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Alesia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2025

Guinness Rekorde als Lesetraining

Guinness World Records für Erstleser - Die besten Rekorde für Erstleser
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Guinness World Records - Die besten Rekorde für Erstleser (Rekordebuch zum Lesenlernen) ist ein Sachbuch voller Rekorde zu den sechs Themen Fahrzeuge, Haustiere, Weltraum, Wilde Tiere, Sport und Dinosaurier. ...

Guinness World Records - Die besten Rekorde für Erstleser (Rekordebuch zum Lesenlernen) ist ein Sachbuch voller Rekorde zu den sechs Themen Fahrzeuge, Haustiere, Weltraum, Wilde Tiere, Sport und Dinosaurier. Ich denke, dass die meisten Kinder hier auch mindestens zwei oder drei Themen finden, die sie interessieren. Mit großer Schrift, vielen Fotos und Bilder erreicht das Buch auf jeden Fall die Zielgruppe der Grundschulkinder. Die bunt gestalteten Seiten finde ich sehr gut gelungen. Ca. drei bis vier Rekorde werden pro Doppelseite vorgestellt. Bei einigen Rekorden hätte ich mir sogar noch etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Leider finde ich auch nicht alle Rekorde gut ausgewählt.
Moukokos Rekord als jüngster Bundesligatorschütze ist soweit ich weiß nicht ganz unumstritten. Ein paar Rekorde wirken sehr theoretisch/ zahlenlastig. Natürlich sind aber auch spannende und interessante Rekorde dabei. Besonders toll ist die Mitmachseite, die am Ende jedes Themengebietes zum Rätseln und Mitraten einlädt. Der Schwierigkeitsgrad dürfte für die erste Klasse noch zu hoch sein. Gerade die Dinosaurier mit ihren griechischen und lateinischen Namen machen es den Leseanfängern nicht leicht. Für ältere Kinder ab der dritten Klasse könnte bereits das jährlich erscheinende Guinness-Buch interessanter sein. Trotzdem ein gutes Sachbuch für Kinder mit Interesse an Rekorden.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Desaströser Junggesellinnenabschied

Die Villa
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Dani, Tiff, Beth und Celine sind in Marbella um Aoifes Junggesellinnenabschied zu feiern. Ein Wochenende voller Party und Alkohol, an dessen Ende die Braut tot ist. Drei Jahre später konnte Dani mit dem ...

Dani, Tiff, Beth und Celine sind in Marbella um Aoifes Junggesellinnenabschied zu feiern. Ein Wochenende voller Party und Alkohol, an dessen Ende die Braut tot ist. Drei Jahre später konnte Dani mit dem Tod ihrer besten Freundin noch immer nicht abschließen. Auch weil der Abend von Aoifes Tod praktisch aus ihrem Gedächtnis gelöscht ist. Sie mietet die selbe Villa und bringt die anderen drei Frauen dazu, sie auf diese Reise in die Vergangenheit zu begleiten.

Die Villa von Jess Ryder ist ein Thriller, der mich mitreißen und überzeugen konnte. Bereits zu Beginn ist klar, dass Aoife tot ist. Dass es die Tat eines Einbrechers war, wie von der Polizei vermutet, ist mehr als unwahrscheinlich. Aber wer war es dann? Hat gar eine von Aoifes Freundin ein Motiv? Und wieso lief das gut geplante Partywochende so furchtbar schief? Die Geschichte spielt abwechselnd auf zwei Zeitebenen. Zum einen die Gegenwart, in der Dani versucht das tötliche Wochenende zu rekapitulieren und so die Wahrheit herauszufinden. Zum anderen das Partywochende selbst, das einen katastrophalen Verlauf nimmt. In der Vergangenheit gibt es auch kurze Einblicke aus Sicht von Tiff, Beth und Celine. Natürlich ist es das Verhältnis der Frauen zueinander, was die Geschichte ausmacht. Rivalitäten, Eifersucht, Enttäuschungen, Geheimnisse, dazu Marbellas Sonne, Party, eine traumhafte Villa im Nirgendwo und eine Menge Alkohol. Die Geschichte ist spannend und auch teilweise überraschend, daher nicht zwingend vorhersehbar. Mich hat das Buch überzeugt, daher eine Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Die Frau des Nordwinds

The North Wind – Reich aus Eis und Schatten (The Four Winds 1)
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Boreas, der Frostkönig, der Nordwind. An Namen mangelt es dem Herrscher des Totenreiches nicht. Alle paar Jahrzehnte kommt er in das Dorf Edgewood, wählt eine Frau aus und nimmt sie mit. Als seine Wahl ...

Boreas, der Frostkönig, der Nordwind. An Namen mangelt es dem Herrscher des Totenreiches nicht. Alle paar Jahrzehnte kommt er in das Dorf Edgewood, wählt eine Frau aus und nimmt sie mit. Als seine Wahl auf Wrens Schwester fällt, nimmt diese heimlich deren Platz ein und begleitet den Nordwind hinter den Schattenwall.

Enemies to Lovers, forced marriaged, one bed, die Autorin bedient auf jeden Fall einige Trops, die so oder ähnlich, bereits in anderen Romantasy Romanen zu finden sind. Auch das Persephone und Hades Motiv ist nicht neu. Beides hat mich allerdings nicht gestört. Natürlich geht es hauptsächlich um die beiden Charaktere Wren und Boreas und ihre Beziehung zueinander. Im letzten Drittel wird diese spicy. Die Geschichte wird, abgesehen vom Epilog, ausschließlich aus Wrens Perspektive erzählt. Wren ist Jägerin, taff, kümmert sich aufopferungsvoll um ihre Schwester, lässt sich wenig sagen und hat ein ziemliches Alkoholproblem. Der göttliche Boreas ist zunächst ziemlich kühl, herablassend und verschlossen. Die Entwicklung der Charaktere im Verlaufe des Buches gefällt mir ganz gut, auch wenn für mich hierbei ein paar Ungereimtheiten bleiben. Leider fand ich das Worldbilding rund um die Totenwelt und die Dunkelgänger nicht ausreichend ausgearbeitet. Hier blieben für mich auch Fragen offen. Zum Beispiel wusste die Protagonistin zu lange nicht, was sie eigentlich will. Warum sie, nachdem sie eigentlich eine Beziehung zum Frostkönig aufgebaut hat, noch darüber nachgrübbelt ihn zu töten, bleibt mir ein Rätsel! Das Ende war mir dann auch etwas zu schnell abgearbeitet. Positiv ist hervorzuheben, dass sich die Lovestory nicht erzwungen anfühlt. Das Buch ist zwar der Auftakt zu einer Serie, aber in sich abgeschlossen. Band 2 handelt vom Westwind Zephyr, der hier bereits einige seiner eher negativen Seiten gezeigt hat. Insgesamt ist The North Wind – Reich aus Eis und Schatten von Alexandria Warwick kein schlechtes Buch, aber durchaus noch ausbaufähig.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Die Suche nach dem Sonnenlicht

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
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Die Sonnengöttin und damit auch das Sonnenlicht sind seit fünfzig Jahren aus dem Königreich Asidia verschwunden. Junge Männer aus jedem Dorf werden rekrutiert um sich der Ritterschaft des ewigen Sterns ...

Die Sonnengöttin und damit auch das Sonnenlicht sind seit fünfzig Jahren aus dem Königreich Asidia verschwunden. Junge Männer aus jedem Dorf werden rekrutiert um sich der Ritterschaft des ewigen Sterns anzuschließen. Als der Tag der Bestimmung kommt, wird die im Kampf trainierte Kiara anstelle ihres Bruders ausgewählt. Nach nur sehr kurzer Eingewöhnungszeit erfolgt eine den Tod verheißende Mission in den Nebel der Asidia umgibt. Eine letzte Möglichkeit die Sonne zurückzubringen?

Ausgehend von Cover und vom Klappentext hätte To Kill A Shadow von Katherine Quinn eigentlich genau mein Buch sein müssen. Romantische Fantasy hat es mir tatsächlich angetan. Anfang und vorallem Ende des Buches haben mir auch gut gefallen. Der Mittelteil, hat sich für mich allerdings zu sehr gezogen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Kiara und von Kommandant Jude erzählt. Kiara ist taff, selbstbewusst, aufopferungsvoll und kann vorallem kämpfen. Ein paar Schwächen hätten ihr nicht geschadet, denn so hat sie kein Entwicklungspotenzial! Mir fiel es teilweise schwer sie zu mögen. Jude ist, neben seiner Stellung als Komandant, auch der Meuchelmörder des tyranischen Königs ( das düstere, aber damit unglückliche, Love-Interest mit Blut an den Händen, kommt mir fast wie ein aktueller Trend vor). Beide sind eigentlich direkt hin und weg voneinander, trotzdem nimmt der Romance-Anteil viel Platz ein. Die Hintergrundgeschichte über die Götter und das Worldbilding, haben mir gut gefallen und hätten ausführlicher dargestellt sein dürfen. Das Buch wird zudem mit dem Trope "Found Family" beworben. Kiara freundet sich auch mit ein paar Rekruten an, aber spätestens im Nebel ist es dann mit der Freundschaft nicht weit her. Überhaupt ist das Buch düsterer, und damit meine ich nicht die Abwesenheit der Sonne, als ich angenommen hatte. Giftige Spinnen, blutige Kämpfe, Tote, Wesen zwischen Zombie und Vampir, To Kill A Shadow spart auf keinen Fall an solchen ausführlich beschrieben unschönen Szenen. Das Ende ist recht offen gehalten. Ich bin mir allerdings unsicher, ob ich den zweiten Band dieser eher durchschnittlichen Romantasy-Dilogie lesen werde.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Die böse Hexe des Westens

Wicked - Die Hexen von Oz
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Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da zurzeit die Verfilmung des gleichnamigen Musicals im Kino läuft. Auch das Cover des Buchs macht Werbung damit. Beim Lesen des Buches habe ich festgestellt, ...

Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da zurzeit die Verfilmung des gleichnamigen Musicals im Kino läuft. Auch das Cover des Buchs macht Werbung damit. Beim Lesen des Buches habe ich festgestellt, dass das Musical nur sehr lose auf dem Buch basiert. Wicked - Die Hexen von Oz von Gregory Maguire ist deutlich düsterer als erwartet und nicht für jüngere Leser geeignet. Mir hat auch der eher versöhnliche Ausgang des Musicals gefehlt.

Wicked ist die Geschichte von Elphaba, Missionarstochter, Studentin in Shiz, Verfechterin für TIER-Rechte, Rebellin und letztlich böse Hexe. Eine, nicht nur aufgrund ihrer grünen Hautfarbe, außergewöhnliche junge Frau. Trotz einiger Längen konnte mich die Geschichte packen. Ein paar Stellen und Wortgefechte fand ich sehr amüsant, allerdings gab es auch Abschnitt bei denen ich ein sehr unangenehmes Gefühl beim Lesen hatte. Besonders gut hat mir die Gestaltung der Welt gefallen, wobei ich hier nicht sagen kann, welche Teile Gregory Maguire entwickelt hat und welche Anteile aus dem Zauber von Oz von L. Frank Baum entlehent sind. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Entwicklung der Charaktere. Die Studierenden Glinda, Boq und auch Fiyero bleiben nur Randfiguren, auch wenn mehrere Kapitel von ihnen handeln. Bei der etwas oberflächlichen Glinda war eine kurze positive Entwicklung zu beobachten, die allerdings nicht dauerhaft anhielt. Elphaba ist stark, zielstrebig und etwas eigenbrödlerisch. Leider wirkt sie gerade in den letzten Kapiteln etwas wirr auf mich. Gregory Maguire spart im Buch nicht mit politischen, religiösen und philosophischen Themen. Im Vordergrund steht natürlich auch die Frage über Gut und Böse, dem Wesen des Bösen und seiner Entstehung.

Fazit: Insgesamt ist das Buch nicht schlecht, konnte aber meine vielleicht etwas zu hohen Erwartungen nicht erfüllen.

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