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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Ohne Ende informativ

Hochbeete für Ahnungslose
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Da ich es dieses Jahr endlich anpacken und Hochbeete bauen will, habe ich schon eine Weile nach einem Buch gesucht, das mir Noob in Sachen Garten und Hochbeet dabei unter die Arme greift. Und ich sag's ...

Da ich es dieses Jahr endlich anpacken und Hochbeete bauen will, habe ich schon eine Weile nach einem Buch gesucht, das mir Noob in Sachen Garten und Hochbeet dabei unter die Arme greift. Und ich sag's gleich: Zumindest, was das theoretische Wissen angeht, bin ich bei diesem Buch in jeder Hinsicht fündig geworden. Ich denke, es gibt nichts in Sachen Hochbeet, das die Autorin nicht weiß. Und vor allem weiß sie ihr Wissen auf locker-leichte Art weiterzugeben.

Dabei schadet es nicht, dass sie von einer talentierten Illustratorin unterstützt wird. In dem ganzen Buch wimmelt es nur so von mega süßen Zeichnungen, die das Geschriebene veranschaulichen. Richtig gut finde ich dabei, dass man sogar eine Bauanleitung zum Do it yourself eines Hochbeets an die Hand bekommt, aber auch verschiedene andere Arten von Hochbeeten erklärt werden.

Richtig wichtig finde ich die Abschnitte über die verschiedenen Gemüse- und Kräutersorten, die man anpflanzen kann. Anja Klein erzählt nicht nur, wer sich mit wem versteht, sondern auch, wann was am besten angebaut und auch geerntet werden sollte. Natürlich ist das Buch nicht zum Auswendiglernen, aber es ist ein perfektes Nachschlagewerk, in dem man immer wieder blättern und sich informieren kann. Ich kann es mittlerweile nicht mehr erwarten, dass der Schnee taut und ich mich dem Garten (und den Hochbeeten!) widmen kann!

Veröffentlicht am 21.02.2026

Lumpenfräulein

Mika Mysteries - Die Spur der Meisterdiebin
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Der harte Winter ist endlich vorbei und Mika und die anderen Kinder vom Waisenhaus haben ihn überstanden. In den Zeitungen überschlagen sich die Meldungen über die Vega, das Schiff und deren Besatzung, ...

Der harte Winter ist endlich vorbei und Mika und die anderen Kinder vom Waisenhaus haben ihn überstanden. In den Zeitungen überschlagen sich die Meldungen über die Vega, das Schiff und deren Besatzung, das die Nordostpassage als Erste erfolgreich durchquert hat. Die Besatzung der Vega wird Ende April zu einem großen königlichen Empfang erwartet. Für Mika spielt das keine große Rolle, denn sie hat andere Sorgen. Ein paar Kinder des Waisenhauses, darunter ihr Freund Rufus, sind verschwunden und sie fürchtet, dass sie sich von einer unbekannten Frau zu Diebstählen und Einbrüchen verführen lassen. Auf der Suche nach ihnen und bei ihrer erneuten Zusammenarbeit mit Valdemar Hoff gerät Mika in Lebensgefahr.

Was mir an dieser Reihe so gut gefällt, ist, dass Rundberg immer wieder die harten Lebensverhältnisse des einfachen Volkes, ganz besonders der Kinder, so bildhaft in die Geschichte einbaut und auch historischen Ereignissen wie der Nordostpassage der Vega Raum gibt. Dazu kommt, dass Mika gerade mal dreizehn ist, nichts über ihre Herkunft weiß, obwohl angedeutet wird, dass es etwas Geheimnisvolles damit auf sich hat. Viel wichtiger ist jedoch, dass sie alles tut, um die Kinder des Waisenhauses aus Schwierigkeiten rauszuhalten, selbst wenn es für sie gefährlich wird. Anfangs konnte mich das Buch nicht ganz so fesseln wie der erste Teil, aber das wurde im letzten Drittel mehr als gut gemacht. 4.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 19.02.2026

Auf ein Neues

Deadly Ever After – Blut und Schnee
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Als das Fürstentum Brechstein von den Truppen der grausamen Kaiserin Katharina überrannt wird, überlebt Tistan nur knapp. Er ist der Neffe des Fürsten Streich, und er muss zusehen, dass er seine eigene ...

Als das Fürstentum Brechstein von den Truppen der grausamen Kaiserin Katharina überrannt wird, überlebt Tistan nur knapp. Er ist der Neffe des Fürsten Streich, und er muss zusehen, dass er seine eigene Haut rettet. Dennoch brennt der Rachedurst in ihm und auf seiner Flucht scharrt er eher zufällig mehrere Gesinnungsgenossen um sich, die ... nun ja. So in etwa dieselben Ziele wie er haben. Dazu gehört unter anderem eine schlagkräftige ältere Metzgerin, ein Froschprinz, ein Hans, der mal weniger, mal mehr Glück hat und andere. Sie wollen die Kaiserin stürzen, doch die hat alle Spindeln ... Fäden in der Hand. Oder? 
Ich war tatsächlich überrascht, wie düster diese Märchenfantasy anfing - aber gleichzeitig ist sie auch spritzig und humorvoll und Dutzende Märchen werden auf originelle Weise aufgenommen, wiedererkennbar und doch eindeutig zu etwas Eigenem gezaubert. Gut und böse? Ja, schwierig. Die Geschichte wird von ihren Charakteren getragen und zwar nicht nur von dem Protagonisten, sondern auch und gerade durch einen fantastischen (im wahrsten Sinne des Wortes) Cast an Nebendarstellern, die alle so viele Eigenheiten und Hintergrund hatten, dass man sie eigentlich nicht mehr als Nebendarsteller betrachten mochte. Das Buci ist trotz der vielen Seiten extrem kurzweilig und macht einfach Spaß und immer, wenn man denkt, man wüsste, auf was es hinausläuft, wird man getäuscht. Aber das auf die bestmögliche Art und Weise. But beware: Diese Geschichte enthält höchstens homöopathisch Spuren von Liebesgedöns. 

Veröffentlicht am 13.02.2026

Weeping Willow Society

A Lesson in Murder
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Astoria Blairwood gehört zur Elite. Ihr Dad arbeitet im Ministerium, sie selbst geht auf die mega elitäre St. Moriarty, wo unter anderem Kriminologie gelehrt wird. Sie liebt es, Fälle zu lösen und ist ...

Astoria Blairwood gehört zur Elite. Ihr Dad arbeitet im Ministerium, sie selbst geht auf die mega elitäre St. Moriarty, wo unter anderem Kriminologie gelehrt wird. Sie liebt es, Fälle zu lösen und ist ein Sherlock-Holmes-Fangirl. Doch dann wird an dieser Schule ihre Ex-Freundin ermordet und sie selbst gerät unter Mordverdacht. Wenn sie nicht unschuldig im Knast landen will, muss sie diesen Fall lösen. Wie gut, dass ausgerechnet jetzt die beiden hottesten Jungs der Schule beschließen, ihr zu helfen. Doch der eine ist seltsam und der andere ihr Erzfeind und beide ihre Konkurrenten um den besten Abschluss ...

Also vorneweg: Es hat Spaß gemacht zu lesen. Astoria ist meistens ziemlich cool und sie verliert trotz der heißen Jungs nur selten den Verstand. Und auch die Jungs sind ziemlich cool. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass Astoria in den Knast gegangen wäre, irgendwo bei Null, egal ob ein mächtiger Politiker ihr droht (und warum hat er das überhaupt getan? Er verbreitete so sinnlose Schurkenvibes um der Vibes Willen). Da die Türen immer auf sein müssen, besteht keine Gefahr, dass sie die Mordanklage überhaupt am Hals hat. Auch ein bisschen spät kam die Sache mit der Entführung, das war ein bisschen aus dem Hut gezaubert. Die Lösung war auch ein bisschen arg konstruiert, aber gut. Alles in allem war es ein solides Debüt. 3.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 11.02.2026

Heimsuchung

Good Spirits
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Harriet York stammt aus einer wohlhabenden Anwaltsfamilie, zu der sie kaum noch Kontakt hat. Sie führt einen Antiquitätenladen und versucht, ein guter Mensch zu sein. Dass also ausgerechnet sie Anfang ...

Harriet York stammt aus einer wohlhabenden Anwaltsfamilie, zu der sie kaum noch Kontakt hat. Sie führt einen Antiquitätenladen und versucht, ein guter Mensch zu sein. Dass also ausgerechnet sie Anfang Dezember von dem Geist der Vergangenheit heimgesucht wird, ist ihr unverständlich. Da sie jedoch ein People Pleaser ist, möchte sie auch dem Geist, einem mürrischen Mann namens Nolan Calahan, helfen. Die beiden machen sich also mehrmals auf, ihre Vergangenheit zu erkunden. Dabei kommen sie sich näher, als man bei einem Geist und seiner Heimgesuchten erwarten sollte und plötzlich spielt die Magie von Nolan verrückt ...

Mir hat das Buch im Großen und Ganzen gut gefallen. Die beiden Protagonisten sind sehr sympathische Leute, Nolan ist eine ziemliche green flag, obwohl er aus dem 19. Jahrhundert stammt, und Harriet ist wirklich so gut wie behauptet. Daraus ergibt sich ein richtig cosy read, der manchmal so cosy wurde, dass ich beim Lesen eingeschlafen bin. Das ist nicht unbedingt schlecht, nur sollte man Bescheid wissen, dass trotz familiärer Konflikte keine wirklichen Spannungen in irgendeinem Umfeld auftauchen. Wem das taugt, der wird hier mega gut bedient. Was mich auch ein bisschen irritiert hat, war diese Verbindung, die da zwischen Harriet und Nolan geschaffen wurde; die hätte es für mich nicht gebraucht. Alles in allem: ganz nett. 3.5/5 Punkten.