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Veröffentlicht am 22.09.2021

Rezension: "What to say next" von Julie Buxbaum

What to say next
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Autor/in: Julie Buxbaum
Titel: What to say next: Vielleicht genügt ein Wort
Genre: Young Adult
Erschienen: August 2021
ISBN: 978-3-8466-0136-5

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem ...

Autor/in: Julie Buxbaum
Titel: What to say next: Vielleicht genügt ein Wort
Genre: Young Adult
Erschienen: August 2021
ISBN: 978-3-8466-0136-5

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über die Bloggerjury zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Eine berührende Geschichte, über zwei Jugendliche, die trotz oder gerade wegen ihrer Unterschiede perfekt füreinander sind.
Kit und David könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie ist beliebt, er mit Asperger-Syndrom gilt an der Highschool als Außenseiter. Doch als Kits Vater bei einem Autounfall stirbt, kann sie nicht weitermachen wie bisher. Deshalb setzt sie sich in der Mittagspause von nun an zu David. Denn während alle anderen sie bemitleiden, ist seine schonungslose Ehrlichkeit genau das, was Kit gerade braucht. Und während sie sich immer weiter aus ihrer Trauer herauskämpft, nimmt David Stück für Stück einen größer werdenden Platz in ihrem Herzen ein …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover ist in einem grünen Farbton gehalten, dessen Hintergrund über und über mit Zahlen vollgeschrieben ist. Der Titel und Autor der Geschichte sind im oberen Bereich in weiß abgedruckt worden, während der Untertitel am unteren Rand in gelb geschrieben steht. Mittig sind zwei Trinkbecher zu erkennen, der eine orange und der andere rosa, in denen zwei weiße einander zugeneigte Strohhalme stecken.
„What to say next: Vielleicht genügt ein Wort“ bedeutet für mich irgendwie nach den richtigen Worten bzw. „dem einen“ richtigen Wort zu suchen, dass vielleicht alles verändern kann. Hört sich ein wenig mysteriös an und man weiß auch nicht, worauf es hinauslaufen wird, aber das macht die Geschichte auf jeden Fall einen Tick interessanter, wie ich finde.

Charaktere
Katherine Lowell, kurz genannt Kit, zählt zu den beliebten Kids der Highschool, hat viele Freunde, ist immer von einem Schwarm Jungs umgeben und geht gerne auf Partys. Von einem Tag auf den anderen ändert sich jedoch alles für sie, denn ihre Vater stirbt bei einem heftigen Verkehrsunfall. Für Kit fühlt sich seitdem alles falsch an: über Belanglosigkeiten plaudern, regelmäßig essen, Freizeitaktivitäten nachgehen. Sie steckt in einer emotionalen Ausnahmesituation fest und weiß nicht, wie sie mit dieser umgehen soll.
David Drucker, 16 Jahre alt, hat das Asperger-Syndrom, was ihn an seiner Highschool automatisch zum Außenseiter macht, der ständig gehänselt oder gar ausgelacht wird. Er sitzt immer allein, meist hat er Kopfhörer auf, mit denen er den Lärm um sich herum unterdrückt, und fühlt sich nur mit seinen fest angewöhnten Routinen richtig wohl. David ist immer ehrlich und direkt, nimmt kein Blatt vor den Mund und kann nur sehr schwer mit Gefühlen umgehen. Seine große Leidenschaft sind Zahlen und außerdem legt er ein sehr analytisches Denken an den Tag.

Schreibstil und Handlung
Die Geschichte von Kit und David ist in der ersten Person aus abwechselnden Sichtweisen der beiden Protagonisten geschrieben. Man erfährt viel über die Gefühle und Gedanken der beiden, was bei der gewählten Erzählperspektive kein allzu großes Wunder ist. Störend empfand ich allerdings die vielen ausführlichen Beschreibungen und dass es nur vereinzelt Dialoge zwischen den einzelnen Charakteren gegeben hat. Das ist auch der Grund, weshalb mir die einzelnen Kapitel teilweise unglaublich lang vorkamen – es fehlte an Interaktion. Leider konnte das auch die angenehme Wortwahl der Autorin und der äußerst flüssige Perspektivwechsel für mich nicht groß rausreißen. Gut gefallen hat mir aber wiederum die bunte Mischung aus ehrlichen und berührenden Momenten, gepaart mit witzigen und auflockernden Szenen, wenn es für das Teenageralter der beiden Protagonisten gerade mal ein wenig zu ernst gewesen ist.
Inhaltlich haben mir besonders gut die überaus authentischen und liebenswert gestalteten Charaktere gefallen. Auch den Umgang mit Kits traumatischer Situation und Davids Asperger-Syndrom als zusätzliches ernstes Thema empfand ich als mitreißend und wirklich gelungen. Besonders Davids Gedankengänge haben mich teilweise sehr fasziniert, aber auch in Kit konnte ich mich immer wieder sehr gut hineinversetzen. Die Beziehungsentwicklung zwischen den beiden fand in einem stetigen Tempo statt, nicht zu schnell und nicht zu langsam – insgesamt angenehm mitzuverfolgen. Abgerundet wurde die Geschichte mit ein paar recht nett ausgestalteten Nebencharakteren und einem recht klischeehaften Highschool-Setting. Auch wenn ich gerade zu Beginn ein paar Probleme hatte in die Geschichte reinzufinden, konnte sie mich doch im Verlauf immer mehr fesseln und für sich gewinnen. Begeistert war ich auch von dem in der Geschichte zum Ausdruck gebrachten Einfühlungsvermögen der Autorin – Hut ab dafür, hat mir sehr gut gefallen!

Fazit
Eine nette Geschichte für Zwischendurch, die für meinen Geschmack allerdings zu wenig Interaktion zwischen den Charakteren hatte. Auch wenn es charakterlich verständlich gewesen ist, fehlten mir Dialoge und echtes Zusammenwirken, statt nur Gedankengänge.

Bewertung: 3  von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2021

Rezension: "Every moment between us" von Jo Schneider

Every Moment Between Us
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Autor/in: Jo Schneider
Titel: Every moment between us
Genre: New Adult
Erschienen: August 2021
ISBN: B097T8PRCB

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir ...

Autor/in: Jo Schneider
Titel: Every moment between us
Genre: New Adult
Erschienen: August 2021
ISBN: B097T8PRCB

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über NetGalley zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Liebe folgt keiner Gleichung
Das College sollte für die aufgeweckte Max ein traumhafter Neuanfang werden. Aber schon am ersten Tag verscherzt sie es sich mit einem Prof und muss feststellen, dass sie ihren Mathekurs niemals allein bestehen kann. Auf der Suche nach einem Nachhilfelehrer, landet sie ausgerechnet bei einem Typen, der sein Geld damit verdient, illegal Prüfungslösungen auf dem Campus zu verticken. Der abweisende, undurchschaubare Sam ist nicht nur ein Einzelgänger, sondern auch DAS Mathegenie des Colleges. Also das genaue Gegenteil von Max. Aber je öfter die beiden sich treffen, umso mehr scheint Sams ruppige Art zu schwinden – und umso deutlicher wird, dass ihn eine bittere Vergangenheit quält …
Jeder Moment ist einzigartig, wenn du den Mut hast, dich auf ihn einzulassen …

Buchtitel und Coverdesign
Das Cover ist in strahlend hellen Farben gestaltet, gleichzeitig allerdings auch sehr abstrakt gehalten. Es ist sind verschiedenen ineinander verschlungene sechseckige Rahmen abgebildet, an deren oberer linker und unterer rechter Ecke Blumen hängen. Es wirkt wie ein Blumenkranz auf einer Art Metallgestell in den Farben Orange, Braun und Rosé. Ich fand die Gestaltung sehr hübsch, denn diese war auch vorrangig der Grund, warum ich überhaupt auf die Geschichte aufmerksam geworden bin.
„Every moment between us“ hört sich für mich recht eindeutig nach einer Liebesgeschichte an. Wenn ich dem Titel eine tiefere Bedeutung zumessen müsste, dann würde ich vermuten, dass etwas wie „jeder einzelne Moment ist wichtig“ oder „etwas Besonderes“ vermittelt werden soll. Außerdem deutet der Titel gleichzeitig eine gewissen Intensität und Verbundenheit an.

Charaktere
Maxine stammt aus gutem Hause und ist froh endlich Zuhause raus zu sein und gemeinsam mit ihrer besten Freundin June das College zu besuchen. Auch wenn es mit ihrer Familie nie sonderlich gut lief, hat Max kein Probleme damit, neue Freunde zu finden, denn sie ist ein äußerst kommunikativer Mensch. Frisch im Studium angekommen muss sie allerdings sofort feststellen, dass sie eine absolute Niete in Mathe ist und unbedingt einen Nachhilfelehrer braucht. Max hat eine sehr rücksichtsvolle Persönlichkeit – auch wenn sie viel redet, ist sie immer für ihre Freunde da und versucht zu unterstützen, wo sie kann.
Samuel ist ein absolutes Mathegenie und Einzelgänger durch und durch. Er ist ruhig, zurückhaltend und legt meist eine recht düstere Stimmung an den Tag. Sam hat nicht wirklich Freunde, die meisten Menschen hält er permanent auf Abstand, was seine mürrische und distanzierte Art sehr gut unterstützt.

Schreibstil und Handlung
„Every moment between us“ ist durchgehend in der ersten Person aus Maxines Sicht geschrieben, was einen sehr intensiven Einblick in ihre Gedanken und Gefühle ermöglicht. Insgesamt war diese Geschichte für mich das erste Buch der Autorin und sie konnte bei mir definitiv mit ihrem locker-leicht und flüssigen Schreibstil punkten. Besonders positiv ist mir die Intensität ihrer Gefühls- und Situationsbeschreibungen im Kopf geblieben, die mich dazu bringen, dass ich gerne mehr von ihr lesen würde. Die Geschichte war sehr ruhig und kurzweilig, doch zugleich auch sehr gefühlvoll und intensiv, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass gerade zu Beginn sehr häufig immer und immer wieder dasselbe passiert ist, was mich dann doch manchmal ein wenig gelangweilt hat – jedoch nicht so sehr, dass ich nicht am Ball bleiben wollte. Leider empfand ich das Erzähltempo generell etwas fragwürdig, denn während sich am Anfang alles noch ein bisschen gezogen hat, ging es am Ende in verschiedenen Situationen dann doch recht schnell, was mich ein wenig irritiert hat.
Durch eben dieses angesprochene Erzähltempo entwickelte sich zunächst auch die Beziehung zwischen Max und Sam nur sehr langsam und nahm erst gegen Ende einiges an Tempo auf. Grundsätzlich fand ich die Entwicklung in Anbetracht ihrer Situation jeweils nachvollziehbar, allerdings waren die Schritte für mich ein bisschen zu klein. Die Geschichte bot ebenfalls noch eine Vielzahl verschiedenster Nebencharaktere, die teilweise unglaublich sympathisch waren. Für mich hatte allerdings June mit ihrer Beziehung und ihren Problemen einen zu großen Story-Anteil, der teilweise die Hauptgeschichte etwas überschattet hat, was ich sehr schade fand. Auch fand ich es etwas blöd, dass nur auf Sams Vergangenheit intensiver eingegangen worden ist, Max‘ eigenes Problem aber irgendwie etwas unbeachtet unter den Tisch gekehrt worden ist. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Ausgeglichenheit gewünscht.
Wiederum sehr gut gefallen haben mir in dieser Geschichte die ernsten Themen, die auf den Tisch kamen. Für meinen Geschmack waren sie äußerst angemessen und intensiv ausgearbeitet, dass man selbst jeglichem Empfindungen am eigenen Leib miterfahren konnte.
Insgesamt war diese Geschichte für mich eine mittelmäßige, aber gefühlsmäßig sehr intensive und schöne Story, die ich gerne weiterempfehlen werde, auch wenn sie für mich nicht ganz perfekt gewesen ist.

Fazit
Eine recht angenehme Geschichte für Zwischendurch, die aber bei mir wahrscheinlich nicht allzu lange im Kopf verbleiben wird. Teilweise hätte sie sicher auch ein wenig gekürzt werden können, wobei das dem Ganzen wohl auch ein bisschen die Intensität genommen hätte – ein Zwiespalt, bei dem man sich wohl entscheiden muss, was einem wichtiger ist.

Bewertung: 3  von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2021

Rezension: "Erst auf den zweiten Blick" von Jen DeLuca

A History of Us − Erst auf den zweiten Blick
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Autor/in: Jen DeLuca
Titel: A History of us: Erst auf den zweiten Blick
Reihe/Band: Willow Creek, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: Juli 2021
ISBN: 978-3-499-00449-3

Transparenz
Diese ...

Autor/in: Jen DeLuca
Titel: A History of us: Erst auf den zweiten Blick
Reihe/Band: Willow Creek, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: Juli 2021
ISBN: 978-3-499-00449-3

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Sie träumt sich in vergangene Zeiten. Doch ihre Probleme sind nur allzu modern …
Staceys Leben ist ziemlich durchschnittlich. Ehrlich gesagt, sogar etwas langweilig. Ein Job in einer Zahnarztpraxis, eine kleine Wohnung über der Garage ihrer Eltern, ein paar gute Freunde, aber keine Beziehung. Dich für vier Wochen im Jahr ändert sich alles, für vier Wochen wird ihr Leben aufregend. Jeden Sommer findet in ihrer Heimatstadt Willow Creek ein Mittelalterfestival statt, und Stacey nimmt als Schaustellerin daran teil. Sie schlüpft in eine andere Rolle, fühlt sich frei und glücklich. Bis das Festival wieder vorbei ist. Seufz. In ihrem Leben muss sich etwas ändern. Sie weiß nur nicht, was. Bis sie eine E-Mail an einen Mann scheibt, den sie viel weniger gut kennt, als sie denkt …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover ist in einem blassen bläulichen Farbton gehalten und bildet nicht sonderlich viel ab. Am unteren Rand ist eine wie gezeichnet wirkende Hand abgebildet, auf deren ausgestrecktem Zeigefinger ein Schmetterling zur Landung ansetzt. Es ist eine sehr dezente Darstellung, ein wenig abstrakt, aber definitiv so gewählt, dass man zweimal hinschaut und neugierig wird. „A History of us“ ist als Teil des Titels in weißer Schrift auf dem Cover abgedruckt und ist wahrscheinlich erneut die Anspielung auf das im Klappentext bereits angesprochene Mittelalterfestival. Als weiterer Part des Titels ist „Erst auf den zweiten Blick“ in einer goldbraunen Schriftfarbe dargestellt und fügt sich farblich sehr gut in die Gesamtfarbkombination ein. Auch dieser zweite Part des Titels scheint eine Anspielung auf den Inhalt des Buches zu sein, denn im Leben von Protagonistin Stacey scheinen einige Dinge anders zu laufen, als sie erwarten würde. Ich vermutete eine Geschichte über Überraschungen, die vielleicht auch eine Täuschung innehaben könnten.

Charaktere
Stacey Lindholm lebt ein recht durchschnittliches Leben und wir haben sie bereits im ersten Band der „Willow Creek“-Reihe als angehende beste Freundin der zugezogenen Emily kennengelernt. Sie hat ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern, ist ein bisschen Social-Media süchtig und liebt das jährliche Mittelalterfestival, bei dem sie als Schankmaid Beatrice mitwirkt, über alles. Stacey ist Ende 20, geht als Plus-Size-Frau durch und lebt zusammen mit ihrem Kater Benedick über der Garage ihrer Eltern. Stacey ist ziemlich normal, hat nicht viele Freunde, eine Vorliebe für Pumpkin-Spice-Latte‘s und trägt einen ganzen Berg an Selbstzweifeln mit sich herum, da sie Willow Creek nie wirklich lang verlassen hat und ihren großen Traum, Designerin zu werden, an den Nagel hängen musste.
Über den männlichen Gegenpart der Geschichte möchte ich an dieser Stelle nicht so viel sagen, geschweige denn ihn direkt nennen, denn sonst wäre direkt die ganze Spannung der Geschichte weg. Allerdings arbeitet er auf verschiedenen Mittelalterfestivals und ist im Vergleich zu anderen nicht besonders auffällig.

Schreibstil und Handlung
Der Schreibstil der Geschichte war für mich dieses Mal ein recht zweischneidiges Schwert. Einerseits waren die Wortwahl und die einzelnen Sätze sehr locker und leicht, flüssig und angenehm zu lesen und auch das Festival-Feeling ist viel besser herübergebracht worden als noch im ersten Band – was wohl an Staceys Begeisterung für diese Zeit gelegen hat. Andererseits zog sich die Geschichte leider massiv in die Länge – teilweise durch sehr intensive Szenenbeschreibungen, die nicht immer notwendig gewesen wären, und auch durch fehlende Handlung, sodass man vermehrt das Gefühl hatte, als wäre inhaltlich kein Vorrankommen.
Inhaltlich gesehen ist meine größte Kritik, dass die Charaktere für mich recht farblos geblieben sind, denn meiner Meinung nach fehlte es ihnen an Tiefgang. In beide konnte ich mich nicht wirklich hineinversetzen, denn Stacey hat sich einfach nie richtig mit ihren Problemen auseinandergesetzt, außer in Selbstmitleid zu baden, und der männliche Protagonist der Geschichte – ich werde nicht spoilern um wen es sich handelt – hat mich die meiste Zeit über ein bisschen wütend gemacht. Die im Klappentext bereits angeteaserte Mail-Konversation im Stil von „E-Mail für dich“ zwischen Stacey und Mister X fand ich von der Idee her wirklich gut, allerdings trat der Plottwist ab der Hälfte Geschichte auf und ab da ging es dann spannungstechnisch ziemlich bergab, denn die Geschichte plätscherte einfach nur weiter vor sich hin, bis hin zu noch mehr Überraschungen, die leider von vorhersehbaren Natur waren, und einem sich wiederholenden Chaos.
Dem entgegen stand das Wiedersehen mit all den bereits bekannten Charakteren, was mein Charakterunverständnis teilweise wieder aufgehoben hat, wenn ein gewisses Ereignis nicht so sehr im Vordergrund gestanden hätte. Auch das malerische Kleinstadtsetting gepaart mit dem Festival-Feeling möchte ich positiv hervorheben, denn diese Szenen haben mir grundsätzlich sehr viel Spaß beim Lesen bereitet.

Fazit
Insgesamt war dieser zweite Band leider etwas schwächer als sein Vorgänger, was allen voran daran lag, dass ich mit Protagonistin Stacey nicht ganz warm geworden bin und nach der Hälfte eigentlich die Luft raus gewesen ist. Noch weiß ich allerdings nicht, was ich mit dem noch kommenden dritten Band der Reihe anfangen werde – oder nicht.

Bewertung: 3,5 / von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2021

Rezension: "Stand by me" von Helena Hunting

Stand by Me
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Autor/in: Helena Hunting
Titel: Stand by me
Reihe/Band: Second Chances, Band 2
Genre: New Adult / Liebesroman
Erschienen: August 2021
ISBN: 978-3-7363-1529-7

Transparenz
Diese Rezension ...

Autor/in: Helena Hunting
Titel: Stand by me
Reihe/Band: Second Chances, Band 2
Genre: New Adult / Liebesroman
Erschienen: August 2021
ISBN: 978-3-7363-1529-7

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über die Lesejury zur Teilnahme an einer Leserunde zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Die wahre Liebe hat immer eine zweite Chance verdient
Als Kailyn mit dem Jurastudium beginnt, hat sie nur ein Ziel: den Abschluss als Jahrgangsbeste zu schaffen. Doch an ihrem ersten Tag am College stolpert sie buchstäblich über ihren Teenie-Schwarm, den Schauspieler Daxton Hughes. Trotz dieses peinlichen Vorfalls entwickelt sich zwischen den beiden schnell eine freundschaftliche Rivalität – bis Dax ihr völlig unerwartet in den Rücken fällt. Als ihre Wege sich acht Jahre später wieder kreuzen und Dax sie um Hilfe bittet, hat Kailyn ihm diesen Verrat zwar noch nicht verziehen, aber sie kann ihn in seiner Notsituation auch nicht einfach im Stich lassen. Und schon bald ist das Knistern zwischen ihnen heiß wie nie zuvor. Doch kann Kailyn ihr Herz einem Mann anvertrauen, der sie schon einmal so enttäuscht hat?

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
„Stand by me“ strahlt den potenziellen Leser mit seinen hellen Pastellfarben geradezu an. Der untere Bereich ist lila- bzw. graubelfarben, während der obere Bereich in hellrosa gehalten ist. Ein wenig macht es den Anschein, als würden Federn vom oberen in den unteren Bereich hineinragen bzw. einen Untergrund über- oder abdecken. Es ist hübsch, ein wenig abstrakt und nicht wirklich viel aussagend.
Mit dem Titel „Stand by me“ verbinde ich gewissermaßen eine Art Hilferuf, denn ins Deutsche übersetzt bedeutet es „Bleib bei mir“. Es könnte aber auch der Anfang einer neuen Beziehung sein, denn es schwingt ebenfalls ein romantischer Anklang mit.

Charaktere
Kailyn hat zusammen mit Daxton Jura studiert und lieferte sich mit ihm ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Rang des Jahrgangsbesten. Zusätzlich war Kay ein riesiges Fangirl der Serie „It’s my Life“, bei der Daxton eine Zeit lang die Hauptrolle gespielt.
Ein bestimmtes Ereignis hat Kailyns Vertrauen in Daxton allerdings schwer erschüttert und seitdem hat sie jegliches Vertrauen zu ihm verloren, was auch Jahre später noch deutlich zu erkennen ist, denn sie legt ein äußerst nachtragendes und teilweise vorverurteilendes Verhalten an den Tag. Generell ist Kay eine sehr strebsame und arbeitswütige junge Frau, die unbedingt in ihrer Kanzlei Partner werden möchte und ist grundsätzlich immer auf ihr Bestes aus. Zusätzlich zu vielen Überstunden, übernimmt sie auch regelmäßig kostenlose Vertretungen für Pflegekinder, um für diese ein passendes Zuhause zu finden.
Daxton lebt ein typisches Playboy-Leben. Er ist ein Frauenschwarm schlechthin, geht regelmäßig mit Freunden aus und strebt selbst auch eine Partnerschaft an seinem Kanzlei-Arbeitsplatz an. Doch auf einmal ändert sich nach einem tragischen Ereignis sein komplettes Leben und er muss lernen Verantwortung zu übernehmen und muss auch im Job etwas zurücktreten. Als Leser lernte man ihn als unfreundlichen Kerl mit pöbelhaftem Verhalten kennen. Zusätzlich kann er kein ‚Nein‘ akzeptieren, was ihn nicht sympathischer erscheinen lässt.

Schreibstil und Handlung
Die Geschichte um Kailyn und Daxton ist in der ersten Person geschrieben und erzählt den Handlungsverlauf aus den abwechselnden Sichtweisen der Protagonisten. Im Normalfall sorgt diese Perspektivwahl bei mir immer dafür, dass ich mich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen kann. Bei diesem Buch allerdings hat es die einzelnen Personen für mich nur noch unsympathischer gemacht. Leider bin ich mit niemandem außer der kleinen Emme so wirklich warm geworden. Diese charakterliche Abneigung sorgte auch dafür, dass sich bei mir kein guter Lesefluss einstellen konnte. Ich habe gefühlt Ewigkeiten für die einzelnen Kapitel gebraucht, vor allem da ich so viel mit Kopf schütteln und Augen rollen beschäftigt gewesen bin. Trotzdem konnte man in „Stand by me“ einer bunten Mischung der verschiedenster negativer Gefühlsregungen, wie z.B. Wut, Verzweiflung, Trauer, aber auch positiver Darstellungen, z.B. von Witz, Ironie und Charme, begegnen.
Handlungstechnisch hatte ich eigentlich eine Geschichte mit Rückblicken in die Vergangenheit erwartet und da ich so etwas sehr gern lese, war meine Vorfreude auch dementsprechend groß. Leider gab es, bis auf den ausführlichen Prolog, keine weiteren Ausflüge in die Kailyns und Daxtons gemeinsame Studienzeit. Wie bereits angemerkt, bin ich mit der Story nicht sonderlich gut warm geworden. Inhaltlich war für mich alles sehr vorhersehbar ausgestaltet, sodass so gut wie keine Spannung bei mir aufkam. Die inhaltlichen Themen des Sorgerechtsstreits und dem Umgang des Todes geliebter Menschen wurden zwar größtenteils angemessen angesprochen, durch das unpassende Erzähltempo waren die weiteren Entwicklungen für mich allerdings nur unzureichend. Zu Beginn zogen sich die Tatbestände sehr in die Länge, während zum Ende hin die Geschwindigkeit deutlich zunahm und die allgemeine Auflösung des Sachverhalts viel zu schnell abgehandelt worden ist. Zusätzlich hatte ich, wie ebenfalls bereits angemerkt, so einige Schwierigkeiten mit dem Verhalten der einzelnen Charaktere. Sie waren mir schlichtweg unsympathisch und auch wenn Daxton, Kailyn und Emme eine süße neue Familie bildeten, die auch die entsprechende Atmosphäre geschaffen hat, konnte dies die ganzen existierenden Geheimnisse und Lügen nicht aufheben. Die kleine Emme war übrigens auch meine absolute Lieblingsperson der Geschichte, denn mit ihr konnte ich trotz fehlender eigener Erzählperspektive sehr intensiv mitleiden bzw. mitfiebern. Generell war sie die authentischste und netteste Person der Geschichte. Ansonsten fehlten mir leider ein paar mehr berufliche Einblicke bei den Protagonisten. Sowohl bei Kailyn als auch bei Daxton ging es immer nur um die angestrebte Partnerschaft und nicht direkt um ihre eigene Arbeit. Wobei mir durch Kays Involviertheit in den Fall Hughes doch ein paar wenige Einblicke mehr geliefert wurden. Insgesamt war die Geschichte für mich leider nur sehr schwierig zu lesen, denn ich hatte mir ein ganz anderes Leseerlebnis erhofft, denn die „Mills Brothers“-Reihe der Autorin habe ich z.B. sehr gerne gelesen.

Fazit
Leider war „Stand by me“ nicht mehr als eine durchschnittliche Second-Chance-Liebesgeschichte mit unterdurchschnittlich ausgefeilten Themen, bei der unglaublich viele unsympathische Charaktere ihr Unwesen getrieben haben. Ich bin wirklich enttäuscht, denn es gab schon wesentlich besseres von der Autorin. Ich werde die Reihe wohl nicht weiterlesen bzw. beenden.

Bewertung: 2,5 / von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 07.09.2021

Rezension: "Asher" von Aurora Rose Reynolds

Until Love: Asher
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Autor/in: Aurora Rose Reynolds
Titel: Asher
Reihe/Band: Until Love, Band 1
Genre: Liebesroman
Erschienen: August 2016
ISBN: B01KABRFJ2

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, ...

Autor/in: Aurora Rose Reynolds
Titel: Asher
Reihe/Band: Until Love, Band 1
Genre: Liebesroman
Erschienen: August 2016
ISBN: B01KABRFJ2

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über NetGalley zum „Sofort lesen“ zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
November freut sich auf die Zeit mit ihrem Vater, den sie endlich besser kennenlernen will. Sie lässt New York und damit all die schrecklichen Erinnerungen hinter sich und zieht nach Tennessee, um für ihren Dad als Buchhalterin in dessen Strip Club zu arbeiten. Dort trifft sie auf Asher Mayson, den stadtbekannten Playboy und unverschämt attraktiven Frauenheld. Am liebsten hätte November mit dem dreisten Kerl nichts zu tun. Doch da hat sie die Rechnung ohne Asher gemacht, der November für sich gewinnen will – und wenn er dafür sämtliche Regeln des guten Anstandes außer Kraft setzen muss …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Der erste Band der „Until Love“-Reihe ist vollständig in schwarz und verschiedenen grauen Farbtönen gehalten. Am unteren Rand des Covers ist in weiß der Reihenname zu lesen. Die linke Seite zeigt vertikal den Buchtitel an, bei dem es sich um den Namen des männlichen Protagonisten der Geschichte handelt. Abgebildet ist auf der Front des Buches der Oberkörper eines Kerls, der in ein weißes T-shirt gehüllt ist. Seine Arme sind vollständige tätowiert und vor seinem Bauch verschränkt, als würde er gleich nach dem Saum greifen, um es sich über den Kopf zu ziehen. Der Blick bzw. sein ganzer Kopf ist nach unten gesenkt, wobei ihm eine Strähne seines gegelten Haars in die Stirn fällt.

Charaktere
November lebte die ganze Zeit ihres jungen Lebens allein mit ihrer Mutter zusammen, die ihr regelmäßig eine Vielzahl negativer Gefühle entgegenbrachte. Sie fühlte sich gehasst, verabscheut und verstoßen, bis sie mit 18 endlich herausfand wer ihr Vater ist und Kontakt zu ihm aufnahm. Nachdem sie mit Anfang Mitte 20 von ihrem (Ex-)Verlobten betrogen worden ist, packt sie all ihre Sachen zusammen, um nach Tennessee zu ihrem Dad zu ziehen und für seinen Club die Buchhaltung zu schmeißen. Auch wenn sie voller Selbstzweifel ist, findet sie mit ihrem freundlichen und zutraulichen Wesen in der Kleinstadt schnell Anschluss und auch neue Freunde. Sehr auffällig an ihr ist allerdings, dass sie recht schnell dazu neigt, anderen die Kontrolle über Entscheidungen zu überlassen und sich nur selten durchsetzt, was sie teilweise in einem sehr schwachen Licht erscheinen lässt.
Asher Mayson ist ein absoluter Playboy – bis er auf November trifft. Er ist unglaublich sexy und direkt, weiß was er will und hat einen übergroßen Beschützerinstinkt. Mit drei Brüdern kommt er aus einer recht großen Familie und arbeitet beruflich auf dem Bau – sein Haus hat er selbst gebaut – und zusätzlich bei den verschiedensten Gelegenheitsjobs. Asher ist eine sehr loyale Person. Er geht offen mit seinen Gefühlen um und legt mit einem übertriebenen Alphamännchen-Gehabe die meiste Zeit eine sehr besitzergreifende Art an den Tag.

Schreibstil und Handlung
Die Geschichte um November und Asher wurde von Autorin Aurora Rose Reynolds in der ersten Person geschrieben und wechselt regelmäßig die Sichtweisen vom einen zum anderen Protagonisten. Locker und leicht kommt man sehr flüssig und angenehm, trotz sehr lang gehaltener Kapitel, gut durch die überaus mitreißende und neugierig machende Story. Neben einer Vielzahl witziger Dialoge punktete der erste Teil der „Until Love“-Reihe bei mir allerdings auch mit der explosiven Mischung aus Romantik und Erotik, gepaart mit einer Prise Action und Spannung. Negativ aufgefallen ist mir in der Kategorie des Schreibstils allerdings, dass es teilweise eine Menge Beschreibungen gab, wodurch das Buch ein paar Längen hatte. Ebenso waren Rückblicke innerhalb der Handlung nicht sonderlich gut gekennzeichnet und sorgten an verschiedenen Stellen für Verwirrung. Auch das inhaltliche Tempo war mir hin und wieder viel zu schnell, dass die Geschichte ins unrealistische abgedriftet ist.
Insgesamt bot die Geschichte um November und Asher viele nette und sympathische Charaktere, eine familiäre Atmosphäre und ein sehr angenehmes Kleinstadtfeeling. Auch wenn sich die Beziehung zwischen den Protagonisten sehr schnell entwickelte, finde ich es manchmal angenehm, wenn in Büchern der Fokus mal rein auf die Liebesgeschichte gelegt wird. In diesem Buch war mir das allerdings in Form von übertriebenem Kitsch und sich wiederholenden Sexszenen etwas zu extrem. Auch fand ich es schade, dass die Geschichte mit einigen unglaublich spannenden Geschehnissen angefangen hat, jedoch zum Ende hin alles ziemlich schnell abgehandelt worden ist – was wahrscheinlich dem Lovestory-Fokus der Geschichte zuzuschieben ist. An dieser Stelle hätte ich mir, im Hinblick auf die letzten beiden genannten Punkte, ein bisschen mehr Ausgeglichenheit gewünscht.

Fazit
Unterhaltsam, romantisch, spannend – aber leider nicht das beste Werk der Autorin. Trotzdem habe ich die Geschichte um November und Asher geliebt und freue mich sehr auf die weiteren Geschichten der Mayson-Sippe, denn sie sind mir alle sehr ans Herz gewachsen.

Bewertung: 4  von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere