Profilbild von Alander

Alander

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Alander ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Alander über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2026

Höhen, Tiefen und unerwartete Wendungen

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
0

Zuallererst: Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen!

Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön und da ich ein großer Fan asiatischer Literatur bin, sowie Romanen, die in einem asiatischen Setting ...

Zuallererst: Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen!

Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön und da ich ein großer Fan asiatischer Literatur bin, sowie Romanen, die in einem asiatischen Setting spielen, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Die grundlegende Idee hat mich direkt angesprochen.

Leider hat das Buch auch einige Schwächen. Im ersten Kapitel lernen wir Sora und ihr Leben bei ihrer Mutter kennen. Ab Kapitel 2 sind wir dann schon auf dem Anwesen des Vaters und seinem Clan. Hier wird es etwas chaotisch. Es werden viele Charaktere/Familienmitglieder erwähnt, aber fast niemand wird wirklich vorgestellt. Dadurch war mir nie richtig klar, in welcher familiären Verbindung alle zueinanderstehen. Ein Stammbaum wäre hilfreich gewesen, um alle Charaktere besser zuordnen zu können. Zudem passiert zu Beginn so viel, was ich überhaupt nicht so schnell verarbeiten konnte und ich musste ab und zu wieder zurückblättern, weil ich dachte, ich hätte irgendwas nicht richtig mitbekommen. Sora hört leider auch nie richtig zu und kann keine vernünftigen Unterhaltungen führen, wodurch sich alle Gespräche oft wie eine Wiederholung der vorherigen anhören. Im ersten Drittel sind die meisten Charaktere ziemlich flach und es gibt keine richtige Charakterentwicklung. Das ändert sich aber im letzten Drittel komplett. Hier werden endlich nach und nach alle Fragen beantwortet und es gibt wirklich mehrere Plottwists, die ich teilweise überhaupt nicht hab kommen sehen. Es war richtig spannend und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Zum Ende hin scheint die Geschichte eigentlich wie ein Einzelband auserzählt zu sein, aber auf den lezten paar Seiten werden wir dann noch einmal richitg überrascht, überrumpelt und mit einem fiesen Cliffhanger sitzen gelassen.

Fazit: Trotz vieler Schwächen, die mir den Einstieg in die Geschichte nicht gerade einfach gemacht haben, hat mich das letzte Drittel komplett überzeugt und ich werde definitiv Band 2 lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2025

Plötzlich Prinzessin in Japan

Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe
0

Ich habe das Buch auf englisch gelesen und ich brauchte ein wenig, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Izumi ist eine typische Teenagerin. Sie wächst bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf, die sie ...

Ich habe das Buch auf englisch gelesen und ich brauchte ein wenig, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Izumi ist eine typische Teenagerin. Sie wächst bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf, die sie über alles liebt, aber sie hat dennoch das Gefühl, dass etwas fehlt. Sie hat ihren Vater nie kennengelernt und ihre Mutter redet nicht über ihn. Durch einen Zufall, findet sie zusammen mit ihrer Freundin raus, wer ihr Vater ist und das ist ein riesiger Schock für sie. Denn er ist niemand anderes als der zukünftige Kaiser von Japan, was sie zur Prinzessin macht. Um ihren Vater kennenzulernen reist sie nach Japan, wo sie nicht nur eine neue Familie, sondern auch die große Liebe findet.
Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen. Es ist heiter und witzig geschrieben und ich habe fast alle Charaktere ins Herz geschlossen. Die Story ist natürlich nicht neu und erinnert sehr an den Film Plötzlich Prinzessin, aber das hat mich nicht wirklich gestört. Wer zwischendurch einfach mal eine süße Coming-of-Age Romanze lesen möchte, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2025

langweilig und langatmig

Der Gott des Waldes
0

Da ich bisher nur gutes gehört hatte, hatte ich entsprechend hohe Erwartungen an das Buch. Leider hat es mir dann aber überhaupt nicht gefallen. Anfangs ist es ein wenig verwirrend, da die Kapitel immer ...

Da ich bisher nur gutes gehört hatte, hatte ich entsprechend hohe Erwartungen an das Buch. Leider hat es mir dann aber überhaupt nicht gefallen. Anfangs ist es ein wenig verwirrend, da die Kapitel immer aus der Sicht eines anderen Charakters geschrieben sind (und von denen gibt es reichlich) und zusätzlich springen wir teilweise in der Zeit vor und zurück. Nach den ersten Kapiteln habe ich dann einen guten Überblick bekommen und kam mit dem Erzählaufbau gut zurecht. Was mich allerdings am meisten gestört hat ist, dass ich mit kaum einem Charakter so richtig was anfangen konnte. Vor allem die Frauen waren für mich schwierig zu verstehen. Ja, es spielt zu einer anderen Zeit und das muss man natürlich berücksichtigen, aber wie unsympatisch und passiv kann man Protagonist:innen schreiben? Es gab zudem einfach zu viele Charaktere, die alle ihren eigenen Handlungsstrang hatten, die am Ende zwar irgendwie zusammenliefen, aber oft nicht besonders spannend waren, oder auch viel kürzer hätten geschrieben werden können. Dadurch ist das Buch sehr lang, obwohl kaum was passiert. Auch die Auflösung war wenig spannend. Ich hatte bis zum Schluss die Hoffnung, dass es noch irgendeinen Twist gibt, der mich überzeugt, aber leider war dem nicht so.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2025

spannender Auftakt einer Dilogie

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)
0

Mich hat direkt das Cover angesprochen. Es ist farblich sehr dunkel gestaltet und durch die Illustration wirkt es düster und geheimnisvoll. Auch der Farbschnitt ist passend darauf abgestimmt.
Den Klappentext ...

Mich hat direkt das Cover angesprochen. Es ist farblich sehr dunkel gestaltet und durch die Illustration wirkt es düster und geheimnisvoll. Auch der Farbschnitt ist passend darauf abgestimmt.
Den Klappentext fand ich auch spannend und der Ansatz mit der Fähigkeit der Bloodcarver hat mir gut gefallen. Das Buch ist einfach und flüssig geschrieben. Man kann es sehr gut lesen und die Kapitel haben auch eine angenehme Länge.
Zum Inhalt:
Nhika ist eine Heartsooths und kann durch direkten Körperkontakt in die Anatomie und Körperfunktionen anderer eingreifen. Ihre Fähigkeit ist für die Heilung und somit einem guten Zweck gedacht, aber mittlerweile werden sie und ihresgleichen von anderen gefürchtet und Bloodcarver gerufen. Nhika hat ihre Familie bereits verloren und schlägt sich irgendwie alleine durch, mehr schlecht als recht. Als sie als Bloodcarver erkannt wird, überschlagen sich die Ereignisse und sie wird ungewollt in eine Mordermittlung hineingezogen.
Bis etwa zur Hälfte war ich komplett begeistert. Ich habe nicht erwartet, dass es sich um eine Art historisch-asiatischen Krimi mit Fantasyelementen handelt, aber es hat mir sehr gut gefallen. Ab der Hälfte des Buches kann ich Nhikas Verhalten leider nicht mehr komplett nachvollziehen. Ohne Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, vertraut sie einfach gewissen Personen und läuft nur noch nebenher. Das fand ich überhaupt nicht schlüssig und es passte auch gar nicht zu ihrem bisher beschrieben Charakter und Handlungen. Zudem war die Aufklärung/Hintergründe des Mordfalles ein wenig flach und schwach. Das Ende, bzw. Nhikas Handlungen am Schluss kamen unerwartet und das meine ich überhaupt nicht negativ. Das Ende in Kombination mit dem Klappentext vom zweiten Band machen mich total neugierig, wie es weitergeht.
Fazit:
Das Buch hat stark gestartet und obwohl mich der mittlere Teil nicht überzeugen konnte, werde ich definitiv Band 2 lesen. Die Grundidee und das Ende von Band 1 haben mir sehr gefallen. Es lässt sich leicht lesen und ich habe neben Nhika auch viele andere Charaktere liebgewonnen und möchte wissen, wie es mit ihnen weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2025

Starke Idee mit kleineren Schwächen

Das Buch der verlorenen Stunden
0

Mich hat sofort das Cover angesprochen. Ich mag die Farben und die Veredelung des Umschlags. Auch der Klappentext hat mich überzeugt. Die Idee, dass es Zeithüter gibt, die über unsere Erinnerungen wachen, ...

Mich hat sofort das Cover angesprochen. Ich mag die Farben und die Veredelung des Umschlags. Auch der Klappentext hat mich überzeugt. Die Idee, dass es Zeithüter gibt, die über unsere Erinnerungen wachen, fand ich spannend und ich wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hat. Tatsächlich hatte ich anahnd des Klappentextes eine andere Geschichte erwartet, aber ich bin dennoch begeistert. Historische und phantastische Elemente werden gekonnt miteinander vermischt und es kommt noch eine Prise Agenten/Spionagekrimi hinzu.

Die Geschichte wird größtenteils aus Lisavets Zeitebene (beginnend 1938) und Amelias (1965) erzählt. Somit erfährt man teilweise schon, was zukünftig passiert sein wird, aber noch nicht, was dazu geführt hat. Es wird alles nach und nach zusammengesetzt, bis man endlich das große Ganze erkennt. Das hat mir besonders gefallen, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Ich konnte das Buch kaum weglegen. Das lag auch am Schreibstil und Tempo. Es ist angenehm zu lesen, flüssig und oft poetisch sowie philosophisch geschrieben. Es gibt so viele schöne Passagen, die einfach bewegend und tiefgründig sind. Als Leser:in wird man zwar direkt in die Handlung geworfen, allerdings ist das Erzähltempo anfangs recht langsam und man bekommt Zeit die Charaktere und die Welt besser kennenzulernen. Das fand ich wirklich angenehm, da ich gerade die phantastischen Elemente so besser verstehen und einordnen konnte. Zudem wächst man quasi mit Lisavet auf und bekommt ein wirklich gutes Bild von ihrer Figur wodurch ich mich direkt in sie hineinversetzen konnte. Dann nimmt die Handlung fahrt auf und auch das Tempo wird angezogen, was super gepasst hat. Das Ende war leider etwas gehetzt, wodurch die Handlung und Charaktere an Tiefe eingebüßt haben. Insgesamt liest sich das Buch aber sehr gut!

Vor allem Lisavets Figur macht eine ziemliche Entwicklung durch, die vielleicht nicht von jedem gut angenommen wird, die ich aber zum Ende des Buches durchaus realistisch und nachvollziehbar fand. Das Ende hat mich ab einem gewissen Punkt nicht unbedingt überrascht, aber ich fand es passend und es bietet vor allem Spielraum für Interpretationen.

Ich habe öfters gelesen, dass angenommen wurde, es sei ein Jugendbuch, dem ist absolut nicht so. Wer also ein Jugendbuch erwartet, wird von diesem Roman wohl eher enttäuscht sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere