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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2020

Adressat für mich eher Ernährungsberater als Laien, die eine Anleitung für einen gesunden Gewichtsverlust suchen

How Not to Diet
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Das Buch verspricht laut Titel keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung, um sein Traumgewicht zu halten bzw. zu erreichen. Als Grundlage sollen wissenschaftliche Studien dienen.
Für mich war dieser ...

Das Buch verspricht laut Titel keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung, um sein Traumgewicht zu halten bzw. zu erreichen. Als Grundlage sollen wissenschaftliche Studien dienen.
Für mich war dieser Ansatz der ausschlaggebende Punkt, um das Buch zu lesen. Ich mag wissenschaftliche Ansätze und glaube an den Grundsatz der Ernährungsumstellung, anstelle von Diäten.
Leider bin ich nun nachdem ich das Buch gelesen habe in einem Zwiespalt. Ich habe einiges beim Lesen gelernt, allerdings hält das Buch in meinen Augen nicht das was es verspricht.
In meinen Augen ist das Buch geeignet für Menschen, die sich generell mit der Ernährung, der Wirkungsweise bestimmter Ernährungsbestandteile, wie zum Beispiel Ballaststoffe, oder auch der gesellschaftlichen Entwicklung von Ernährung auseinandersetzen möchten. Vor allem der Zusammenhang zwischen den wirtschaftlichen Interessen der Industrie und der dadurch bewusst in Kauf genommenen Schäden für die Gesundheit der Bevölkerung werden sehr verständlich und ausführlich ausgearbeitet. Da der Autor Amerikaner ist, geht es zwar vermehrt um die amerikanische Ernährung und das amerikanische Gesundheitssystem, allerdings lassen sich mittlerweile gut in einigen Teilen Parallelen zum deutschen System aufstellen.
Bei der angestrebten Ernährungsumstellung von Dr. Greger fällt auf, dass er vermehrt darauf hinweist was nicht gegessen werden soll. In Kurzform: Wenig Fleisch, wenig Salz, wenig Zucker, dafür viele Ballaststoffe, viel Obst und Gemüse und wenig industriell verarbeiteter „Mist“.
Für mich persönlich waren die Darstellungen der Studien im Gesamten recht extrem und einseitig. Obwohl am Ende eine ballaststoffreiche, vollwertige Ernährung empfohlen wird, wird nicht ganz klar wie diese tatsächlich aussehen soll. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies keine vegane Ernährung sei, allerdings scheinen in Studien die tierischen Lebensmittel immer schlechte Auswirkungen zu haben.
Außerdem werden einige Abnehm-Booster (meist Gewürze) vorgestellt, die regelmäßig zum Essen gegessen werden sollen. Diese allerdings dauerhaft in die Ernährung zu integrieren fällt schwer bzw. erscheint mir kaum möglich. Noch dazu geht diese Empfehlung in meinen Augen dann doch wieder stark in die Richtung einer Diät.

Fazit:
Für mich beinhaltet das Buch einiges Wissenswertes, allerdings ist der Adressat eher ein Ernährungsberater bzw. Ernährungswissenschaftler. Der Leser, der auf der Suche nach einer Anleitung für eine gut durchführbare Ernährungsumstellung ist, wird durch die Länge des Buches und die durchaus regelmäßigen Wiederholungen bzw. extremen Studienbezügen eher demotiviert. Die Umsetzung der Ratschläge erfordert eine extreme weitere Einarbeitung in die Ernährungsgrundlagen und durch die Abnehm-Booster geht es eher wieder Richtung Diät. Für einen Laien, selbst wenn er willig ist seine Ernährung zu ändern, ist dieses Buch keine geeignete Anleitung, um sein Ziel einfach verständlich und motiviert zu erreichen. Dafür fehlt mir persönlich eine nachvollziehbare Anleitung was für den Autor eine pflanzenbasierte, vollwertige Ernährung ausmacht. Zum Beispiel welchen Anteil die tierischen Lebensmittel ausmachen dürfen. In diesem Punkt bleibt mir der Autor einfach zu ungenau. Durch diese fehlende Anleitung und in Verbindung mit den natürlichen Boostern, die einfach zu sich genommen werden sollen, bleibt das klassische Gefühl einer Diät mit vielen Verboten und zusätzlichen Mitteln zum Abnehmen - zwar in natürlicher Form anstelle von Tabletten, allerdings auch weiterhin nicht in die Mahlzeiten integriert.

  • Cover
  • Thema
  • Informationen
Veröffentlicht am 01.03.2020

Ein gelungener Überblick für eine erfolgreiche Vorbereitung

Marathon: Das Einsteigerbuch
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Wie der Titel schon verrät, richtet sich dieses Buch an Marathon Debütanten. In meinen Augen lässt sich damit der Einstieg ins Marathon Training gut absolvieren. Der Leser bekommt einen umfassenden Überblick, ...

Wie der Titel schon verrät, richtet sich dieses Buch an Marathon Debütanten. In meinen Augen lässt sich damit der Einstieg ins Marathon Training gut absolvieren. Der Leser bekommt einen umfassenden Überblick, worauf es neben dem „kilometerfressen“ ankommt, um den ersten Marathon zu bewältigen.
Zu Beginn gibt es Ratschläge zur Auswahl der passenden Strecke, auch in Abhängigkeit von den eigenen Erwartungen und Zielen. Danach folgt ein Einblick in die notwendige Ausrüstung, bei dem auch zusätzliche nicht zwingend notwendige Möglichkeiten vorgestellt werden. Mir gefällt hier die Grundhaltung, dass nicht immer das Teure notwendig ist, sehr gut. Den Einstieg in die richtige Ernährung und den Grundbedarf eines Marathonläufers fand ich persönlich sehr interessant. Kapitel über den richtigen Laufstil, ergänzendem Krafttraining, Sicherheit und Schutz vor Verletzungen, Motivation und optimale Unterstützung durch Freunde und Familie und Verhalten vor bzw. nach dem Wettkampf runden den Gesamtüberblick ab.
Der Trainingsplan ist durch die Einteilung der Belastung an die maximale Herzfrequenz bzw. das Wettkampftempo für alle individualisierbar. Nachdem der Leser sein eigenes Marathontempo als Ziel festgelegt hat (nach kritischer Begutachtung seines aktuellen Leistungsstandes), kann er den Trainingsplan für sich individualisieren. So ist er für eine breite Leistungsklasse anwendbar.
Als Voraussetzung für den Einstieg in den Trainingsplan sieht der Autor die Fähigkeit an 40-60 Trainingskilometer in der Woche zurücklegen zu können.
Fazit: Für mich ist das Buch ein sehr interessanter Ratgeber, der aufzeigt, was es neben dem reinen Lauftraining noch zu beachten gibt. Je nachdem für welche Bereiche man sich besonders interessiert, bietet es sich an, zusätzliche Informationsquellen zu suchen. Für mich persönlich wäre dies der Bereich Ernährung. Allerdings kann man von einem Buch, das einen Gesamtüberblick geben möchte, auch nicht erwarten, dass Unterthemen, die eigene Bücher füllen, bis ins Letzte ausgearbeitet sind.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2019

Grandioser Blick hinter die Kulissen

Game of Thrones – Die Storyboards
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Dieses Buch gibt dem Leser einen grandiosen und einzigartigen Einblick in die Entstehung der Game of Thrones Serie. Als Laie ist es schwer sich vorzustellen wie eine Fernsehserie produziert wird und wie ...

Dieses Buch gibt dem Leser einen grandiosen und einzigartigen Einblick in die Entstehung der Game of Thrones Serie. Als Laie ist es schwer sich vorzustellen wie eine Fernsehserie produziert wird und wie viel Arbeit wirklich hinter einer 5 Sekunden Szene stecken kann. Durch diesen Bildband lässt sich erahnen wie viel Zeit allein die Planung der einzelnen Szenen gekostet hat.
Einen Einblick zu bekommen über die Anzahl der Skizzen die von William Simpson für eine einzelne Szene angefertigt wurden, ist faszinierend. Man kann die Detailverliebtheit direkt anhand der Storyboards verfolgen, da sie die Kameraeinstellungen, Kameraverlauf und Einstellungswechsel direkt vorgeben. Es ist fast wie das Durchgehen eines Daumenkinos oder ein fertiges Comic (nur mit meist fehlendem Dialog). Ich hätte mit dieser Detailliebe nicht gerechnet, aber so macht es umso mehr Spaß die fertigen Szenen der TV Serie mit den Storyboards zu vergleichen.
Durch verschiedene Anmerkungen erfährt man auch, dass einige Szenen in den Storyboards noch leicht anders geplant wurden und in der Serie dann doch anders umgesetzt wurden.
Für alle die GOT Fans, die an einem Blick hinter die Kulissen interessiert sind, ist dieses Buch ein absolutes Must Have. Ein perfekter Einblick in die Entstehung der Szenen auf Papier mit Kommentaren von William Simpson zum Zeichnen der einzelnen Szenen (tatsächlich wurde noch echtes Papier verwendet und nicht wie mittlerweile oft üblich auf dem Tablet gezeichnet – nur ein kleiner Hinweis am Rande).
Die Aufmachung des Buches ist extrem hochwertig, wundervolle glänzendes bedrucktes Hardcover, dickes Papier und Pappschuber.
Die Einteilung des Buches mit einer kurzen Einleitung, einseitige kurze Zusammenfassung des Staffelinhaltes mit Kommentar des Zeichners vor jedem Staffelwechsel und die Auswahl einiger passender Szenen zur Staffel ist sehr gelungen. Perfekt um die Staffeln 1-7 nochmal zu verfolgen. Das Fehlen der 8 Staffel stört mich persönlich nicht, da ich diese eh nicht für gelungen halte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2019

Hält was es verspricht

A Good Girl’s Guide to Murder
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Inhalt (Klappentext):
Eigentlich ist der Fall abgeschlossen: Vor fünf Jahren wurde die Schülerin Andie Bell von ihrem Freund Sal Singh ermordet. Die Polizei ist sich sicher, dass es so war. Die ganze Stadt ...

Inhalt (Klappentext):
Eigentlich ist der Fall abgeschlossen: Vor fünf Jahren wurde die Schülerin Andie Bell von ihrem Freund Sal Singh ermordet. Die Polizei ist sich sicher, dass es so war. Die ganze Stadt ist sich sicher. Alle - außer Pippa. Für ein Schulprojekt will sie den Fall noch einmal aufrollen. Bewaffnet mit ihrem Laptop, einer Diktiergerät-App und viel Mut beginnt Pippa, Fragen zu stellen. Doch bald merkt sie, dass nicht alle wollen, dass die dunklen Geheimnisse der Vergangenheit gelüftet werden ...

Wir sind in diesem Buch als Leser ganz nah an Pippa`s Recherchen und damit in der Entstehung Ihrer Hausarbeit. Wir lesen Ihre Protokolle zu verschiedenen Interviews, sammeln mit Ihr Zeitungsartikel, teilen Ihre Skizzen, Überlegungen und Aufzeichnungen. Damit sind wir mit Pippa immer auf dem gleichen Wissensstand und haben parallel die Möglichkeit mitzurätseln, wer verdächtig ist, wer etwas verheimlichen könnte oder können planen, wen wir noch befragen müssen. Natürlich ist es für uns wahrscheinlich, dass an Ihrer Annahme, die Polizei habe damals etwas übersehen, ein Funke Wahrheit ist. Dennoch ist die Entstehung der Geschehnisse vielschichtig und dem Buch gelingt es immer wieder den Leser auf die falsche Fährte zu locken und zu überraschen.
Für mich hat das Buch nie den Spannungsbogen komplett verloren. Ich wollte das Buch eigentlich nicht aus der Hand legen, damit hat das Buch alles erfüllt, was ich mir erhofft habe. Beim Ende und an manchen Handlungen von Pippa als Hauptprotagonisten lässt sich erkennen, dass es sich eher um einen Thriller aus der Jugendbuch-Abteilung handelt, allerdings lässt es sich auch gut von Erwachsenen lesen.

  • Spannung
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.10.2019

Kein klassisches Nachschlagewerk

Ernte mich im Winter
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Durch den Titel „Ernte mich im Winter“ ist das Ziel in meinen Augen klar. Auch im Winter soll es eine reiche Ernte geben.
Ich habe bei diesem Buch eher ein klassisches Gartenbuch mit Sachbuch Character ...

Durch den Titel „Ernte mich im Winter“ ist das Ziel in meinen Augen klar. Auch im Winter soll es eine reiche Ernte geben.
Ich habe bei diesem Buch eher ein klassisches Gartenbuch mit Sachbuch Character erwartet und war beim ersten Durchblättern überrascht von relativ viel Fließtext. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Die ersten Seiten lassen den Leser ins eigentliche Ziel abtauchen, nämlich die eigene Ernte im Winter. Danach stellt der Autor seinen Weg zur Wintergärtnerei vor und erfährt auch das er beruflich den Anbau von Wintergemüse auf dem Zinsenhof in Schönbrun erforscht. Im gesamten ist dieser Teil für mich etwas zu ausführlich und auch sich wiederholend ausgefallen. Trotzdem gibt es einige Interessante Tipps und man kann einiges lernen. Allerdings muss man aufpassen, dass man die richtigen Stellen wieder findet, da sich sonst vieles im Fließtext wieder versteckt.
Sehr gut fand ich die Hinweise zur Wintergartenplanung, in dem der Einfluss von Hecken und Mauern auf das Winterbeet geht. Zur Wirkung von Frost auf die Pflanzen, Arten der Abdeckungen im Winter, Upcycling von Materialien und dem Einfluss der Stadt auf die Pflanzen gibt es auch einige hilfreiche Tipps.
Mit den 31 Pflanzenportraits kommen wir für mich zum Hauptteil des Buches. Diese werden genau vorgestellt und können zukünftig auch im Garten des Lesers glänzen. Ich persönlich hätte mir diesen Abschnitt ausführlicher gewünscht, da mehrfach erwähnt wird, dass der Autor mit seinem Team auf dem Zinsenhof auf 77-100 Winterharte Gemüsearten gestoßen sind.
Zum Abschluss gibt es noch 6 Rezeptideen die wirklich zum nachkochen einladen.
Mein Fazit:
Als Nachschlagewerk ist das Buch für mich leider nicht ideal. Durch den langen Fließtext sucht man bestimmte Informationen sehr lange und findet nicht immer alles auf den ersten Blick wieder.
Ich persönlich hätte mir eine klassischere Nachschlagewerk-Struktur gewünscht und eine größere Anzahl an Pflanzenportraits. Dennoch konnte ich einiges lernen und den bisherigen Winterausbau ausbauen. Nur muss man bedenken, wer im Winter viel ernten möchte, der fängt besser schon im Frühling mit der Planung und Arbeit an.