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Annah2602

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.07.2026

Viele gute Ansätze in einer lebendigen Geschichte

Fanny. Das Mädchen, das Glück verteilt
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Auch wenn Fanny, das Mädchen, das Glück verteilt grundsätzlich als Kinderbuch ab etwa 8 Jahren gedacht ist, hatte ich beim Lesen den Eindruck, dass es für die Zielgruppe inhaltlich nicht immer gut verständlich ...

Auch wenn Fanny, das Mädchen, das Glück verteilt grundsätzlich als Kinderbuch ab etwa 8 Jahren gedacht ist, hatte ich beim Lesen den Eindruck, dass es für die Zielgruppe inhaltlich nicht immer gut verständlich und teilweise überfordernd ist.
Fanny lebt mit ihrer Familie (Mama, Papa und Oma) im ehemaligen Pförtnerhaus am Eingang der sogenannten Sonnwendkolonie. Diese wird als riesige Wohnanlage mit vielen Höfen, Durchgängen und Treppenhäusern beschrieben. Genau dieses Setting hätte eigentlich großes Potenzial, wirkt im Buch aber eher unübersichtlich als klar aufgebaut. Zwar entstehen dadurch viele Begegnungsmöglichkeiten, gleichzeitig bleibt die räumliche Struktur für junge Leserinnen und Leser vermutlich schwer greifbar. Dass sich sogar der Paketpostbote regelmäßig im Labyrinth der Anlage verirrt und Pakete teilweise über Zäune geworfen werden, unterstreicht zwar die Besonderheit des Ortes, verstärkt aber auch den chaotischen Gesamteindruck, den am Ende auch die ganze Geschichte auf mich hatte..
Die Ausgangssituation rund um das violette Paket, dessen Adressaufkleber nicht mehr eindeutig lesbar ist, dient als Anlass für Fannys Suche durch die Kolonie. Dabei lernt der Leser verschiedene Bewohner kennen und wie Fanny anfängt Freundschaften zu schließen. Eigentlich bietet dieser Handlungsstrang eine schöne Möglichkeit, Gemeinschaft und Zusammenhalt zu zeigen. Allerdings wirkt die Umsetzung häufig sprunghaft: Fanny trifft viele Figuren, doch die Übergänge zwischen den einzelnen Begegnungen und Ereignissen sind nicht immer klar nachvollziehbar, sodass die Handlung eher lose aneinandergereiht wirkt.
Auch die wichtigen Themen (Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeit und Zusammenhalt) werden zwar angesprochen, aber oft nur oberflächlich behandelt. Viele Situationen werden nicht ausreichend erklärt oder kindgerecht eingeordnet, was dazu führen kann, dass zentrale Botschaften nicht vollständig verstanden werden.
Ein weiterer Kritikpunkt ist der Verwalter der Kolonie, der eigene Interessen verfolgt und das ehemalige Postgebäude aus „Bauschutzgründen“ abreißen lassen möchte. Dieser Konflikt hätte sich gut für eine klare kindgerechte Entwicklung von Gut und Böse geeignet, bleibt jedoch ebenfalls eher angedeutet und wird nicht konsequent oder verständlich ausgearbeitet.
Positiv hervorzuheben ist dagegen die Figur Fanny selbst. Sie wird als sehr aufgeweckt, klug und gleichzeitig mitfühlend dargestellt. Auch ihr familiäres Umfeld ist interessant beschrieben: Durch Homeoffice-Arbeit der Eltern und das Studium der Oma ist das Zuhause zwar sehr chaotisch, gleichzeitig aber auch von Zusammenhalt geprägt. Die Aussage, dass es „kein Zuckerschlecken“ sei, in dieser Familie aufzuwachsen, zeigt eine gewisse Ehrlichkeit und Authentizität. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Familie in wichtigen Momenten sehr unterstützend und liebevoll miteinander umgeht.
Trotz dieser positiven Aspekte bleibt mein Gesamteindruck kritisch. Die vielen Ideen und Figuren wirken zwar kreativ, führen aber zu einer sehr sprunghaften und teilweise unübersichtlichen Erzählweise. Gerade für ein Kinderbuch fehlt mir persönlich dadurch die nötige Klarheit und Struktur, um die Inhalte wirklich zugänglich zu machen.
Insgesamt wirkt das Buch trotz seiner guten Absichten nicht optimal für die Zielgruppe geeignet, da sowohl Inhalt als auch Erzählweise zu wenig klar und kindgerecht aufbereitet sind. Deshalb vergebe ich 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Queere Slow Burn Fantasy mit Crime-Fällen

Guardian 1. Seelenwächter
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Manche Dinge auf der Welt lassen sich nicht mit Logik erklären. Zhen Hun kombiniert im Buch "Guardian 1 - Seelenwächter" übernatürliche Fälle mit einer recht komplexen Welt. Beides macht das Lesen faszinierend, ...

Manche Dinge auf der Welt lassen sich nicht mit Logik erklären. Zhen Hun kombiniert im Buch "Guardian 1 - Seelenwächter" übernatürliche Fälle mit einer recht komplexen Welt. Beides macht das Lesen faszinierend, gleichzeitig auch etwas herausfordernd. Die Handlung ist wie eine Art Puzzle zusammengesetzt, die anfangs etwas verwirrend zu sein scheint, sich aber nach und nach zusammenfügt.

Im Mittelpunkt steht Zhao Yunlan, der eine geheime Abteilung im Ministerium für öffentliche Sicherheit leitet, die sich mit übernatürlichen Fällen beschäftigt. Direkt am Anfang geht es um mysteriöse Todesfälle, die sich langsam zu etwas viel Größerem entwickeln. Bei einem der Fälle trifft er auf den mysteriösen Professor Shen Wie.

Der Schreibstil ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, da oft zwischen Perspektiven der Figuren gewechselt wird. Man muss sich auch etwas an die Begriffe aus chinesischer Mythologie und Kultur gewöhnen. ABER, wenn man einmal drin ist, liest es sich flüssig.
Insgesamt sind die Figuren wirklich eine der größten Stärken des Buches. Sie sind vielschichtig, interessant und

Wenn du Urban Fantasy verknüpft mit etwas Crime und einer emotionalen queeren Lovestory (Slow Burn) magst, dann ist die Guardian-Reihe genau das richtige für dich.
Die Story entwickelt sich eher langsam, wird aber mit der Zeit immer spannender. Gerade ab der Mitte wird es richtig fesselnd und voller Twists. Mir selbst hat das Buch sehr gut gefallen, sodass ich direkt mit Band 2 weiterlesen möchte.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Eine Dosis Liebe – ein cozy Roman fürs Herz

Eine Dosis Liebe
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"Früher habe ich alles immer nur mit mir selbst ausgemacht und meine Gefühle in den Hintergrund gedrängt." - Rowan seufzte. "Das hat mich in der Vergangenheit nicht weit gebracht. Ich versuche, aus meinen ...

"Früher habe ich alles immer nur mit mir selbst ausgemacht und meine Gefühle in den Hintergrund gedrängt." - Rowan seufzte. "Das hat mich in der Vergangenheit nicht weit gebracht. Ich versuche, aus meinen Fehlern zu lernen."


Eine Dosis Liebe von Chris Zett ist genau das richtige Buch, wenn man Lust auf eine ruhige, herzerwärmende queere Liebesgeschichte hat.

Rowan hat nach ihrer Scheidung nicht nur emotional, sondern auch finanziell einiges verloren. Sie muss ihr Haus verkaufen und zieht zurück zu ihrer Mutter, die selbst mit Schulden und schweren Schicksalsschlägen zu kämpfen hat. Für Rowan steht fest: Nie wieder will sie sich in eine Frau verlieben, die vom Leben in der Großstadt träumt.

Maia erlebt ebenfalls einen ziemlichen Tiefpunkt. Für die Liebe hat sie ihren Traumjob abgesagt, nur um dann ausgerechnet von Kolleginnen zu erfahren, dass ihr Verlobter sie betrügt. Sie packt ihre Sachen und flüchtet zu ihren Tanten in eine kleine, ruhige Stadt, wo sie erst einmal versucht wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Dort trifft sie auf Rowan. Als Rowan ein Haus erbt und mit viel Herzblut renoviert, zieht Maia dort vorübergehend mit ihrem Büro ein. Viele kleine Alltagsmomente lassen die beiden langsam näher zusammenrücken.

Die Geschichte entwickelt sich ganz entspannt und fühlt sich dabei sehr echt an. Viel Wärme, Zusammenhalt und dieses schöne Gefühl von „Ankommen“. Mir persönlich hat stellenweise ein wenig Spannung gefehlt, aber ehrlich gesagt hätte das auch gar nicht so gut zu dieser sanften Geschichte gepasst.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Spannung zwischen Frankfurt und Belgien

Der Trailer
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„Der Trailer“ von Linus Geschke packt einen schon von der ersten Seite an! Die Geschichte beginnt mit dem Verschwinden der Studentin Lisa auf einem verlassenen Campingplatz und bald merkt man, dass die ...

„Der Trailer“ von Linus Geschke packt einen schon von der ersten Seite an! Die Geschichte beginnt mit dem Verschwinden der Studentin Lisa auf einem verlassenen Campingplatz und bald merkt man, dass die scheinbare Idylle dort auch dunkle Geheimnisse birgt. Am Setting habe ich mich besonders erfreut, Frankfurt und Belgien, da ich zu beiden eine Verbindung habe. Frankfurt und Belgien geben der Geschichte eine richtig interessante Dynamik, da man ständig zwischen städtischem Trubel und ländlicher Abgeschiedenheit hin und her springt. Die suspendierte Kommissarin Frieda Stahnke bringt mit ihrem Engagement für den alten Fall ordentlich Schwung in die Geschichte. Sie gibt Interviews für einen True-Crime-Podcast. Über den True‑Crime‑Podcast wird Vergangenheit und Gegenwart geschickt miteinander verknüpft. Wem Geheimnisse und Verstrickungen, überraschende Wendungen und Handlungsorte, zusagen, sollte „Der Trailer“ unbedingt lesen oder als Hörbuch hören.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Episches Finale

Ember King
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Ember King ist für mich ein richtig starkes Finale der Trilogie. Die Spannung, die Emotionen und die dramatischen Wendungen haben mich von Anfang bis Ende richtig gepackt. Yessa ist dabei mein absoluter ...

Ember King ist für mich ein richtig starkes Finale der Trilogie. Die Spannung, die Emotionen und die dramatischen Wendungen haben mich von Anfang bis Ende richtig gepackt. Yessa ist dabei mein absoluter Lieblingscharakter. Ich liebe, wie mutig, clever und gleichzeitig so menschlich sie ist. Man kann total mit ihr mitfiebern, und überlegt mit, ob man jetzt eine Entscheidung von ihr auch so getroffen hätte, oder nicht. Cassim mag ich auch sehr, vor allem, weil man seine inneren Konflikte richtig spürt und er nicht nur der typische „starke Held“ ist. Mein Hasscharakter? Definitiv der König. Jedes Mal, wenn er auftaucht, war ich genervt.
Insgesamt hat mir Ember King unglaublich gut gefallen. Ein spannendesund emotionales Ende, das die Trilogie perfekt abschließt. Ich habe die ganze Zeit mit den Figuren mitgelitten und gehofft.

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