Profilbild von Alander

Alander

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Alander ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Alander über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2026

Was nach Peter Pan geschah ...

Der Panfluch
0

Ich liebe Neuinterpretationen von Märchen und Sagengeschichten und habe auch schon einige zu Peter Pan gelesen. Mir hat besonders die Idee gefallen, dass es keine Neuinterpretation mit Peter als Protagonisten ...

Ich liebe Neuinterpretationen von Märchen und Sagengeschichten und habe auch schon einige zu Peter Pan gelesen. Mir hat besonders die Idee gefallen, dass es keine Neuinterpretation mit Peter als Protagonisten ist, sondern vielmehr eine Weitererzählung der Geschichte aus Sicht eines komplett neuen Charakters. Taja ist eine Raluka, die verborgen in den Bergen im Zentrum von Nimmerland leben und Geschichten erzählen. Das ändert sich schlagartig, als Peter Pan verschindet, nachdem er Nimmerland von den Piraten befreit hat. Das Land versinkt plötzlich in Dunkelheit und nur Taja scheint Nimmerland jetzt noch retten zu können. Wir begleiten die kleine Heldin auf ihrem größten Abenteuer durch ganz Nimmerland und begegnen vielen bekannten Figuren. Der Schreib- und Erzählstil sind flüssig und ich bin gut in die Geschichte reingekommen. Ab und zu hat mir nur die Formatierung nicht ganz gefallen, da es teilweise sehr große Lücken zwischen zwei Wörtern gab. Die Geschichte ist spannend und eher für ein jüngeres Publikum geschrieben, daher war ich über einige grausamere Szenen anfangs überrascht. Die Charaktere hätten gerne auch noch ein wenig mehr emotionale Tiefe bekommen können, aber alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2026

emotionale Achterbahn im asiatischen Setting

The Poet Empress
0

The Poet Empress hat mich vor allem wegen des wunderschönen Covers und dem bezaubernden Farbschnitt angesprochen. Nachdem ich die ersten Kapitel gelesen habe, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand ...

The Poet Empress hat mich vor allem wegen des wunderschönen Covers und dem bezaubernden Farbschnitt angesprochen. Nachdem ich die ersten Kapitel gelesen habe, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Zu allererst möchte ich anmerken, dass es sich eher um ein asiatisches Historiendrama handelt mit einigen Fantasyelementen. Wer einen dark/high Fantasyroman erwartet, wird daher ggf. entäuscht sein. Mir hat das Setting allerdings gut gefallen.

Ich konnte mich gut in die Protagonistin hineinversetzen und fand besonders ihre Charakterentwicklung sehr stark. Auch ihre Sicht auf die anderen Charaktere, das Geschehen im Palast und die Welt sind sehr schön beschrieben und entwickelt sich stetig weiter. Am Ende des Buches ist Wei tatsächlich kaum noch wiederzuerkennen, da das Erlebte sie unwiederuflich geprägt und verändert hat. Prinz Terren ist ebenfalls ein interessanter Charakter. Anfangs konnte ich ihn aus vielerlei Gründen nicht leiden und seine Taten sind bis zum Schluss nicht entschuldbar, allerdings erfährt man durch verschiedene Rückblenden, was ihn so hat werden lassen, was zumindest eine Erklärung für seine Handlungen liefert und mich emotional oft getroffen hat. Ich habe immernoch gemischte Gefühle, wenn ich an seine Geschichte zurückdenke. Das Buch zeigt hier sehr schön, dass nicht alles Schwarz/Weiß ist und die Charaktere nicht nur gut, oder böse sind.

Das Buch ist angenehm und flüssig geschrieben und die Kapitel sind relativ kurz, was mir persönlich gefällt. Bisher ist es eines meiner liebsten Bücher 2026!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2026

japanischer Krimi aus den 50er Jahren

Tokio Express
0

Bei Tokyo Express handelt es sich um einen klassischen Kriminalroman. Mit knapp 150 Seiten ist es ein kurzweiliger Abstecher ins Japan der 50er Jahre. Man hat eigentlich nur an den nicht vorhandenen Technologien, ...

Bei Tokyo Express handelt es sich um einen klassischen Kriminalroman. Mit knapp 150 Seiten ist es ein kurzweiliger Abstecher ins Japan der 50er Jahre. Man hat eigentlich nur an den nicht vorhandenen Technologien, wie z.B. Computer und Handy, gemerkt, dass es nicht in der heutigen Zeit spielt.Es ist eher ruhig erzählt und es passiert nicht viel, dennoch hat mir das Buch gut gefallen. Die Zug-, Flug- und Schiffsfahrtzeiten haben mich teilweise etwas verwirrt, aber ich hatte Spaß beim miträtseln, wie der vermeintliche Täter die Opfer umgebracht hat und aus welchen Gründen. Einige Charaktere lernen wir aufgrund der Kürze des Romans leider wenig kennen, wodurch sie recht flach wirken. Das ist aber auch schon das einzige, was ich bemängeln würde. Wer einen klassischen Krimi für Zwischendurch sucht, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2026

Wenn Frauen eine Stimme bekommen

Die Sammlerin der verlorenen Wörter
0

Der Roman ist ruhig erzählt und ich bin sehr gut reingekommen, was für mich vor allem an dem angenehmen Schreib- und Erzählstil lag. Obwohl nicht viel passiert, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. ...

Der Roman ist ruhig erzählt und ich bin sehr gut reingekommen, was für mich vor allem an dem angenehmen Schreib- und Erzählstil lag. Obwohl nicht viel passiert, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie lebt nicht von Spannung, oder unerwarteter Wendungen, sondern von den wirklich liebenswerten Charakteren. Unsere Protagonistin lernt im Verlauf ihres Lebens die verschiedensten Personen, jeglichen Alters und gesellschaftlicher Stellung kennen und die meisten davon schließt man direkt ins Herz. Zudem konnte ich die Figuren in ihrem Denken und Handeln sehr gut verstehen, auch wenn sich meine Lebensrealität stark von ihrer unterscheidet. In ihrem Leben steht Esme vor schwierigen Entscheidungen und sie muss auch den ein oder anderen Schicksalsschlag verkraften, wo ich kurz schlucken musste, weil ich insgeheim auf glücklichere Wendungen gehofft hatte. Aber gerade das hat Esme und ihrer Geschichte mehr emotionale Tiefe gegeben und sie authentisch gemacht. Interessant fand ich auch die verschiedensten Wörter und deren Definitionen, die immer wieder eingesträut wurden.

Einen Stern ziehe ich ab, da Esme und ihr Leben recht romantisiert dargestellt werden. Esme kommt aus priviligierten Verhältnissen, wird in kein gesellschaftliches Korsett gepresst, darf ihr Leben mehr oder weniger frei gestalten und auch die Männer, die in ihr Leben treten sind für damalige Verhältnisse sehr fortschrittlich in ihrem Denken. Das eher schwierige Leben als Frau zu diesen Zeiten bekommen wir eigentlich nur durch andere Charaktere mit, was ich teilweise schade finde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2026

asiatische Urban Fantasy mit starker Idee, aber schwacher Umsetzung

Der chinesische Kompass
0

Der Klappentext hat mir wirklich gefallen, weswegen ich mir viel von der Geschichte versprochen habe. Die Idee ist super und bietet wahnsinnig viel Potential, die Umsetzung wirkt allerdings noch etwas ...

Der Klappentext hat mir wirklich gefallen, weswegen ich mir viel von der Geschichte versprochen habe. Die Idee ist super und bietet wahnsinnig viel Potential, die Umsetzung wirkt allerdings noch etwas unausgereift.

Leider hat es knapp 1/3 des Buches gebraucht, bis ich so richtig in der Geschichte angekommen bin. Anfangs wird kaum etwas erklärt, wir erfahren wenig über die Charaktere und die immer wieder zeitlichen, oder inhaltliche Sprünge haben mich oft aus dem Lesefluss gerissen. Ab Kapitel 9 war der Erzähstil angenehmer und flüssiger, ab da konnte ich der Geschichte auch gut folgen. Die fantastische Welt, die ab diesem Zeitpunkt näher beschrieben wird und in der wir uns mehr und mehr bewegen hat mir richtig gut gefallen und war auch sehr spannend. Auch die Geschichte nimmt fahrt auf und wird zunehmends interessanter.

Leider bin ich am Ende mit vielen Fragen zurückgeblieben. Insgesamt hätten der Geschichte mehr Seiten mit Beschreibungen zur Handlung und den Charakteren gut getan, auch um einige Situationen etwas auszudehen, damit sie nicht so gehetzt wirken. Ich bin nicht sicher, ob es einen zweiten Band geben wird, in dem alle offenen Fragen beantwortet werden, falls ja, hätte ich mir eher einen umfangreicheren Einzelband gewünscht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere