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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2019

Ich habe eine neue Lieblingsermittlerin gefunden

Blinde Rache
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Schon die Leseprobe war sehr vielversprechend und auch beim Lesen der ganzen Story wurde ich nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Bereits bevor die Leserunde eigentlich los gehen sollte, hatte ich das Buch ...

Schon die Leseprobe war sehr vielversprechend und auch beim Lesen der ganzen Story wurde ich nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Bereits bevor die Leserunde eigentlich los gehen sollte, hatte ich das Buch verschlungen. Eigentlich war ich sehr bemüht, die Leseabschnitte einzuhalten. Jedoch war es mir nicht möglich, das Buch zwischenzeitlich aus der Hand zu legen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht.

Das Cover hatte mich gleich angesprochen. Es ist eigentlich sehr einfach gehalten, hat aber gleich meine Neugierde geweckt. Und nachdem ich das Buch nun gelesen habe, weiß ich, dass es sehr passend ausgewählt wurde.

Der Schreibstil des Autor ist sehr flüssig und hat es mir einfach gemacht, gleich in die Story einzutauchen und aus diese auch nicht mehr auftauchen zu könne, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Die Spannung wurde immer hoch gehalten und nach jedem Kapitel wollte ich unbedingt weiter lesen und wissen, was als nächstes passiert.
Die einzelnen Handlungsstränge, welche zu Beginn scheinbar nicht zusammen gehören, wurde sehr gut zusammengeführt und ergaben ein stimmiges Bild.
Die veschiedenen Erzählperspektiven gaben der Stroy zusätzliche Tiefe.

Bis zum letzen Drittel des Buches hatte ich auch nicht die leiseste Ahnung, wer der Täter sein könnte. Durch den Autor wurden so viele Möglichkeiten angeboten, dass erst sehr spät erkennbar war, wer hier mordet.

Schon bei der Leseprobe war mir Mara gleich sympatisch, vor allem, weil ich einige Parallelen zu mir selber entdecken konnte. Sie ist herlich unangepasst und versteht es auch unkonventionelle Wege zu gehen, was die Ermittlungen voran treibt, auch wenn sie teilweise unnötige Risiken eingeht.
Da sie natürlich absolut nicht dem gängigen Bild einer Polizistin entspricht, wird sie von Kollegen und und vor allem ihrem Chef nicht akzeptiert, schafft es aber dennoch, sich immer wieder zu beweisen.
Im Verlaufe der Story habe ich sie immer mehr in mein Herz geschlossen. Vor allem ihren Sarkasmus liebe ich. Da wir auch einen Einblick in ihre Vergangenheit erhalten, versteht man immer besser, warum sie so ist, wie sie ist. Ich bin gespannt, ob sie sich in den weiteren Bänden der Reihe ihrem Vater weiter annähert und ob der Mord an ihrer Mutter noch aufgeklärt wird.

Rosen scheint auf den ersten Blick so gar nicht zu ihr zu passen. Er ist das genaue Gegenteil von ihr. Absolut angepasst und immer bemüht, ja nicht aufzufallen. Auch hier wäre ein Blick in die Vergangenheit bestimmt interessant. Warum hat er so eine Angst aus sich heraus zu kommen? Auf jeden Fall können beide von der Partnerschaft profitieren.

Auch wenn Klimmt sehr unsympatisch dargestellt wird, erlang man dennoch im Verlauf der Story eine Ahnung, unter welchem Druck er steht. Ich kann seine Entscheidungen in gewisser Weise nachvollziehen, Wie geht man als Chef mit einer solch ungewöhnlichen Mitarbeiterin wie Mara um? Vielleicht erfahren wir in den weiteren Bänden ja noch mehr aus der gemeinsamen Vergangenheit mit Mara!? Und wer weiß...vielleicht nähern auch diese beiden sich langsam an oder lernen zumindest miteinander zu leben!?

Auch wenn Borke eine Gestallt der Unterwelt ist, habe ich auch ihn lieb gewonnen. Im Kern war er ein herzensguter Mensch. Das hier nicht das klassische Happy End präsentiert wurde, gefällt mir, auch wenn ich Borke in den weiteren Bänden sicherlich vermissen werde.

Abschließend ist zu sagen, dass alle Charaktere sehr vielschichtig dargestellt wurden und ich alle noch weiter kennenlernen möchte. Bei jeden bleiben noch Fragen offen, die ich ergründen möchte.

Ein sehr gelungener Thriller, der neugierig auf mehr macht. Ich habe eine neue Lieblingsermittlerin gefunden und freue mich schon auf die nächsten Bände, welche ich gleich am Erscheinungsdatum
erwerben und verschlingen werde.

Veröffentlicht am 05.12.2018

Story verspach viel, hielt aber leider nur wenig

Unter dem Messer
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Jetzt ist sie schon rum, meine erste Leserunde.

Mir hat es viel Spaß gemacht, dabei zu sein und eure Kommentare zu den einzelnen Abschnitten zu lesen. Vielen Dank dafür.

Das Cover und die Leseprobe ...

Jetzt ist sie schon rum, meine erste Leserunde.

Mir hat es viel Spaß gemacht, dabei zu sein und eure Kommentare zu den einzelnen Abschnitten zu lesen. Vielen Dank dafür.

Das Cover und die Leseprobe fand ich sehr vielversprechend und beides machte mich neugierig auf das Buch. Die Story ist faszinierend, vor allem, weil sie bei dem heutigen Stand der Technik nicht ganz unrealistisch erscheint. Sie versprach ein spannendes Leseabenteuer. Leider wurde das dann nicht geliefert. Aber eins nach dem anderen:

Mir war der Autor bisher unbekannt. Sein Schreibstil gefällt mir. Er hat es mir leicht gemacht, mich in die Story einzufinden und die Einteilung der Kapitel fand ich auch angenehm. So konnte die Story aus den verschiedenen Blickwinkeln der Hauptpersonen erzählt werden. Die Anzahl der Hauptpersonen und damit verbundenen Blickwinkel fand ich auch passend.

Zu Beginn des Buches konnte mich dieses noch packen. Man bekam einen ersten Eindruck der Charaktere, es blieben aber noch viele Fragen offen, was die Spannung aufrecht erhielt.
Im Verlauf des Buches wurden diese dann - vor allem mit Rückblenden - beantwortet. Die Rückblenden selber fand ich nicht störend, auch wenn sie etwas häufig auftauchten. Jedoch nahm die Spannung mit jeder geklärten Frage weiter ab und konnte bis zum Ende des Buches nicht aufrecht erhalten werden.
Bereits sehr früh, konnte man die Entwicklung der einzelnen Personen und auch der Story bereits erahnen und der Autor hatte keine wirklichen Überraschungen für den Leser mehr parat. Vielleicht von der Wach-OP an Rita mal abgesehen, was eine interessante und verstörende Wendung darstellte.

Der Mittelteil war für meinen Geschmack viel zu langatmig. Es schien, als wollte der Autor zwanghaft die Beschreibung der AutoChirug-OP verzögern, was leider sehr zu Lasten der Spannung ging.

Je näher ich die Firguren kennen lerne, desto unsympatischer wurden sie mir leider. Fand ich Rita zunächst noch bewunderns wert, ging mir ihre Perfektion gegen Ende auf die Nerven. Sie wurde als Heldin dargestellt, welche als Kind schwere Schicksalsschläge ertragen musste und dennoch eine beispiellose Karriere hinlegen und sich noch um ihre Schwester kümmern konnte. Da half es auch nichts, dass sie diese zwischenzeitlich mal vernachlässigt hatte. Vor allem war es mir etwas zu dick aufgetragen, dass Rita sich so sehr gegen das Implantat wehren konnte, wie vor ihr noch keiner. Dass sie Stromstärken aushalten konnte, die sämtiche Versuchspersonen zuvor in den Tod oder den Wahnsinn getrieben hatten. Hier wäre weniger echt mehr gewesen.

Spencer war mir ebenfalls zu perfekt dargestellt. Dieser Mann scheint wirklich gar keine Schwächen zu haben. Gutaussehend, erfolgreich im Job und dann immer hilfebereit und nie schlecht gelaunt.

Sebastians Figur war mir zu flach. Total verhersehbar, auch wenn wir bis zum Schluss nicht erfahren haben, was er denn jetzt genau macht und wie es zu der Zusammenarbeit mit Finney kam.

Auch Finney ist mir zu überspitzt dargestellt. Das perfekte Böse. Da das Leben eigentlich nie nur schwarz oder weiß ist, wäre mir eine Graufärbung der Figuren lieber gewesen.

Am meisten hat mich jedoch das Ende enttäuscht. Nicht nur, dass es total vorhersehbar war, hier wurde auch versucht, alles an Spannung hinein zu packen, was der Rest vermissen lassen hatte. Dieses ewige "Sebastian ist tot - nein, doch nicht - ach, jetzt rutscht er doch noch den Abhang hinunter - oh, doch nicht" und "Rita ist gerettet - nee, wird doch zu Tode opperiert - ach, jetzt rettet Spencer sie - nee, schafft er doch nicht - aber Sebastian rettet sie - nein, Finney schafft es doch sie zu töten - was ein Glück, Finney ist in den Abgrund gestürtzt, jetzt ist sie gerettet - nein, sie stürzt doch hinterher - was ein Glück, sie ist doch gerettet" "Darcys Bombe ist entschärft - oh nein, der Timer ist nur beschleunigt worden - Sebastian schafft es doch noch - oh Gott, die Bombe ist explodiert - nein, sie hat es doch geschafft" und "Finney ist tot - nein, er taucht doch noch mal auf".... alles sehr überspitzt und leider total unrealistisch. Zumindest bei mir hatte es auch nicht zur Spannung beigetragen. Am Ende wollte ich nur, dass es endlich vorbei ist. Sehr schade.

Fazit:
Eine interessante Story, welche leider nicht besonders fesseld und schlüssig umgesetzt wurde. Leider kein neuer Lieblingsautor von mir.