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Veröffentlicht am 26.10.2025

Movie-RomCom

Let's Make a Scene
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Laura Wood ist die Autorin der Agency for Scandal-History-Cosy Crime-Jugendbuchreihe, die ich so sehr liebe. LET’S MAKE A SCENE ist Laura Woods zweiter Roman für Erwachsene. Ihr Genre-Debüt UNDER YOUR ...

Laura Wood ist die Autorin der Agency for Scandal-History-Cosy Crime-Jugendbuchreihe, die ich so sehr liebe. LET’S MAKE A SCENE ist Laura Woods zweiter Roman für Erwachsene. Ihr Genre-Debüt UNDER YOUR SPELL hatte es warum auch immer nicht auf meine Leseliste geschafft. Das neue Werk wollte ich mir aber nicht entgehen lassen – auch weil ja die Zeit bis zum 4. Agency-Teil irgendwie überbrückt werden muss. Angesichts des Umfangs von deutlich über 500 Seiten bin ich bei LET’S MAKE A SCENE kurz mal ins Grübeln gekommen. Aber wirklich nur kurz. Ich war mir sicher, dass Laura Wood die Seiten schon gut füllen wird. Ich wurde nicht enttäuscht.
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LET’S MAKE A SCENE entführt mich in die Filmszene. Die Schauspieler Cynthie und Jack haben vor 13 Jahren zusammen ein Regency-Drama gedreht und auf der Promotour eine Liebesbeziehung vorgespielt. Jetzt soll es eine Fortsetzung des Films samt Doku geben.
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Hach, wat isset schön! Laura Wood hat mich auch mit LET’S MAKE A SCENE begeistert. Vielleicht nicht ganz so, wie mit der Agency-Reihe – aber nah dran. Das Setting und die Charaktere sind grandios. Bei der Table Read-Szene, die Cynthie vor 13 Jahren als unerfahrene Schauspielerin halbwegs verkackt, war ich gleich voll dabei. Die Beschreibung der Dreharbeiten, die gegenseitigen Sticheleien … ich mochte es sehr. Im Hier und Jetzt treffen die Rivalen dann also gezwungenermaßen wieder aufeinander. Cynthie mittlerweile erfolgreich und Oscar-nominiert, während Jack gerade aus seiner Serie herausgeschrieben werden soll. Natürlich entwickeln sich Gefühle zwischen den beiden, die eigentlich auch früher schon da waren … Ja, ja, ja, das ist alles nicht wirklich überraschend und natürlich ist das Happy End ab der ersten Seite klar. Aber der Weg dahin macht einfach Spaß. Außerdem werde ich immer wieder an heißgeliebte RomCom-Klassiker wie zum Beispiel „Während du schliefst“ und „E-Mail für dich“ erinnert - und damit kriegt Laura Wood mich gefühlsmäßig einfach.
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Fazit: Toller Schreibstil. Tolles Setting. Tolle Charaktere. Vielleicht dann doch einen Tick zu lang und, klar, auch vorhersehbar. Aber so unterhaltsam und richtig schön fürs Herz.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Absolut krank

Der Nachbar
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Wollte ich DER NACHBAR lesen? NEIN! War ich trotzdem doch wieder neugierig auf den neuen Fitzek? JA! Und quasi in einer Kurzschlussentscheidung habe ich mich dann für die Hörbuchfassung entschieden.
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Eine ...

Wollte ich DER NACHBAR lesen? NEIN! War ich trotzdem doch wieder neugierig auf den neuen Fitzek? JA! Und quasi in einer Kurzschlussentscheidung habe ich mich dann für die Hörbuchfassung entschieden.
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Eine Inhaltsangabe spare ich mir. Handlung ist bei Fitzek irgendwie Schall und Rauch. Und ganz ehrlich: Bei DER NACHBAR habe ich mich unzählige Male gefragt, was ich hier überhaupt höre. Echt jetzt? Wie war das? Bitte nochmal langsam zum Mitschreiben… Ich hatte hier so viele WTF-Momente, das geht auf keine Kuhhaut. Ist das jetzt positiv oder negativ? Geschmackssache. Ich persönlich bin kein Fan der Höher-Schneller-Weiter-Mentalität. Das gilt auch für Thriller. Die müssen für mich nicht zwingend brutal, schockierend und krank sein, um mir zu gefallen. Dabei ist mir klar, dass ich genau das bekomme, wenn ich zu Fitzek greife. DER NACHBAR ist echt kranker als krank. Was stimmt nicht mit mir, dass ich mir so etwas gebe? Keine Ahnung!
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Speziell zum Hörbuch kann ich sagen, dass Simon Jäger eine beeindruckende Leistung abliefert. Ich habe ihm absolut gerne zugehört und die acht Stunden Hörzeit so gut wie in einem Rutsch hinter mich gebracht. Jäger setzt seine Stimme perfekt ein. Er interpretiert die Story, baut Stimmung und Spannung auf und peitscht die Geschichte temporeich voran – auch wenn man sie in Normalgeschwindigkeit hört. Auf Pause zu drücken ist nahezu keine Option. Und trotzdem bin ich froh, dass es jetzt vorbei ist. DER NACHBAR ist typisch Fitzek. Komplett abgedreht. Absolut Gaga. Fitzek setzt immer noch eins drauf. Das finde ich beim Lesen schon anstrengend.Beim Hören hat sich das für mich nochmal um ein Vielfaches potenziert.
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Höreindruck: Absolut positiv. Geschichte: Nicht besonders nachhaltig. Was bei mir hängenbleibt ist, dass Fitzek sich ganz zum Schluss kurzerhand nochmal eben selbst in die Geschichte eingebaut und damit gehuldigt hat. Na, wenn das alles ist. Das Fitzek-Marketing vermittelt immer, dass man etwas verpasst, wenn man zum ET nicht sofort auf den Zug aufspringt. DER NACHBAR zu hören, war für mich dann auch, wie die Landschaft vorm ICE-Fenster vorbeifliegen zu sehen. Fertig!

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Jugendthriller für Zwischendurch

Brightstone College – Hinter der Fassade lauert das Böse
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Elisabeth Herrmann ist keine Unbekannte. Die Autorin ist durch ihre Krimireihe um den Anwalt Joachim Vernau (vom ZDF mit Jan Josef Liefers verfilmt) bekannt. Dass Herrmann auch Jugendbücher schreibt, war ...

Elisabeth Herrmann ist keine Unbekannte. Die Autorin ist durch ihre Krimireihe um den Anwalt Joachim Vernau (vom ZDF mit Jan Josef Liefers verfilmt) bekannt. Dass Herrmann auch Jugendbücher schreibt, war mir dagegen bisher entgangen. Als ich BRIGHTSTONE COLLEGE entdeckt habe, war es eine Impulsentscheidung zu diesem Jugendthriller zu greifen. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen.
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Das Buch lässt sich gut lesen und ist durchaus unterhaltsam. Ich habe hier aber nicht die spannende und düstere College-Story bekommen, die ich erwartet hatte. Das liegt daran, dass hier wirklich nahezu alles reingepackt wurde, was Mädchenherzen höherschlagen lässt. Wir haben Internatssetting, Dark Academia-Vibes, Pferde, Sport und Romance. Von allem etwas, aber nichts so richtig. Es kommt mir so vor, als hätte die Autorin hinter so viele erfolgsversprechende Elemente wie möglich einen Haken setzen wollen/sollen/müssen. Etwas weniger wäre hier mehr gewesen. Mir persönlich hat der Fokus gefehlt.
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Das größte Problem hatte ich mit der Polo- und Pferdethematik. Die nimmt hier wirklich sehr viel Raum ein. Darauf war ich aufgrund des Klappentextes nicht eingestellt. Und weil mich diese Szenen nicht interessiert haben, bin über einen größeren Teil der Handlung mehr oder weniger hinweggehuscht und nie richtig in die Geschichte eingetaucht. Zum Romance-Anteil muss ich sagen, dass ich recht früh dachte, dass Buch könnte in einen feuchten Mädchentraum abdriften. Das ist zum Glück nicht passiert. Etwas mehr hätte es dann aber doch sein dürfen, damit ich die Lovestory wenigstens fühle. Aber auch das war hier nicht der Fall. Die Charaktere bleiben recht blass. Die Story ist immerhin punktuell spannend, teilweise aber auch recht langgezogen.
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Für Zwischendurch ist BRIGHTSTONE COLLEGE ganz unterhaltsam. Mehr aber auch nicht.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Ausbaufähig

Flüsternde Erinnerungen
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Bei FLÜSTERNDE ERINNERUNGEN handelt es sich um den zweiten Jugend-Psychothriller von Monalishan Santhalingam. Der Autor ist von sich aus auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich sein Buch lesen und ...

Bei FLÜSTERNDE ERINNERUNGEN handelt es sich um den zweiten Jugend-Psychothriller von Monalishan Santhalingam. Der Autor ist von sich aus auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich sein Buch lesen und rezensieren möchte. Und weil ich gerne auch mal was Neues lese, nichts gegen Selfpublishing habe und der Klappentext sich gut angehört hat, habe ich zugesagt. Wer Anfragen an mich richtet, weiß aber auch, dass ich ehrlich meine Meinung sage. Das fällt mir nicht immer leicht. Und so einen Fall habe ich jetzt hier mal wieder. Leider hat das Buch nämlich nicht meinen persönlichen Geschmack getroffen.
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Darum geht’s: Auf einer Wandertour durch den Harz vor sieben Jahren sind Jojos Freunde spurlos verschwunden. Jojo selbst wurde blutüberströmt im Wald gefunden – ohne Erinnerung an das, was passiert ist. Als er wieder in seine Heimat zurückkehrt, kommt er weiteren mysteriösen Vermisstenfällen auf die Spur. Langsam kehrt die Erinnerung zurück…
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Die Grundidee ist gut. Trotzdem hat mich die Story gleich an mehreren Punkten verloren. Der Psychothriller mit düsterer Atmosphäre und Spannung hat sich mir hier nicht vermittelt. Dabei wird eigentlich alles sehr ausführlich und eingehend beschrieben. Für mich war es aber zu ausladend. Der Handlungsverlauf hat sich für mein Empfinden doch sehr gezogen und ist nicht so richtig auf den Punkt gekommen. Außerdem bin ich immer wieder über den Schreibstil gestolpert, bei dem ich einige Formulierungen recht seltsam fand. Mein Sprachgebrauch ist da ein anderer.
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Das Buch war leider nicht meins. Ein Blick auf andere Rezensionen zeigt allerdings, dass ich mit meiner Meinung wohl ein vereinzelter Ausreißer nach unten bin. Andere Bewertungen fallen jedenfalls sehr positiv aus. Das macht mir die Sache etwas leichter und zeigt, dass sich jeder eben sein eigenes Bild machen sollte. Was ich sage, ist nicht der Maßstab aller Dinge. Probiert es einfach aus, wenn euch das Buch interessiert.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Perfekter Skandi-Crime

Lügennebel
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Leute! Was habe ich hier wieder mal für einen genialen Skandinavien-Krimi gelesen. Bei Viveca Sten ist das für mich eigentlich schon selbstverständlich. Das soll die Leistung aber auf keinen Fall herabsetzen, ...

Leute! Was habe ich hier wieder mal für einen genialen Skandinavien-Krimi gelesen. Bei Viveca Sten ist das für mich eigentlich schon selbstverständlich. Das soll die Leistung aber auf keinen Fall herabsetzen, sondern zeigt nur, was die Autorin für eine sichere Bank auf ihrem Gebiet ist. Sten schreibt seit eh und je einen tollen Krimi nach dem anderen. Der Neuste heißt LÜGENNEBEL und ist der vierte Band aus Stens Polarkreiskrimi-Reihe.
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Darum geht’s: Sechs Studenten verbringen die Skiferien in einem abgelegenen Ferienhaus. Am nächsten Morgen liegt ein Mädchen aus der Gruppe tot im Schnee…
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Ich habe eine klirrend kalte Januarwoche im schwedischen Bergdorf Åre verbracht. Und, oh mein Gott, wie habe ich die Kälte auf der Haut gespürt. Was für ein Setting und was für eine Atmosphäre hat Viveca Sten hier wieder geschaffen. Besser geht‘s eigentlich kaum. Ich bin einfach nur ein- und abgetaucht und war mittendrin im Geschehen. Von Anfang bis Ende hat hier für meinen Geschmack wieder mal alles gepasst. Ich habe mich in einen regelrechten Rausch gelesen und habe das Buch kaum aus der Hand gelegt. Auch der Fall hat mich begeistert. Sten hat mich mit ihrem gewohnt tollen Schreibstil wieder mit auf eine spannungsgeladene kriminalistische Reise genommen. Die Charaktere sind wie immer topp gezeichnet und die Ereignisse und die Gruppendynamik haben mich einfach durchgehend mitgerissen. Höhepunkt war ein dramatisches Finale, bei dem ich gefühlt unmittelbar dabei war. Einfach herrlich!
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Wenn ihr denkt, es geht nicht mehr intensiver … Oh, doch! Indem Viveca Sten die private Seite ihrer Ermittler wieder sehr eindrücklich beschreibt und weiterentwickelt, setzt sie an Intensität noch eins drauf. Hanna, Daniel (jeder für sich und beide zusammen) sowie Anton … Ich habe mit ihnen gelebt und gelitten und bin jetzt schon so neugierig, wie es für sie weitergeht.
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Fazit: Lest Viveca Sten und genießt einfach! LÜGENNEBEL habe ich an einem Wochenende nicht nur gelesen, sondern förmlich durchgesuchtet. Das sagt ja wohl alles…

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