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Alesia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2026

Paul macht was er will

Paul bekommt kein Kätzchen
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Eigentlich soll Paul heute ein Kätzchen bekommen. Doch Paul macht, was er will, und so bringt er ein ganz anderes Tier mit nach Hause. Vielleicht keine ganz so gute, aber auf jeden Fall lustige Idee.

Paul ...

Eigentlich soll Paul heute ein Kätzchen bekommen. Doch Paul macht, was er will, und so bringt er ein ganz anderes Tier mit nach Hause. Vielleicht keine ganz so gute, aber auf jeden Fall lustige Idee.

Paul bekommt kein Kätzchen von Bernhard Hoëcker, Eva von Mühlenfels und der Illustratorin Angela Glökler ist ein Bilder- und Vorlesebuch für Kinder ab ca. 4 Jahren. Ich muss zugeben, dass ich beim Lesen die Stimme von Bernhard Hoëcker, der u.a. bei "Wer weiß denn sowas?" im Fernsehen zu sehen ist, im Kopf hatte. Anders als der Erzähler will, macht Paul einfach sein Ding. Das ist amüsant und überraschend. Das Buch eignet sich sehr gut für Kinder im Kindergartenalter. Der Text lässt sich leicht und schnell lesen, sodass das Buch mit seinen 32 Seiten auch ideal für zwischendurch ist. Die Geschichte lebt einfach davon, dass Paul andere, vielleicht etwas chaotische aber liebenswürdige Ideen hat. Zwischen Paul und dem Erzähler entstehen so lustige Dialoge. Hier hat mir gefallen, dass für Paul und den Erzähler eine unterschiedliche Schriftart genutzt wurde. Die Bilder sind eher großflächig gezeichnet, passen aber sehr gut zu Pauls Handlung. Auch hier sieht man den Humor. Fazit: Ein sehr schönes Kinderbuch, das mich durch sein kreatives Konzept begeistern konnte.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Der Traum vom besseren Wohnen

Das Haus in Charlottenburg
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Die junge Schneiderin Elise lebt mit ihrer Familie in einer beengten Mietwohnung in Berlin-Wedding. Willkürliche Mieterhöhungen und plötzliche Kündigungen sind dort an der Tagesordnung. Bald verliebt sie ...

Die junge Schneiderin Elise lebt mit ihrer Familie in einer beengten Mietwohnung in Berlin-Wedding. Willkürliche Mieterhöhungen und plötzliche Kündigungen sind dort an der Tagesordnung. Bald verliebt sie sich in den Architekten Johann, der gemeinsam mit seinem Freund Louis den Bau eines genossenschaftlichen Mietshauses plant. Für diesen Traum müssen sie gegen eine mächtige Gegnerin, Baronin Leonora von Rienäcker, kämpfen, die skrupellos am Immobiliengeschäft verdient.

Wohnungsnot und die Suche nach bezahlbarem Wohnraum sind nicht nur heute ein Thema. Das Haus in Charlottenburg von Beate Sauer ist ein großartiger historischer Roman über eine junge Frau, die für sich und ihre Familie um ein besseres Leben kämpft und zugleich einen tiefen Einblick in die Gesellschaftsstrukturen und die Lebensverhältnisse der Arbeiter in Berlin um 1890 gibt. Der genossenschaftliche Wohnungsbau, den Johann plant, ist ein Lichtblick gegenüber den großen, dunklen Mietskasernen, in denen zu viele Menschen auf zu engem Raum leben und sich Krankheiten ungehindert ausbreiten. Gerade Hauptprotagonistin Elise, die sich im Verlauf des Buches immer mutiger durchsetzt und auch für andere kämpft, war sehr sympathisch. Die Liebesgeschichte, die sich zwischen ihr und Johann entwickelt, wird passend dargestellt. Daneben hat das Buch mit Baronin Leonora von Rienäcker eine ausgesprochen gewissenlose Antagonistin die weder vor Sabotage, noch vor Mord zurückschreckt. Spannung ist vor allem in der zweiten Hälfte der Geschichte vorhanden. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, sodass ich 5 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Kein Apartment in New York

Unser Haus mit Rutsche
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In "Unser Haus mit Rutsche" erzählt Safia Al Bagdadi über die Kindheit und Jugend von Layla, die mit ihrer französischen Mutter und ihrem irakischen Vater in Saarbrücken aufwächst, sich aber in keiner ...

In "Unser Haus mit Rutsche" erzählt Safia Al Bagdadi über die Kindheit und Jugend von Layla, die mit ihrer französischen Mutter und ihrem irakischen Vater in Saarbrücken aufwächst, sich aber in keiner der Kulturen wiederfindet. Laylas Mutter wirkt eher kühl und elegant. Das Verhältnis zu den wohlhabenden französischen Großeltern ist schwierig, was auch bei dem ein oder anderen Besuch im Elsass deutlich wird. Babe ist zunächst ein herzlicher Vater, mit großen beruflichen Plänen und Träumen. Statt des versprochenen Apartements in New York oder dem Haus mit Wasserrutschen am Tigris, bleibt es aber bei der Wohnung in Saarbrücken und Besuchen im Fechinger Schwimmbad. Ein besonderes Erlebnis ist die Reise der Familie zur Großmutter in den Irak. Spätestens der Ausbruch des zweiten Golfkriegs lässt sämtliche Geschäftsideen des Vaters platzen, verändert diesen und lässt eine zerbrochene Familie zurück, in der die Eltern die Kinder zu früh verlassen. Laylas Rückblick in die Kindheit und Jugend endet mit einem letzten Versöhnungsversuch der Eltern in Paris. Einem Nachmittag, an dem es fast so scheint, als könnte alles wieder gut werden. Mich hätte interessiert, was danach noch geschehen ist. So fühlt sich das Buch für mich leider nicht ganz vollständig an. Der Schreibstil des Buches ist angenehm und leicht zu lesen. Die Autorin schafft es dabei, dass die Geschichte nicht zu ernst und schwer wird. Die Ich-Perspektive aus der Laylas Geschichte erzählt wird, passt sehr gut. Ich konnte eine gute Verbindung zur Figur aufbauen. Aufgrund des Lebenslauf der Autorin gehe ich davon aus, dass hier auch eigene Kindheitserlebnisse eingebracht wurden

Fazit: Ein Buch über eine ungewöhnliche Familie, das mir gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Raum beanspruchen, sich selbst akzeptieren

Starfish
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Ellies Leben wird von ihrem Gewicht bestimmt. In der Schule wird sie deswegen gemobbt und auch in ihrer Familie nicht vollständig akzeptiert. Ihre Mutter legt ihr Diäten auf, kontrolliert jedes Essen. ...

Ellies Leben wird von ihrem Gewicht bestimmt. In der Schule wird sie deswegen gemobbt und auch in ihrer Familie nicht vollständig akzeptiert. Ihre Mutter legt ihr Diäten auf, kontrolliert jedes Essen. Selbst erfundene Dicke-Mädchen-Regeln sollen ihr Leben einfacher machen. Nur im Pool kann sie sich leicht und schwerelos fühlen, wie ein Seestern.

Starfish von Lisa Fipps ist ein Buch für mehr Selbstakzeptanz und Body-positivity. Das Buch hat kurze, aber kraftvoll, eindringliche Kapitel und ist in Versform geschrieben. Die elfjährige Ellie, die hier von ihrem Alltag erzählt, lernt im Laufe des Buches, dass sie trotz ihrer überschüssigen Kilos schön ist. Statt sich zu verstecken, nimmt sie Raum ein, findet eine neue Freundin und wehrt sich gegen ihre Mobber. Auch zu hause beginnt sie sich durchzusetzen. Vor allem ihre Mutter verhält sich toxisch. Man hat das Gefühl, dass sie Ellie nur auf ihr Gewicht reduziert. Diäten, Verbote und Strafen sollen ihre Tochter schlank und dann glücklich machen. Manches wirkt für mich leider etwas überzogen, beispielsweise die geplante Magenverkleinerung oder der gebuchte zweite Sitzplatz im Flugzeug. Ellies Geschichte hat mich berührt. Sie leidet, lernt aber zu sich selbst zu stehen. Insgesamt ein gutes Buch zu einem wichtigen Thema.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Gladiatorenkämpfe und Intrigen im vampierischen Imperium

We Who Will Die
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Um ihren jüngeren Bruder zu retten geht Arvelle einen gefährlichen Pakt ein. Sie soll den Imperator töten, einen mächtigen uralten Vampir. Um überhaupt in seine Nähe zu kommen, muss sie zunächst die Auslese ...

Um ihren jüngeren Bruder zu retten geht Arvelle einen gefährlichen Pakt ein. Sie soll den Imperator töten, einen mächtigen uralten Vampir. Um überhaupt in seine Nähe zu kommen, muss sie zunächst die Auslese bestehen. Mehrere Arenenkämpfe, in denen nur die besten Teilnehmer überleben. Bei ihrer Vorbereitung trifft sie ihre große Jugendliebe wieder, der Mann der sie ohne Begründung verlassen und ihr Herz gebrochen hat.

Das Cover passt gut und ist hochwertig verarbeitet. Man spürt praktisch den Sand, auf dem Arvelle kämpft.

We Who Will Die von Stacia Stark ist der Auftaktband der Empire of Blood Reihe. Romantasy mit Gladiatorenkämpfen, Vampiren, Magie und politischen Intrigen. Mir hat das Worldbuilding, welches an das alte Rom erinnert, sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig geschrieben, Spannung ist auf jeden Fall vorhanden. Stellenweise gibt es blutige und brutale Szenen. Tatsächlich hat mich die Geschichte direkt in ihren Bann gezogen. Ich konnte richtig mit Arvelles Bemühungen ihre Brüder zu retten, sich gefährlichen Kämpfen zu stellen und ihre Vergangenheit zu verarbeiten, mitfiebern. Sie hat Mut, muss aber mehr als einmal feststellen, dass sie durch eine Intrige getäuscht wird. Die Liebesgeschichte geht richtig Forbidden Love, steht allerdings nicht ganz im Vordergrund. Hier bin ich auf die Entwicklung in den weiteren Bänden gespannt.

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