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Veröffentlicht am 22.09.2017

Spannende hinreißende Welt der Zauberei und Magie

Nalia, Tochter der Elemente - Der Jadedolch
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Nalia- die Tochter der Elemente. Sie ist eine Dschinn aus Ardjinna, dem Reich der Dschinn. Sie tarnt sich mit dem Gelb der Shaitan, den Dschinn, die der Luft verbunden sind, um ihre wahre Identität geheimzuhalten, ...

Nalia- die Tochter der Elemente. Sie ist eine Dschinn aus Ardjinna, dem Reich der Dschinn. Sie tarnt sich mit dem Gelb der Shaitan, den Dschinn, die der Luft verbunden sind, um ihre wahre Identität geheimzuhalten, denn sie ist eine Ghan Aisouri, die Letzte des königlichen Geschlechts. Nalia floh - wie viele andere Dschinn - aus Ardjinna als die Revolution die gesamte königliche Linie tötete. Die Ifrit, die Kaste des Feuers, hat das Massaker an einer gesamten Kaste zu verantworten. Auf ihrer Flucht fiel sie in die Hände der Dunklen Karawane, ein Sklavenhändlerring, der Dschinn an Menschen verkauft.
So wurde sie von Malek gekauft, der sie nun sein Eigen nennen kann, und die volle Macht über sie hat. Nalia ist erst frei, wenn er seinen dritten Wunsch äußert, allerdings möchte er es niemals so weit kommen lassen.

Der Inhalt ist wirklich fantastisch. Man taucht hinab in eine völlig neue Welt neben unserer Realität. Die gesamte Geschichte spielt in L.A. und man bekommt das Gefühl, dass es neben unserer Werlt vielleicht doch noch etwas mehr gibt; etwas mehr fantastisches.
Die Welt um Ardjinna, ihre Kasten, ihre Götter und ihre Geschichte werden eingehend und detailreich geschrieben und trotzdem sehr leicht zu verstehen, sodass man im Lesefluss bleibt und sich nicht verloren fühlt. Der eingängige Schreibstil unterstützt dies und macht auch Gefühle wie Ängste, Sorgen, aber auch die Liebe greifbar.
Die Geschichte nimmt ihre Wendungen, nimmt zwischendurch, urplötzlich an Fahrt auf und lässt einen an anderen Stellen mal etwas zur Ruhe kommen. Hin und wieder ist es vorhersehbar, aber das tut dem Buch keinen Abbruch.
Nun erwarte ich sehnlichst den zweiten Teil, denn es verspricht noch jede Menge Gefühlschaos.
Für alle Fantasy-Fans eine klare Empfehlung und für alle Fans der Geschichten um 1001-Nacht ein Muss!

Veröffentlicht am 16.09.2017

Fantastische Welt mit vielen tiefgründigen Gedanken

Die Stadt der verbotenen Träume
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Die Weberjungfrau hält die Fäden der Welt.
Eliana, eine Weberin im Haus der Spinnweben ist pflichtbewusst und trägt eine schwere Last mit sich - das Träumen. Der Albdrücker, ein Schattenwesen, setzt sich ...

Die Weberjungfrau hält die Fäden der Welt.
Eliana, eine Weberin im Haus der Spinnweben ist pflichtbewusst und trägt eine schwere Last mit sich - das Träumen. Der Albdrücker, ein Schattenwesen, setzt sich auf sie und will Besitz von ihr ergreifen. Doch nur sie kann ihn sehen und auf der Insel ist das Träumen ein schweres Vergehen und jeder "Traumseher" wird ins Haus der Befleckten gebracht, weil es als Krankheit gilt, welche Exzeme und Ausschläge hervorruft. Eliana sucht Tag für Tag nach solchen Hautveränderungen, findet aber nie welche.
An einem Tag wird ein Mädchen ans Ufer des Hauses gespült.
Sie trägt eine unsichtbare Tätowierung in der Handfläche, mit dem Namen "Eliana". Doch Eliana kennt das Mädchen nicht und so beginnt eine Suche nach der Wahrheit, der Vergangenheit und der Zukunft.

Das Buch ist wirklich spannend geschrieben. Es ist nicht kitschig, sondern modern. Viele aktuelle Themen finden ebenfalls ihren Platz, auch wenn mich das hin und wieder kurzzeitig irritiert hat, im Endeffekt finde ich es aber perfekt so wie es umgesetzt wurde.
Viele Passagen begeistern durch ihre Tiefgründigkeit. Die Sprache ist dabei nicht schwerfällig gehalten, jedoch musste ich einige wenige - vor allem Traumpassagen - zweimal lesen, um nicht den "Faden" zu verlieren.
Einen Abbruch tut das dem Buch allerdings nicht.
Die gesamte Handlung bildet sich nach und nach aus einzelnen Strängen zusammen, man rätselt mit und webt das Bild nach und nach zusammen, bis man ein Gesamtbild erhält, dass meiner Meinung nach aber stets für traumhafte Interpretationen offen ist.

Veröffentlicht am 15.08.2017

Spannend, Tiefgreifend und schockierend

Wolf Road - Die Angst ist immer einen Schritt voraus
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Ein Mädchen, sie wird mit 7 Jahren durch einen Sturm grausam von ihrer Nana weggerissen. Ihre Eltern versuchten ihr Glück im Norden.
Ein Mann, ein Trapper ertappt sie beim Versuch Dörrfleisch von ihm zu ...

Ein Mädchen, sie wird mit 7 Jahren durch einen Sturm grausam von ihrer Nana weggerissen. Ihre Eltern versuchten ihr Glück im Norden.
Ein Mann, ein Trapper ertappt sie beim Versuch Dörrfleisch von ihm zu stehlen sie und nimmt sie bei sich auf; er nennt sie Elka.
Viele Jahre lebt sie bei ihm, lernt das Jagen, das Fallenstellen und was man zum Überleben in der Wildnis braucht. Er ist ihr Daddy -
bis sie ein Fahndungsplakat in der Stadt von ihm sieht. Eigentlich sollte sie nur einige Besorgungen machen, doch sie findet heraus, dass ihr Trapper, ihr Daddy, ein grausamer Mörder ist und schon viele Menschen umgebracht hat. Verfolgt von Lyon, der Gesetzeshüterin und von Kreagar Hallet, ihrem geglaubten Daddy, flieht sie in den Norden, um ihre richtigen Eltern zu suchen.

Das Abenteuer ist einmalig. Man ist zu Beginn des Romans fast ausschließlich mit Elka und ihren Gedanken alleine.
Allerdings sind diese so abwechslungsreich beschrieben, dass keine Langeweile aufkommt. Durch die sich immer weiter häufenden Ereignisse zieht sich die Geschichte nicht und nimmt stetig an Spannung zu. Man taucht immer weiter in Elkas Persönlichkeit ein, sodass man behaupten kann, die Geschichte ist ein psychologisches Meisterwerk. Man leidet und liebt mit Elka, man fürchtet sich und schöpft auch hin und wieder Hoffnung.
Sprachlich ist es unglaublich abwechslungsreich. Man wird auf die ein oder andere Überraschung stoßen und kann sich die Umgebung wunderbar vorstellen.
Man könnte auch sagen, dass es teils etwas vorhersehbar ist, allerdings tut das der Spannung keinen Abbruch, sondern steigert sie nur weiter, weil man Angst vor dem hat was kommt oder eben auch unbedingt wissen möchte, ob man nun richtig lag.
Von mir eine klare Leseempfehlung besonders für Leser, die gerne abenteuerlich geprägte Bücher lesen, die eben eine Entwicklung beinhalten, sowohl vom Protagonisten als auch von der Umgebung.

Veröffentlicht am 12.08.2017

Ein kurzweiliger, interessanter Krimi

Wildeule
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Gesine Cordes. Sie ist Friedhofsgärtnerin und ist mit Leib und Seele bei ihrem Beruf. Sie führt ein Notizbuch über Giftpflanzen seit ihr kleiner Sohn gestorben ist.
Während der Beerdigung einer Madeline ...

Gesine Cordes. Sie ist Friedhofsgärtnerin und ist mit Leib und Seele bei ihrem Beruf. Sie führt ein Notizbuch über Giftpflanzen seit ihr kleiner Sohn gestorben ist.
Während der Beerdigung einer Madeline Jablin, fallen ihr einige Unstimmigkeiten auf, welche sie direkt in ein Verbrechen ziehen.
Nicht Madeline Jablin ist im Sarg, sondern ihr Bestatter Carsten Shellhorn.
Als Ex-Mordkommissarin will Gesine dem auf den Grund gehen und deckt einige heikle Verbindungen auf.

Sprachlich lässt sich das Buch sehr gut lesen. Man wird nicht aus dem Lesefluss gerissen und die eingeschobenen Seiten über die Giftpflanzen machen sich ganz nett.
Von der Umsetzung der Geschichte hatte ich allerdings mehr erwartet. Ich wusste leider schon nach den ersten Kapiteln wer der Täter ist und einige später auch weshalb, auch wenn im Verlauf der Geschehnisse einige mögliche Lösungen angeboten und dargestellt werden.
Psychologisch ergreifend und wertvoll fand ich es, im Gegensatz zum Klappentext, auch nicht.
Allerdings war es durchaus interessant zu lesen, es hat sich nicht gezogen und für zwischendurch aufjedenfall nett.

Veröffentlicht am 02.08.2017

Brutales Gedankenspiel, welches sich stark mit Sci-Fi mischt

Coevolution
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Einige einzelne Geschichten -
Bewohner der Stadt NWC, dem scheinbar einzigen sicheren Platz vor den Infizierten und ein Ort, der streng überwacht wird.
Eine Gruppe Wissenschaftler, die versuchen ein Heilmittel ...

Einige einzelne Geschichten -
Bewohner der Stadt NWC, dem scheinbar einzigen sicheren Platz vor den Infizierten und ein Ort, der streng überwacht wird.
Eine Gruppe Wissenschaftler, die versuchen ein Heilmittel gegen das Virus zu finden.
Die Stränge laufen zusammen, wenn zwei neue Infizierte in das Labor gebracht werden, in welchem die Forscherin Daria arbeitet.
Serina und Gabriel sind aber anders als die anderen Infizierten und scheinen mehr zu wissen, als die Forscherin selbst.
Das Abenteuer beginnt. Auf der Suche nach der Wahrheit.

Sprachlich ist das Buch sehr gut zu lesen; nicht zu leicht und nicht zu schwer. Der Schreibstil ist eingänglich und man gewöhnt sich schnell daran, sodass man einen flüssigen Leserhythmus entwickelt.
Die Art und Weise wie die einzelnen Geschichten aufgebaut werden, zusammenlaufen und der Geschichte dann die finale Auflösung geben, finde ich wirklich gut umgesetzt, auch wenn mir das Buch gegen Ende etwas sehr viel Fantasy und Sci-Fi ansetzt, wo ich zu Beginn fand, dass es ein wundervoll biologisches und brutales Gedankenspiel über ein Virus ist, dass uns zu Zombies macht.
Nichtsdestotrotz bin ich ein absoluter Biologie und Medizin Fan, weshalb mich die Ausführungen begeistert haben. Vieles wird sehr biologisch erklärt, weshalb man sich auch etwas konzentrieren muss, aber es ist erschreckend einleuchtend.
Für "Nicht-Biologie-Interessierte" könnte sich dies allerdings als Schwachstelle erweisen, weil man dann eventuell einigen Kapiteln gar nicht mehr folgen kann.
Später werden diese Einsichten in die Biologie dann in Einsichten in die Science-Fiction bzw. Physik abgelöst, was nicht minder interessant ist, allerdings auch zur Konzentration auffordert.
Wenn man Beides aber gut findet, ist das Buch eine absolute Empfehlung von mir,
denn die angeführten Fakten und Gedankenspiele sind wirklichg nachvollziehbar und man fängt an etwas mehr über die Frage "Was wäre wenn..?" zu fantasieren und sie auf unsere Welt zu übertragen.