen aus der Luft gegriffen. Auch das Verhältnis in der Familie zwischen Tara und ihrem Mann und auch den Kindern ist für mich nicht greifbar. Der Umgang ist ein regelrechter Eiertanz, keiner glaubt dem anderen, will ihm aber nichts Böses unterstellen.

Ich finde leider die Handlung nicht wirklich nachvollziehbar, auch die Seitenanzahl ist für diese Geschichte viel zu hoch, dadurch zieht sich das Buch, zumindest für mich, sehr in die Länge.
Als Genre würde ich auch nicht unbedingt Thriller wählen, psychologischer Krimi passt meiner Meinung nach viel besser. Bei einem Thriller möchte ich, dass mein Blutdruck wenigsten ab und zu in die Höhe geht, das war hier nicht der Fall.

  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 21.01.2020

Spannung ja, leicht zu lesen, jedoch Unstimmigkeiten bei der Handlung

Mein ist die Angst
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15 Jahre nach dem Mord an der Familie Watson glaubt die junge FBI-Agentin Tess Winnett nicht daran, dass der dafür verurteilte Family Man, der insgesamt 34 Familien auf dem Gewissen haben soll, diese Morde ...

15 Jahre nach dem Mord an der Familie Watson glaubt die junge FBI-Agentin Tess Winnett nicht daran, dass der dafür verurteilte Family Man, der insgesamt 34 Familien auf dem Gewissen haben soll, diese Morde verübt hat. Falls der Mörder noch auf freiem Fuß ist, schwebt die einzige Überlebende, die damals 5-jährige Laura Watson, nun in Lebensgefahr. Bei ihren Recherchen kommen immer mehr Ungereimtheiten zu Tage und Tess findet noch weitere zwei Fälle, die nicht in das Muster des berüchtigten Serienmörders passen. Die fieberhafte Suche nach einem Killer, der jahrelang unentdeckt morden konnte, beginnt und bringt die Protagonistin an den Rand der Belastbarkeit.

Schnell ist klar, dass der Mord an der Familie Watson von einem Nachahmungstäter begangen wurde. Dass dieser sich jedoch zu einem ausgewachsenen Psychopathen entwickelt, ist dann doch etwas überraschend. Die Protagonistin ist gerade wieder einsatzfähig (warum sie so schwer verletzt wurde und woher ihr Trauma stammt wird hier nicht näher erläutert, dazu muss man wahrscheinlich den Vorgängerband lesen - dafür mein erster Minuspunkt) und steht anfangs ganz alleine da mit ihrer Meinung, dass drei der Morde, für die der Family Man verurteilt wurde, offenbar nicht von ihm verübt wurden. Die Interaktion mit diesem berüchtigten Serienmörder erinnert stark an Das Schweigen der Lämmer. Die Geschichte ist spannend, aber meiner Meinung nach nicht richtig gut durchdacht. Erstens finde ich es nicht sehr glaubhaft, wie eine emotional instabile und offensichtlich unter einem Trauma leidende "Heldin" hier praktisch im Alleingang einen Fall löst. Auch ist das Ende sehr überzogen, der Mörder der Watsons sehr unglaubwürdig (mehr kann ich dazu nicht sagen - Spoilergefahr).

Der Thriller lässt sich leicht lesen, ist meiner Meinung nach nicht sehr anspruchsvoll und zum Lesen für Zwischendurch geeignet. Spannung ja, jedoch darf man über die Handlung nicht zu viel nachdenken, da einiges nicht wirklich passt und stimmig ist.

  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 16.01.2020

spannendes Thema, jedoch schlecht umgesetzt, langatmig

Leichenbraut
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Durch puren Zufall wird ein Sarg freigelegt, in dem zwei Leichen anstatt nur einer liegen. Eine davon, eine Frau, ist offensichtlich bei lebendigem Leib begraben worden, noch dazu in ihrem Hochzeitskleid. ...

Durch puren Zufall wird ein Sarg freigelegt, in dem zwei Leichen anstatt nur einer liegen. Eine davon, eine Frau, ist offensichtlich bei lebendigem Leib begraben worden, noch dazu in ihrem Hochzeitskleid. Parallel zu dieser Geschichte geht es auch um eine junge Frau, die ihren sehr viel älteren Mann ermordet und zum Entsetzen seiner Verwandten sein ganzes Vermögen erbt.

Die Autorin wird als Spezialistin für die dunkle Seite der menschlichen Natur beschrieben. Das Zitat von Jane Austin am Anfang des Buches hat mich dann vollends neugierig gemacht.
Zwei Teams werden zu einer Spezialeinheit zusammengelegt, einer von den beiden Chefs erhält das Kommando. Alle Teammitglieder haben gewisse Bedenken, und das überträgt sich auch auf den Leser. Ich werde mit dem Team und den Ermittlungsansätzen lange nicht richtig warm. Auch fehlt der Story das gewisse Etwas, das mich als Leser fesselt und das Buch zu einem Pageturner macht.
Es wird viel über Ermittlungsansätze und deren Durchführung geschrieben, auch wie eine neue Idee mit Hilfe der neuesten Technologien umgesetzt werden kann.
Hier hat mich hauptsächlich am Ende doch etwas verwundert, dass mit all dem Wissen und der Technik, mit dem sich das ganze Team so brüstet, doch die naheliegendsten Faktoren nicht berücksichtigt werden.

Das Thema ist jedoch sehr brutal und spannend, definitiv nichts für schwache Nerven. Leider sollte man meiner Meinung nach den ersten Band gelesen haben, da die Geschichte des Vorgängers öfters angesprochen wird, der Leser jedoch hier im Unklaren bleibt. Das Hin und Her zwischen den verschiedenen Geschehnissen war etwas mühsam und der Spannung etwas abträglich. Für die Thematik gibt es auf jeden Fall 3 Sterne, Abzüge leider aufgrund der Umsetzung und der für mich nicht flüssigen Handlung.

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Veröffentlicht am 12.01.2020

gute Idee, schlechte Umsetzung

Böse Opfer
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Gem Golding hält spätabens an einem einsamen Geschäft und parkt auf dem verlassenen Parkplatz. Als sie das Auto verlässt, taucht wie aus dem Nichts plötzlich ein Mann vor ihr auf und bedroht sie. Er verspricht, ...

Gem Golding hält spätabens an einem einsamen Geschäft und parkt auf dem verlassenen Parkplatz. Als sie das Auto verlässt, taucht wie aus dem Nichts plötzlich ein Mann vor ihr auf und bedroht sie. Er verspricht, ihr nichts zu tun, wenn sie sich nicht wehrt.

Hier wird die Geschichte in zwei Varianten weitererzählt, Gem als Opfer oder Gem als Kämpferin.

Die Idee ist recht gut, die Umsetzung hat mir nicht gefallen. Einerseits ist es sehr verwirrend, die verschiedenen Stränge zuzuordnen, auch da viele Aspekte in beiden Geschichten gleich bleiben. Die Charaktere haben mich überhaupt nicht überzeugt, Das Ende ist sehr vorhersehbar, das Verhalten des Täters für mich nicht nachvollziehbar. Das Buch hat sich sehr in die Länge gezogen, bereits nach dem ersten Viertel hatte ich eigentlich das Interesse am Weiterlesen verloren.
Ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 09.01.2020

spannende Geschichte, jedoch sehr überzogen dargestellt

Dunkle Botschaft
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Eine Frau wird tot in ihrer Badewanne aufgefunden. Der scheinbare Suizid stellt sich bald als perfider Mordanschlag heraus. Der Täter stellt die Ermittler mit Rätseln vor schier unlösbare Aufgaben, er ...

Eine Frau wird tot in ihrer Badewanne aufgefunden. Der scheinbare Suizid stellt sich bald als perfider Mordanschlag heraus. Der Täter stellt die Ermittler mit Rätseln vor schier unlösbare Aufgaben, er scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein.
Die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut, die Morde werden bildhaft und brutal beschrieben. Auch die Rätsel gefallen mir sehr gut, die Rückblicke in die Vergangenheit, wo ein kleiner Junge von seinem Großvater brutalst behandelt wird, sind ebenfalls sehr gut beschrieben.

Meiner Meinung nach ist das Buch jedoch sehr vorhersehbar, es bleibt zwar bis zum Schluss spannend, wer der Junge wirklich ist, doch diese Person wurde nur am Rande erwähnt und ich zumindest hatte ihn bis zum Schluss wieder vergessen. Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz ist komplett unrealistisch dargestellt, ihre Alleingänge haben mich zum Schluss bereits sehr genervt. Auch das Ende ist vorhersehbar. Obwohl die Geschichte wirklich gut durchdacht ist, auch brutal und grausam erzählt, passt das Ende für mich nicht, dieses ist bei den Thrillern dieser Autorin leider immer ähnlich.

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