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Veröffentlicht am 02.06.2026

Taxifahrten, die das Leben verändern

Okada-sans wundersame Reise mit dem Taxi der geheimen Wünsche
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Meine Meinung

„Wichtig ist jedenfalls eins, also vergessen Sie das bitte nicht: Es gibt Momente, in denen sich das eigene Schicksal auf dramatische Weise entscheidet. Jeder Mensch hat die erforderliche ...

Meine Meinung

„Wichtig ist jedenfalls eins, also vergessen Sie das bitte nicht: Es gibt Momente, in denen sich das eigene Schicksal auf dramatische Weise entscheidet. Jeder Mensch hat die erforderliche Antenne, um diese Momente zu erkennen. Und der Empfang ist am besten, wenn Sie guter Dinge sind. Sind sie hingegen schlecht gelaunt, dann funktioniert die Antenne nicht. Das größte Glück könnte Sie ereilen, und es würde unbeachtet vorüberziehen. So wie es Ihnen gestern passiert ist.“ (ZITAT)

Der Protagonist, der sich in seinem Alltag festgefahren fühlt, begegnet einem Taxifahrer, der ihn nicht nur an Orte bringt, sondern an Erinnerungen, Wünsche und Gefühle, die er lange übersehen hat.

Was mich besonders berührt hat, ist die ruhige Art, wie die Geschichte erzählt wird. Ich habe gemerkt, wie ich selbst langsamer wurde, je weiter ich gelesen habe. Das Buch hat mich daran erinnert, dass man manchmal erst dann wieder atmen kann, wenn man sich erlaubt, stehen zu bleiben. Ich mochte diese leise Art sehr, weil sie mir Raum gegeben hat, über mein eigenes Leben nachzudenken - und ich bin sicher, dass es auch anderen Leser:innen so gehen wird.

Die Themen, die im Buch auftauchen, sind unter anderem die Unsicherheit im Beruf, die Distanz zur eigenen Familie, das Gefühl, nicht genug zu sein usw. Das Buch zeigt, dass jeder Mensch Lasten trägt, die man von außen nicht sieht. Es zeigt auch, dass man von Druck und Stress manches nicht sehen kann.

Die Idee des Taxis hat für mich etwas Symbolisches. Es ist ein Ort, der sich bewegt, während man selbst innerlich still wird. Ein Raum, in dem man sich fragen darf, was man wirklich möchte.


Fazit: Das Buch ist eine Einladung, das eigene Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Ein ganz zauberhaftes tolles Buch und es gefällt bestimmt allen die Bücher wie "Bevor der Kaffee kalt wird" und "Das kleine Café der zweiten Chancen" mochten.


Klappentext

Auf einen Schlag zwanzig Kunden verloren, eine Tochter, die nicht zur Schule gehen will, das schlechte Gewissen, weil er sich um seine Mutter kümmern sollte – Shûichi Okada hält sich für den unglücklichsten Mann Japans. Und ausgerechnet er bekommt die Chance, sein Glück zu wenden, als ein mysteriöser Taxifahrer auftaucht und ihm anbietet, ihn immer genau dort abzusetzen, wo er den Weg zu einem glücklicheren Leben einschlagen kann. Shûichi steigt ein. Und Schritt für Schritt lernt er, dass Glück nichts ist, mit dem man geboren wird – es ist das Ergebnis der Entscheidungen, die man trifft, und der positiven Energie, die man in die Welt bringt.


Über den Autor

Yasushi Kitagawa ist ein japanischer Bestsellerautor und wird der »Schriftsteller, der Leben verändert« genannt. Mit einer Gesamtauflage von 1,25 Millionen Exemplaren sind seine Titel als Geschichten bekannt, die zu Erleuchtung und Inspiration führen. Er ist der Gründer einer Studienschule namens Soumeisha. Zudem reist er regelmäßig durch ganz Japan, um über seine Philosophien über Arbeit als Teil des Lebens zu referieren. Sein Schreibstil ist einzigartig, denn er versetzt die Leser in ein magisches Gefühl der Ruhe und der Selbstreflexion.

Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Lärm Reflexion

Von Lärm und Stille
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Meine Meinung

"Manchmal fühlte es sich an, als würde ich auf einer Schallwelle reisen, hin- und herschwingen zwischen einer Vergangenheit, die sich sicher anfühlte, und einer Zukunft, die ich nicht ...

Meine Meinung

"Manchmal fühlte es sich an, als würde ich auf einer Schallwelle reisen, hin- und herschwingen zwischen einer Vergangenheit, die sich sicher anfühlte, und einer Zukunft, die ich nicht vorhersagen konnte." (ZITAT)


In dem Werk von Alice Vincent "Von Lärm und Stille" geht es um eine Art persönliche Erkundung wie Frauen Klang erleben. In fast allen Beschreibungen wird betont, dass Vincent sich fragt, wie es sich anfühlt, in einer Welt zu leben, die oft von männlich geprägtem Lärm bestimmt wird.

Die Kapitel sind kurz, übersichtlich und verständlich geschrieben.

Ich habe gemerkt, wie sehr Geräusche meinen Alltag prägen, oft ohne dass ich es bewusst wahrnehme. Beim Lesen wurde mir klar, wie viel Lärm ich manchmal einfach hinnehme und wie selten ich wirklich in mich hinein höre. Ich finde das Buch weckt ein wenig das Bewusstsein hierfür.

Besonders berührt hat mich die Art, wie Alice Vincent über Mutterschaft und Veränderung schreibt. Für mich fühlte es sich an, als würde sie einen Raum öffnen, in dem man ehrlich über Erschöpfung, Überforderung, aber auch über Nähe und Verbundenheit sprechen darf.

Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass das Buch mich "entschleunigt".Ich habe mich an vielen Stellen wiedergefunden, besonders in den Momenten, in denen es um das Bedürfnis nach Ruhe geht. Das Buch hat mich daran erinnert, wie wichtig es ist, sich selbst zuzuhören, auch wenn der Alltag laut ist.

Es ist wichtig in sich zu hören, man darf auch mal laut sein, Lärm hinnehmen, aber man muss sich auch Zeit für Ruhe nehmen.


Klappentext

Es heißt, dass Frauen gut zuhören können, doch wie fühlt sich das an in einer Welt voller Lärm, der von Männern gemacht wird? Während es um uns herum lauter wird und unser Gefühl der Unverbundenheit wächst, begibt sich Alice Vincent auf eine literarische Reise, um herauszufinden, wie Frauen hören und welcher Klang ihre Leben prägt. Wie so viele von uns war auch sie von der ständigen Reizüberflutung überwältigt, und dann ertönte der Herzschlag ihres Babys. Ein unverkennbarer Rhythmus, der das Leben laut und vielstimmig werden ließ. Er führt die Autorin auf eine persönliche Suche, mit dem Ziel, den Klang als etwas Lebendiges und Stärkendes wiederzuentdecken. Ein anregendes und entschleunigendes Buch für Frauen, die sich ungehört fühlen und den Wunsch haben, tiefer in sich hineinzuhorchen.


Über die Autorin

Alice Vincent ist Journalistin, Podcasterin und Autorin von vier Büchern, darunter »Vom Wachsen und Aufblühen«, das für den Wainwright Prize nominiert wurde. Sie veröffentlicht u.a. in New Statesman, Guardian, Vogue und Sunday Times. Alice Vincent lebt in London.

Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Sammlung von Momentaufnahmen - Stories

Ein gutes Gespür
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Meine Meinung

Ich mag Bücher, die kurze Geschichten beinhalten, es ist toll für Zwischendurch, wenn man auch mal keine Zeit hat ein ganzes Buch zu lesen, bei welchem man eine Zeit "dran bleiben" möchte. ...

Meine Meinung

Ich mag Bücher, die kurze Geschichten beinhalten, es ist toll für Zwischendurch, wenn man auch mal keine Zeit hat ein ganzes Buch zu lesen, bei welchem man eine Zeit "dran bleiben" möchte. Beim Lesen von "Ein gutes Gespür" hatte ich oft das Gefühl, dass Jess Gibson genau weiß, wie man eine Szene so anlegt, dass sie harmlos beginnt und dann plötzlich eine "Schieflage" bekommt. Besonders stark fand ich die Geschichten, in denen etwas Alltägliches langsam kippt. Die Episode mit dem verschwundenen Talisman, der später an einem völlig falschen Ort wieder auftaucht, hat mich beim Lesen richtig erwischt. Die Sprache ist kontrolliert, manchmal fast kühl.

Gibson ist sehr gut darin, soziale Dynamiken sichtbar zu machen.Manchmal beginnt eine Geschichte ganz ruhig, man ahnt überhaupt nicht, welche Entwicklung diese nimmt, wie z.B. Linear A oder Kissenschliff. Aber nicht jede Geschichte erreicht dieses Niveau, und manchmal hatte ich das Gefühl, mit der ein oder anderen Story nicht ganz so warm geworden zu sein oder zu früh endet.


Über die Autorin

Jess Gibson, geboren in Kanada, besuchte als Kind Schulen in England, Deutschland, den USA, Australien und Frankreich. Später studierte sie in Toronto und promovierte in Kunstgeschichte an der Yale University. Sie spricht fließend Französisch, Deutsch und Italienisch und lebt mit ihrer Familie in Brooklyn.

Quelle: Verlag / vlb



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Veröffentlicht am 26.05.2026

Doppelbuchung

Meeresdunkel
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3,5 / 5 Sterne

Beim Lesen von "Meeresdunkel" hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass Till Raether eine starke, bedrückende Atmosphäre erschafft. Die abgelegene Finca, die Klippen, das aufziehende Unwetter ...

3,5 / 5 Sterne

Beim Lesen von "Meeresdunkel" hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass Till Raether eine starke, bedrückende Atmosphäre erschafft. Die abgelegene Finca, die Klippen, das aufziehende Unwetter und die merkwürdige Doppelbuchung erzeugen ein Gefühl von Unruhe, das mich durchaus gefesselt hat. Gleichzeitig wurde für mich aber immer deutlicher, dass der Roman sehr viel auf einmal hineinpackt: die Tretbootfahrt im Unwetter, der Sturm, der umgefallene Baum, die plötzliche Unmöglichkeit, das Gebäude zu verlassen, der Dachboden. Diese Häufung von Ereignissen wirkte auf mich teilweise too much.

Unglaubwürdig fand ich die Reaktionen der Sanitäter. Für mich passte ihr Verhalten nicht zu einer realistischen Notsituation und riss mich dadurch aus der Geschichte heraus.

Das Gefühl der Isolation, die Spannung zwischen den Familien und die unterschwellige Bedrohung sind stark umgesetzt. Im letzten Drittel zieht die Handlung spürbar an, und die Auflösung fand ich durchaus gelungen.

Insgesamt ist "Meeresdunkel" für mich ein atmosphärischer, aber stellenweise überfrachteter Spannungsroman. Die Grundidee hat mich überzeugt, doch die Vielzahl an dramatischen Elementen und sehr starken Zusammenhängen gebe Punktabzüge.

Trotzdem bleibt das Buch für mich interessant genug, um es als ungewöhnliche, düstere Urlaubsgeschichte einzuordnen.


Klappentext

Es sollte der perfekte Urlaub werden, ein echter Familientrip, wie früher: Henrike, Hans, Onkel Freddy und die Zwillinge. Eine Woche ausspannen, die letzten Sommertage genießen. Vielleicht die Chance auf einen Neubeginn, weit weg vom Alltag – in der beeindruckenden Finca mit Blick über die Bucht.

Doch als sie ankommen, sind sie nicht allein: Es gab eine Doppelbuchung, noch eine weitere Familie ist angereist. Auch sie haben eine Woche Urlaub vor sich. Und weil die ganze Insel voll ist, ziehen beide Familien ins Ferienhaus ein. Die Stimmung ist gut, niemand möchte die Urlaubslaune verderben. Platz ist ja genug da.

Ganz leise bröckelt die schöne Fassade. Das Haus ist in die Jahre gekommen, der Pool längst trockengelaufen. Irgendwie scheint eine Bedrohung in der Luft zu liegen. Und ein Gewitter braut sich zusammen. Dann finden die Familien in der Finca eine Leiche. Es ist einer von ihnen.

Während draußen der Sturm wütet, bricht sich drinnen die Wahrheit Bahn. Keiner von ihnen ist zufällig hier. Jemand wollte, dass sie an genau diesem Ort zusammenkommen. Und nicht alle sind sich so fremd, wie sie vorgeben …


Über den Autor

Till Raether, geboren 1969 in Koblenz, arbeitet als freier Autor in Hamburg, u.a. für das SZ-Magazin. Er wuchs in Berlin auf, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München, studierte Amerikanistik und Geschichte in Berlin und New Orleans und war stellvertretender Chefredakteur von Brigitte. Sein Sachbuch Bin ich schon depressiv, oder ist das noch das Leben? stand 2021 wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Sein Kriminalroman Sturmkehre, Band 7 seiner Danowski-Reihe, wurde 2025 mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet, bereits mit Treibland und Unter Wasser war er nominiert. Meeresdunkel ist sein erster Thriller. Till Raether ist verheiratet und hat zwei Kinder.

(Quelle rowohlt)

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Japanischer Horror mit Luft nach oben

Der Schrein
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Meine Meinung

"Der Schrein" hat mich vor allem durch seine Atmosphäre erreicht. Die ruhige, schleichende Art des Horrors erzeugt ein konstantes Unbehagen, das mich beim Lesen begleitet hat. Besonders ...

Meine Meinung

"Der Schrein" hat mich vor allem durch seine Atmosphäre erreicht. Die ruhige, schleichende Art des Horrors erzeugt ein konstantes Unbehagen, das mich beim Lesen begleitet hat. Besonders die Beschreibungen des abgelegenen Berges und des verwitterten Schreins fand ich stark.

Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass die Handlung nicht immer genug Schwung entwickelt. Manche Passagen wirkten für mich zu gedehnt, und die Spannung flachte zwischendurch ab. Auch zu den Figuren, besonders zu Minami, konnte ich emotional nicht ganz durchdringen.

Trotzdem mochte ich die Verbindung zur japanischen Folklore und die leise, unaufdringliche Art des Horrors.

Die mythologischen Elemente wirken authentisch und geben der Geschichte einen besonderen Reiz. Gerade diese Mischung aus Realität und Übernatürlichem hat mich immer wieder zurück ins Buch gezogen.

Für mich ist es ein solides, atmosphärisches Buch, das aber nicht ganz das Potenzial ausschöpft, das in der Idee steckt.


Über die Autorin

Nanami Kamon wurde in Tokio geboren und studierte an der Tama Art University. Nachdem sie als Museumskuratorin gearbeitet hatte, begann sie in den 90er Jahren mit dem Schreiben. Ihre Werke beziehen oft ihr Wissen über japanische Folklore, Mythologie, Fengshui und das Übernatürliche mit ein. Mehrere ihrer Werke wurden bereits verfilmt, zuletzt Room 203 und Onmyoji Zero.

Quelle: Verlag / vlb


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