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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2026

Wundervoll

Der andere Arthur
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Dieses Hörbuch ist etwas ganz Besonderes. Es ist ein leises Buch, dass sich ganz viel Zeit für seine Charaktere und deren Entwicklung nimmt. Arthur und Kel, die beide auf ganz unterschiedliche Art einsam ...

Dieses Hörbuch ist etwas ganz Besonderes. Es ist ein leises Buch, dass sich ganz viel Zeit für seine Charaktere und deren Entwicklung nimmt. Arthur und Kel, die beide auf ganz unterschiedliche Art einsam und verloren sind und ihren Weg finden müssen, damit umzugehen. Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und deren Leben sich doch auf eine besondere Weise berühren.

Es ist eine Geschichte voller Trauer, verpasster Chancen, Verzweiflung und Enttäuschung - aber auch wahnsinnig gefühlvoll und empathisch. Herz brechend und Hoffnung spendend - eine Geschichte, die tief bewegt und deren Wendungen immer wieder überraschen.

Uve Teschner ist schon lange einer meiner liebsten Hörbuchsprecher. Für Arthur hätte ich mir keine bessere Stimme vorstellen können. Der Sprecher liest so einfühlsam und verleiht dem alten Literaturprofessor einen ganz tollen Charakter. Aber auch Timmo Niesner - für mich eine neue Stimme - hat mir sehr gefallen. Er hat die innere Gefühlswelt von Kel super transportiert.

Ich empfehle „Der andere Arthur“ von ganzem Herzen all denjenigen, die tiefgründige Geschichten mögen und gerne ganz intensiv in das Leben der Charaktere eintauchen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Schwer zu lesen

Das Ende vom Lied
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In seinem Roman „Das Ende vom Lied“ lässt der Autor das Berlin der späten 1960er Jahre lebendig werden. Aus Sicht des 13jährigen, namenlosen Protagonisten nehmen wir als Leser teil an einem Leben, dass ...

In seinem Roman „Das Ende vom Lied“ lässt der Autor das Berlin der späten 1960er Jahre lebendig werden. Aus Sicht des 13jährigen, namenlosen Protagonisten nehmen wir als Leser teil an einem Leben, dass voller Tragik und Schrecken ist. Die Familie ist zerrüttet, die Eltern psychisch und physisch vom Krieg gezeichnet und traumatisiert. Der Junge lässt sich treiben und erlebt auf der Straße sowas wie Zusammengehörigkeit und Freud und Leid der ersten Liebe, aber auch viel rohe Gewalt.

Leider ist das Buch stilistisch teilweise eine Herausforderung und unfassbar schwer zu lesen. Insbesondere in der ersten Hälfte konnte ich inhaltlich einiges nicht erfassen, was mir erst durch meine Teilnahme an einer Leserunde bewusst wurde. Danach wurde es besser oder ich konnte mich daran gewöhnen.

Der Autor passt sich an die Personen an - so ist der Text teilweise sprunghaft, knapp und abgehackt. Teilweise rauh und obszön in der Sprache der Straße. Dann gibt es wieder Passagen, in denen lange, verschachtelte Sätze sowie anspruchsvolle, wenig bekannte Wörter/Begriffe es schwer machen zu folgen.

Darüber hinaus steckt das Buch voller Bezüge - zu Musik und Literatur aber auch zu historischen Persönlichkeiten, die zumindest mir als Kind der 1980er nicht alle geläufig sind.

So ist das Buch sicherlich sehr gut recherchiert, kreiert ein authentisches Bild der Zeit und erweckt einen intellektuellen Anspruch, erfordert aber auch einiges an Wissen, um alles durchblicken zu können.

Es ist kein Buch für Zwischendurch und erfordert viel Aufmerksamkeit. Wen das nicht schreckt oder wer Spaß an anspruchsvoller Literatur hat, wird hier eine intensive und bewegende Geschichte finden.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Originelle Idee

Villains Are Made (1). Der Fluch der Medusa
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3,5 Sterne für diese moderne, feministische Neuinterpretation der Medusa Sage. Die Grundidee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen und auch die Thematisierung der literarischen Idee in Form der Seminararbeit ...

3,5 Sterne für diese moderne, feministische Neuinterpretation der Medusa Sage. Die Grundidee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen und auch die Thematisierung der literarischen Idee in Form der Seminararbeit von Isla und Adrian finde ich sehr gewitzt. Gefühlt hat dies der Autorin ermöglicht, ihre Romanidee etwas zu erläutern.

Kennt man sich mit griechischer Mythologie bereits aus oder nutzt die Möglichkeit, um sich im Vorfeld über die Medusa Sage schlau zu machen, werden einige vielleicht als Plottwists gedachte Entwicklungen aber leider sehr vorhersehbar. Für mich hat dies das Spannungslevel leider negativ beeinflusst - auch wenn ich die Idee nach wie vor grandios finde.

Das Slow-burn Element dieser Erzählung fand ich gelungen umgesetzt, mit dem richtigen Maß an Romantasy und Spice, ohne den Handlungsstrang rund um Medusa und ihr Schicksal zu überlagern. Ich erwähne das gerne lobend, da die Übergewichtung zugunsten der Romance mich bei Romantasy oft stört.

Insgesamt habe ich das Buch als sehr achtsam, empathisch und feministisch wahrgenommen. Dies betraf auch die wachsende Beziehung zwischen Isla und Adrian und ihren Umgang miteinander - insbesondere wenn es um Consent ging. Aber auch in anderen Bereichen, wie Queerness, Freundschaft, Familie, Geschlechterrollen… ist mir das aufgefallen. Mir waren die inneren Monologe am Ende zwar das ein oder andere Mal etwas zu moralisch aufgeladen, aber das ist denke ich Geschmacksache.

Insgesamt ist „Villains are Made“ eine schön erzählte Romantasy, die wichtige Statements transportiert und von ihrer tollen Grundidee lebt, die - zumindest für mich - aber keine großen Überraschungen bereit hielt.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Authentisch und lebensnah

Zugwind
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Zugwind ist ein sehr authentisches Buch, in dem die Autorin uns einen tiefen Einblick in das Leben einer ukrainischen Familie und in die Arbeit einer ukrainischen Hausärztin in Deutschland während des ...

Zugwind ist ein sehr authentisches Buch, in dem die Autorin uns einen tiefen Einblick in das Leben einer ukrainischen Familie und in die Arbeit einer ukrainischen Hausärztin in Deutschland während des andauernden Krieges ermöglicht.

Eine „fertige Geschichte“ mit Anfang, Spannungsbogen und Ende bietet dieses Buch nicht. Es sind vielmehr Episoden und Alltagssituationen, die direkt aus dem Leben gegriffen wurden - dennoch gehalten von einem roten Faden, dem Leben der Protagonistin Mira Zehmann.

Die Schilderungen wecken Verständnis und sensibilisieren für die Lebenssituation vieler Ukrainer. Ob Kriegsgreuel und -Traumata, Schuldgefühle und Verzweiflung oder auch Hilfsbereitschaft und der feste Wille zu leben - die vielen Seite dieses furchtbaren Krieges und wie er die Menschen vor Ort sowie diese in der Ferne beeinflusst, werden hier sehr deutlich sichtbar.

Es ist ein Buch, das von Zusammenhalt und über die Liebe zur Heimat berichtet. Das aber auch zeigt, wie ein Leben in Sicherheit von Schuldgefühlen belastet wird. Der Roman hat mich berührt und nachdenklich zurückgelassen. Für mich war die Lektüre dieses Buches sehr bereichernd und ich kann es nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Magisches Pferde-Abenteuer

Avelora - Das Internat der magischen Pferde
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Mit diesem schönen Kinder-Fantasy-Abenteuer ist der Autorin ein überzeugender Reihenauftakt gelungen.

Zum Einstieg der Reihe werden die Charaktere, die magische Insel, das Internat und die magischen Pferde ...

Mit diesem schönen Kinder-Fantasy-Abenteuer ist der Autorin ein überzeugender Reihenauftakt gelungen.

Zum Einstieg der Reihe werden die Charaktere, die magische Insel, das Internat und die magischen Pferde vorgestellt. Diese und ihre besonderen Magietalente sind so vielfältig und phantasievoll, dass es einiges zu entdecken gibt - sicher auch noch in den nächsten Bänden.

Mir und meiner Tochter hätte es ein bisschen schneller voran gehen können. Bis es mal so richtig spannend wird, befinden wir uns schon im letzten Drittel. Langweilig wird es aber trotzdem nicht und alle, die sich für Pferde und das Reiten begeistern können, werden auch schon vorher auf ihre Kosten kommen.

Besonders schön sind die Illustrationen, welche Galantis und die magischen Pferde zum Leben erwecken. Insgesamt wurde das Buch sehr liebevoll und abwechslungsreich gestaltet.

Ich empfehle das Buch gerne allen Kindern, die Pferde lieben und sich gerne in phantastische Welten oder von einem eigenen Seelenpferd träumen.

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