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AmalieF

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2025

Das Frostmädchen

Das Frostmädchen
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Neve flieht im Zorn aus einem Streit mit Gideon in die eisige Nacht Kanadas und verirrt sich. Dort wird sie von Lauri gerettet, einem Künstler mit stiller Wärme. Während Neve sich zu erholen versucht, ...


Neve flieht im Zorn aus einem Streit mit Gideon in die eisige Nacht Kanadas und verirrt sich. Dort wird sie von Lauri gerettet, einem Künstler mit stiller Wärme. Während Neve sich zu erholen versucht, spürt sie, dass in ihr Kräfte schlummern, eine uralte Wintermagie, die Dunkles anzieht. Neve ist verletzlich, aber mit einer verborgenen Stärke, und Lauri überzeugt durch Geduld und Fürsorge. Der Stil liest sich flüssig und zieht einen hinein in Schneestürme, Unsicherheiten und emotionale Kälte. Gelegentlich hakte es bei Erklärungen der Magie, und manche Dialoge fühlten sich zu schnell vertraut an. Dennoch hat mich das Setting, die Stimmung und die Chemie zwischen Neve und Lauri überzeugt.

Veröffentlicht am 26.09.2025

Keine Sekunde Langeweile und wunderschön

Prinzessin der Unterwelt
1


Kitty wächst in einer Gesellschaft auf, in der Macht, Herkunft und Loyalität über alles bestimmen und ihr Kampf um Selbstbestimmung hat mich sehr berührt. Die Luftstädte sind ein Konzept, wie ich es so ...


Kitty wächst in einer Gesellschaft auf, in der Macht, Herkunft und Loyalität über alles bestimmen und ihr Kampf um Selbstbestimmung hat mich sehr berührt. Die Luftstädte sind ein Konzept, wie ich es so noch nie gelesen habe: Einwunderschönes Setting. Die Idee, dass man durch das Leben in der Höhe Magie verliert ist genial.
Die politische Ebene mit Edgar, dem Orden, Midgard als ausgebeutete Ressource ... das ist ein durchdachtes Setting mit gutem Worldbuilding.
Kittys Entwicklung ist das Herz der Geschichte geprägt von ihrem Zynismus, ihrer Angst und ihrer Zweifel. Und Greyson und Roon der Love-Interst. Pepper auf der Seite, als Kittys beste Freundin finde ich mega lustig und befeuert die Story, auch ihr loses Mundwerk.
Ich habe gelacht, geschrien, geheult und Seite für Seite geliebt.
Ein unglaublich tolles Buch. Ich kann dieses Buch empfehlen. Es hat alles was es braucht inklusive Abenteuerquest.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2025

wieder ein tolles Buch

Der Geisterbaum
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Jahr für Jahr verschwinden Mädchen in dieser kleinen Stadt und jedes Mal scheint die Erinnerung daran ebenso schnell zu verblassen.

Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Besonders die wechselnden ...


Jahr für Jahr verschwinden Mädchen in dieser kleinen Stadt und jedes Mal scheint die Erinnerung daran ebenso schnell zu verblassen.

Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Besonders die wechselnden Erzählperspektiven sorgen für eine dichte, spannungsgeladene Atmosphäre, die das ganze Geschehen trägt.

Im Zentrum steht Lauren, 15 Jahre alt, mitten in der schwierigen Phase zwischen Kindsein und Erwachsenwerden. Sie ist glaubwürdig gezeichnet, samt aller Unsicherheiten und Fragen, die man in diesem Alter mit sich trägt.

Die Geschichte ist dunkel und geheimnisvoll, bleibt dabei aber durchweg fesselnd. Für mich auf jeden Fall eine lohnenswerte Lektüre.

Veröffentlicht am 26.09.2025

hat mich überrascht

Die Chroniken der Meerjungfrau - Der Fluch der Wellen
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Ich bin inzwischen vertraut mit der Reihe und wusste, dass alles passieren kann. Und trotzdem hat mich dieses Buch völlig unvorbereitet erwischt, wegen der unerwartet emotionalen Wucht. Schon auf den ...


Ich bin inzwischen vertraut mit der Reihe und wusste, dass alles passieren kann. Und trotzdem hat mich dieses Buch völlig unvorbereitet erwischt, wegen der unerwartet emotionalen Wucht. Schon auf den ersten Seiten hat mich das Schicksal so berührt, dass ich zweimal schlucken musste. Ich hatte mit Gänsehaut gerechnet, aber nicht mit Tränen.

Auch dieser Band steht, abgesehen von der „Alice“-Erzählung, wieder für sich. Neue Charaktere, ein neues Setting, und trotzdem spürt man sofort die Handschrift der Autorin: psychologisch dicht, atmosphärisch, vielschichtig.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was den Figuren Tiefe verleiht und emotionale Nähe schafft. Besonders Amelia hat mich mit ihrer stillen Trauer tief getroffen. Die Geschichte lebt weniger vom Schockeffekt als von der schleichenden Bedrohung, die sich fast unbemerkt in die Handlung schleicht. Erst ist es nur ein ungutes Gefühl, dann ein kalter Schatten. Und plötzlich ist man mittendrin.

Dieser Horror ist anders. Kein Blutbad, keine Jumpscares, sondern Verlust, Schmerz und dunkle Seiten im Menschen selbst. Das Grauen sitzt hier im Innersten.

Das Finale war intensiv, traurig, aber auch tröstlich. Ich habe das Buch mit einem vollen Herzen zugeklappt. Es hat mich bewegt, überrascht.

Veröffentlicht am 26.09.2025

Drei Frauen, ein Alptraum

Böse Mädchen sterben nicht
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Nach einer langen Phase voller Romantik und Fantasy Hörbucher hatte ich das dringende Bedürfnis nach etwas Düsterem, etwas, das mehr mit Unbehagen als mit Herzklopfen arbeitet. „Böse Mädchen sterben nicht“ ...

Nach einer langen Phase voller Romantik und Fantasy Hörbucher hatte ich das dringende Bedürfnis nach etwas Düsterem, etwas, das mehr mit Unbehagen als mit Herzklopfen arbeitet. „Böse Mädchen sterben nicht“ kam da wie gerufen.

Im Zentrum stehen drei Frauen, die in drei scheinbar unabhängige Geschichten geworfen werden. Erst wirken ihre Erlebnisse alltäglich, doch dann beginnen sich winzige Risse in ihrer Realität zu zeigen. Es dauert nicht lange, bis die Fassade bröckelt und aus Alltag ein Albtraum wird. Die Art, wie sich diese Erzählstränge nacheinander entfalten und sich dabei subtil aufeinander beziehen, hat mir wirklich gut gefallen.

Celia tastet sich durch eine zunehmend verstörende Umgebung, bei der man nie weiß, was real ist. Allie wirkt zunächst wie das klassische "Final Girl", überrascht dann aber mit kühler Logik und innerer Stärke. Und Maggie, die in einer Art tödlichem Spiel um ihr Überleben kämpft, bringt eine ganz eigene Dynamik hinein, irgendwo zwischen Kampfgeist und Kontrollverlust. Jede Figur fühlt sich eigenständig an, jede reagiert anders, jede Perspektive bringt eine neue Facette der übergeordneten Geschichte.

Obwohl die einzelnen Episoden relativ kurz sind, gelingt es der Autorin, Atmosphäre und Spannung durchgehend hochzuhalten. Gerade die kleinen Details sorgen für anhaltendes Unbehagen und viele Aha-Momente. Nur an wenigen Stellen hätte ich mir mehr Tiefe oder Hintergrund gewünscht.

Fazit: Ein gut konstruierter Psychotrip mit Gänsehautfaktor