Profilbild von Ann-liest

Ann-liest

Lesejury Star
offline

Ann-liest ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ann-liest über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2026

Ein Lesegenuss

Lola im Spiegel
0

Dieses Buch ist ein Kunstwerk und das nicht nur, weil die super sympathische Protagonistin ohne Namen eine große Künstlerin werden möchte und die Kunst in dem Buch insgesamt eine große Rolle spielt.

Es ...

Dieses Buch ist ein Kunstwerk und das nicht nur, weil die super sympathische Protagonistin ohne Namen eine große Künstlerin werden möchte und die Kunst in dem Buch insgesamt eine große Rolle spielt.

Es ist zum einen der wahnsinnig schöne, bildhafte und poetische Schreibstil, der einen mit auf eine tragische Reise nimmt, bei der doch immer Hoffnung und ganz viel Liebe durchscheinen. Der Autor hat sein Buch so gekonnt komponiert, dass es eine wahre Freude ist, der Geschichte zu folgen. Noch so kleine Gewohnheiten der Charaktere haben im weiteren Verlauf ihre Bedeutung und alles macht von vorne bis hinten Sinn.

Es sind aber auch die überwiegend düsteren, sehr detailreichen, metaphorisch aufgeladenen und hervorragend zur Geschichte passenden Zeichnungen von Paul Heppell.

Die Charaktere sind sehr schön und vielschichtig ausgearbeitet. Das Buch behandelt durchaus sehr ernste Themen, hat dabei aber dennoch eine erzählerische Leichtigkeit und beweist insbesondere bei der zarten Liebesgeschichte ein hohes Maß an Poesie.

Mich hat das Buch berührt, erschreckt, unterhalten, aufgerüttelt und verzaubert. Lest dieses schöne Buch!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2026

Intensiv

Gelbe Monster
0

Gelbe Monster behandelt ein, wie ich finde, sehr wichtiges und unterrepräsentiertes Thema. Es geht um Gewalt in der Beziehung mit einer weiblichen Täterin.

Meiner Meinung nach ist das Buch spannend konstruiert, ...

Gelbe Monster behandelt ein, wie ich finde, sehr wichtiges und unterrepräsentiertes Thema. Es geht um Gewalt in der Beziehung mit einer weiblichen Täterin.

Meiner Meinung nach ist das Buch spannend konstruiert, denn die erzählte Handlung entwickelt sich wie die Protagonistin weiter, die sich eher unfreiwillig in einem Anti-Aggressionstraining wiederfindet. Die Auseinandersetzung mit sich und den anderen Teilnehmerinnen, die Weigerung sich als Täterin zu sehen, die langsame Erkenntnis… das hat mir alles gut gefallen und ich kann mir gut vorstellen, dass all diese Gedanken sehr authentisch sind.

In dem Buch geht es um eine intensive, fast obsessive Liebe. Um starke Gefühle, die immer wieder in Wut und Gewalt umschlagen. Besonders interessant fand ich die Auseinandersetzung damit wo es anfängt toxisch zu werden und dass Gewalt in der Beziehung nicht immer gleich mit gebrochenen Knochen enden muss, sondern dass es schon viel früher anfängt.

Gelbe Monster thematisiert ein wichtiges Thema auf eine sehr eingängige aber auch schonungslose Weise. Meiner Meinung nach ist es durchaus einen genaueren Blick wert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2026

Birgt viel Potential

Royal Houses – Haus der Drachen
2

Dieses Buch bringt alles mit, was eine hervorragende Fantasy-Geschichte braucht: eine düstere Welt voller Gefahren, Intrigen und Ungerechtigkeiten, ein faszinierendes und mächtiges Magiesystem, starke ...

Dieses Buch bringt alles mit, was eine hervorragende Fantasy-Geschichte braucht: eine düstere Welt voller Gefahren, Intrigen und Ungerechtigkeiten, ein faszinierendes und mächtiges Magiesystem, starke Charaktere und Drachen.

So startet das Buch auch sehr düster und wir lernen Protagonistin Kerrigan kennen - eine junge, widerspenstige Frau mit einigen Geheimnissen um ihre Herkunft. Sie kämpft sich durch ihr Leben und hat doch das Herz am rechten Fleck. Auch ihr Zusammentreffen mit dem Prinz der Schatten hat mir gut gefallen - die Entwicklung ihrer Beziehung, die Vorbehalte und Gefühle empfand ich als sehr authentisch und gut dosiert.

Die Geschichte ist fesselnd geschrieben, die Charaktere überzeugen. Allerdings hatte ich basierend auf dem Klappentext etwas andere Erwartungen. Ich hätte mir einen stärkeren Fokus auf das Turnier und die Drachen gewünscht - diese sind leider fast nur zur Nebensächlichkeit geworden.

Es ist aber auch erst der Auftakt einer mehrteiligen Serie. Die ganze Welt bietet auf jeden Fall viel Potential und das Ende verspricht, dass es im zweiten Band spannend und gefährlich weitergehen wird. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 07.02.2026

Spannende Fortsetzung

The Things Gods Break – Schattenverführt
0

The Things Gods Break schließt nahtlos an den ersten Teil der Trilogie an und wirft einen als LeserIn beziehungsweise in meinem Fall als Hörerin direkt mitten ins Geschehen.

Lyra befindet sich - getrennt ...

The Things Gods Break schließt nahtlos an den ersten Teil der Trilogie an und wirft einen als LeserIn beziehungsweise in meinem Fall als Hörerin direkt mitten ins Geschehen.

Lyra befindet sich - getrennt von Hades - im Tartaros wieder und muss sich durch tödliche Prüfungen kämpfen, um die sieben Schlösser der Götter zu knacken. Die Geschichte ist wahnsinnig komplex und rasant - es gibt Prüfungen, Täuschungen und Illusionen, Zeitsprünge und zahlreiche verschiedene Götternamen, die auf einen einprasseln, so dass insgesamt schon ein sehr aufmerksames Hören notwendig ist. Gerade der Einstieg in das Buch hat mich etwas überfordert und es hat etwas gebraucht, wieder in die Handlung reinzufinden - es hat sich aber gelohnt.

Insgesamt fand ich die Wendungen und allgemeinen Entwicklungen der Handlung sehr pfiffig und überraschend.

Lyra überzeugt auch im zweiten Band als starke Protagonistin, deren Schlagfertigkeit und Emotionen von Franziska Trunte ganz hervorragend vertont wurden. Ihre Verletzlichkeit, ihre Bissigkeit, Liebe ebenso wie zahlreiche Flüche - die Sprecherin liest mit soviel Tempo, Passion und Emotion, dass man richtig mitgerissen wird. Auch den anderen Charakteren verleiht sie ganz individuelle Stimmen, welche die Götter schön zum Leben erwecken.

Hades wird sehr gefühlvoll von Tim Gössler gelesen - er ist einer meiner liebsten Sprecher und hat mir auch in der Rolle des Herrschers der Unterwelt sehr gut gefallen. Die Art und Weise, wie Hades in diesem Band eine Rolle spielt fand ich sehr spannend, auch wenn ich mir etwas mehr Einblick in sein Wüten außerhalb des Tartaros gewünscht hätte.

Für mich ein gelungener zweiter Band, der mit einem spannenden Twist eine gute Ausgangsbasis für den Abschlussband bildet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2026

Intensives Leseerlebnis

Mit beiden Händen den Himmel stützen
0

Die Lektüre dieses Buches empfand ich als wahnsinnig intensiv. Dabei war mein erster Eindruck, dass sehr nüchtern und distanziert berichtet wird. Und dennoch hat die autobiografisch inspirierte Geschichte ...

Die Lektüre dieses Buches empfand ich als wahnsinnig intensiv. Dabei war mein erster Eindruck, dass sehr nüchtern und distanziert berichtet wird. Und dennoch hat die autobiografisch inspirierte Geschichte mich gepackt, emotional angefasst, erschüttert und beschäftigt mich auch jetzt noch nachhaltig.

Vielleicht ist es die Unverfrorenheit, mit der das Leben von Lale - Tochter einer drogenabhängigen Mutter - in einer Männer-Kommune erzählt wird. Die Schutzlosigkeit des Kindes, das alles darf und keine Struktur vorgegeben bekommt, das aber auch viel ertragen muss und mit ihren Ängsten und Sorgen nicht Ernst genommen wird.

Vielleicht ist es auch die Tatsache, dass der Roman von realen Erfahrungen der Autorin beeinflusst ist ohne sich Autobiografie zu nennen. So sind die Grenzen zwischen Realität und Fiktion für den Leser nicht auszumachen - dennoch wird Lale dadurch realer und ihre Situation umso erschütternder.

Und vielleicht liegt es auch daran, dass das Buch eine ganz andere Lebensrealität zeigt, als meine eigene als Kind. Lale und ich aber zur gleichen Zeit unsere Kindheit gelebt haben und ganz viel Zeitgeist der 1980er Jahre durchscheint.

Mir hat besonders gut gefallen, wie die Autorin immer wieder in die Zukunft geblickt hat. Auf diese Weise macht sie sehr deutlich, welche Auswirkungen die Kindheitserfahrungen noch auf das Erwachsenenleben haben und welche Verhaltensmuster und Ängste das Leben der Protagonistin bestimmen werden.

Ich kann nur sagen, dass dieses Buch mich tief berührt hat. Es war eine sehr intensive Leseerfahrung, die ich gerne weiterempfehle.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere