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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2021

Seichte Unterhaltung mit einigen Schwächen

Reise mit zwei Unbekannten
1

Zwei Lebensmüde treffen unvermittelt aufeinander. Der Student Alex, der nach einer unerfüllten Liebe in die Depression abgerutscht ist und Maxine, die an Alzheimer erkrankt ist und nicht mehr miterleben ...

Zwei Lebensmüde treffen unvermittelt aufeinander. Der Student Alex, der nach einer unerfüllten Liebe in die Depression abgerutscht ist und Maxine, die an Alzheimer erkrankt ist und nicht mehr miterleben möchte, wie sie sich langsam auflöst. Das hat sie schließlich schon bei ihrem Mann miterlebt.

Diese ungleichen Charaktere treffen in dem uralten Twingo von Alex zusammen und wachsen während ihrer Fahrt durch Frankreich immer mehr zusammen. Beide Charaktere sind zuckersüß gezeichnet und vor allem Maxine habe ich ins Herz geschlossen. Sie kann zwar kein Sprichwort korrekt widergeben, hat aber immer einen flotten Spruch auf den Lippen und trotz ihres Wunsches selbstbestimmt zu Sterben, strotzt sie nur so vor Lebensfreude und versucht diese auf den depressiven Alex übersprigen zu lassen.

Die Story ist in vielen bereichen total überspitzt dargestellt und damit leider oft zu weit weg von der Realität.

Gerade am Anfang hat mich der Humor total mitgerissen und ich musste einige Male herzhaft auflachen. Leider wiederholen sich die Gags und wirken, je weiter man liest, oft sehr gewollt, weshalb sich der Witz schnell abnutzt.

Das Ende kam für mich etwas plötzlich und ich hatte das Gefühl, dass noch schnell allerlei Infomationen an den Leser weitergegeben werden müssen.

Trotz der Schwächen habe ich mich gut unterhalten gefühlt und zumindest eine Erkenntnis aus dem Buch mitgenommen: Jeder von uns sollte eine Maxine an seiner Seite haben.

Leichte Kost, die ihre Schwächen hat, aber unterhält, ohne nachhaltig zu beeindrucken.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2021

Hohe Erwartungen wurden leider enttäuscht.

Flieh, so weit du kannst
12

Die Leseprobe und der Klappentext, sowie das Cover hatten mich gleich angesprochen und neugierig gemacht und so startete ich mit hohen Erwartungen und voller Spannung in diese Leserunde.
Die ersten zwei ...

Die Leseprobe und der Klappentext, sowie das Cover hatten mich gleich angesprochen und neugierig gemacht und so startete ich mit hohen Erwartungen und voller Spannung in diese Leserunde.
Die ersten zwei Drittel des Buches erleben wir aus der Sicht Avas und Jades, was mir gut gefallen hat, da so die Gedanken von gleich zwei der Hauptfiguren greifbar werden.
Wir erleben, wie Jade versucht, Ava den Rang abzulaufen und sie immer weiter in den Wahnsinn abdriftet und wie Ava von einer Abhängigkeit in die andere schliddert. Zunächst fand ich den Schlagabtausch zwischen den Figuren recht amüsant, doch bald vermisste ich die klassischen Thrillerelemente, denn es soll sich ja um einen Thriller handeln. Dafür kam mir aber die Spannung etwas zu kurz.
Im letzten Drittel tauchen dann endlich Thrillerelemente, werden aber für meinen Geschmack dann zu schnell abgehandelt, was dazu führt, dass keine wirkliche Spannung aufgebaut wird, bzw schnell wieder verpufft.
Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin zwanghaft versucht hat, uns Leser auf falsche Fährten zu führen, was aber nicht gelang und lediglich einen verbissenen Eindruck machte. Und schlussendlich geschah doch das, was ich gleich vermutet habe, wobei ich vergebens hoffte, dass sie mich mir der weiteren Handlung doch noch überrascht.
Lediglich das Ende fand ich wirklich überraschend, was jedoch nur Verwirrung in mir hervorgerufen hat.

Da die Autorin jedoch einen fesselnden und leicht lesbaren Schreibstil hat, konnte ich das Buch trotz der mangelnden Spannung aber kaum aus der Hand legen.

Meine durch die Leseprobe hohen Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Bei Flieh, soweit du kannst handelt es sich durchaus um einen kurzweiligen Roman, aber leider in meinen Augen nicht um einen Thriller.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.12.2020

Gute Ansätze, aber leider mangelhaft umgesetzt

Die treue Freundin
6

So, die Leserunde neigt sich leider schon dem Ende zu und es wird Zeit, ein Fazit zu ziehen:

Lisa Unger hat einen flüssigen und modernen Schreibstil, der er mir leicht gemacht hat, in die Story zu finden. ...

So, die Leserunde neigt sich leider schon dem Ende zu und es wird Zeit, ein Fazit zu ziehen:

Lisa Unger hat einen flüssigen und modernen Schreibstil, der er mir leicht gemacht hat, in die Story zu finden. Die Protagonistin wirkt zunächst sympatisch, hat bei mir aber leider durch ihren Umgang mit Mann und Kind im Verlauf der Geschichte einige Sympathiepunkte wieder eingebüßt.

Hauptthema der Geschichte ist die Vergangenheitsbewältigung, Schuld, Sühne und Gerechtigkeit. An sich sehr gute Punkte um eine spannende und schlüssige Story zu formen. Zumal auch Mutterschaft und Kariere und das Zusammenspiel der beiden Lebensbereiche mit aufgenommen werden.

Wir bekommen Einblicke in die Gedankenwelt einer gespaltenen Persönlichkeit und erleben, wie unterschiedlich Menschen mit Kindheitstraumata umgehen und was für Probleme aus diesen erwachsen können.

Und wir beschäftigen uns als Leser mit der Frage, darf man Gleiches mit Gleichem vergelten und Fehler der Justiz selber beheben.

Also hat das Buch eigentlich alles, um für spannende Leseabende zu sorgen.

Leider, leider hat es aber meiner Meinung nach starke Schwächen. Nicht selten saß ich vor den Seiten und ein großes "HÄ" machte sich in mir breit. Ich empfinde die Story nicht schlüssig erzählt und mir fehlt der rote Faden. Einige Fragen wurde bis zum Ende nicht beantwortet, so zum Beispiel der Sinn der Falkenmasken.

Zudem stand der Mörder zu früh fest und ich stelle mir noch immer die Frage, warum Rain gegen sich selbst ermittelt.

Zum Schluss lässt mich das Werk mit einem großen Fragezeichen im Kopf zurück. Jedoch hat es auch zum Nachdenken angeregt, vor allem zum Thema Selbstjustiz. Am Ende kommt es aber für meinen Geschmack zum falschen Ergebnis.

Ein vielversprechendes Werk, dass leider nicht ganz überzeugen konnte.

  • Cover
  • Spannung
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 24.08.2020

Kurzweile gewürzt mit einer ordentlichen Prise Humor

Celestial City - Akademie der Engel
1

Jetzt ist auch diese Leserunde schon beendet. Sehr schade. Auch wenn ich die Story in weiten Teilen etwas vorhersehbar fand, hat dies der Spannung keinen Abbruch getan.

Die Autorin hat es geschafft, ...

Jetzt ist auch diese Leserunde schon beendet. Sehr schade. Auch wenn ich die Story in weiten Teilen etwas vorhersehbar fand, hat dies der Spannung keinen Abbruch getan.

Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihrem flüssigen Schreibstil in die Handlung zu ziehen, sodass die Seiten nur so dahin flogen. Die Figuren sind alle gereifbar und sympatisch. Naja, von Zickany mal abgesehen.

Auch wenn die Beziehung zwischen Brie und Linc etwas flach dargestellt war, habe ich doch mitgefiebert und der stete Schlagabtausch zwischen den beiden war mit viel Humor geschrieben.

Eine Waffe wie Sera hätte ich auch gerne an meiner Seite, auch wenn es zunächst etwas befremdlich war, dass diese sprechen kann. Aber auch ihren Humor finde ich einfach herrlich.

Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass wir mehr vom Unterricht mitbekommen und auch noch mehr Wesen kennenlernen. Hier ist mir die Schilderung etwas zu knapp geraten.

Alles in allem eine sehr kurzweilige Geschichte. Ich werde auf jeden Fall auch die Folgebände lesen, um zu erfahren, wie es mit Brie und ihren Freunden weiter geht. Und vielleicht habe ich ja sogar die Gelegenheit wieder zusammen mit euch ein wenig früher in den Genuss des zweiten Bandes zu kommen und auch diesen mit euch zu diskutieren. Es würde mich freuen.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 25.12.2019

Spannend / Überraschend

Nebeljagd
2

Ich batte bisher noch nichts von Julia Hofelich gelesen, habe aber scheinbar eine neue Lieblingsautorin gefunden. Bereits nach der Hälfte der Lektüre habe ich mir Band Eins bestellt und freue mich schon ...

Ich batte bisher noch nichts von Julia Hofelich gelesen, habe aber scheinbar eine neue Lieblingsautorin gefunden. Bereits nach der Hälfte der Lektüre habe ich mir Band Eins bestellt und freue mich schon auf weitere spannende Lesestunden mit Linn.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, ist flüssig und einprägsam. Vor allem gelingt es Julia, die Spannung hoch zu halten. Immer wenn ich dachte, ich wisse was passiert und wer der Täter ist, wurde ich eines Besseren belehrt und die Handlung nahm eine für mich unvorhergesehene Wendung. Genau so muss ein guter Krimi für mich sein. Ich habe bereist unzählige Krimis verschlungen und bin normalerweise nicht mehr leicht zu überraschen. Julia ist dies aber gleich mehrfach gelungen.
Und trotz der ganzen Wendungen bliebt die Story doch überwiegend nachvollziehbar und wirkte nicht wirr.

Eine gelungene Gesichte mit einer smpatischen Hauptfigur. Es hat mir viel Spaß gemacht, bei der Leserunde dabei gewesen zu sein und der Krimi ist eine echte Bereicherung für meine Privatbibliothek.

  • Spannung
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere