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Veröffentlicht am 19.02.2026

Der Tod kommt nicht immer erwartet...

Die Totenklägerin
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Zum Buch: In einem kleinen Dorf in der Nähe der tschechischen Grenze stirbt eine 80-jährige Frau. Die 12-jährige Jackie, die bei ihrer Tochter Nachhilfestunden bekommt, glaubt nicht an einen natürlichen ...

Zum Buch: In einem kleinen Dorf in der Nähe der tschechischen Grenze stirbt eine 80-jährige Frau. Die 12-jährige Jackie, die bei ihrer Tochter Nachhilfestunden bekommt, glaubt nicht an einen natürlichen Tod, denn sie hat Oma Resi kurz zuvor weinen hören. Sie sucht Hilfe bei der neu zugezogenen Trauerrednerin Matilda Rizzo. Diese versucht Jackie zu helfen, hat aber mit ihrer eigenen Vergangenheit und ihrem Ruf in dem kleinen Ort zu kämpfen…

Meine Meinung: Die Totenklägerin wird als Spannungsroman beschrieben, der aber noch so viel mehr ist! Denn die Autorin findet hier einen Tiefgang in der Geschichte, die ich so nicht erwartet hätte.

Natürlich ist der Fall spannend, denn der Leser merkt schnell, dass hier irgendetwas nicht stimmig ist. Nur greifen kann man es schlecht. Sehr authentisch beschreibt die Autorin den Tod und die Auseinandersetzung der Angehörigen damit. Sie verarbeitet alte Familiengeheimnisse genauso wie Matildas Vergangenheit. Auch Jackie hat keinen leichten Stand und so hat hier jeder sein Päckchen zu tragen.

Hervorzuheben ist die Freundschaft der beiden ungleichen Frauen, die junge Jackie und die erwachsene Matilda. Denn die beiden ähneln sich in vielerlei Hinsicht. Sie sind beide klug, starrsinnig und bekleiden eine Außenseiterrolle. Wie die beiden sich freundschaftlich annähern, hat mir hier sehr gut gefallen!

Der Schreibstil liest sich flüssig und die Kapitel sind nicht zu lang. Manchmal verliert sich die Autorin in Kleinigkeiten, das liest sich dann manchmal ein wenig zäh, aber die Geschichte konnte mich trotz dieser kleinen Schwäche voll überzeugen!

Mein Fazit: Ich würde mir hier eine Fortsetzung wünschen, das Potential wäre da! Die Geschichte konnte mich fesseln und zum Nachdenken anregen, wirklich gut! Von mir gibt es hier die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Fesselnd und emotional, eine tolle Fortsetzung!

Das Camp
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Zum Buch: Die Kommissarin Frieda Stahnke hat es damals nicht geschafft, die dubiosen Machenschaften zwischen führenden Politikern, einer renommierten Anwaltskanzlei und einem libanesischen Clan aufzudecken. ...

Zum Buch: Die Kommissarin Frieda Stahnke hat es damals nicht geschafft, die dubiosen Machenschaften zwischen führenden Politikern, einer renommierten Anwaltskanzlei und einem libanesischen Clan aufzudecken. Dafür ist sie aber ins Visier eines Mörders gerückt. Als ihr schließlich mehrere Morde zur Last gelegt werden, sucht sie Deckung in Camp Donkerbloem in den belgischen Ardennen. Der Barbesitzer Wout, dem Frieda immer schon ein Dorn in seinem kleinen Imperium war, ist gar nicht begeistert, dass sie seinen Freund Tayfun da jetzt mit hineinzieht. Und die IT-Spezialistin Kathinka findet zusammen mit ihrem nerdigen Freund Hardy unglaubliche Dinge heraus. Sie müssen schnell handeln…

Meine Meinung: Sehnsüchtig habe ich die Fortsetzung von Camp Donkerbloem erwartet! Doch, Herr Geschke – was haben Sie getan?!? Ich kann es immer noch nicht fassen… Wer das Buch gelesen hat, weiß, was bzw. wen ich meine.

Aber zur Geschichte. Camp Donkerbloem hat sich unter der Leitung von Tayfun von einem bösen zu einem schönen Ort verwandelt. Tayfun blüht auf, wenn er sich um den Campingplatz und die Besucher kümmern kann! Wer hätte gedacht, dass Tayfun einmal Hanfpalmen pflanzt? Und genau diese sanfte Art hat Frieda an ihm schon immer gemocht. Darum ist es für sie klar, dass sie Schutz bei ihm sucht. Doch sie hat leider die Gefahr im Gepäck. Denn jemand weiß ganz genau, wo sie sich befindet…

Die Charaktere sind einem vom ersten Teil schon unheimlich ans Herz gewachsen. So unterschiedlich sie auch alle sind, sie haben eines gemeinsam: die Verlässlichkeit. Es ist schön, in solchen Büchern, aus denen das Böse ja heraustropft, auch von diesen Emotionen zu lesen!

Die Sprache des Autors begeistert mich immer wieder aufs Neue! Wer kann denn so schön die Vögel beschreiben: „Nur den Schwarm Vögel vielleicht, der jetzt wie hochgeworfenes Konfetti zum Himmel stieg und in der Höhe wieder zusammenfand, bevor die Tiere dann wie ein einziger Organismus davonflogen.“ Zitat S. 13. Sooo schön!

Der Spannungsbogen ist von Beginn an da, denn die Bedrohung spürt der Leser ganz genau! Das Ende hat mich emotional vielleicht ein klein wenig zerfetzt, aber das Leben ist eben kein Ponyhof und Linus Geschke hat eben einen Thriller geschrieben.

Mein Fazit: Und nun muss ich schon wieder soooo lange warten, bis endlich der dritte Teil herauskommt! Ihr müsst diese Trilogie unbedingt lesen, nach der Tannenstein-Trilogie ist das ein würdiger Nachfolger! Von mir gibt es eine absolute Empfehlung!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Bist du bereit zum Glücklichsein?

Happy Head
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Zum Buch: Happy Head – ein Camp, um Jugendliche zu glücklichen Menschen zu machen. Klingt für Sebastian richtig toll, auch wenn er anfangs Probleme hat, sich voll auf das Programm einzulassen. Das ist ...

Zum Buch: Happy Head – ein Camp, um Jugendliche zu glücklichen Menschen zu machen. Klingt für Sebastian richtig toll, auch wenn er anfangs Probleme hat, sich voll auf das Programm einzulassen. Das ist aber natürlich, denn hier im Camp ist alles anders. Da ist es auch nicht hilfreich, dass Finneas bei den Gruppenarbeiten nicht richtig kooperiert und eigentlich alles boykottiert. Sebastian ist zwiegespalten: auf der einen Seite findet er Finn total anziehend, aber andererseits ist er bemüht, zu gefallen und das geht nun einmal nur, wenn er ordentlich mitspielt. Zusammen mit Eleanor könnte er in der Rangfolge schnell aufsteigen. Doch Finn erzählt ihm sehr beunruhigende Dinge…

Meine Meinung: Wow, was für ein tolles Buch! Ich war sofort in der Geschichte drin, die Hauptcharaktere hat man schnell kennengelernt. Die ehrgeizige Eleanor, der kauzige Finn, die stille und ängstliche Ash und Seb bilden zusammen ein Team. Eleanor überzeugt Seb schnell, dass sie zusammen recht viel erreichen können und er spielt erst einmal mit. Doch woher kommen Finns Verletzungen? Und warum werden die Challenges, die die Jugendlichen absolvieren sollen, immer gefährlicher?

Der Hauptcharakter Sebastian hat mir richtig toll gefallen, er ist ein empathischer Jugendlicher, der aber ein geringes Selbstwertgefühl hat. Mit seiner Homosexualität hat er leider auch schon böse Erfahrungen gesammelt. Darum gesteht er sich seine Gefühle wahrscheinlich nicht so richtig ein und versucht zu verdrängen.

Total spannend erzählt der Autor hier die Geschichte von jungen Menschen, die einerseits gefallen wollen, ihren Platz im Leben ergattern möchten, dabei möglichst glücklich. Und andererseits die Folgen von Machtmissbrauch und Manipulation.

Das Ende hat mich erschrocken, denn die Geschichte endet mit einem fiesen Cliffhanger! Also freue ich mich schon sehr auf den zweiten Teil, der im Herbst erscheinen soll!

Mein Fazit: Das Jugendbuch konnte mich persönlich durch die tolle Story, die unterschiedlichen Protagonisten und das Setting in Schottland komplett überzeugen! Eine Vision, die beängstigend und vielleicht nicht ganz unrealistisch ist! Ich kann den zweiten Teil kaum erwarten und vergebe hier die volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Man muss das Wesen erkennen...

Das Wesen
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Zum Buch: Als der Kriminalhauptkommissar Bernd Menkhoff einen Anruf erhält, dass ein Kind entführt wird und er an der angegebenen Adresse den Psychiater Dr. Joachim Lichner antrifft, ereilt ihn fast ein ...

Zum Buch: Als der Kriminalhauptkommissar Bernd Menkhoff einen Anruf erhält, dass ein Kind entführt wird und er an der angegebenen Adresse den Psychiater Dr. Joachim Lichner antrifft, ereilt ihn fast ein Schlag. Denn Lichner wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt – und zwar für den Mord an einem kleinen Mädchen. Nun ist er wieder auf freiem Fuß. Geht das Morden weiter? Doch dieses angeblich entführte Kind gibt es nur auf dem Papier…

Meine Meinung: Ich habe mir „Das Wesen“ von Arno Strobel ganz bewusst jetzt im Februar ausgesucht, denn es nimmt wohl indirekt Bezug auf sein neuestes Buch „Ungelöst. Die erste Zeugin“. Man merkt hier schon ein wenig am Schreibstil, dass Arno Strobel sich hier schriftstellerisch weiterentwickelt hat. Was ja gut ist. Denn hier haben mich die permanenten Zeitsprünge ein wenig durcheinandergebracht. Gerade weil hier immer die gleichen Personen drin vorkommen. Und die Geschichten sich ja auch in mancherlei Hinsicht ähneln.

Das ist aber auch schon mein einziger Kritikpunkt. Denn die Geschichte nimmt von Anfang an so richtig Fahrt auf und die Spannung ist bis zuletzt gegeben, da man überhaupt nicht ahnt, wohin diese Geschichte den Leser führen wird! Ein irres Psycho-Spiel, das hier gespielt wird mit grausamen Untertönen. Das ist ja immer so, wenn Kinder involviert sind.

Da es hier nur einige wenige Charaktere gibt, bekommen diese genügend Raum. Zusammen mit seinem Kollegen Alex Seifert jagt Bernd Menkhoff Lichner hinterher, denn er hasst ihn abgrundtief. Warum? Das erschließt sich dann im Laufe des Buchs.

Mein Fazit: Eine spannende Geschichte, auch wenn ich Arnos jetzigen Schreibstil viel lieber mag! Man lernt auf jeden Fall Bernd Menkhoff besser kennen, von dem ich jetzt schon so viel gelesen habe, aber nie seine Hintergründe kannte! Von mir gibt es tolle 4 Sterne für „Das Wesen“!

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Für mich ein schwieriges Buch...

Yellowface
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Zum Buch: Die recht erfolglose Autorin June Hayward ist mit der Star-Autorin Athena Liu befreundet. Eines Abends ereilt Athena ein Unglück, sie erstickt an einem Teigklumpen und June kann ihr nicht helfen. ...

Zum Buch: Die recht erfolglose Autorin June Hayward ist mit der Star-Autorin Athena Liu befreundet. Eines Abends ereilt Athena ein Unglück, sie erstickt an einem Teigklumpen und June kann ihr nicht helfen. Als der Rettungsdienst eintrifft, ist es bereits zu spät. Im Affekt nimmt June das Roh-Manuskript von Athenas nächstem Roman mit. Sie erkennt, dass das ihre Chance ist, denn sie weiß, dass Athena niemals jemandem ihre Entwürfe zeigt…

Meine Meinung: In diesem Roman mochte ich eigentlich überhaupt keinen von den Protagonisten. Entweder sind sie Sternchen und völlig eingebildet oder sie sind linkisch und falsch. Ich lese sonst nur Thriller und dieses Buch hier könnte man wohl noch als Spannungsroman durchgehen lassen. Denn es sind ja eindeutig kriminelle Machenschaften am Werk. Dennoch fehlte es mir hier ganz eindeutig an etwas: nämlich an Spannung! Ich musste mich wirklich zwingen, weiterzulesen. Gerade die ersten 100 Seiten fand ich sehr schleppend. Es liegt wahrscheinlich daran, dass wenig wörtliche Rede im Schreibstil vorhanden ist. Für mich ist so etwas dann schwierig zu lesen. Aber das ist natürlich nur meine Meinung.

Die Geschichte ist durchaus interessant! Denn was passiert denn genau, wenn man als Autor sein Werk an fremde Menschen abgibt? Das Buch gibt faszinierende Einblicke in das Verlagswesen, das fand ich schon interessant. Was im Laufe der Geschichte auch immer interessanter wurde, war die Entwicklung von June. Von einer selbstbewussten Frau entwickelt sie sich einer ängstlichen Person, die an jeder Ecke Böses wittert. Gut, das Böse ist ja auch da, wenn auch nicht so, wie sie am Ende denkt. Denn sie steigert sich hier fast in einen Wahn hinein. Naja, und so richtig selbstbewusst war June auch nie, denn ihren Wert fand sie nur in ihren Büchern und deren Außenwirkung.

Mein Fazit: Ich kann mir vorstellen, dass viele dieses Buch feiern, doch für mich war das nicht so das richtige Buch. Mir fehlte es hier einfach an Spannung, was aber sicherlich meinem Leseverhalten geschuldet ist. Ich vergebe dennoch 3 Sterne, weil die Geschichte ja schon irgendwie interessant ist!

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