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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2020

Böse Blumen - tolles Buch

Blume des Satans
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Florida, schönes Wetter, die Insel Key West. Alles könnte so paradiesisch sein. Würden nicht Leute verschwinden und dafür Tote auftauchen.
"Paradise Christian Church" ist die Kirche, wo Pfarrerin Rachel ...

Florida, schönes Wetter, die Insel Key West. Alles könnte so paradiesisch sein. Würden nicht Leute verschwinden und dafür Tote auftauchen.
"Paradise Christian Church" ist die Kirche, wo Pfarrerin Rachel Howard sich zur Aufgabe gemacht hat, sich um hilfsbedürftige Jugendliche zu kümmern. Gerade um die, wo es zu selten auffällt, wenn sie verschwinden. Ohne eine Nachricht verschwindet sie jedoch von heute auf morgen. Ihre Schwester Liz bemerkt ihr Verschwinden und mach sich sorgen. Nach dem sie selbst nicht herausfinden kann, wo diese hin in, sucht sie sich Hilfe beim Ex-Polizisten Rick Wells. Dieser hat eine Bar auf der Insel und ihre einzige Hilfe, da die Polizei keinen Sinn in der Suche sieht.
Es geschehen mysteriöse Todesfälle vom jungen Mädchen, welches am Vortag noch Hilfe suchte über den Bankkaufmann, der nach Selbstmord aussieht, aber was man bezweifeln kann. Bei der Ermittlung stoßen die beiden auf den Satanskult "Gehörnte Blume". Handelt es sich somit etwa um Ritualmorde?
Dabei hilft das das Buch eine zeitliche Chronologie in den Kapiteln bereithält, so das man versteht, wann und wo wir uns gerade befinden.
Das Buch stand bei mir recht lange im Schrank, aber ich muss sagen es war umso erfreulicher es zu haben. Es ist eine wahnsinnig interessante Geschichte, mit Charakteren mit Tiefgang und einer zeitlosen Geschichte. Auch in zehn Jahren würde ich noch zum Buch raten, da es einfach zeitlos ist und mit seinen Wendungen sehr interessant bleibt. Was es mit der Sekte auf sich hat und wer gut und wer böse ist, wird nach und nach und dann doch erst zum Ende aufgedeckt.

Veröffentlicht am 26.04.2020

Die Stärke liegt nicht in den Charakteren

Niemalswelt
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Es gibt Bücher, da sterben Menschen und erhalten kurzfristig eine zweite Chance. Die Chance dem Tod zu entkommen und ihr Leben weiter zu leben. In dieser Geschichte sind es fünf junge Menschen, die in ...

Es gibt Bücher, da sterben Menschen und erhalten kurzfristig eine zweite Chance. Die Chance dem Tod zu entkommen und ihr Leben weiter zu leben. In dieser Geschichte sind es fünf junge Menschen, die in einer Nacht sterben, aber nur eine Person wird am Ende leben? Aber wer bloß?

Bee und Jim waren das Lieblingspaar in der Studienzeit gewesen. Bis eines Tages Jim tot im Steinbruch gefunden wurde. Die Polizei hat es als Selbstmord abgetan. Die jungen Leute haben damals keinen Grund für seinen Selbstmord gesehen. Aber was soll sonst passiert sein?

Fünf Jahre später treffen sich vier der fünf von damals zu einer Party. Bee entschließt sich diese zu crashen. Sie will die Leute von damals und vor allem ihre damals beste Freundin Whitley wiedersehen. Die Gruppe ist geschockt Bee zu sehen. Diese galt damals als labil nach Jims Tod und den getrennten Wegen von allen.

Sie überreden Bee über Nacht zu bleiben und dass sie mit zu einer Party mitkommt. Auf dem Weg dorthin geschieht ein Unfall und alle sind überrascht es überlebt zu haben. Sie gehen zurück ins Haus und bekommen dort Besuch von einem fremden, merkwürdigen Mann. Dieser erklärt ihnen, dass sie tot seien und in der Niemandswelt feststecken würden. Sie würden den Tag immer wieder bis zum Zeitpunkt ihres Todes erleben, wenn auch selbst gesteuert, und dann kommt die Wahl. Sie müssen entscheiden wer von ihnen leben darf, während der Rest endgültig stirbt.

Wo führt sowas natürlich erstmal hin: Unglaube, Verdrängung und ignorieren es. Nach dem es aber vier Stunden später wieder passiert, sie sterben wieder und kommen wieder im Haus an. Merken sie das der Alte die Wahrheit sprach. Sie feiern die Stunden, Tag für Tag, beobachten die Sterne. Manche Person verschwindet immer wieder für Stunden. Doch es bricht in sich zusammen. Sie merken das es nicht so viel Spaß macht, immer an den gleichen Stellen neu einzusteigen. Sie entscheiden sich also für was Sinnvolles, sie wollen herausfinden was mit Jim passiert ist. War es wirklich Selbstmord?

Bis hierhin ist Teil 1. Im zweiten Teil beginnt die Gruppe auf die Suche nach Hinweisen und Verdächtigen zu gehen. Dabei merken diese, dass die Welt nicht den normalen physischen Gesetzten entspricht, mal von den Tod und Auferstehen, abgesehen. Im dritten Teil erleben wir dann mehr aus der Zeit, wo Jim noch lebte und das Rätsel um seinen Tod wird aufgelöst sowie, das Geheimnis der Niemalswelt.

Alles in allem, war das Buch sehr schnell lesbar. Flüssig und einfach trotz der Thematik. Die Charaktere waren für mich alle durchweg blass und ungreifbar. Man bekommt am Anfang ein Bild dieser, aber das wird für mich nicht genügend vertieft. Zudem sie alle unsympathisch wirken. Wir wissen das Bee sich die Schuld am Tod gibt, aber dass sie damit nach fünf Jahren immer noch nicht abgeschlossen hat war schon was nervig. Klar erfahren wir, warum sie sich die Schuld gibt, aber sie konnte ja auch mit niemanden darüber reden.

Die Auflösung, naja, da war ich zwiegespalten. Alles in allem war das Buch in Ordnung gewesen, aber für den Neukaufwert dann doch nicht stark genug. Leider ist es einfach zu sehr gehypt gewesen.

Veröffentlicht am 26.04.2020

Kämpfe für dich

Blueprint Blaupause
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Die Thematik Klonen war im Jahr 1999, wo das Buch erschienen ist, noch mehr oder weniger in den Kinderschuhen. Die Autorin hat eine Geschichte geschrieben, die so weit geht, dass man schon nicht mehr nur ...

Die Thematik Klonen war im Jahr 1999, wo das Buch erschienen ist, noch mehr oder weniger in den Kinderschuhen. Die Autorin hat eine Geschichte geschrieben, die so weit geht, dass man schon nicht mehr nur von der Frage der Ethik ausgeht, sondern der Freiheitsberaubung.

Wir erfahren aus der Sicht des Mädchens Siri, dass sie eine Mutter und zugleich Schwester hat. Denn ihre Mutter hat sich aus ihren Genen einen Klon machen lassen.

Aber warum macht man das? Wir erfahren von der Mutter selbst sehr wenig, da es aus der Sicht von Siri erzählt wird. Aber ihre Mutter ist schwer erkrankt an Multiple Sklerose. Diese Erkrankung führt dazu, dass sie in Zukunft ihrem Lebenssinn, der Musik nicht mehr nachkommen kann. Iris ist eine hochbegabte Pianistin und wird für ihr Talent gefeiert. Kinder oder einen Mann hat sie nicht in ihrem Leben. Da sie ihr Talent und ihr Lebenswerk nicht einfach so aufgeben will, hat sie sich dazu entschieden, einen Klon aus ihrer DNS erstellen zu lassen. Dieser Klon, soll sie später weiter vertreten, wenn sie nicht mehr da ist. Aber über die Optik und dem Talent hinaus, ist es auch ihr Denken, ihr Fühlen, sie als ganzer Mensch, den Siri übernehmen soll.

Wir wissen alle, dass wir Produkte unserer Erfahrungen, Erziehung und unserer Selbst sind. So beeinflusst uns alles was wir wahrnehmen. Siri nimmt ihre Mutter nicht so wahr, wie es normalerweise der Fall ist. Sie ist Mutter und Schwester zugleich und dennoch nicht wie bei anderen Kindern. So versteht sie recht schnell das bei ihr nichts normal ist.

So hält ihre Mutter sie aus dem Kindergarten raus, lehr sie recht schnell das Spielen des Pianos und hält sie daheim recht isoliert. Da Siri mit ihrer Karriere ständig auf Reisen ist, wird eine Kinderfrau und deren Sohn eingestellt. Der einzige Lichtblick im Leben von Siri.
Wir erfahren nun die ganze Geschichte von Siri, von Kinderzeit über die Pubertät bis zu dem Tag, wo ein niemals zurückführender Bruch in der Beziehung zur ihrer Mutter entsteht. Den der beginn des Reifen zum jungen Menschen ist nur der Anfang, wo Siri merkt das sie nicht das Produkt ihrer Mutter sein will, sondern ein individueller und einzigartiger Mensch.

Das Buch zeigt wie sehr ein Kind darunter leiden kann, anders als die anderen zu sein. Hier ist es nochmals eine Besonderheit, da Siri als Klon ihrer Mutter von vornerein eine zu hundert Prozent feste Rolle erhalten hat, in welche sie reinwachsen soll. Doch kein Mensch möchte sich formen und zwingen lassen.

Wir erleben die Wut und zugleich die Liebe, welche sie für ihre Mutter und zugleich Schwester erlebt. Das vieles anders verläuft, als es für sie geplant wurde und dass sie für sich kämpfen muss.

Das Buch ist, so alt es für die heutige Zeit ist, immer noch in sich sehr aktuell. Denn von der Komponente der Klonung abgesehen, gibt es heute immer noch genügend Eltern, die ihre Kinder in ein Schema pressen wollen. Dies ist hier sehr gut gelungen aufzuzeigen und wie sehr es diesen Menschen damit auch zerstören kann.

Veröffentlicht am 24.04.2020

Winter bitte verhaften Sie mich :-)

Broken Dolls – Er tötet ihre Seelen
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Vorweg muss gesagt werden, ich habe das TB gelesen, welches hier nicht gelistet ist.

Das Buch steht zusammen mit Teil zwei und drei schon recht lange bei mir im Schrank. In meiner Challenge 2020 habe ...

Vorweg muss gesagt werden, ich habe das TB gelesen, welches hier nicht gelistet ist.

Das Buch steht zusammen mit Teil zwei und drei schon recht lange bei mir im Schrank. In meiner Challenge 2020 habe ich mir vorgenommen dieses Buch zu lesen. Und ich bin sehr froh darum das ich es getan habe.

Jefferson Winter ist ein Profiler und hat seine Erfahrung beim FBI gelernt, wo er elf Jahre gearbeitet hat und davon die letzten drei als Chef-Profier und ist nun als Privater Profiler unterwegs. Eine Tapferkeitsmedaille zeigt, sein können. Auch wenn man ihn so kennen lernt, dass er diese kaum gerne angenommen haben wird. Seine Vergangenheit ist prägend gewesen, da sein Vater ein Serienmörder ist. Dieser sagte ihm stumm mit den Lippen am Tag seiner Hinrichtung: Du bist wie ich!

Dies ist der Grund, warum Winter anders sein will. Angestrengt seinem Job nachkommt, Menschen helfen will und beweisen will das er kein Serienmörder ist. Sein Einzelgängerleben soll mit diesem Buch langsam aufhören.

Denn er arbeitet mit der Polizistin Templeton zusammen. Diese ist keine klassische Frau und eher die taffe geschlechtsneutrale Kollegin.

Zusammen versuchen sie Rachel zu finden. Sie ist das fünfte Entführungsopfer eines Killers, der bei den Frauen eine Lobotomie durchführt. Das Cover vom Buch greift genau diese Thematik auf.

Wir erleben die Jagd nach dem Killer auf der einen Seite und wechseln im Buch auf die Kapitel, wo Rachel im Keller als Gefangene versucht nicht verrückt zu werden.

Ich habe dieses Buch echt super gefunden. Der Humor und der nicht ganz so nette Charme von Winter war einfach genial. Manchmal was abgebrüht und wenig einfühlsam, aber nie verletzten oder bewusst böse. Der Mann geht nach einem Lobotomieversuch an einer Leiche essen, als wäre es nichts gewesen. Dann muss seine Kollegin den ein oder andern Spruch einstecken. Ich wäre persönlich auf dieser Seite begeistert mit ihm zu arbeiten. Auf der andern Seite ist er schwierig, weil er sich über alle Regeln hinwegsetzt und macht, worauf er Lust hat.

Alles in allem eine tolle Mischung. Ich freue mich auf den zweiten Teil, den ich hoffe noch Ende des Jahres, spätestens in 2021 zu lesen.

Veröffentlicht am 23.04.2020

Koontz und sein Ausflug Richtung King

Blindwütig
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Koontz ist sehr lange einer meiner Lieblingsautoren gewesen. Trotz Schwächen welche manche Bücher von ihm haben. So gehört auch dieses Buch für mich, zu den etwas Schwächeren.

Dies liegt einfach daran ...

Koontz ist sehr lange einer meiner Lieblingsautoren gewesen. Trotz Schwächen welche manche Bücher von ihm haben. So gehört auch dieses Buch für mich, zu den etwas Schwächeren.

Dies liegt einfach daran das die Geschichte zu sehr in die Horror-Fantasy-Sparte rutscht und die Charaktere für mich nicht alle authentisch sind.

Der Autor Cubby möchte natürlich wie alle Autoren, von den Kritikern gefeiert werden. Doch das Gegenteil passiert, der wichtigste Kritiker hat das Buch verrissen. So nimmt Cubby den Kontakt auf, als dieser den Kritiker beim Mittagessen in seinem Stammdiner auflauert. Dort muss der kleine Sohn von Cubby auf Toilette. Der 6-Jähirge ist hochbegabt im Bereich Mathematik und Physik, aber sonst ein klassisches Kind. Sein Vater steht mit ihm am Pissoir und hilft ihm. Dabei pinkelt der Kleine durch Verstehen dem Kritiker auf die Füße, welcher daraufhin sehr negativ reagiert.

Cubby bekommt noch in der gleichen Nacht Besuch von Waxx, der das Ehepaar mit einem Elektroschocker malträtiert. Der Horror für die Familie soll beginnen und der Versuch einer Flucht vor einem Psychopathen. Informationen von Ämtern und anderen Autoren bestätigt, das Cubby allen Grund zur Angst haben muss.

Das Buch hat schon eine merkwürdige Geschichte in sich, wäre aber nicht so schlimm, wenn die Charaktere so unmöglich wären. Cubby der unbedingt den Kritiker nerven musste, dass Kind was aus allem was er in die Finger bekommt Wunderwaffen baut und das ganze in einem für die Familie grundsätzlich schlecht verlaufenden Rennen um ihr Leben.

Ich mag den Autor und seine Bücher, aber hier war zu viel zu weit weg von der Realität und zu ambitioniert es mit anderen Autoren gleich zu tun.