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Veröffentlicht am 07.04.2021

DDR, Agenten, Politik, aber kein Thrill

Geiger
1

Agneta Broman, Ehefrau, Mutter und Oma. Sie verabschiedet gerade ihre Kinder, die zu Besuch waren, als das Telefon klingelt. „Geiger“ sagt der Anrufer. Daraufhin nimmt Agneta eine Waffe und erschießt ihren ...

Agneta Broman, Ehefrau, Mutter und Oma. Sie verabschiedet gerade ihre Kinder, die zu Besuch waren, als das Telefon klingelt. „Geiger“ sagt der Anrufer. Daraufhin nimmt Agneta eine Waffe und erschießt ihren Ehemann Stellan.
Eine Mischung aus DDR Geschichte, Agententhriller und politische Machtkämpfe.

Meine Meinung:

Ein Thriller, der mich leider gar nicht überzeugen konnte.

Nach dem Lesen des Klappentextes habe ich einen „normalen“ Thriller erwartet, der sich aber sehr schnell als etwas anderes entpuppt hat. Es geht um die Geschichte der DDR, Agenten und Politik. Da nicht jedem der Thriller mag, auch solch spezifische Themen mag, finde ich, dass ein Hinweis darauf schon sein sollte.
Nichts desto trotz habe ich mich auf die Story eingelassen, da ich die Idee sehr interessant fand.

Gustaf Skördeman hat beeindruckend gut recherchiert und es steckt sehr viel Wahrheit in seinen Zeilen. Aus Neugier habe ich selbst das ein oder andere dazu nachgelesen und bin über die Genauigkeit beeindruckt. Der Autor schreibt sehr detailgenau und wirft mit sehr vielen Infos um sich. Diese finde ich zwar interessant, aber leider fehlte es dadurch komplett an Spannung. Keine feuchten Finger, kein kribbeln, nichts. Nur immer mehr Infos.

So schleppte sich die Geschichte für mich dahin und zog sich ziemlich in die Länge. Teilweise habe ich mich gefühlt, als ob ich ein Geschichtsbuch lese, aber keinen Thriller, was sehr schade ist, denn der Schreibstil des Autors hat mir eigentlich ganz gut gefallen.

Irgendwann kam der Punkt, wo ich dachte, dass jetzt mehr Schwung in die Story kommt. Aber das war leider auch nur ein kurzer Moment.
Dazu kamen Nebenhandlungen, die meiner Meinung nach überhaupt nicht zu diesem Buch passen. Die Thrillelemente wurde so beiläufig hinzugefügt und wirkten in meinen Augen eher fehl am Platz. Wenn man den Fokus auf die Geschichte, die Politik, etc legt, braucht es meiner Meinung nach keine Prostitutionen, keinen Missbrauch.

Mein größtes Problem hatte ich mit der Protagonistin Sara. Anfangs bin ich einfach nicht mit ihr warm geworden, und später fand ich sie nur noch extrem unsympathisch und teilweise sogar unglaubwürdig. Ein absoluter Möchtegern-Gutmensch, die immer meint Recht zu haben. Alles wird kritisiert ohne andere Meinungen auch nur zuzulassen, sie ist fast schon besessen von Neid und Eifersucht, übergriffig und empahielos. Sie ist Polizistin und dazu sehr gewaltbereit. Auch wenn es die Täter nicht besser verdient haben, fand ich es absolut unpassend.
Sara denkt im Grunde nur negativ. Auch über ihren eigenen Mann und ihre Kinder. Sie scheint ihr Leben überhaupt nicht im Griff zu haben und weiß nicht, wer sie selbst eigentlich ist. Leider könnte ich noch ewig so weiter schreiben.

Hinzu kommt, dass mir einiges sehr unrealistisch vorkam, was ich trotz viel Fantasie nicht nachvollziehen konnte.
Ein Autounfall, Täter haut ganz auffällig ab und keinen stört es.
Streng geheime Informationen werden ziemlich leicht weiter gegeben.
Knallharte Menschen werden plötzlich weich.
Um nur mal ein paar Beispiele zu nennen.

Dann wartet man auf das große Finale. Ich habe gehofft, dass das noch mal ein wenig was raus reißen kann. Aber das Gegenteil war der Fall. Das Finale fand ich sehr enttäuschend. Unglaubwürdige Handlungen, nicht nachvollziehbare Handlungen der Figuren und ein Ende, was zu schnell ging.

Auch wenn ich viel zu kritisieren habe, glaube ich, dass dieses Buch für Interessierte an der DDR, dem Kalten Krieg, Geschichte und Politik „Geiger“ gut gefallen könnte.

Fazit:

„Geiger“ ist kein Buch für diejenigen, die den Thrill suchen, denn der fehlte hier an jeder Ecke. Aber spannend für diejenigen, die an gut recherchierter Geschichte interessiert sind. Ein Buch über die DDR, Agenten und Politik.
Für mich war es leider eine Enttäuschung und ich werde die nächsten Teile nicht weiter verfolgen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2021

Ein neuer Fantasy Stern

Welt der Spiegel
0

Acht Jugendliche werden durch mysteriöse Portale in eine andere Welt gerissen, in die Welt der Spiegel. Dort versucht der Schattenkönig mit seinen Kriegern die Macht an sich zu reißen. Es herrscht Krieg ...

Acht Jugendliche werden durch mysteriöse Portale in eine andere Welt gerissen, in die Welt der Spiegel. Dort versucht der Schattenkönig mit seinen Kriegern die Macht an sich zu reißen. Es herrscht Krieg und Zerstörung.
Ihr Schicksal soll es sein der Welt den Frieden zurück zu bringen. So wurde es prophezeit. Unterstützt werden die acht Reisenden von ihren Wächtern, die sie schützen.
Können acht junge Menschen eine ganze Welt retten? Können sie die Sehnsucht nach ihrem Zuhause unterdrücken? Können sie den Schattenkönig bezwingen?

Meine Meinung:

Das Cover zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Es ist schlicht und elegant gehalten. Dazu passend zum Titel und Inhalt des Buches. Sehr passend und schön gestaltet.

Zu Beginn hat mich die Idee der Geschichte ein klein wenig an „Die Chroniken von Narnia“ erinnert. Ein Portal, eine Reise in eine andere Welt, Prophezeiung,.. Dennoch ist es eine ganz andere Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat.

„Welt der Spiegel“ ist der Debüt Roman von Janina Jordan, und der ist ihr absolut gelungen. Eine sehr kreative und fantasievolle Geschichte, in die man abtauchen und genießen kann.

Es gibt wahnsinnig viel zu entdecken. Acht spannende Jugendliche, die alle sehr unterschiedlich sind. Die dazugehörigen Wächter, die ebenso völlig verschieden sind, und noch einiges mehr. Die Autorin hat es geschafft jedem einzelnen seinen eigenen Stempel aufzudrücken, was die Charaktere individuell und unterhaltsam macht.
Da es viele Figuren sind, lernt man sie „nur“ Stück für Stück kennen, aber schon jetzt hat man eine Entwicklung gesehen, was ich sehr schön finde. Die Reisenden werden von Jugendlichen zu Kriegern, zu Kämpfern und entwickeln sich immer mehr in ihrer Rolle.

Der Schreibstil von Janina Jordan ist sehr angenehm zu lesen. Flüssig und leicht fliegt man als Leser durch die Seiten. Jung und alt können diese Geschichte genießen und auf den nächsten Teil hinfiebern.

Hier und da hätte ich mir bestimme Szenen etwas ausführlicher gewünscht. Das ging mir dann etwas zu schnell. Ein bisschen mehr Dramatik hätte ich persönlich sehr passend gefunden, um dem Ganzen noch den letzten Kick zu geben. Ich hätte quasi als Leser noch etwas mehr mitleiden und mitfiebern wollen. Ein Beispiel möchte ich jetzt nicht aufführen, weil es schon zu viel verraten würde. Aber so oder so ist es Kritik auf hohem Niveau, denn für ein Debüt ist die Story einfach klasse und ich glaube, dass man Janina Jordan unbedingt im Auge behalten sollte.

Besonders angetan haben es mir die verschiedenen Wächter. Jeder einzelne von ihnen hat sich in mein Herz geschlichen. Acht verschiedene Wesen mit ihrem ganz eigenen Charme, einfach herrlich.

Fazit:

Ein gelungenes Debüt einer jungen Autorin, was mit Kreativität und Fantasie glänzt. Für mich war es ein absoluter Lesespaß und ich hätte direkt weiter lesen können. Ein Buch zum Abtauchen und genießen, Spannung, Humor und interessanten Charakteren. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf den nächsten Band zu lesen. Eine Geschichte, der man unbedingt eine Chance geben sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2021

Auf in eine Reise ins Fegefeuer

Valla - Zwischen Hölle und Fegefeuer
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Dämonin Valla ist einsam, ihre Familie ist zerrüttet und die meisten strafen sie mit Gelächter, Abneigung und Arroganz. Denn sie scheint das Image ihrer Familie zerstört zu haben. Aber war es doch eigentlich ...

Dämonin Valla ist einsam, ihre Familie ist zerrüttet und die meisten strafen sie mit Gelächter, Abneigung und Arroganz. Denn sie scheint das Image ihrer Familie zerstört zu haben. Aber war es doch eigentlich der Teufelsanwärter Elijah, der das zu verantworten hat. Die beiden können sich nicht ausstehen, doch als Vallas beste Freundin Silvania entführt wird, müssen sie ihre Abneigungen kontrollieren und sich gemeinsam auf den Weg ins Fegefeuer machen um Silvania rechtzeitig zu finden. Doch warum spuken Valla immer noch Gefühle für Elijah im Kopf herum?

Meine Meinung:

In das Cover habe ich mich direkt verguckt. Es ist mal was anderes und sticht aus der Masse heraus. Sehr schön anzuschauen.

Valla und Elijah, ein ungleiches Duo, die sich auf den Tod nicht ausstehen können. Valla ist in Elijahs Augen nur eine schäbige Dämonin, und Elijah ist für Valla der arrogante Teufelsanwärter. Wie soll das gut gehen, wenn die zwei plötzlich zusammen halten müssen? Das ist schwer und dementsprechend gibt es viele Streitigkeiten auf ihrer Reise, die ausgetragen werden. Die Dialoge sind dennoch herrlich, was meiner Meinung nach viel an Valla liegt. Vom „trotzigen – Kind –Verhalten“ bis kratzbürstiges Biest steckt alles in der jungen Dämonin.
Durch die Verachtung, die sie erfahren muss, kommt immer mehr die Kämpferin in ihr zum Vorschein. Sie will beweisen, dass sie kein Feigling ist, und dass sie viel mehr kann, als was die anderen über sie denken. Sie ist keine Versagerin, und das will sie auch sich selbst beweisen. Aber in ihr sieht es teilweise anders aus, denn sie leidet auch unter der Ausstoßung.

Elijah hingegen scheint die Ruhe in Person zu schein und lässt sich nicht aus dem Konzept bringen. Nach außen ist er cool und lässt nichts an sich heran. Doch manches kann täuschen. Bei Elijah ist vieles nicht wie es auf den ersten Blick scheint. Aber um herauszufinden, wer er wirklich ist, muss man das Buch einfach selbst lesen ;)

Ich liebe den Schreibstil von Lisa Lamp. Dieser ist frech, frisch, modern und sie nimmt kein Blatt für den Mund. Eine ehrliche Sprache ohne, dass es zu „übel“ wird. Nein, es passt einfach wunderbar zu den jungen Charakteren und der Geschichte, und lässt es authentisch rüber kommen. Eine „zahme“ Valla möchte ich mir zum Beispiel gar nicht erst vorstellen. Ihr Gezetere und ihre Kratzbürstigkeit passen perfekt zu ihr, und dementsprechend haut sie ihre Gefühle auch raus.

Die Hölle ist kein Ponyhof, das hat die Autorin auch deutlich in einigen ihrer Beschreibungen dargelegt. Stühle und Tische aus menschlichen Knochen gehören noch mit zu den harmloseren Dingen. Ihre Kreativität in der Veranschaulichung der Hölle ist genial. Auch wenn es einem fast schon Angst machen kann, was sich Lisa Lamp hat alles einfallen lassen ;) Ganz davon abgesehen, was im Fegefeuer noch alles kommt.

Die Geschichte bietet Spannung und Gefühle, Reibereien und Zärtlichkeiten, Streitereien und Liebeleien, und alles was das Romantasy Leser Herz begehrt.

Ich finde die Geschichte zeigt auch auf, dass nicht immer alles nur schwarz und weiß ist. Es gibt viel Grau dazwischen. Und das gilt auch für Dämonen und Teufelsanwärter, sie sind nicht alle gleich und man sollte sich überlegen, ob man wirklich alle über einen Kamm scheren sollte.

Fazit:

Eine toughe junge Dämonin mit Ecken und Kanten trifft auf einen selbstverliebten Teufelsanwärter. Zumindest auf den ersten Blick, doch es steckt so viel mehr dahinter. Eine spannende Story, die von zwei tollen Protagonisten erzählt wird. Eine perfekte Hassliebe, Emotionen, Spannung und schaurig schöne Kreativität ergeben ein super Gesamtbild. Ich habe die Geschichte sehr genossen und kann sie Romantasy Freunden nur ans Herz legen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2021

Diese Geschichte berührt das Herz

(K)ein Wort zu viel
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Mit 8 Jahren erlebt Ariane wie ihre Mutter ermordet wird. Die Angst schnürt ihr im wahrsten Sinne die Kehle zu, denn an dem Tag verliert sie ihre Stimme. Ariane spricht nicht mehr.
Als sie im Kinderheim ...

Mit 8 Jahren erlebt Ariane wie ihre Mutter ermordet wird. Die Angst schnürt ihr im wahrsten Sinne die Kehle zu, denn an dem Tag verliert sie ihre Stimme. Ariane spricht nicht mehr.
Als sie im Kinderheim landet, muss sie lernen selbstständig zu werden und auch bei ihrer alten Nachbarin Frau Schneider findet sie Halt. Dort braucht Ariane keine Worte, denn sie spricht durch ihre Musik am Klavier.
Ihre beste Freundin Julia oder auch Simon, der eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielt, schaffen es nicht sie zum Reden zu bringen.
Kaum denkt man, dass für Ariane dennoch alles gut wird, holt sie ihre Vergangenheit erneut ein.

Meine Meinung:

Die Geschichte von Ariane muss man einfach lesen. Dieses Buch war für mich ein absolutes Highlight und hat mich zutiefst bewegt. Es ist wahnsinnig emotional und bewegend geschrieben. Dana Luminita hat die Geschichte um Ariane, ihren Mutismus, ihre Ängste und alle Emotionen ganz wunderbar in Worte gefasst, sodass man als Leser Arianes Weg begleitet, und am liebsten ins Buch springen möchte um diesem tapferen Mädchen irgendwie zu helfen, irgendwie für sie da zu sein, auch wenn sie das nur bedingt zulassen würde. Denn Schwäche zu zeigen ist für Ariane mehr als schwer.

Beim Lesen hatte ich immer wieder feuchte Augen, weil ich so sehr mit Ariane mitgefühlt habe. Es ging mir sehr nahe was sie alles erlebt hat und wie sie kämpft um ihr Leben leben zu können, wie sie gegen ihre inneren Dämonen kämpft und teilweise selbst gegen ihre Gefühle.

Dana Luminita hat einen wunderschönen Schreibstil. Sie schafft es die Gefühle sehr schön auf den Leser zu projizieren. Man hat das Gefühl Ariane immer besser kennen zu lernen, sowie auch die Menschen, die ihr nahe stehen. Ein Gesamtpaket and vielen Gefühlen und Emotionen.

Die Autorin beschreibt in ihrer Geschichte Arianes Leben von Kindheitstagen bis sie zu einer erwachsenen Frau wird. Man lernt ihre komplette Geschichte mit allen Höhen und Tiefen kennen. Einerseits ist Ariane so zerbrechlich und zart, aber sie ist genauso eine starke Kämpferin. Mich hat sie sehr beeindruckt. Manchmal braucht sie den nötigen Anstoß von ihren Lieblingsmenschen, und sie beißt sich durch. Und vor allem ihre Leidenschaft zur Musik hilft ihr. Denn wenn alles andere um sie zu dunkel wird, erhellt das Spielen am Klavier ihr Gemüt. Die Musik gibt ihr wieder Kraft und Lebensmut. Durch ihr Spiel drückt Ariane ihre Gefühle aus.

In (K)ein Wort zu viel spielt auch Freundschaft eine wichtige Rolle. Ariane und Julia lernen sich im Kinderheim kennen und werden zu besten Freundinnen und sind unzertrennlich. Egal welche Hindernisse auch kommen, die zwei halten zusammen. Auch Julia hat es nicht leicht und es gibt kaum jemanden, der in ihre Gefühlswelt blicken darf. Ein ungleiches Duo, das sich perfekt ergänzt und gemeinsam eine wunderschöne Freundschaft bildet.

Fazit:

(K)ein Wort zu viel von Dana Luminita ist eine berührende Geschichte über Ariane, die jahrelang kein Wort spricht. Das Buch ist mir von Anfang bis Ende unter die Haut gegangen. Ein absolutes Lesehighlight für mich und ich kann nur jedem empfehlen diese wunderschöne Geschichte zu lesen, denn es lohnt sich wirklich und ihr werdet es ganz sicher nicht bereuen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2021

Licht gegen Dunkelheit

First Sin
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Band 2 der Schutzengel Dilogie. Solltet ihr den ersten Teil nicht kennen, WARNE ich hier vor einer SPOILERGEFAHR.

Nachdem Lauren sich von ihrem Schutzengel Nathan verabschieden musste, fühlt sie sich ...

Band 2 der Schutzengel Dilogie. Solltet ihr den ersten Teil nicht kennen, WARNE ich hier vor einer SPOILERGEFAHR.

Nachdem Lauren sich von ihrem Schutzengel Nathan verabschieden musste, fühlt sie sich grausam, als ob ein wichtiger Teil von ihr selbst fehlt. Doch allzu lange mus sie nicht ausharren, denn ein weiterer Kampf gegen die Gefallen erwartet sie und auf dem Kampffeld begegnet sie ihm wieder.
Doch schon bald gerät Nathan in sehr große Gefahr, was Lauren fast zur Verzweiflung bringt. Kann ihre starke Verbindung helfen? Und das, während der Feind immer stärker wird?
Der Krieg gegen die Gefallenen scheint aussichtslos und ein zweites Manifest droht. Kann das Schicksal aufgehalten werden?

Meine Meinung:

Die Cover von Ellen Hunters Büchern liebe ich einfach jedes Mal wieder. Was für wunderschöne Farben mit so schönen Einzelheiten, einfach traumhaft schön. Ebenso wie die kleinen Illustrationen an den Kapitelanfängen, die das Ganze ein stückweit lebendiger machen.

Nachdem ich den ersten Teil der Dilogie geliebt habe, konnte ich es kaum erwarten Band zwei zu lesen und ich kann nur sagen, wow. Was für eine wahnsinnig geniale Story. Mehr begeistert könnte ich gar nicht sein. First Sin hat einfach alles, was mein Leserherz höher schlagen lässt.

Die besondere Bindung zwischen Lauren und ihrem Schutzengel Nathan ist so stark, dass man sie auch als Leser spüren kann. Die zwei sind so zauberhaft. Sie müssen einen so steinigen Weg gehen, so viele scheinbar unüberwindbare Hürden überqueren. Ob sie es schaffen? Dafür muss man die Geschichte lesen.
Man fiebert so sehr mit ihnen mit, gönnt ihnen jeden kleinsten Moment des Glückes, und leidet so viel mit ihnen.

Die Spannung zieht sich kontinuierlich durch die Geschichte. Immer wenn man glaubt, es kann kaum noch schlimmer werden, schafft es Ellen Hunter einen drauf zu setzten und man hängt fingernägelkauend an den Seiten. Gebannt fiebert man mit, was passieren wird, fragt sich wie das alles enden soll.

Zwischendrin gab es sogar Momente, wo ich feuchte Augen bekommen habe, weil es mich so berührt hat.

Immer wieder bin ich beeindruck was für eine fesselnde Atmosphäre die Autorin erschaffen hat. Als Leser fühlt man sich mitten drin im Geschehen und blendet die Realität komplett aus. Man steht selbst mitten im Kampf gegen Gefallene, und die Härchen im Nacken stellen sich auf. Ich liebe es einfach.

Lauren und Nathan sind zwei ganz wunderbare Protagonisten. Lauren wächst immer mehr über sich hinaus. Trotz all ihrer Ängste und Zweifel schafft sie es immer wieder ihre Stärke zu sammeln. Man muss sie einfach lieb haben.
Und Nathan… ach Nathan…. Wer so einen Schutzengel hat, kann sich nur beschützt und sicher fühlen. Der mutige Kämpfer, ein Krieger, der alles gibt. Gleichzeitig ist er aber auch so emotional und gefühlvoll. Ein Hauch von Melancholie umgibt ihn. Ich bin verliebt in diesen Schutzengel 

Aber auch Vargas hat es mir diesmal noch mehr angetan. Was für ein großartiger Charakter. Der Kommandant ist spannend und wahnsinnig interessant. Ein sehr starker Charakter, der immer versucht das Richtige zu tun und sich streng an die Regeln hält.

Fazit:

Wer First Sin nicht kennt, muss das unbedingt ändern, denn diese Geschichte muss man einfach gelesen haben. Eine wahnsinnig spannende Romantasy Story, mit vielen Emotionen, enormer Spannung und großartigen Charakteren. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher, die ich jedem Fantasy Fan nur ans Herz legen kann. Daher ganz klar, eine absolute Leseempfehlung von mir.

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere