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Alesia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2025

Magick

The Witch Collector
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Raina ist eine junge Hexe, die ihre Fähigkeiten versteckt. Sie wünscht sich Rache am Witch Collector und am Frost King zu nehmen. Diese haben vor Jahren ihre Schwester mitgenommen und unfreiwillig in den ...

Raina ist eine junge Hexe, die ihre Fähigkeiten versteckt. Sie wünscht sich Rache am Witch Collector und am Frost King zu nehmen. Diese haben vor Jahren ihre Schwester mitgenommen und unfreiwillig in den königlichen Dienst gestellt. Als der Tag ihrer geplanten Rache gekommen ist, wird ihre Heimat überfallen. Gemeinsam mit dem Witch Collector muss sie sich einer Bedrohung stellen, die schwer wiegt, als ihre Rachepläne

Das silber glänzende Cover des Buches finde ich wunderschön. Es wirkt sehr edel und passt, gemeinsam mit den Farbschitte, zum winterlich- frostigen Setting.

Das Worldbuilding ist eigentlich gut ausgearbeitet. Vielleicht wäre ein anfänglicher Überblick über die verschiedenen Länder und Götterlegenden ganz gut gewesen, denn so verfehlt der ein oder andere Twist etwas von seiner Wirkung. Die Geschichte selbst ist nicht schlecht. Gute Romantasy, die sich aber insgesamt nicht aus der Masse abhebt (vielleicht habe ich einfach bereits zu viele Bücher des Genres gelesen). Die Reise die Raina und der Witch Collector antreten zog sich stellenweise leider etwas. Ich mochte Raina trotz ihres etwas naiven Racheplanes ganz gerne. Ihr Hass auf den Witch Collector und den Frost King ist eher persönlicher Natur, daher manchmal schwierig nachvollziehbar. Das besondere an ihr ist, dass sie stumm ist und per Gebärdensprache kommuniziert. Witch Collector Alexus Thibault ist zunächst eher geheimnisvoll. Trotz seiner inneren Dunkelheit meist rücksichtsvoll und fürsorglich. Ich fand gut, das die Beziehung insoweit nicht toxisch wirkte. Die Lovestory zwischen den beiden hat mir gefallen, kam aber ziemlich abrupt.

Fazit: Sehr gut lesbare Romantasy, die aber zumindest im Auftaktband, nicht aus der großen Masse hervorsticht.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Gefahrvolle Monsterjagd, geheime Identitäten

A Monster's Heart
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Xena lebt in einem Waisenhaus. Der jahrhunderteandauernde Krieg zwischen vier verschiedenen Königreichen hat dafür gesorgt, dass Armut herrscht. So muss sich Xena auch als Diebin durchschlagen. Als sie ...

Xena lebt in einem Waisenhaus. Der jahrhunderteandauernde Krieg zwischen vier verschiedenen Königreichen hat dafür gesorgt, dass Armut herrscht. So muss sich Xena auch als Diebin durchschlagen. Als sie bei einer Leiche ein Ticket für eine königliche Expedition findet, sieht sie ihre Chance gekommen, ihrem Elend zu entfliehen. Dass sie sich als Monsterjägerin ausgeben muss, übersteigt jedoch fast ihre Fähigkeiten. Zumal im Verlauf des Abenteuers eine Anziehungskraft zwischen ihr und Halbmonster Ajax nicht zu leugnen ist.


A Monster's Heart von Liz Skadi ist actionreiche Romantasy mit Enemies-to-Lovers Trope. Die Welt ist tatsächlich etwas düster angelegt. Der Schreibstil ist schnell und vorallem mitreißend. Xena ist eine starke Heldin, die eigentlich weiß, wie man überlebt. Die angenommene Identität stellt sie aber vor große Herausforderungen. Die Spannung im Buch ist durchgehend hoch. Erst fiebert man mit Xena mit, dass ihre Täuschung auf der Reise zur Monsterinsel Azythros nicht auffliegt. Dort wird viel gekämpft und auch Intrigen, Täuschungen und überraschende Erkenntnisse kommen nicht zu kurz. Die sie langsam zwischen Xena und Ajax aufbauende Beziehung hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist nicht in sich abgeschlossen und endet mit einem gemeinen Cliffhanger. Band 2 möchte ich daher auf jeden Fall auch lesen.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Geboren 1982

Kim Jiyoung, geboren 1982
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Kim Jiyoung, geboren 1982“ von Cho Nam-Joo porträtieren eine durchschnittliche Frau mittleren Alters im heutigen Südkorea.
Ich fand das Buch hochinteressant, auch weil die Protagonistin mein Jahrgang ...

Kim Jiyoung, geboren 1982“ von Cho Nam-Joo porträtieren eine durchschnittliche Frau mittleren Alters im heutigen Südkorea.
Ich fand das Buch hochinteressant, auch weil die Protagonistin mein Jahrgang ist. Dementsprechend gut konnte ich auch Kindheit, Jugend und Erwachsenenleben vergleichen. Noch stärker als in Deutschland, fällt die Benachteiligung von Mädchen und jungen Frauen in Südkorea auf. Im Beruf erwartet Kim Jiyoung ein hohes Arbeitspensum, bei weniger Gehalt und weniger Anerkennung im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen. Gleichzeitig lastet eine hohe Erwartungshaltung von Familie und Schwiegerfamilie auf ihr. Ich denke Jiyoung steht stellvertreten für viele Frauen in Südkorea und auch weltweit, die unter Ungleichbehandlung , fehlender Wertschätzung und hohem Erwartungsdruck der Gesellschaft leiden. Der Schreibstil ist eher sachlich, schafft es aber trotzdem zu fesseln, vielleicht auch weil ich Südkorea und die dortige Lebensweise sehr spannend finde. Ein wichtiges Buch um Frauen eine Stimme zu geben.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Endzeitgrussel

Der Übergang
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Der Übergang von Justin Cronin ist eine Endzeitdystopie mit Horror-und Thrillerelementen. Das Buch ist sehr fesselnd, hat es aber mir seinen über 1000 Seiten wirklich in sich. Viele Charaktere, ein Versuchslabor ...

Der Übergang von Justin Cronin ist eine Endzeitdystopie mit Horror-und Thrillerelementen. Das Buch ist sehr fesselnd, hat es aber mir seinen über 1000 Seiten wirklich in sich. Viele Charaktere, ein Versuchslabor mit Todeskandidaten als Testobjekte, ein Experiment, das fürchterlich schief geht, ein kleines Mädchen, von dem die Zukunft der Menschheit abhängt, eine dystopische Welt in der die wenigen verbliebenen Menschen um ihr Überleben kämpfen. Ja dieses Buch bietet einiges. Für mich, die eher weniger Horror liest, war der Grusselfaktor auch ziemlich hoch, vielleicht könnte ich deswegen auch das Buch kaum aus der Hand legen.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Liebe, Forschung, Pinguine

The Penguin Paradox
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Veterinärmedizinerin Emerie nimmt kurzfristig an einer Forschungsreise in die Antarktis teil, um ihre Doktorarbeit über Pinguine zu beenden. Ein besonders wichtiger Punkt für sie ist, klarzustellen, dass ...

Veterinärmedizinerin Emerie nimmt kurzfristig an einer Forschungsreise in die Antarktis teil, um ihre Doktorarbeit über Pinguine zu beenden. Ein besonders wichtiger Punkt für sie ist, klarzustellen, dass Pinguine keinesfalls in der nächsten Brutsaison treu bleiben. Zu ihrem Leidwesen ist der Teamleiter der Mission ausgerechnet Beckett Callahan, zu dem Emerie ein äußerst angespanntes Verhältnis hat. Zum Teil auch, weil Beckett immer wieder versucht, sie zu necken und aus der Reserve zu locken. Bald knistert es zwischen beiden in eisiger Umgebung.

Aufgrund des kühlen Settings ist das Buch auch perfekt für die Winter und Vorweihnachtszeit geeignet. Die abgeschiedene Forschungsstation in der Antarktis und vor allem die Pinguinkolonie sind schon etwas ganz besonderes. Ich finde Pinguine übrigens sowieso toll! Die Liebesgeschichte ist sehr süß, aber nicht übertrieben kitschig, und wird ab der Hälfte des Buches auch etwas spicy. Wie es sich für eine romantische Komödie gehört, gibt es auch amüsante Szenen. Ich mochte Emerie und Beckett als Paar sehr gerne. Dabei verzeihe ich der Autorin auch, dass Beckett fast schon etwas zu perfekt ist: intelligent, gutaussehend und auch noch einfühlsam, dazu hin und weg von der weiblichen Protagonistin. Gibt's wahrscheinlich leider nur in Büchern. Emerie hingegen muss ihre Vorstellungen, geprägt von schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit, neu überdenken und vielleicht erkennen, dass es Liebe tatsächlich gibt. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Kapitel aus Emeries und Becketts Sicht wechseln sich ab. Besonders die gegenseitige Anziehungskraft fand ich hierbei richtig schön. Längen hatte das Buch für mich tatsächlich keine, sodass ich diese romantisch-emotionale Reise in die Antarktis auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

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