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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2020

Gute Ansätze, aber leider mangelhaft umgesetzt

Die treue Freundin
6

So, die Leserunde neigt sich leider schon dem Ende zu und es wird Zeit, ein Fazit zu ziehen:

Lisa Unger hat einen flüssigen und modernen Schreibstil, der er mir leicht gemacht hat, in die Story zu finden. ...

So, die Leserunde neigt sich leider schon dem Ende zu und es wird Zeit, ein Fazit zu ziehen:

Lisa Unger hat einen flüssigen und modernen Schreibstil, der er mir leicht gemacht hat, in die Story zu finden. Die Protagonistin wirkt zunächst sympatisch, hat bei mir aber leider durch ihren Umgang mit Mann und Kind im Verlauf der Geschichte einige Sympathiepunkte wieder eingebüßt.

Hauptthema der Geschichte ist die Vergangenheitsbewältigung, Schuld, Sühne und Gerechtigkeit. An sich sehr gute Punkte um eine spannende und schlüssige Story zu formen. Zumal auch Mutterschaft und Kariere und das Zusammenspiel der beiden Lebensbereiche mit aufgenommen werden.

Wir bekommen Einblicke in die Gedankenwelt einer gespaltenen Persönlichkeit und erleben, wie unterschiedlich Menschen mit Kindheitstraumata umgehen und was für Probleme aus diesen erwachsen können.

Und wir beschäftigen uns als Leser mit der Frage, darf man Gleiches mit Gleichem vergelten und Fehler der Justiz selber beheben.

Also hat das Buch eigentlich alles, um für spannende Leseabende zu sorgen.

Leider, leider hat es aber meiner Meinung nach starke Schwächen. Nicht selten saß ich vor den Seiten und ein großes "HÄ" machte sich in mir breit. Ich empfinde die Story nicht schlüssig erzählt und mir fehlt der rote Faden. Einige Fragen wurde bis zum Ende nicht beantwortet, so zum Beispiel der Sinn der Falkenmasken.

Zudem stand der Mörder zu früh fest und ich stelle mir noch immer die Frage, warum Rain gegen sich selbst ermittelt.

Zum Schluss lässt mich das Werk mit einem großen Fragezeichen im Kopf zurück. Jedoch hat es auch zum Nachdenken angeregt, vor allem zum Thema Selbstjustiz. Am Ende kommt es aber für meinen Geschmack zum falschen Ergebnis.

Ein vielversprechendes Werk, dass leider nicht ganz überzeugen konnte.

  • Cover
  • Spannung
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 24.08.2020

Kurzweile gewürzt mit einer ordentlichen Prise Humor

Celestial City - Akademie der Engel
1

Jetzt ist auch diese Leserunde schon beendet. Sehr schade. Auch wenn ich die Story in weiten Teilen etwas vorhersehbar fand, hat dies der Spannung keinen Abbruch getan.

Die Autorin hat es geschafft, ...

Jetzt ist auch diese Leserunde schon beendet. Sehr schade. Auch wenn ich die Story in weiten Teilen etwas vorhersehbar fand, hat dies der Spannung keinen Abbruch getan.

Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihrem flüssigen Schreibstil in die Handlung zu ziehen, sodass die Seiten nur so dahin flogen. Die Figuren sind alle gereifbar und sympatisch. Naja, von Zickany mal abgesehen.

Auch wenn die Beziehung zwischen Brie und Linc etwas flach dargestellt war, habe ich doch mitgefiebert und der stete Schlagabtausch zwischen den beiden war mit viel Humor geschrieben.

Eine Waffe wie Sera hätte ich auch gerne an meiner Seite, auch wenn es zunächst etwas befremdlich war, dass diese sprechen kann. Aber auch ihren Humor finde ich einfach herrlich.

Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass wir mehr vom Unterricht mitbekommen und auch noch mehr Wesen kennenlernen. Hier ist mir die Schilderung etwas zu knapp geraten.

Alles in allem eine sehr kurzweilige Geschichte. Ich werde auf jeden Fall auch die Folgebände lesen, um zu erfahren, wie es mit Brie und ihren Freunden weiter geht. Und vielleicht habe ich ja sogar die Gelegenheit wieder zusammen mit euch ein wenig früher in den Genuss des zweiten Bandes zu kommen und auch diesen mit euch zu diskutieren. Es würde mich freuen.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 25.12.2019

Spannend / Überraschend

Nebeljagd
2

Ich batte bisher noch nichts von Julia Hofelich gelesen, habe aber scheinbar eine neue Lieblingsautorin gefunden. Bereits nach der Hälfte der Lektüre habe ich mir Band Eins bestellt und freue mich schon ...

Ich batte bisher noch nichts von Julia Hofelich gelesen, habe aber scheinbar eine neue Lieblingsautorin gefunden. Bereits nach der Hälfte der Lektüre habe ich mir Band Eins bestellt und freue mich schon auf weitere spannende Lesestunden mit Linn.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, ist flüssig und einprägsam. Vor allem gelingt es Julia, die Spannung hoch zu halten. Immer wenn ich dachte, ich wisse was passiert und wer der Täter ist, wurde ich eines Besseren belehrt und die Handlung nahm eine für mich unvorhergesehene Wendung. Genau so muss ein guter Krimi für mich sein. Ich habe bereist unzählige Krimis verschlungen und bin normalerweise nicht mehr leicht zu überraschen. Julia ist dies aber gleich mehrfach gelungen.
Und trotz der ganzen Wendungen bliebt die Story doch überwiegend nachvollziehbar und wirkte nicht wirr.

Eine gelungene Gesichte mit einer smpatischen Hauptfigur. Es hat mir viel Spaß gemacht, bei der Leserunde dabei gewesen zu sein und der Krimi ist eine echte Bereicherung für meine Privatbibliothek.

  • Spannung
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.10.2019

Gelungener Thriller

Der zehnte Gast
0

Die Story ist jetzt nicht wirklich neu, aber super umgesetzt. Durch den flüssigen Schreibstil fällt es leicht, sich in der Geschichte zu verlieren. Die Personen werden einem durch die ständigen Perspektivwechsel ...

Die Story ist jetzt nicht wirklich neu, aber super umgesetzt. Durch den flüssigen Schreibstil fällt es leicht, sich in der Geschichte zu verlieren. Die Personen werden einem durch die ständigen Perspektivwechsel gut näher gebracht und man erfährt so viele ihrer Gedanken und kann die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln verfolgen. Außerdem kann man die einzelnen Charaktere so gut kennen lernen. Einige lernt man lieben, anderen möchte man im realen Leben nicht wirklich begegnen.

Mir ist zu keiner Zeit beim Lesen langweilig geworden und das Ende ist wirklich überraschend.
Fesselnd bis zum Ende!

Die bedrückende Stimmung wurde gut vermittelt und ich hatte die gesamte Story über das Gefühl mitten drin zu sein.

Ein gelungener Thriller. Ich bin froh, dabei gewesen zu sein.

  • Cover
  • Spannung
  • Idee
  • Geschichte
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 27.06.2019

Super Story mittelmäßig umgesetzt

Tiefes Grab
2

Das Cover hatte mich gleich in seinen Bann gezogen und auch die Leseprobe machte neugierig. Um so mehr habe ich mich gefreut, bei der Leserunde dabei sein zu dürfen.

Dass eine Hauptfigur Leichen ausgräbt, ...

Das Cover hatte mich gleich in seinen Bann gezogen und auch die Leseprobe machte neugierig. Um so mehr habe ich mich gefreut, bei der Leserunde dabei sein zu dürfen.

Dass eine Hauptfigur Leichen ausgräbt, um einen Abschluss für die hinterbliebenen Familien zu finden, habe ich so noch nie gelesen und fand die Idee zunächst super. Leider scheint dies aber nicht der wirkliche Antrieb bei Martin gewesen zu sein. Den wahren Grund erfahren wir im Verlauf des Buches leider nie so wirklich.
Und leider ging mir das beim Lesen relativ häufig so. Ich habe mir oft Fragen zu den Charakteren und ihren Problemen gestellt und war neugierig auf die Auflösung, die dann leider nicht kam.

Teilweise driftete die Geschichte etwas in die Unglaubwürdigkeit ab. Eigentlich war Kylie mein Lieblingscharakter in dem Buch Dass eine 14-Jährige, deren Tante ermordet wurde, so ruhig bleibt, wenn sie selbst entführt wird.. sorry, gut gemeint, aber nicht überzeugend.

Der Erzählstil hat mir gut gefallen. Die wechselnden Perspektiven mag ich, sie machen es enfacher, sich in die einzelnen Charaktere hineinzuversetzten. Leider führte dies nicht dazu, den Figuren die nötige Tiefe zu verleihen, ich fand sie alle recht flach.

Alles in allem eine gute Story, die leider nicht richtig gut umgesetzt wurde und so in der Mittelmäßigkeit stecken bleibt.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren