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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2024

Absolut empfehlenswertes Nachschlagewerk

Krankheit als Symbol
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𝕂𝕣𝕒𝕟𝕜𝕙𝕖𝕚𝕥 𝕒𝕝𝕤 𝕊𝕪𝕞𝕓𝕠𝕝: ℍ𝕒𝕟𝕕𝕓𝕦𝕔𝕙 𝕕𝕖𝕣 ℙ𝕤𝕪𝕔𝕙𝕠𝕤𝕠𝕞𝕒𝕥𝕚𝕜 𝕦𝕟𝕕 𝕀𝕟𝕥𝕖𝕘𝕣𝕒𝕝𝕖𝕟 𝕄𝕖𝕕𝕚𝕫𝕚𝕟

Das Handbuch ist es alphabetisches Nachschlagewerk nach Krankheiten und über 1000 Symptomen sortiert, die jeweils in kurzen Textspalten ...

𝕂𝕣𝕒𝕟𝕜𝕙𝕖𝕚𝕥 𝕒𝕝𝕤 𝕊𝕪𝕞𝕓𝕠𝕝: ℍ𝕒𝕟𝕕𝕓𝕦𝕔𝕙 𝕕𝕖𝕣 ℙ𝕤𝕪𝕔𝕙𝕠𝕤𝕠𝕞𝕒𝕥𝕚𝕜 𝕦𝕟𝕕 𝕀𝕟𝕥𝕖𝕘𝕣𝕒𝕝𝕖𝕟 𝕄𝕖𝕕𝕚𝕫𝕚𝕟

Das Handbuch ist es alphabetisches Nachschlagewerk nach Krankheiten und über 1000 Symptomen sortiert, die jeweils in kurzen Textspalten behandelt werden.
Hierfür ist Voraussetzung, dass der oder die Lesende einen Zusammenhang zwischen Krankheit und Psyche/Symbolik/Unterbewusstsein anerkennt, auf welche im einzelnen eingegangen wird. Schlägt man ausgewählte Symptome auf, trifft zumindest in meinem Fall die psychologische Erörterung so gut wie immer zu und regt zur Selbstreflexion an. Der Hinweis, dass schulmedizinische Versorgung dennoch in vielen Fällen anzuraten ist, ist vorhanden, allerdings liegt hierauf nicht der Fokus. Aus diesem Grund ist das Buch ausschließlich dann sinnvoll, wenn man offen für psychologische Ursprungsarbeit ist. In diesem Fall ist es leicht verständlich, absolut logisch und nachvollziehbar aufgebaut  und kann in einigen Situationen einen entscheidenden Hinweis liefern, zurück zu einer gesunden inneren Mitte zu finden, wobei die Umsetzung einem selbst überlassen wird. Allerdings gibt es vom Autor zahlreiche meiner Meinungs nach wirkungsvolle Meditationen zum Anhören, wobei jede eine andere Krankheit behandelt. Zudem bietet das Buch eine Einführung und Übersicht über Organe und Körperregionen und erklärt eingänglich und leicht nachvollziehbar, wie die nachfolgenden Registerseiten anzuwenden sind. Der renommierte Autor (dr.med.) ist seit 40 Jahren als Arzt tätig, spricht in zahlreichen Videoformaten über Ernährung und gibt Seminare, ist also durchaus glaubhaft, auch innerhalb seiner weiteren Werke.
Das Buch sendet wichtige Impulse für die eigene physische und psychische Weiterentwicklung und ist ein Muss für jeden, der sich für die symbolische Bedeutung bestimmter Krankheiten interessiert. Von meiner Seite aus eine große Empfehlung mit 5⭐

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Veröffentlicht am 19.02.2024

Highlight

Der Fuchs von Aramir
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𝔻𝕖𝕣 𝔽𝕦𝕔𝕙𝕤 𝕧𝕠𝕟 𝔸𝕣𝕒𝕞𝕚𝕣
Katja Brandis

🦊 Das Cover und auch der wunderschöne Farbschnitt haben es mir sofort angetan! Die verschiedenen Fabelwesen in gold sehen auf dem blauen Hintergrund einfach nur großartig ...

𝔻𝕖𝕣 𝔽𝕦𝕔𝕙𝕤 𝕧𝕠𝕟 𝔸𝕣𝕒𝕞𝕚𝕣
Katja Brandis

🦊 Das Cover und auch der wunderschöne Farbschnitt haben es mir sofort angetan! Die verschiedenen Fabelwesen in gold sehen auf dem blauen Hintergrund einfach nur großartig aus, die Illustratorin hat hier wirklich großartige Arbeit geleistet und sticht unter vielen hervor!
🦊 Auch der Roman selbst hat mir richtig gut gefallen. Ich habe bereits einige Bücher der Autorin gelesen und muss gestehen, dass dieser schnell zu meinem Liebling wurde.
🦊 Ich habe jede Figur geliebt. Sie waren individuell und besonders und ich hätte sie gern noch in einem weiteren Band begleitet. Besonders Rouka und Devan, aus deren Perspektive erzählt wird, habe ich in mein Herz geschlossen, weshalb ich sehr glücklich war, dass die Geschichte genau so endete :) aber auch diese kleine Untergrundgang mit den Kindern hat es mir angetan. Oder die sprechenden mystischen Tiere als Partner und Verbündete.
🦊 Der Roman blieb von der ersten bis zur letzten Seite spannend und ist richtig gut geschrieben, da kommt einfach die Bestsellerautorin durch :D man merkt, dass die Autorin schon sehr viel für diese und ähnliche Zielgruppen geschrieben hat. Dennoch kamen auch in diesem Buch wieder zahllose innovative Ideen zusammen, die uns in eine detailliert-anschlaulich beschriebene magische Welt entführen. Besonders die Idee mit dem Labyrinth habe ich geliebt, nie wäre ich auf die Lösung dahinter gekommen.
🦊 Einen kleinen Kritikpunkt habe ich im Sensitivity Kontext. Ich finde es nicht so toll, dass einem Mann als "Strafe" weibliche Geschlechtsorgane angezaubert werden (oder Menstruation als Strafe einzusetzen), er dann für kurze Zeit unter Bauchkrämpfen leidet, es ihm aber peinlich ist, nach einer Wärmflasche zu fragen, und er dann wieder zur Besänftigung zurückverwandelt wird. Frauen, die unter schlimmen Schmerzen leiden, können  es auch nicht mal eben wegzaubern und sollten sich auch nicht schämen müssen, um eine Wärmflasche/ Hilfe/Unterstützung zu bitten 🙈 Wir hetzen deswegen übrigens auch keine Auftragsmörder auf Teenies xD
Irgendwie gab es bei der Aktion im Buch nicht mal einen richtigen Lerneffekt oder veränderte Sicht auf die Frauen, sondern wirkte eher wie ein merkwürdig konstruierter Gendereinschub von 2-3 Seiten.
🦊 Unabhängig von diesen kurzen zwei Seiten kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen, vor allem für Jugendliche. Es ist schnell mein Lieblingsbuch der Autorin geworden. Innovativ magisch, toll geschrieben, fesselnd - einfach super gelungen! :)
5⭐

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Veröffentlicht am 19.02.2024

Must Read im mental health genre

Wo die Sterne uns sehen
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💫 Vorweg möchte ich sagen, dass ich den Feed der Autorin schon länger verfolge und finde, dass sie eine großartige, starke, grundehrliche und sympathische junge Frau ist, die man einfach nur von Herzen ...

💫 Vorweg möchte ich sagen, dass ich den Feed der Autorin schon länger verfolge und finde, dass sie eine großartige, starke, grundehrliche und sympathische junge Frau ist, die man einfach nur von Herzen unterstützen möchte 🥰
💫 In ihrem neuen Roman behandelt die Autorin sehr ernste Themen, weshalb ich dringend dazu raten, die Triggerwarnung zu beachten. Obwohl bewusst im aktiven Sinn auf bestimmte Szenen verzichtet wird, nimmt es wahnsinnig mit, gerade weil es sehr authentisch und echt geschrieben ist, als wäre man mitten im Geschehen. Ich hatte das Gefühl, es handelt sich um ein wichtiges Herzensprojekt der Autorin.
💫 Der Schreibstil ist wie immer flüssig, emotional und super zu lesen, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Zudem lernt man einiges über das Berufsfeld Soziale Arbeit.
💫 Die Protagonisten haben mir gut gefallen, hoben sich von 0815 Stereotypen ab und überzeugten durch Individualität, Charakter und Tiefgang. Dass so ziemlich jede/r einen traumatischen Hintergrund hat, war fast etwas viel. Zwar handelt es sich um Selbsthilfegruppen als zentrale Lokalität, doch trifft es auch auf alle drei Frauen der WG zu. Erst Diez brachte immer mal wieder ein bisschen Leichtigkeit in die Geschichte, als Sympathieträger für den Folgeband ist er zweifellos bestens geeignet :)
💫 Fazit: Der Roman ist authentisch, bildhaft, für mich an einigen Stellen etwas viel, für einige ganz bestimmt ein großartiger Zuspruch, um Hilfe zu bitten und diese anzunehmen.
💫 Justine hat wieder einmal mit einer tiefgründigen Message überzeugt, die sie auch vielfältig in ihrem Feed verteilt und ihre Stimme gefunden hat, um damit ihre Mitmenschen zu erreichen und mental zu unterstützen. Danke hierfür 🥰 Auch an den Verlag, der Autoren und Autorinnen die Möglichkeit gibt, solch wichtige Themen anzusprechen und zu teilen.
4.5 ⭐

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Veröffentlicht am 24.01.2024

Spannende Person, aber kein Ratgeber für die Frau von nebenan

Be Your Own F*cking Hero
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Die Autorin als Mensch wirkt auf mich beeindruckend, zum einen als sehr starke, selbstbewusste Person, zum anderen in ihrem hart erarbeiteten Sprung zur Karrierefrau.
Bei dem Buch hatte ich das Gefühl, ...

Die Autorin als Mensch wirkt auf mich beeindruckend, zum einen als sehr starke, selbstbewusste Person, zum anderen in ihrem hart erarbeiteten Sprung zur Karrierefrau.
Bei dem Buch hatte ich das Gefühl, es wären eher Tipps für eben solche Frauen in der Wirtschaftswelt, die sich natürlich gegen die von Männern dominierte Domäne behaupten möchten. Super Tipps, wenn es einen beruflich betrifft, aber für die breite Masse empfand ich es leider nicht. Es ist kein "Die Frau von nebenan an die Hand nehmen"-Buch, wie andere feministische Ratgeber. Ich glaube, dass der Großteil der Leserinnen nicht von der Frage nach der Farbe ihres Kostüms für Meetings betroffen ist, kann mich aber natürlich irren. Deshalb konnte ich persönlich leider nicht so viel mitnehmen wie erhofft.

Zum anderen ist mir der Schreibstil sehr schwer gefallen.
Einerseits hat der Genderstern meinen Lesefluss teilweise enorm gestört. Ich verstehe, weshalb sie sich dafür entschied, doch wären neutrale Formulierungen einfach flüssiger zu lesen gewesen.
Ein Beispiel:
"Derdie, derdie kaufen will, nennt einen niedrigeren Preis als ersie tatsächlich bezahlen würde. Derdie, derdie verkaufen möchte, nennt einen höheren als ersie braucht." (S. 45)
Der zweite Punkt war die Sprache selbst.
Irgendwann ist es einfach nicht mehr cool, wenn gefühlt jedes dritte Wort auf Englisch ist, sondern stört ebenso ungemein den Lesefluss. "Wait, what, bald, for free, I mean, I don't know, please..." Ich weiß nicht, das ist doch immer noch ein Ratgeber/Sachbuch und kein Instagram Screenshot 🙈 Genau wie z.B. "nix" statt "nichts" 🙄
Es gab viele Englische Zitate, die man genauso gut auf Deutsch hätte schreiben und so für eine breitere Zielgruppe zugänglich hätte machen können.

Die Autorin gibt selbst an, relativ kurz an dem Buchprojekt gearbeitet zu haben, was man meiner Meinung nach leider merkt - dadurch, dass sie das Privileg hatte, bei einem so großen renommierten Verlag wie Goldmann zu publizieren, hätte sie das Potenzial viel mehr ausschöpfen können.

Alles in allem erschien das Buch mehr wie eine Hommage von der Autorin an die Autorin als ein an die Hand Nehmen der Durchschnittsfrau, die in einer patriachalen Gesellschaft die Hürde meistern möchte, sie selbst sein zu dürfen. Ich empfand es als ein Buch nicht für uns, sondern für sie selbst, eine Auflistung ihrer (dennoch beeindruckenden) Erfolge, viel Eigenlob. Schade, weil sie mit ihrer Reichweite plus dem tollen Verlag einfach viel mehr bieten könnte.

Ich empfehle das Buch Frauen, die in einem ähnlichen Sektor wie die Autorin arbeiten, vlt. in Politik oder Wirtschaft. Hier gibt es einige sicher wertvolle Tipps, wie Frau sich erfolgreich durchsetzen kann und gleichzeitig sie selbst bleibt.

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Veröffentlicht am 24.01.2024

Top recherchierte erweiterte Form einer Sage von wenigen Versen

Die Kinder der Jokaste
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Ich wurde auf die Autorin durch "Stone Blind" von dtv aufmerksam, die Geschichte der Medusa, die u.a. meinen größten Jahreshighlights 2023 und einem meiner Lieblingsbücher zählt.
Auch in 𝔻𝕚𝕖 𝕂𝕚𝕟𝕕𝕖𝕣 𝕕𝕖𝕣 ...

Ich wurde auf die Autorin durch "Stone Blind" von dtv aufmerksam, die Geschichte der Medusa, die u.a. meinen größten Jahreshighlights 2023 und einem meiner Lieblingsbücher zählt.
Auch in 𝔻𝕚𝕖 𝕂𝕚𝕟𝕕𝕖𝕣 𝕕𝕖𝕣 𝕁𝕠𝕜𝕒𝕤𝕥𝕖 erzählt Hayes einen griechischen Mythos aus oft übersehenen weiblichen Perspektiven: Jokaste in der Vergangenheit und ihre Tochter Ismene in der Gegenwart.
Jokastes Geschichte beginnt als 15jährige, die nach Theben geschickt wird, um dort an einen wesentlich älteren König verheiratet zu werden, der jedoch kein Interesse an ihr hat. Ich muss gestehen, bis zur Ankuft von Ödipus war dieser Teil des Plots am handlungsärmsten. Die abwechselnden Kapitel zur Perspektive ihrer Tochter, die mit einem Mordanschlag beginnen, Unsicherheiten innerhalb der Palastmauern und der ewigen Frage nach dem rechtmäßigen Herrscher über Theben, brachten viel Spannung.
Die Beziehung zwischen Jokaste und Ödipus im Kontext der Pest war wirklich nervenaufreibend bis zur letzten Seite. Mann litt, liebte und zweifelte von Anfang bis zum hochemotionalen Ende mit den beiden.
Hätte ich nicht von vorne herein gewusst, wie der Mythos aufgelöst wird, wüsste ich nach Beenden der Lektüre tatsächlich nicht, was nun die Wahrheit ist - hier darf sich jeder seinen Teil denken.
Die Geschichte nimmt somit zunehmend an Fahrt auf und lässt einen zum Ende hin nicht mehr los.
Auch hier zeigt die Autorin wieder erfolgreich auf, wie schwierig es für die Frauen zu dieser Zeit ist, sich gegen das Patriarchat durchzusetzen, wenngleich sie mit Jokastes und später Anis Krönung eine gelungene 180Grad Wendungen wirklich starker, selbstbewusster, intelligenter Protagonistinen aufführt.
Im Nachwort wird der Ursprung des Mythos nochmal im verschiedenen Quellen verglichen, man merkt die ausführliche Recherchearbeit der Autorin wie schon bei STONE BLIND.
Ich kann den Roman jedem empfehlen, der sich für top recherchierte griechische Mythologie mit Fokus auf der weiblichen Perspektive interessiert - oder einfach für den Ödipus-Mythos.
Da sich der Anfang aus Jokastes Sicht etwas zog, es Mittelteil und Schluss aber in sich hatten, gebe ich 4 ⭐

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