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Anis_R_Gardner

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Veröffentlicht am 11.02.2019

Voller, spannender und sehr glaubwürdiger Lesespaß :-)

Most Wanted Bastard
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Die allein mit ihrer Schwester lebende Schmuckdesignerin Viktoria Nelson kommt durch Zufall zu einer lukrativen Stelle – im teuren New York nicht zu verachten – bei der einsamen Bernadette Locke. Als diese ...

Die allein mit ihrer Schwester lebende Schmuckdesignerin Viktoria Nelson kommt durch Zufall zu einer lukrativen Stelle – im teuren New York nicht zu verachten – bei der einsamen Bernadette Locke. Als diese verstirbt hinterlässt sie ihrem Hund Smuckers, vertreten durch Vicky, 51 Prozent eines mittlerweile zu einem Imperium herangewachsenen Familienunter-nehmens. Henry Locke, Bernadettes Sohn und der CEO der Firma, fühlt sich übergangen und macht den Erben das Leben schwer; auch indem er sie mit einer beträchtlichen Summe zum Ausstieg bewegen möchte. Zunächst versucht Viktoria gegen die Vorurteile des Vorstandes eine Erbschleicherin zu sein zu bestehen, besinnt sich dann aber auf ihre Wurzeln und zeigt Ihre taffe, zu lange unterdrückte Seite. Nach und nach kommt es im Verlauf der Story zu Situationen, in welchen die gegenseitige Anziehung von Viktoria Henry immer deutlicher wird – und es zum Unausweichlichen kommt. Doch ist Viktoria wirklich die Person, die Henry inzwischen so gut zu kennen scheint?
„Most wanted Bastard“ von Annika Martin ist das erste Buch der Most-Wanted-Reihe und ein durch und durch gelungenes Werk. Ebenfalls veröffentliche Sie schon zahlreiche Bücher unter Carolyn Crane, welche den RITA-Award gewonnen hat.

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Das Thema des Buches ist so alt, wie es Liebesgeschichten gibt - diese ist aber exzellent umgesetzt. Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen der Story, die einen noch mehr zum Weiterlesen anspornen; um zu wissen was daraufhin geschieht.
Lesen, lesen, lesen – der Schreibstil ist so locker, einfach und bildlich („…wie ein Gravitationszentrum, und zwingt jeden …) – es fällt einem nicht auf, wie die Seiten nur unter den Finger dahingleiten. Durch die vielen Vergleich („…wie eine Violinsaite.“), die Wortneukreationen („Turbo-Ausrate-Modus“) und die auch immer wieder eingefügten Verstärkungen („Was.Zum.Teufel.“) ist das Buch so lebendig, dass man sich direkt hineinversetzen kann. Lediglich zu Beginn – die ersten Kapitel - hat es etwas gedauert mich auf Grund von langen Sätzen (", Dank eines regelmäßigen Termins in einem von Kronleuchtern...") mehrere Zeilen, und der teilweise derben Sprache („…wütendes Inferno von Arschlochhaftigkeit…“), etwas einzulesen.
Bis zum Ende des Buches wird die Spannung hochgehalten, schon allein wegen der bereits erwähnten häufigen Wendungen. Durch die nach und nach einfließenden Informationen über die (Haupt-)Charaktere erkennt man erst wie vielschichtig und verwoben die einzelnen Geschichten hinter den Personen sind – was das Buch sehr authentisch macht.
Über Viktoria weiß man zu Anfang nur, dass sie mit ihrer Schwester nach New York kam und sich allein den Lebensunterhalt bestreitet. Welches Schicksal hinter ihrer so biederen Kleidung (Bleistiftrock, bis oben zugeknöpft) und dem unscheinbaren Äußeren steckt erfährt man erst im Laufe des Buches. Alles in allem kann man sich Viktoria sehr gut visuell vorstellen. Auch ihr kreatives Wesen kommt durch ihren Beruf/Hobby (Schmuckdesign), sowie ihre Fähigkeit einer grenzenlosen Fantasie (Licky-Lickardo-Geschichte) zum Ausdruck. Zudem ist sie eine taffe, selbstbewusste, junge Frau, die sich am Ende der Story nicht mehr zu verstecken braucht – zumindest nicht vor der Welt. Dem Greifen – symbolisch stehend als Herrscher zwischen zwei Welten – als ihren Beschützer, wird sie ab der ersten Erwähnung immer wieder begegnen; auch verbindet sie dadurch einiges mit Henry.
Als „Rachegott 2.0“ wird Henry eingeführt. Anfangs trifft dies komplett. Er ist unnahbar und arrogant. Doch bereits nach einigen Kapitel zeigen sich erste Zuneigungen für Viktoria, er mag wie sie in ihrem Bibliothekarinnen-Outfit aussieht. Schon sehr früh musste Henry der Mann im Haus sein, in Renaldo hat er eine Vaterersatz gefunden, welcher ihm auch immer wieder Beistand; seine Mutter hat ihn nie aufrichtig um ihn gekümmert. Daher ist es auch verständlich, dass er einige Probleme im Alltag hat. Der Ausspruch: „Manchmal tut sogar der Sonnenschein weh.“ lässt die Frage aufkommen: Hat er auch psychisch etwas von der Zurückweisung seiner Mutter abbekommen? Ebenfalls die Zielstrebigkeit und von ihm selbst geforderte Perfektion weisen darauf hin. Doch nun kommt alles anderes! Ab der Mitte des Buches denkt er in „wir“ und „unser“. Mit seinem weiteren Verhalten zeigt er, dass er Viktoria voll und ganz da ist; egal was passiert er steht zu ihr. Er wird wieder zu einem „Pokey“: erneut aus Liebe. Komplett verknallt!! Selbst als sie über einen langen Zeitraum getrennt sind, kann er sich nicht an eine andere Frau binden. Er wandelt sich meiner Meinung nach im Buch am meisten: „the most“.
Allen voran sind die Nebencharaktere von Smuckers und Bernadette am bedeutendsten.
Bernadette als die einsame, alte Dame dargestellt scheint nicht so dement zu sein wie es zu Beginn erscheint. Zwar durch ihre schwere, letztendlich tödliche Krankheit, gezeichnet schafft sie es dennoch durch ihre Hingabe zu Smuckers und ihre letzten Worte (das wird einem erst später bewusst) aufzuzeigen, dass sie im Grunde ihres Herzens eine gute Mutter sein – auch wenn sie ihren Sohn nie (vor allem die letzten Jahre) an sich/zu sich gelassen hat.
Smuckers – I smuck U. Der kleine, süße Maltesterhund ist so niedlich umrissen, dass man ihn nur ins Herz schließen muss. Mit der passenden Kleidung und dem „Fell eines Marshmallows“ passt sich Smuckers nicht nur der jeweiligen Situation an, sondern gelangt auch in die Herzen der Personen. Man hat einfach nur ein Lächeln auf den Lippen, wenn man sich einen kleinen weißen, flauschigen Hund in einer Tragetasche vorstellt, der wie der „Kapitän eines Kunstleder-Luftschiffs“ aussieht.
Noch zu erwähnen sind die weiteren Nebencharaktere:
Auf Seiten von Henry zeigen sowohl Kaleb („der Mühlstein“), Brett (…als böser Henry-Klon“), wie auch Renaldo (Ersatzvater) noch andere Facetten und Hintergrunde auf, die Henry noch glaubwürdiger erscheinen lassen und ebenfalls seine Entscheidungen aus einem anderen Blickwinkel sehen lassen. Latrisha, die gute Ratgeberin und Bastelfreundin als Rückhalt und Carly, Viktorias Teenager-schwester runden die Authentizität letztendlich noch ab.
Alles Charaktere des Buches haben einen soliden Hintergrund und sind dank der lockeren Sprache und schon genannten Eigenschaften des Schreibstils, ebenso wie durch die vielen Hintergrundinformationen (die man sich im Laufe erliest) so gut getroffen – wie aus dem wahren Leben herausgenommen.
Das Firmenlogo, dargestellt als eine Zeichnung aus zwei ineinander ragenden Kreisen und in der Mitte ein Hochhaus, zeigt die Originalität. Es werden einige Anspielungen diesbezüglich gemacht. Durch das ganze Buch hindurch sind immer wieder Szenen zu finden, bei denen man sich amüsiert ist und schmunzeln muss: ich sage nur „Hundethron“ und „Staubsaugervertreter“. Auch die Firmenfarbe ist meiner Ansicht nach sehr durchdacht. „Blau steht für Treue, das Unbewusste, für seelische Tiefe und innere Stille. Es gilt auch als Farbe für geistige Entwicklung (Henry; distanziert zu verliebt) und Spiritualität (Viktoria; Hundeflüsterin).“ Dies sind alles Aspekte, welche man im Buch findet: Henry ist sehr treu, konstant; die unbewusste Anziehung der beiden Hauptcharaktere schon zu Beginn; seelische Tiefe in beider Schicksal; Werden Henry und Viktoria am Ende ihre innere Stille finden?
Ein adrett gekleideter Mann im Anzug mit einem leichten Bartschatten ist auf dem Cover zu sehen. Das Bild ist gut gewählt, ich finde so hat man als Leser einen Freiraum sich Henry selber, mit den Hinweisen aus dem Buch, wie den blauen Augen, zu erschaffen.

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Ein wirklich fantastisches Buch: „Es übersteigt meinen Verstand, wie gut wir zusammenpassen.“ Ich kann nur raten es zu lesen. Die Story, wie die Charaktere sind super durchdacht und sehr glaubwürdig. Also ganz dem Firmenmotto nach „Do the right thing.“ – voller Lesespaß.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 30.12.2018

*Lesen, lesen, lesen - Marathonlesen*

Paper Princess
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Ein Buch aus den Händen legen, nachdem man zu lesen begonnen hat?....Hier nicht möglich

Kaum war ein Kapitel zu Ende gelesen, wollte man schon wissen wie es weiter geht. Gibt es ein Happy-End? Schafft ...

Ein Buch aus den Händen legen, nachdem man zu lesen begonnen hat?....Hier nicht möglich

Kaum war ein Kapitel zu Ende gelesen, wollte man schon wissen wie es weiter geht. Gibt es ein Happy-End? Schafft es die "Kämpferin" sich in die plötzlich neuen Begebenheiten einzufügen bzw. sich damit zurecht zu finden.

Es gibt neben den zwei Protagonisten zahlreiche weitere Figuren; schon allein wegen der Größe der Royal-Familie.Alle Charaktere sind allerdings gut ausgearbeitet und man kann sich gut in die jeweilige Person hineinversetzen - und mit ihr/ihm die unterschiedlichen Situationen miterleben.

Elegant und verspielt ist das Cover und macht so schnell auf sich aufmerksam. Ebenso gibt der Klappentext kurz den Ihhalt wieder und animiert zum Lesen.

Alles in allem freue ich mich schon die weiteren Teile der Reihe zu lesen - habe bereits mit Buch 2 der Paper-Reihe begonnen.

Buch mit Suchtfaktor!

Veröffentlicht am 04.12.2018

Ein Buch das eine Fortsetzung fordert

Die Clifton-Saga 1-3: Spiel der Zeit/Das Vermächtnis des Vaters/ - Erbe und Schicksal (3in1-Bundle)
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Einfach nur super!

Endlich mal wieder ein Buch, das man nicht aus den Händen legen möchte.

Die geradlinige Erzählweise ist meines Erachtens gut gewählt. Die Geschichte über zwei Familien unterschiedlicher ...

Einfach nur super!



Endlich mal wieder ein Buch, das man nicht aus den Händen legen möchte.

Die geradlinige Erzählweise ist meines Erachtens gut gewählt. Die Geschichte über zwei Familien unterschiedlicher Schichten wird fortlaufend und überschneident je aus der Sicht einer der vorkommenden Figuren erzählt. Somit ist die Handlung der Geschichte gut nachvollziehbar.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin...und schon ist das Buch zu Ende

Ein unterhalsamer, authentischer Smöker der seinesgleichens sucht. Einfach nur weiterempfehlbar für alle, die gerne Familien-Saga-Bücher lesen. Bei mehereren Teilen der Saga, dauert es auch etwas bis einem der Lesestoff ausgeht.

Ich freue mich jetzt schon, wie es im zweiten bzw.. in den weiteren Teile mit den Cliftons und Barringtons weitergeht.

P.S.: Dies war übrigens mein erstes Buch und bestimmt auch nicht mein Letztes von Jeffrey Archer.

Veröffentlicht am 11.04.2021

80:20 ... Was wir ändern/angehen können für ein „repowertes“ Leben

Re-Power
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Ach wie schön! Es geht weiter nach MidlifeCare; schon dieses Buch hat mir einen besseren Einblick in meinen Körper gewährt und nun wird praktisch darauf aufgebaut. Re-Power gleich Wieder-Kraft. Auffüllung ...

Ach wie schön! Es geht weiter nach MidlifeCare; schon dieses Buch hat mir einen besseren Einblick in meinen Körper gewährt und nun wird praktisch darauf aufgebaut. Re-Power gleich Wieder-Kraft. Auffüllung der Reserven bzw. Stärkung des Immunsystems, wie können wir diese Bereiche selbst beeinflussen? (80 % sind beeinflussbar, 20% genetisch bedingt.) Diesem Thema gehen die beiden Ärztinnen/Autorinnen Dr. med. Susanne Esche-Belke und Dr. med. Suzann Kirschner-Browns in ihrem neuen Werk „Re-Power“ nach.

Das Cover ist schön...liegt daran, dass ich Orange zu meinen Lieblingsfarben zähle, ...die Aufteilung, die Blatt-applikationen, sowie die Unterschiedliche Schriftart von Re- und Power ziehen den Blick aufs Cover. Plus das Sigel der beiden Damen.

Von Charakteren kann man hier nicht sprechen, die beiden Autorinnen besitzen ein gutes Fachwissen und Erfahrung, welche auch wieder durch eigene Alltagserfahrungen und -erprobungen z.B. von verschiedenen Rezepten mit in das Buch einfließen.

Das Buch ist in 4 Hauptbereiche eingeteilt:
1. Health-Care:
Wie beeinflusst der Darm unser Immunsystem? Wie kann man ihn pflegen und was sollte man lieber weglassen bzw. reduzieren?
2. Heart-Care:
Klein aber fein: die Schilddrüse. Wie viel sie ausmacht, und was die Folgen sein können, wenn sie sich hormonell nicht im Gleichgewicht befindet? Liest man hier, plus Anregungen.
3. Mind-Care:
Zuckerkonsum, Stress etc. Wie entgeht man diesen Faktoren?
4. Soul-Care:
Achtsamkeit, sich einen Rückzugsort suchen, wie findet man seinen Flow?

Im hauptsächlichen geht es darum etwas wegzulassen und dadurch dem Körper zu ermöglichen wieder zu seinem natürlichen Gleichgewicht zu kommen; sich auch mal wieder um sich selbst zu SORGEN. Ob man dies nun durch positive Affirmationen, Journaling, Sport z.B. Yoga oder durch Essen vollzieht? Hier bekommt man jede Menge Input.

Gut gefallen haben mir die Rezeptanregungen, die Tabellen und vor allem die diversen Bilder/Grafiken.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, auch wenn ich mich auf Grund der Vielzahl an Informationen teilweise overloaded gefühlt habe. Wie auch beim ersten Buch, werde ich dieses griffbereit halten, um etwaige Sachen nachzuschlagen.

Das Buch hat mir gut gefallen ich habe einige Anreize erhalten, welche mein Leben bereichern, auch finde ich es immer gut, wenn man ein entsprechendes Backgroundwissen so nett aufbereitet, serviert bekommt.

Von mir erhält das Buch 4,5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Thema
  • Umsetzung
Veröffentlicht am 29.03.2021

Sagenumwobene Zeitreise: Zurück in die Zukunft/Vergangenheit

Durch die Nacht und alle Zeiten
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Und wieder einmal hat uns Eva Völler mit in eine sagenhafte – wörtlich – Geschichte entführt.
Lori – alias Loreley - muss/ist mit ihren Eltern zu einem Rollenspiel-Festival „Preuße/General Blücher gegen ...

Und wieder einmal hat uns Eva Völler mit in eine sagenhafte – wörtlich – Geschichte entführt.
Lori – alias Loreley - muss/ist mit ihren Eltern zu einem Rollenspiel-Festival „Preuße/General Blücher gegen Frankreich“ - in der Nähe des Rheins und ist darüber nicht sehr erfreut. Um ihrer nervigen Schwester und den diversen Verpflichtungen zu entgehen beschließt sie einen Spaziergang zu machen. Wie von Ort, weit über dem Rhein, angezogen landet sie dort setzt sich auf einen Felsen mit Blick auf den Fluss. „Was hatte es letzte Nacht mit diesem komischen Traum und den blauen, brennenden Händen auf sich?“ ist sie noch in Gedanken, doch da war die Frage schon fast geklärt. Sie ist ein Medium und der Ort (in der näheren Umgebung) das Tor – hier besteht die Verbindung in die Vergangenheit (1813) /Zukunft. Nun befinden sich Thomas und vier Franzosen in der heutigen Zeit und versuchen ihre damaligen Aufträge dennoch zu beenden. Thomas der Lori als erstes begegnet scheint wie durch ein Band von Beginn an mit ihr verbunden zu sein, ohne sein Wissen. Es startet eine Jagd nach dem Gold, welches für General Blücher bestimmt ist, um die Franzosen zurückzudrängen.

Der Rhein, die Loreley-Sage, Geschichte – ist schon einmal eine gute Grundlage, um die Idee einer Zeitreisegeschichte aufzugreifen. Das Setting ist gut gewählt. Jeder kennt den Rhein und die Grundzüge der Sage. Die Geschichte lässt sich – wie immer bei Eva – sehr flüssig lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Man ist gefangen in der Geschichte! – auch wenn diese mich erst ab der Hälfte des Buches so richtig mitgenommen hat.

Thomas und Lori sind mir vom Anfang an sehr sympathisch, sie verstehen sich scheinbar blind, obwohl sie sich doch gar nicht kennen dürften.
Trotz ihrer jungen 16 Jahre ist Lori schon recht gewieft – sie ist nicht auf dem Mund gefallen - und hilft Thomas bereits nach dem kurzen Kennenlernen mit Kost und Logis. Das sie damit in eine Fehde zwischen Thomas und Montignac (Anführer der Franzosen) gerät – war ihr bis dahin nicht klar, obwohl sie scheinbar der Ursprung der Zeitreisen ist. Und ab der Hälfte des Buches kommen auch diejenigen, welche für Romantik und Liebe leben, „voll“ auf ihre Kosten. 😉
Thomas ist - ganz alte Schule – sehr pflichtbewusst und auch seinem Auftrag/Vater auch in der Zukunft treu. Ebenfalls ist die alte Schule – wie ich sie mal nennen – in seinem Verhalten gegenüber Lori und dem fast sofortig folgenden Heiratsantrag zu lesen/spüren, als ihn die Gefühle übermannt haben und es zu einem Kuss der beiden kam.

Wie sehr man seiner Familie/Gegenwart hängt wird einem erst bewusst, wenn es unfreiwillig verändert ist. War es nicht doch besser, so wie es war? Dies führt zu unterschiedlichen Emotionen
bei Lori und zeigt auf, dass man doch eigentlich dankbar für das Leben sein sollte, so wie es ist.

Oh,…das Cover! Ein Buch von Eva Völler? - Schon an der dezenten Farbe, sowie dem Schattenriss kann man erahnen, dass es dies ist. Der zentrierte Titel in kursiver, gebogener Schrift in golden eingefügt - harmonisch.

Anregend möchte ich erwähnen, dass ich mir noch eine Karte der Landschaft eventuell mit dem eingezeichneten Orten (Fels, gespaltener Baum, Versteck von Thomas) aus dem Buch gewünscht hätte. Des Weiteren fände ich einen Anhang mit Links oder einem kurzen Umriss der deutsch-französischen Rivalität (Wie es zu der Auseinandersetzung kam?) nicht schlecht.

Einige Schmunzler – wie schon in der Leseprobe geahnt – hat mir das Buch/die Geschichte wirklich entlockt. Gerne werde ich es meiner Tochter zum baldigen Lesen empfehlen.

Sterne? 4 von 5,
da mich die Geschichte erst so richtig ab der Hälfte gepackt hat und ich noch gern den ein oder anderen Hintergrund im Anhang erläutert bzw. zum Nachlesen gehabt hätte.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre