Profilbild von Biene101

Biene101

Lesejury Star
offline

Biene101 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Biene101 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.10.2021

Ein berührendes Buch

Das Glück am Ende der Straße
0

Die Geschichte von zwei Frauen, deren Leben nicht unterschiedlicher verlaufen könnte. Elli, die sich auf der Straße durchschlagen muss und Lisa, die alles hat und trotzdem nicht glücklich ist. Der Zufall ...

Die Geschichte von zwei Frauen, deren Leben nicht unterschiedlicher verlaufen könnte. Elli, die sich auf der Straße durchschlagen muss und Lisa, die alles hat und trotzdem nicht glücklich ist. Der Zufall will es, dass Elli auf die Kinder von Lisa trifft. Durch ihre warmherzige Art und ihre gute Beobachtungsgabe kann sie den Kindern bei kleineren und größeren Problemen helfen. Auch die beiden Frauen treffen aufeinander, was in beider Leben zu einer Änderung führt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, um nicht zu spoilern.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön und trotz des ernsten Themas geht der Humor nicht verloren. Da der Roman aus zwei Perspektiven, mit Rückblicken in die Vergangenheit von Elli, erzählt wird, werden die Unterschiede zwischen den Leben der Frauen besonders deutlich.

Ulrike Herwig hat ein ernstes Thema gut verpackt. Der einzige kleine Kritikpunkt ist das Ende. Es ging dann auf einmal alles sehr schnell, vielleicht hätte man da noch ein wenig mehr ausführen können.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und Ulrike Herwig hat den Finger auf eine Schwachstelle der Gesellschaft gelegt und zum Nachdenken angeregt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2021

Kamelle und Zeitgeschichte

Die Schokoladenfabrik - Die Tochter des Apothekers
0

Als Kölnerin war ich sehr gespannt, ob es gelungen ist Historie und Fiktion gut miteinander zu verknüpfen. Ja, es ist gelungen, sogar unglaublich überzeugend.
Es wird die Geschichte von Anna Sophia Müller, ...

Als Kölnerin war ich sehr gespannt, ob es gelungen ist Historie und Fiktion gut miteinander zu verknüpfen. Ja, es ist gelungen, sogar unglaublich überzeugend.
Es wird die Geschichte von Anna Sophia Müller, der Apothekerstochter und Franz Stollwerck, dem Zuckerbäcker erzählt. Wir erleben mit, wie sich die beiden, allen Widrigkeiten zum Trotz, finden. Sie gründen ein Geschäft für Backwaren und Annas persönlich kreierte Hustenbonbons. Sie kämpfen von Anfang an gegen Widerstände, Verrat und Intrigen.
Das Buch ist bildgewaltig und sehr detailgetreu geschrieben. Der Schreibstil ist so flüssig und leicht, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann.
Wir lernen viel über Bonbonherstellung,  das Leben in Köln im 19. Jahrhundert, Märzrevolution und Frauenbewegung. Die Charaktere sind alle fein ausgearbeitet und entwickeln sich vor allem in der Geschichte weiter.
Die Elemente Liebe, Drama und Mystik geben der Geschichte noch zusätzlichen Pfiff.
Die unterschiedlichen Erzählstränge lassen einen durch die 600 Seiten fliegen.
Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen und bin gespannt auf Band 2 und wie es mit der Familie Stollwerck weiter geht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.10.2021

Exzellentes Kopfkino

Das Geheimnis der schwarzen Pyramide
0

Das war mein erster Abenteuerroman überhaupt. Aufmerksam bin geworden durch das Thema Ägypten, da dies immer schon eine besondere Faszination  für mich hatte.
Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist ein ...

Das war mein erster Abenteuerroman überhaupt. Aufmerksam bin geworden durch das Thema Ägypten, da dies immer schon eine besondere Faszination  für mich hatte.
Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist ein Mix aus Rätsel lösen unter Zeitdruck (fast wie ein Escape Room), geheimnisvoller ägyptischer Mythologie und Geschichte und einem klassischen Abenteuer im Stil von Indiana Jones.
Der Schreibstil war angenehm leicht und flüssig, erforderte jedoch auch Aufmerksamkeit, wenn es in den Bereich der Mythologie und Geschichte ging, der nebenbei sehr gut recherchiert war.
Die Rätsel und Suchen waren wirklich liebevoll ausgedacht und allesamt spannend. Es hat Spaß gemacht mitzufiebern oder das Rätsel vielleicht ein paar Zeilen vorher zu lösen.
Die Charaktere haben alle Facetten bedient, der Archäologe und Abenteurer, Schurken, kriminelle Ex-Ehemänner, Frau mit Geheimnissen etc.
Die Dialoge waren spritzig und schlagfertig, der Humor kommt nicht zu kurz.
Ich kannte die ersten Bände der Reihe nicht, was für das  Lesevergnügen jedoch nicht hinderlich war.
Das Ende des Buches lässt den Leser auf einen ebenso spannenden 5. Teil hoffen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.10.2021

Genusskrimi mit viel Humor und Spannung

Blinder Zorn und Blaue Zipfel
0

Was für ein Lesevergnügen. Der Autorin gelingt es, Spannung und fränkische Kulinarik perfekt zu verbinden. Eigentlich hat man während des Lesens immer Hunger.
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und sprüht ...

Was für ein Lesevergnügen. Der Autorin gelingt es, Spannung und fränkische Kulinarik perfekt zu verbinden. Eigentlich hat man während des Lesens immer Hunger.
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und sprüht vor Witz und Charme. Geschickt wird der fränkische Dialekt eingesetzt. Wenn man sich, als Nicht-Franke, einmal eingelesen hat, ist der Dialekt wirklich ein Sahnehäubchen. Die Figuren wirken dadurch wie aus dem Leben und man fühlt sich mittendrin im Geschehen.
Auch der verbale Schlagabtausch zwischen den Protagonisten trägt dazu bei, dass der ganz Krimi sehr lebendig wirkt und es nie langweilig wird.
Die Hauptfigur Dora Dotterweich, ist ein wunderbarer Charakter. Stets ein bisschen zu neugierig, redet erst, denkt dann und ermittelt ohne Rücksicht auf Verluste, auch wenn sie selber, das ein oder andere Mal Schaden nimmt.
Der Krimi ist aber auch spannend bis zum Schluss.
Ich habe mich super unterhalten gefühlt und werde die Reihe sicher weiter verfolgen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2021

Pionierin der Luftfahrt

Die Frau, die den Himmel eroberte
0

Vanessa Giese beschreibt das Leben von Käte Paulus, der Luftfahrtpionierin, indem sie Historie und Fiktion gekonnt verknüpft.
Die Romanbiographie punktet auch mit einem tollen und bildgewaltigen Schreibstil, ...

Vanessa Giese beschreibt das Leben von Käte Paulus, der Luftfahrtpionierin, indem sie Historie und Fiktion gekonnt verknüpft.
Die Romanbiographie punktet auch mit einem tollen und bildgewaltigen Schreibstil, der ein wirkliches Lesevergnügen bietet.
Der Roman selbst wird auf zwei Ebenen erzählt. Die sterbende Käte Paulus erzählt ihre Lebensgeschichte. Obwohl die Abschnitte in der Gegenwart (1935) nur kurz sind, geben sie doch einen Einblick in ihre letzten Gedanken.
Am Ende des Buches gibt es eine Stelle, in der sie sich beschreibt, als Luftakrobatin, Unternehmerin und Erfinderin des Paketfallschirms.
Nach vielen Schicksalsschlägen und missglückten Beziehungen identifiziert sie sich genau über diese Punkte.
Vanessa Giese beschreibt eine taffe, junge und moderne Frau, die in der Männerwelt und während des Krieges ihren Weg geht und sich in ihren Einstellungen nicht verbiegen lässt.
Beeindruckend sind auch die Beschreibungen über die Entbehrungen und das Elend während des Ersten Weltkrieges. Auch die Wegbegleiter aus Politik und Wirtschaft spiegeln die Zeit wieder.
Ich kannte Käte Paulus vorher nicht, aber sie und andere Pionierinnen sollten viel mehr gewürdigt werden. 
Von mit eine klare Leseempfehlung

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere