Profilbild von Aramara

Aramara

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Aramara ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Aramara über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2018

Wer passt auf dich auf, wenn du träumst?

Dreamkeeper. Die Akademie der Träume
0 0

Wir alle kennen Alpträume, merkwüdige, sehr reale Träume und solche, die völlig absurd sind. Wo kommen sie her? Sind es wirklich "nur" Träume?

Allegra verlor früh ihre Eltern. Nach ihrem Tod erfuhr sie, ...

Wir alle kennen Alpträume, merkwüdige, sehr reale Träume und solche, die völlig absurd sind. Wo kommen sie her? Sind es wirklich "nur" Träume?

Allegra verlor früh ihre Eltern. Nach ihrem Tod erfuhr sie, dass ihre Eltern Traumwanderer waren. Seitdem möchte sie dies ebenfalls, sie möchte zur DI - Dream Intelligence - und die Träume der Menschen beschützen.
Doch sie wird ein Jahr zu früh an die Akademie gerufen und erfährt bald warum: Viele Seelen von Träumern und Traumagenten verschwinden. Sie kehren nicht in ihre Körper zurück, sondern sind in einer Art Koma, denn ihre Seele ist in der Traumzeit verschollen.
Sie soll die Agenten der Schule finden und gemeinsam mit der Schule den Ursprung dessen finden.
Auf ihrem Weg begegnet Allegra vielen Geheimnissen und Mysterien. Um die Traumwelt, ihre Familie, die Schule und sich selbst.
Sie lernt einen Traum einzuschätzen und seine Seelen zu beschützen. Allegra wächst an diesen Herausforderungen und wächst einem gemeinsam mit ihren engsten Schulkollegen sehr ans Herz.

Im Gesamten lässt sich sagen, dass der Schreibstil sehr angenehm ist, entsprechend seiner Zielgruppe der Jugendlichen nicht zu schwer, sondern Handlungsorientiert. Entsprechend ist die Handlung gut vorangetrieben und hält sich nicht an Phasen ohne Spannung auf, man möchte es in einem Rutsch durchlesen.
Man begegnet vielen Geheimnissen, über die man sich den Kopf zerbricht, welche für mich aber nicht zur vollsten Zufriedenheit aufgelöst wurden. Das Ende fand ich nicht spektakulär sondern eher nett, schön, solide und völlig in Ordnung. Es verspricht einen zweiten Teil, auf den ich sehr hoffe und dass er mindestens so gut ist wie der erste Teil und die Welt der Traumzeit noch weiter vertieft, um eine eigenes Universum zu schaffen, in das man abtauchen kann.

Veröffentlicht am 30.01.2018

Ein schöner Jugendroman, bei dem der Funke nicht ganz überspringt

Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente
0 0

Tess und Jonah. Sie lernen sich auf einer Party kennen und müssen wegen der Distanz ihre Beziehung über das Internet fortführen.
Sie schreiben dauernd miteinander, täglich, stündlich.
Und doch ist Tess ...

Tess und Jonah. Sie lernen sich auf einer Party kennen und müssen wegen der Distanz ihre Beziehung über das Internet fortführen.
Sie schreiben dauernd miteinander, täglich, stündlich.
Und doch ist Tess schockiert als sie von seinem Selbstmord erfährt.
Sie konnte es nicht ahnen.
Als sie selbst völlig am Boden ist, schreibt ihr Jonah, oder zumindest sein Profil. Ihre Welt steht Kopf und so beginnt ein neues Leben.

Sprachlich ist es gut geschrieben, man kann sich hineinversetzen. Tess ist unglaublich sympathisch, nicht perfekt, aber eben das macht sie zur perfekten Protagonistin. Die Geschichte ist anders als man anhand des Klappentextes erwartet, sie ist facettenreicher und abenteuerreicher. Auch Tess nimmt tolle Wendungen an, sie wächst während der Geschichte.

Allerdings muss ich auch sagen, dass der Funke bei mir nicht ganz übergesprungen ist. Woran das genau liegt, kann ich nicht sagen, vielleicht das Ende, welches mich irgendwie etwas unbefriedigt zurückgelassen hat. Das Ende wurde in der zweiten Häfte vorhersehbar, dort kamen keine großartigen Wendungen mehr hinzu, vielleicht hatte ich mir aufgrund des Klappentextes zu viele Überraschungen erhofft. Vielleicht fehlte mir auch das große Finale zum Hinfiebern. Ich finde, dass das Ende mehr so dahinsickert.
Trotz allem ein solider Jugendroman, mit einer tollen Geschichte und einer tollen Protagonistin und damit eine Empfehlung für John Green Fans und Jugend-Romance-Fans :)

Veröffentlicht am 19.01.2018

Die wahre Bedeutung der Liebe

Einmal im Jahr für immer
0 0

Amelie Red verliert zehn Jahre nach ihrer Hochzeit, den, der ihr am meisten bedeutet hat - ihren Ehemann Math. Sie verliert ihn an die Depression, an eine düstere Krankheit und plagt sich seitdem mit dem ...

Amelie Red verliert zehn Jahre nach ihrer Hochzeit, den, der ihr am meisten bedeutet hat - ihren Ehemann Math. Sie verliert ihn an die Depression, an eine düstere Krankheit und plagt sich seitdem mit dem Gedanken, ob sie es hätte verhindern können, oder warum sie es nicht getan hat. Sie versinkt Monate in ihrer Trauer, verschließt sich, verlässt ihr Haus nicht. Bis-
Ja bis ein Clown in ihr Haus tritt. Ja sie hat ihm nicht die Tür geöffnet - er hatte einen Schlüssel und wird fortan ihr Leben auf den Kopf stellen. Die Wände mit Farbe bewerfen, eine Hüpfburg im Wohnzimmer. Er treibt Amelie an ihre Grenzen und bringt ihr so das Leben wieder näher.
Allein dieser Inhalt macht das Buch schon zu einem Meisterwerk. Der Grundgedanke ist wie so oft die Trauer, das Hinwegkommen und Weiterleben, aber hier wird ein Clown mit ins Spiel gebracht und das auf eine so liebenswürdige und nervenaufreibende Art und Weise, dass man lacht und weint und innerlich kocht. Man leidet wirklich mit; Mit den Strapazen der bunten Wände und mit Amelies Trauer um Math, es ist wirklich eine Achterbahn der Gefühle an dessen Ende man merkt was Liebe wirklich bedeutet - nämlich das Loslassen. Mehr kann man dazu nicht sagen, man muss es selber lesen um es zu verstehen. Ich habe nach dem Lesen Bäche geweint, während ich neben meinem schlafenden Freund lag und gewünscht habe, dass er mich niemals einer solchen Herausforderungen stellen mag.
Es hat mich wirklich berührt. Die Autorin hat so tolle Ideen mit eingeflochten, so tolle wundervolle Gedankenanstöße so wirr und bunt und liebenswürdig. Man spürt den Geist der Autorin in diesen Zeilen, das aufgedrehte Wesen einer Blauhaarigen Frau, und gleichzeitig ihre ruhige und sanfte Weise. Das Buch ist so außergewöhnlich wie seine Autorin und für jeden eine Leseempfehlung, der kein Happy End braucht, sondern das wahre Leben, für Alle, die ein bisschen Farbe gebrauchen können.

Veröffentlicht am 08.01.2018

Ein Buch, das tiefere Sinne anspricht

Am Ende aller Stationen
0 0

Alina und Arvid. Der Zahlenfetischist und der Gefühlsmann. Der eine glaubt an das Schicksal, der andere an Zufälle. Auch wenn die Beiden zu Beginn sehr unterschiedlich wirken, sind sie sich doch sehr ähnlich.
Alina ...

Alina und Arvid. Der Zahlenfetischist und der Gefühlsmann. Der eine glaubt an das Schicksal, der andere an Zufälle. Auch wenn die Beiden zu Beginn sehr unterschiedlich wirken, sind sie sich doch sehr ähnlich.
Alina trifft Arvid am Bahnhof Regensburg. Sie sind zu entgegengesetzten Richtungen unterwegs, doch ein Sturm "Xaver" sorgt dafür, dass die Beiden in Regensburg festsitzen.
Sie gehen gemeinsam in ein Jazz-Café und kommen sich immer näher. Die Erotik zwischen den Beiden ist regelrecht spürbar, ohne dass es zum Höhepunkt kommen muss. Man fiebert richtig mit.
Mal abgesehen vom erotischen Aspekt, lässt das Buch einen auch im Glauben zurück, dass das Leben einen tieferen Sinn besitzt. Man ist irgendwie losgelöster, nicht aufgebraust, sondern völlig entspannt mit einem leichten Lächeln im Gesicht.
Also: eine klare Leseempfehlung für eigentlich Jeden, besonders für Liebhaber von Erotikromanen, von Schicksälen und Hoffnung. Für Menschen, die einen tieferen Sinn im Leben und in der Liebe sehen und sehen wollen.

Veröffentlicht am 23.12.2017

Ein tolles Buch für Fans vom kleinen Prinzen

Der Wortschatz
0 0

Eine neue Art dem Menschen zu zeigen worauf es wirklich ankommt.
Hier begegnet man einem Wort, dass seine Bedeutung verloren hat und diese nun sucht. Man begleitet es durch sein Abenteuer, erlebt viele ...

Eine neue Art dem Menschen zu zeigen worauf es wirklich ankommt.
Hier begegnet man einem Wort, dass seine Bedeutung verloren hat und diese nun sucht. Man begleitet es durch sein Abenteuer, erlebt viele Wortspiele und tolle Weisheiten.
Ich habe das gesamte Buch an einem Morgen verschlungen. Ich wollte nicht mehr aufhören, ich wollte unbedingt wissen, welches Wort ich da eigentlich begleite. Der Anfang war zunächst etwas schwierig für mich: Viele Wortspiele und Zusammenhänge fand ich recht unlogisch, aber ich habe auch schnell gemerkt, dass man das durchaus ignorieren kann, es ist einfach ein fantastisches Märchen und da muss nicht alles nachvollziehbar sein, da merkt man, dass man leider schon viel zu sehr zu den Erwachsenen Leuten gehört.
Aber genau dieser Gedanke hat mich auch vom Logischen loslösen können und ich konnte das Buch genießen.
Das Ende hat mich dann so richtig umgehauen. Es war so schön geschrieben, inhaltlich wie sprachlich.
Der Autor durchbricht die Leser-Autor-Grenze und macht das so unfassbar liebenswürdig, dass ich durchweg lächeln musste.
Eine absolute Empfehlung für Jeden: Für Groß und Klein, es ist ein zweiter Roman, der uns die Augen öffnet, ein zweiter Kleiner Prinz.