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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2020

Die Tücken der Schönheit

The Belles 1: Schönheit regiert
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Wir haben hier eine Geschichte, welche fast fünfhundert Seiten umfasst. Davon waren die ersten hundert echt schön für den Einstieg und dann zog es sich leider im Folgenden Mittelteil bis kurz vor Ende.

Camelia ...

Wir haben hier eine Geschichte, welche fast fünfhundert Seiten umfasst. Davon waren die ersten hundert echt schön für den Einstieg und dann zog es sich leider im Folgenden Mittelteil bis kurz vor Ende.

Camelia ist eine der seltenen Belles. Sie besitzen die magische Eigenschaft, die Optik der Menschen zu verändern. Denn alle Menschen sind dazu verflucht graue Haare, grau Haut und rote Augen zu haben. Für sehr viel Geld lassen sich die Menschen von den Belles behandeln und regelmäßig in ihrer Optik verändern. Von der Hautfarbe, über die Augenfarbe, kleinere Nasen, größere Brüste. Das Regelwerk lässt sehr viel Freiheit zu in der Kreativität der Belles.

Die 16-jährige Camelia hat dabei das Glück im zweiten Anlauf ins Königshaus zu kommen und dort die Favoritin der Belles zu sein. Sie soll der Königin und der Prinzessin Sophia regelmäßig dienen wie auch anderen die für die Dienste zahlen.

Ihre Zeit dort wird aber nicht so sein wie sie es sich vorstellt. Der Kontakt zur ihren Schwestern ist schwerlich, die Rangfolge zeigt ihr wie wenig Selbstbestimmung sie hat und nur eine Puppe am Hof ist.

Dann sind da noch Charaktere wie ihr Bodyguard Rémy und der Sohn des Meeresministers Auguste, welche bei den Kontakt zu ihr suchen.

Dabei merkt sie, wie wichtig es ist, dass sie den Wunsch der Königin nachkommt, denn die Prinzessin ist nicht das liebe Mädchen was man sich erhofft.

Die Geschichte beginnt interessant, hat dann aber im weiteren Verlauf seine Längen. Es ist gut, dass man immer mehr über die Belles erfährt und die Hintergründe der Menschen und der Geschichte, in der alles geschieht. Aber leider hat es einfach immense Längen mit viel Puffermaterial was nicht benötigt war. So muss nicht alle paar Seiten lang erwähnt werden, dass Camelia ihre Haare im Bell-Dutt trägt. Immer wieder die Paste, die zum Bearbeiten gebraucht wurde und immer wieder der Tee, der aufgesetzt wird gegen die Schmerzen. Der Prozess ist recht schnell eingeprägt, so dass man hier an diesen Wiederholungen sparen hätte können.

Die Charaktere waren alle interessant, auch wenn mir persönlich zu viele waren. Bei all den Frauennamen habe ich hier und da mal den Überblick verloren, wer von dem wem die Dienerin ist. Wer eine ehemalige Bell ist usw.

Die Schreibweise fand ich nicht immer flüssig. Es erinnerte mich weniger an die schönen Blumen, sondern oft an eine Hecke mit Dornen. Wahrscheinlich ist die englische Originalausgabe besser gelungen.

Alles in allem war das Buch ok gewesen, aber kein Bestseller. Kürzer wäre besser gewesen. Das Ende vom Buch hat dann die langen und überzogenen Kapitel wieder gut gemacht.

Veröffentlicht am 12.04.2020

Frankensteins junge Jahre

Düsteres Verlangen
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Frankensteins Geschichte aus der Feder von Mary Shelley sollte jedem bekannt sein. So hat der Autor Kenneth Oppel die künstlerische Freiheit genutzt und uns in die Kindheit von Frankenstein gebracht und ...


Frankensteins Geschichte aus der Feder von Mary Shelley sollte jedem bekannt sein. So hat der Autor Kenneth Oppel die künstlerische Freiheit genutzt und uns in die Kindheit von Frankenstein gebracht und zeigt einen Weg wie der verrückte Wissenschaftler auf die Idee gekommen sein könnte, ein unsterbliches Wesen zu erschaffen.

Es ist um 1800 herum, in der Stadt Genf. Die Zwillingsbrüder Victor und Konrad Frankenstein sind unzertrennlich und wie eine Person. Die Cousine Elizabeth lebt mit im Haus, so wie der Sohn eines Kaufmannes, Henry. Zusammen erleben sie die Abenteuer der Kindheit und genießen den Sommer ohne Privatlehrer.

Eines Tages finden sie im Zufall eine geheimnisvolle Bibliothek. Eine der dunklen Künste. Versteckt und verboten, da das Experimentieren mit der Alchemie hart bestraft wird. Wenige Tage später dann erleidet Konrad an einem schlimmen Fieber, welches trotz zweier Ärzte nicht vergeht. Die Kinder erinnern sich an ein Elixier des Lebens, welches in den Büchern stand und machen es sich zur Aufgabe ihr geliebtes Familienmitglied zu retten.

Ein Abenteuer mit Gefahren beginnt wo der Tod oft nur von der Schippe gesprungen wird, ein merkwürdiger Alchemist, der mithilft und viele Erkenntnisse zu den eigenen Wünschen werden festgestellt. Denn zwischen Elisabeth und Konrad hat es gefunkt, etwas das Victor nicht so gerne sieht. Wird er seinen Bruder retten oder lässt er ihn sterben, um Elisabeth für sich zu gewinnen?
Alles in allem hat die Geschichte recht kurze Kapitel, welche schnell zu lesen war. Die Erzählung handelt aus der Sicht von Victor und gibt daher seine Gefühle für seinen Bruder und für Elisabeth wieder.

Die Abenteuer sind nicht zu fantastisch, sondern könnten so wirklich stattfinden. Leider bleibt die erwartete Spannung im Ganzen etwas auf der Strecke und die Charaktere bekommen leider keinen allzu großen Tiefgang da es nur aus Victors Sicht passiert. Trotz alldem habe ich bereits den zweiten Teil im Schrank und werde diesen lesen. Denn der Weg bis hin zum großen Frankenstein ist noch weit und man möchte dennoch wissen was Victor noch alles dazu bewegt hat, sein Monster zu erschaffen.

Es handelete sich zudem noch um eine alte Buchversion die gebunden ist. Leider war diese nicht im Bestans von lesejury auffindbar.

Veröffentlicht am 11.04.2020

Wie weit wirst du gehen?

The Escape Game – Wer wird überleben?
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Ein Prolog der einen fragen lässt was passiert ist. Ein inkompetenter Wachmann hört Schüsse in einem Gebäude wo keiner sein soll. Aufzugtüren, die sich öffnen und sehr viel Blut kommt aus diesem raus. ...

Ein Prolog der einen fragen lässt was passiert ist. Ein inkompetenter Wachmann hört Schüsse in einem Gebäude wo keiner sein soll. Aufzugtüren, die sich öffnen und sehr viel Blut kommt aus diesem raus.
In einem Wechsel aus der Perspektive im Aufzug und von Sara Hall erfahren wir eine Geschichte mit mehr Verschwörungen und Geheimnissen als zuerst vermutet.
Eine Gruppe von Geschäftsleuten wird an einem Freitagabend in ein Meeting beordert, welches sich dann als Escape Game in einem Aufzug herausstellt. Schon recht schnell erfahren wir, dass eine Person fehlt und das Sara Hall nicht mehr lebt.
Aber wer ist Sara Hall? Dies erfahren wir in der zweiten Zeitspanne, wo die junge Frau als frische Absolventin der Uni einen Job sucht und dann über Umwege in der Firma angestellt wird.
Wir erfahren während des Escape Games im Aufzug viel über Charaktere, welche sich dort aufhalten. Von den Schulden, zu teure Frauen daheim, Geldsorgen und der Ungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen in der Finanzwirtschaft.
Der Aufstieg und der Fall von Sara ist ebenfalls sehr gut dargestellt und zeigt was für ein Haifischbecken das Business ist. Aber hier geht es noch viel weiter als man denkt und die Geschichte bekommt eine Wendung die man erstmal gar nicht sieht. Vor allem da mehr Leute als nur Sara nicht mehr Teil des Teams sind und der Erfolg gepflastert von Leichen ist.
Der Titel ist im Ganzen irreführend, weil die Geschichte mehr die tiefen Abgründe der Finanzwelt zeigt und der menschlichen Psyche. Wie weit Menschen gehen, wenn es um Geld und Prestige geht. Aber trotz dessen das ich erwartet habe eine Geschichte über das Spiel Escape Room zu lesen, bin ich positiv gestimmt über das war es wirklich war.

Veröffentlicht am 11.04.2020

Eine ganz nette Fantasystory

Windborn. Erbin von Asche und Sturm
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Die junge Ashara ist eine Wolkenstürmerin. Sie ist somit eine Elementwandlerin und hat spezielle Fähigkeiten. Bei ihr hilft die Gabe Wasser in der Wüste zu finden. Ohne diese Gabe wäre ihre Sippe zum Tode ...

Die junge Ashara ist eine Wolkenstürmerin. Sie ist somit eine Elementwandlerin und hat spezielle Fähigkeiten. Bei ihr hilft die Gabe Wasser in der Wüste zu finden. Ohne diese Gabe wäre ihre Sippe zum Tode geweiht, da diese sonst verdursten würden.
Neben der Gefahr zu verdursten, müssen sie sich der davor Schützen von den Skar gefunden zu werden. Diese jagen Elementarwandler und versklaven Menschen.
Eines Tages wird ihre Sippe von den Verfolgern der Skar überfallen und ihr bleibt nur die Flucht in die Berge, da sie sonst von diesen gefangen genommen wird.
Dort wird sie von Kiyan gefangen genommen. Er ist ein Wasserelementler und somit der begehrteste von allen. Er lebt mit seinen Volk in den Bergen, um dies zu schützen. Doch nun hat er mit Ashara keine einfache Gefangene, denn diese möchte zurück zu ihren Volk.
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Sie ist rasant und zeigt wie schwer es Ashara fällt ihrer Sippe zu helfen und ihrem Bruder. Auf der anderen Seiten möchte sie natürlich Kiyans Volk nicht gefährden. Die Liebesgeschichte, welche sich zwischen den beiden entwickelt ist nicht so stark Vordergründig sondern ein Teil der Geschichte aber nicht der ausschlaggebende und das macht es sehr angenehm. Ein Fantasyabenteuer welches sich zu lesen lohnt.

Veröffentlicht am 07.04.2020

Gut durchdachter Thriller

Blackout
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Wenn du aus einer Notoperation aufwachst, weil dir gerade eine Gehirntumor entfernt wurde, bist du erstmal etwas angeschlagen. Aber wenn die Polizei dich dann wegen des Mordes an deiner Ex-Freundin festnimmt ...

Wenn du aus einer Notoperation aufwachst, weil dir gerade eine Gehirntumor entfernt wurde, bist du erstmal etwas angeschlagen. Aber wenn die Polizei dich dann wegen des Mordes an deiner Ex-Freundin festnimmt fallen alle andere Sorgen von dir ab. Du sollst was getan haben? Und dann ist das schlimmste an der Geschichte, dass der Mord geschehen ist wie in deinen Krimis. Du bist Autor und es scheint als wäre dein Täter lebendig geworden. Daher bist du Verdächtiger Nummer eins.

Während deiner Zeit in Arrest wird das nächste Opfer gefunden. Somit bist du erst mal raus aus der Zelle aber die Polizei behält dich im Auge. So versuchst du den Täter zu finden, was nicht sehr einfach ist. Den neben regelmäßigen Blackouts gibt es verdächtige Spuren, welche immer wieder zu dir zu führen scheinen.

Andrew Danner ist einer der sympathischsten Hauptcharaktere, die ich in einem Buch erlebt habe. Seine Selbstironie hat das Buch in seiner harten Thematik und dem Hintergrund das ein Mord stattgefunden hat, positiv aufgelockert. Der Autor schafft es eine Szenerie aufzubauen, wo man selbst nicht sicher ist ob Andrew der Täter ist oder nicht. Man hat durchgängig das Gefühl er kann es nicht sein. Aber dann sind da die Blackouts und die Spuren, welche immer wieder zu ihm führen.

Für mich war es ein gut durchdachter Trhiller, der mal anders war als das Durchschnittsbuch.