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Veröffentlicht am 29.03.2026

Drachen mal anders

Of Ice and Fire - Eissonne
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Am Tag, an dem die Sonne nicht untergeht, erheben sich die jungen Männer, um sich dem Urteil des Nordkerns zu stellen – die Sommersonnenwende ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Am Tag, an dem die Sonne nicht untergeht, erheben sich die jungen Männer, um sich dem Urteil des Nordkerns zu stellen – die Sommersonnenwende ist ihr Schicksalstag.

Das Cover finde ich genial, ich bin ja sowieso ein Fan von Drachen und hier ist eindeutig der Drache im Vordergrund und machte mir daher Lust auf das Buch.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen, ich kam wirklich gut durch das Buch. Geschrieben ist es aus Sicht von Ember in der Ich-Perspektive, wobei ich die Beschreibungen sehr gelungen fand und mir alles gut vorstellen konnte.

Zu Beginn lernt man Ember kennen. Als ihr Bruder von einem Drachen getötet wird nimmt sie seinen Platz in der Ausbildung zum Nordwächter ein, doch niemand darf wissen, dass sie eine Frau ist. Ihr Ausbilder Issolas nimmt die Auszubildenden hart ran und Ember befürchtet immer mehr, dass sie es vielleicht nicht schaffen könnte.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, denn ich war sofort fasziniert von der Welt. Man lernt zuerst Ember und ihre Familie kennen und erfährt wie schwer sie es in dieser Welt haben, bereits das fand ich interessant und war dann auch auf den Rest der Geschichte gespannt.

Ember mochte ich gerne. Sie kämpft für das, was sie will und versucht eigentlich nur ihre Familie zu beschützen. Sie ist mutig, stur und lernt schnell dazu. Besonders da sie sich nicht auf diese Prüfungen vorbereitet hat ist sie im Nachteil, doch mit ein bisschen Hilfe ist sie schnell gut dabei. Ich fand ihren Ehrgeiz gut.

Issolas ist der Ausbilder von Ember und zuerst lernt man ihn als harten Ausbilder kennen, der niemanden etwas durchgehen lässt. Doch hin und wieder scheint es, als wäre er einfach nur müde von dieser ganzen Sache und als würde ihm das nichtmal Spaß machen. Da gab es immer wieder solche Momente und diese haben ihn mir immer sympathischer gemacht, bis ich ihn am Ende sogar sehr mochte.

Das gesamte Buch ist eindeutig von „The Hunger Games“ inspiriert und das zeichnet sich auch ein bisschen in der Welt ab. Die verschiedenen Fjorden schicken immer ihre Jungs zum Nordkern für die Ausbildung. Jeder Fjord ist für etwas anderes zuständig und nicht alle können sich gleich auf diese Prüfungen und die Aubsildung vorbereiten. Man erkennt eindeutige Parallelen, was mich persönlich nicht so gestört hat, denn die Geschichte war doch anders genug.

Angefangen bei den Drachen. Die Erklärung wieso es die Fjords, den Nordkern und die Drachen gibt fand ich wirklich cool. Wie die Menschen mit den Drachen umgehen und was sie daraus gemacht haben war ebenfalls interessant, wobei ich gerne noch mehr über die Drachen wissen würde. Vielleicht kommt da noch mehr im zweiten Band. Jedenfalls habe ich mich über jede Szene mit einem Drachen gefreut, denn diese waren immer actionreich und man lernt auch die verschiedenen Drachenarten besser kennen.

Die Liebesgeschichte war jetzt nicht unbedingt mein Highlight und das Buch wäre auch gut ohne ausgekommen, aber sie war auf keinen Fall schlecht geschrieben. Sie entwickelt sich langsam, hat Höhen und Tiefen und am Ende einige überraschende Wendungen. Ember versucht nur zu überleben und dafür muss sie ihre einzige Stärke, dass sie eine Frau ist, auch öfter einsetzen als ihr lieb ist. Ich will hier nicht zu viel verraten, aber ich verstand, wieso sie gewisse Dinge tat und wie ihr das weitergeholfen hat. All das führte dann auch zur der Liebelei mit Issolas, was man sich aber sicher schnell denken konnte, dass es so kommen würde.

Der Großteil des Buches dreht sich um die Ausbildung und das Training, die Prüfungen kommen erst gegen Ende. Es war jedoch zu keinem Zeitpunkt langweilig, weil beim Training immer irgendwas passiert ist und es auch ein interessantes Bewertungssystem gab. Ich hab das jedenfalls gern gelesen, die Prüfungen ware dann etwas kurz gehalten, aber haben so viel offenbart und gleichzeitig so viele Fragen aufgeworfen. Ich habe bis zum Ende mit Ember mitgefiebert und dann war es einfach vorbei. Da hört das Buch an so einem spannenden Punkt auf und als Leser muss man dann noch auf den zweiten Band warten. Richtig fies.

Fazit:

Mich hat das Buch überzeugt, es hatte zwar ein paar Schwächen, besonders in Bezug auf Ember Identität, denn das muss doch jemandem auffallen, aber ansonsten fand ich es sehr gut. Das Ende war gelungen und macht auch Lust auf den zweiten Teil. Der zäheste Abschnitt war sicherlich der Anfang, doch danach ging es spannend weiter. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.03.2026

Holpriger Start, danach wirklich gut

Der Flammenkrieger - Die Chroniken von Atulis 1
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Meinung:

Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mein Herz machte einen schweren Schlag, während ich die Türschwelle betrachtete, die mich aus meiner bekannten Umgebung ...

Meinung:

Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mein Herz machte einen schweren Schlag, während ich die Türschwelle betrachtete, die mich aus meiner bekannten Umgebung leiten würde.

Das Cover ist ein Traum. Ich könnte es den ganzen Tag anschauen, einfach weil es so schön aussieht. Durch die Flammen gibts auch gleich den Bezug zum Inhalt und auch zum Titel.

Der Schreibstil der Autorin ist zuerst etwas ungewohnt gewesen und ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich mich daran gewöhnt habe, dann ging es aber. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, es gibt aber immer mal wieder Kapite, die auch aus Ranoks Sicht geschrieben sind, sodass man beide Hauptcharakter besser kennen lernen kann.

Zu Beginn lernt man Yuri, die Wasserpriesterin kennen. Sie soll sich auf den Weg zum Meer machen, um eine Flut auszulösen, denn ihr Land ist heiß und das Wasser knapp. Auf dem Weg zum Meer begegnet sie Ranok, einen Flammenkrieger, der ihr zeigen will, dass sich ihre beiden Ländern vertragen können und zusammenarbeiten sollten.

Der Einstieg in das Buch ist mir wirklich schwer gefallen. Ich musste mich da wirklich durchkämpfen und erst, als die Reise losging, wurde es besser. Davor fand ich es sehr zäh und langweilig, es hat mich nicht packen können. Ich bin dennoch froh, dass ich weitergelesen habe, denn sonst wäre mir der Rest entgangen und der war sehr viel besser.

Yuri mochte ich gerne, sie ist sehr behütet aufgewachsen und glaubt daher nur das, was man ihr erzählt hat. Doch sie beginnt auch Dinge zu hinterfragen und nicht einfach alles hinzunehmen. Außerdem ist sie sehr stark und ein richtig netter Mensch, sie hätte ich gerne als Freundin.

Ranok konnte ich zuerst nicht vertrauen, der er schien einfach zu nett zu sein, doch es stellte sich raus, dass er einfach so ist. Ein netter Kerl, der keinen Krieg zwischen den Ländern will und sein Land einfach vor den Fluten retten will. Ich fand ihn sehr sympathisch und wie er mit Yuri umgeht war toll, er bedrängt sie nicht, hilft ihr in ihrem Vorhaben und versucht sie auf dem Weg zu überzeugen.

Wie schon gesagt fand ich den Einstieg sehr zäh. Man liest von Yuri, ihrem Leben als Wasserpriesterin und sieht ein bisschen, was sie so kann. Es gab viel Gerede und dieser Teil konnte mich gar nicht packen. Als sie dann ihre Reise begann und in das Nachbarland kam, ab da wurde es viel besser. Denn bereits dort wurde klar, dass sie nicht alles weiß und man sie offensichtlich über einige Dinge angelogen hat. Bereits hier habe ich zu spekulieren begonnen, meine Fragen wurden aber in diesem Band noch nicht beantwortet.

Eine Liebesgeschichte gibt es natürlich auch, diese entwickelt sich aber sehr langsam und dadurch fühlt es sich echter an. Ranok hilft Yuri und die beiden reisen zusammen weiter. Zuerst ist da kein Vertrauen, dieses wird langsam aufgebaut und danach entwickelt sich eine Freundschaft. Dass hier nichts überstürzt wird fand ich gut, man kann wirklich dabei zusehen, wie sich die Freundschaft und danach eine zarte Liebe aufbaut.

Die Reise zum Meer ist das Hauptthema in dem Buch und ich persönlich bin ein Fan von Büchern, in denen die Charaktere einfach auf einer großen Reise sind. Auf dem Weg erfährt man mehr über das Land, über Ranok und lernt auch andere Charaktere kennen, sodass es nie langweilig wurde. Dadurch, dass Yuri sowieso verfolgt wird, war auch immer eine gewisse Grundspannung da, denn es hätte jederzeit passieren können, dass ihre Verfolger sie entdecken. Ich fand den Aufbau des Buches gelungen und für mich war es, nach dem Start, auch nicht mehr wirklich langweilig. Besonders gut in Erinnerung geblieben ist mir der Besuch bei Ron, dem Freund von Ranok. Der Kerl war wirklich sehr abgedreht und ich musste da immer grinsen.

Gegen Ende wurde es dann immer spannender, je näher sie dem Meer kamen. Man fragt sich, was nun passieren wird, werden sie noch eingeholt, wird Yuri eine Flut auslösen, wird Ranok sie aufhalten. Allein wegen diesen Fragen will man schon weiterlesen und ich hatte bis zum Ende keine Ahnung, was nun genau passieren wird. Ich hatte nur gehofft, dass vielleicht erklärt wird, wieso Yuris Land glaubt, dass die anderen die Bösen sind und wer diese Geschichten verbreitet, denn auch hier hatte ich einen Verdacht. Diese Frage wurde leider nicht beantwortet. Das Ende war dann spannend und gut geschrieben und macht Lust auf den zweiten Band, denn es blieben sehr viele Fragen offen.

Fazit:

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten konnte mich das Buch dann doch noch überzeugen. Ranok und Yuri sind tolle Charaktere und ihre Geschichte hat mir gut gefallen. Das Ende lässt sehr viele Fragen offen und macht daher Lust auf den zweiten Band. Von mir kriegt das Buch vier Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.03.2026

Toller Auftakt

When Shadows Darken the Sun
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Meinung:

Die Welt besteht aus einem Wirbelsturm an Farben.

Das Cover finde ich richtig schön, man sieht gleich den starken Kontrast zwischen den beiden Protagonisten und es passt einfach perfekt zum ...

Meinung:

Die Welt besteht aus einem Wirbelsturm an Farben.

Das Cover finde ich richtig schön, man sieht gleich den starken Kontrast zwischen den beiden Protagonisten und es passt einfach perfekt zum Inhalt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht zu lesen, dadurch, dass das Magiesystem nicht super kompliziert ist kommt man auch schnell in die Geschichte rein und findet sich gut zurecht. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es sowohl Kapitel aus Cass‘ als auch aus Nox‘ Sicht gibt, wodurch man beide besser kennen lernt.

Zu Beginn lernt man Cass kennen, die zusammen mit der Thronfolgerin, in das Nachtreich reist, da die Tag-und-Nacht-Spiele anstehen. Der Schattenprinz, Nox, empfängt sie und ist sofort von Cass angetan.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Man bekommt viele Infos über die Welt und wieso es einen Licht- und einen Schattenhof gibt und was die Unterschiede sind. Das Magiesystem ist schnell verstanden und man ist nicht durchgehend verwirrt, was ich gut fand. Cass und Nox mochte ich auch sofort und ich war gespannt, wie es mit den beiden weitergehen wird.

Cass ist toll. Sie setzt sich für ihre Freunde ein und versucht alles, um einen von ihnen zu retten. Dafür bringt sie auch ihr eigenes Leben in Gefahr. Man merkt auch schnell, dass sie starke Magie besitzt und da fängt man natürlich an zu rätseln, wieso sie so stark ist und die Prinzessin nicht. Ansonsten mochte ich ihre Schlagfertigkeit und ihren Mut.

Nox war mir auch sofort sympathisch. Nach außen hin gibt er sich als der kühle, anteilnamslose Prinz, aber wenn man seine Kapitel liest wird klar, dass er gar nicht so ist. Er will nur das Beste für sein Volk, dafür lehnt er sich auch mal gegen seinen Vater auf und versucht auch alles, um die Spiele zu gewinnen. Bei Cass merkte man dann auch, dass er den Lichthof nicht so sehr hasst, wie er tut, denn je besser er die Menschen von dort kennen lernt, desto weicher wird er.

Die Welt und die Spiele haben mich sofort von sich überzeugt. Ich fand die Idee sehr gut und auch die Umsetzung war gelungen, wobei die Spiele vielleicht ein bisschen zu kurz kamen. Dafür standen andere Dinge lange im Vordergrund, wie die Rettung eines Begleiters von Cass oder dann auch die Liebesgeschichte. Darüber will ich mich gar nicht beschweren, aber die Spiele selbst empfand ich dann als recht unspektakulär und da hätte ich mir ein bisschen mehr gewunschen. Nachdem diese der Hauptgrund von dem Treffen waren, waren sie recht schnell abgehandelt.

Abgesehen davon fand ich die Liebesgeschichte aber richtig gut. Zwar vergucken sich die beiden schnell ineinander, aber das fand ich hier ok, denn sie verbringen auch viel Zeit gemeinsam. Die Entwicklung hat mir gefallen, sie haben nichts überstürzt und als sie sich das erste Mal wirklich näher kamen, fühlte es sich echt an in diesem Moment. Dass sich die beiden trotzdem so sehr misstrauen, nur weil sie aus verschiedenen Ländern kommen fand ich irgendwie traurig, denn sie haben beim Kennenlernen gemerkt, dass sie sich vertragen könnten und gar nicht so unterschiedlich sind.

Gegen Ende gab es dann zwei Wendungen. Eine davon hat mich überrascht und eine nicht. Die weniger überraschende hat sich perfekt in das Geschehen eingefügt und bietet auch noch viel Potential für den zweiten Teil, denn viele Personen waren mit dieser Wendung nicht gerade glücklich. Die zweite war dann sehr überraschend. Ich habe wirklich null damit gerechnet, über den Ausgang der Geschichte habe ich natürlich spektuliert, doch das hätte ich mir nie ausdenken können. Ich finds toll, dass die Autorin einen solchen Wow-Effekt geschafft hat und damit sofort Lust auf den zweiten Band gemacht hat, denn ich für meinen Teil bin sehr neugierig geworden.

Fazit:

Das Buch hat mich schnell von sich überzeugt. Manche Twists konnte man schneller vorhersehen als andere, aber mit dem Ende habe ich sicher nicht gerechnet. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band und ein Wiedersehen mit den Charakteren. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 15.03.2026

Sehr gute Dystopie

To Cage a Wild Bird
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Einhundertsiebenundzwanzig. So viele Leben hatte ich über die Jahre gegen einen vollen Magen getauscht.

Das Cover finde in Ordnung, es ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Einhundertsiebenundzwanzig. So viele Leben hatte ich über die Jahre gegen einen vollen Magen getauscht.

Das Cover finde in Ordnung, es sticht nicht wirklich aus der Masse hervor, aber es ist ok.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Raven, wodurch man sie am besten kennen lernt. Ich fand die Beschreibungen gelungen und auch ihrer inneren Konflikt konnte man gut nachvollziehen.

Zu Beginn lernt man Raven kennen, die eine Kopfgeldjägerin ist. Als ihr Bruder verhaftet wird und nach Endlock gebracht wird, lässt sie sich auf einen Deal mit dem Kollektiv ein um ihm da rauszuhelfen. Dafür geht sie selbst nach Endlock und muss dort überleben.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Das lag einerseits am Schreibstil aber auch an der Geschichte. Ich bin ein Fan von dystopischen Settings und das wurde hier gut umgesetzt. Ich war sofort neugierig, wie die Welt so wurde, wie die Strukturen genau aussehen und natürlich was Endlock ist.

Raven fand ich als Charakter in Ordnung, auch wenn sie nicht mein Liebling werden wird. Dafür ist sie zu impulsiv und denkt nur an sich und ihren Bruder. Selbst als sie sowas wie Freunde und Verbündete gefunden hat, dreht sich alles um ihren Bruder und erst mit der Zeit werden ihr die anderen Personen wichtiger. Ich fand sie auch leichtsinnig, sie hätte so oft erwischt werden können und nie hat sie sich Gedanken darum gemacht.

Vale blieb etwas flach für mich, weil er immer nur kurz dabei war. Ich mochte ihn grundsätzlich aber gerne. Man kann sich schnell denken, dass er was verbirgt und rätselt dann natürlich mit, wieso er Raven hilft und was er davon hat. Er ist also eher der mysteriöse Typ und immer rechtzeitig da, bevor irgendwas Schlimmes passieren kann.

Ich fand das Setting des Buches toll. In Endlock werden die Verbrecher eingesperrt und die Reichen können Jagd auf sie machen. Dafür gibt es einen umzäunten Außenbereich, es werden 10 Gefangene ausgewählt und diese müssen es zu einem Baum schaffen, bevor sie von den Jägern umgebracht werden. Wenn die Häftlinge nicht bei einer Jagd sind, müssen sie arbeiten.Ich fand das super interessant und auch die Jagden waren wirklich gut zu lesen. Es hatte ein bisschen was von Divergent, besonders alles außerhalb des Gefängnisses.

In Endlock versucht Raven nun ihren Bruder und eine andere Gefangene zu befreien, denn das war der Deal mit dem Kollektiv. Sie haben geplant und Ideen verworfen und als es immer ernster wurde, wurde auch irgendwie die Sicherheit im Gefängnis weniger. Dies ist auch mein einziger Kritikpunkt, denn es waren immer die richtigen Kameras ohne Strom, es waren nie Wärter unterwegs, die Gefangenen konnten sich frei bewegen und auch bei Jagd wurde nicht genau hingesehen. Außerdem haben sich Raven und Vale immer mal wieder auffällig benommen, aber es hat niemanden interessiert. Das ging doch ein bisschen zu einfach voran und hat mich ein wenig enttäuscht.

Neben dem Ausbruch gibt es auch eine Liebesgeschichte, die ich gar nicht unbedingt als solche bezeichnen würde, denn so wirkliche Gefühle habe ich nicht gespürt. Es war Lust da und vielleicht ein wenig Verzweiflung, aber von Liebe würde ich da sicher nicht sprechen. Dafür ging mir das alles zu schnell und es gab zu wenig Kontakt zwischen Raven und Vale, um eine sinnvolle Beziehung aufzubauen.

Gut gefallen haben mir aber die Nebencharaktere wie Momo, August oder Yara. Sie waren so verschieden und doch so gut ausgearbeitet, man muss sie einfach mögen. Ich habe bei jeder Jagd und bei jedem Konflikt gehofft, dass niemandem von ihnen etwas passiert. Besonders August ist mir schnell ans Herz gewachsen.

Gegen Ende geht dann alles recht schnell und passiert sehr viel auf einmal. Es gibt keine ruhige Sekunde mehr und als Leser fiebert man natürlich mit. Nur der große Knall am Ende blieb aus, denn vieles konnte man sich schon vorher zusammenreimen und daher gab es wenige Überraschungen. Für ich gab es auch keinen guten Cliffhanger, das Ende hat mich nicht unbedingt neugierig auf Band zwei gemacht, aber lesen werde ich ihn trotzdem, denn insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.

Fazit:

Endlich wieder ein dystopischer Roman, der echt gut war. Ich mochte die Charaktere und die Welt super gerne, die Idee mit Endlock hat mir auch richtig gut gefallen. Die Liebesgeschichte und dass vieles so einfach ging hat die Bewertung ein bisschen runter gedrückt, aber insgesamt war es immer noch ein sehr gutes Buch und bekommt von mir 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2026

Musical und Liebe

Jonah Goes Off Script
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die glitzerndes Champagnerküsse des Silvesterabends verwandelten sich langsam in Zuckerwatteblüten und buttercremefarbene Tulpen.

Das Cover ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die glitzerndes Champagnerküsse des Silvesterabends verwandelten sich langsam in Zuckerwatteblüten und buttercremefarbene Tulpen.

Das Cover finde ich richtig süß. Ich mag diesen Stil von Covern sehr gerne und hier passt einfach alles. Wir sehen Jonah und Dexter und natürlich die Bühne, die eine wichtige Rolle spielt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen und man kommt schnell weiter. Geschrieben ist das Buch in der dritten Person, wobei man hauptsächlich Jonah begleitet und von ihm liest.

Zu Beginn lernt man Jonah kennen, der für die Hauptrolle in einem Musical einen Award gewonnen hat und nun immer bekannter wird. Als Dexter Ellis für sein Musical gecastet wird, fürchtet Jonah, dass er seine Rolle verlieren könnte. Zuerst mögen sich er und Dexter auch nicht, doch mit der Zeit merken sie, dass sie gar nicht unterschiedlich sind.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Es startet direkt mit der Preisverleihung und dort lernt man auch schon Jonah kennen. Jonah ist sehr nervös und das merkt man auch, es wird auch schnell klar, dass es immer wieder witzige Stellen geben wird, die aber nicht übertrieben geschrieben sind. Bis Dexter auftaucht dauert es dann ein wenig, denn man liest von Jonah und dem Musical und wie so ein Abend abläuft.

Jonah mochte ich gerne und ich konnte mich gut mit ihm identifizieren, weil er ebenfalls ein Overthinker ist. Er zerdenkt alles und anstatt mit den Leuten zu reden, nimmt er an, dass etwas so ist und kriegt dann Panik. Ich konnte ihn so gut verstehen. Ansonsten ist er ein sehr netter Kerl und super Freund.

Dexter ist eine andere Geschichte, denn ihn fand ich zuerst sehr unsympathisch. Er verhielt sich arrogant und hat sich Jonah gegenüber auch nicht nett verhalten. Doch das ändert sich zum Glück schnell und man merkt, dass er eigentlich ganz ok ist. Sehr sarkastisch und unsicher, aber nett. Bis zum Ende mochte ich ihn schon gerne, doch mein Lieblingscharakter wird er trotzdem nicht.

Ich liebe Musicals und allein schon deswegen hat mich das Buch sofort angesprochen. Die Thematik war genau meines und das Theater und Musicals im allgemeinen haben hier eine große Rolle gespielt. Das Leben von den Darstellern wurde richtig gut beleuchtet und ich hab die Abschnitte, in denen sie auf der Bühne standen, wirklich geliebt. Es war interessant einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und wenigstens ein ungefähres Gefühl zu bekommen, wie das so ablaufen kann. Es war richtig grandios und Jonah und Dexter haben da super rein gepasst.

Die Geschichte ist einfach. Dexter und Jonah spielen Rivalen, sollen aber im echten Leben so tun, als wären sie Freunde. Dabei mögen sie sich zuerst gar nicht besonders. Dieses Setup bietet richtig viel Potential und es hat auch Spaß gemacht zu sehen, wie sie sich zuerst bekriegen und dann immer näher kommen. Von Beginn an hat die Chemie zwischen ihnen gepasst und ich fands süß, wie Jonah sich immer wehren will. Durch blöde Zufälle treffen sie sich aber immer wieder und mir ist besonders die Nacht in Erinnerung geblieben, in der Jonah Dexter heimbringen musste, weil dieser zu viel getrunken hatte. Dieser Abend war perfekt komisch, angefangen beim Uber bis hin zu dem Desaster am Ende, doch es hat einfach zur Geschichte und den Charakteren gepasst und das war auch der Moment, in dem ich das erste Mal dachte, dass die beiden gut zusammen passen.

Die Liebesgeschichte fand ich allgemein sehr süß, denn die beiden mochten sich zuerst nicht und dann kamen sie sich näher und plötzlich waren sie das perfekte Paar. Ihre kleinen Momente gemeinsam haben das so besonders gemacht und dadurch fühlte es sich echt an.

Im letzten Drittel passiert dann sehr viel. Einmal eine Krise, dann ein bisschen Liebesdrama und dann noch Theaterdrama. Besonders die Krise hat mich mitgenommen und da wurde das Buch plötzlich traurig und ging in eine ganze andere Richtung als der Rest. Dennoch gab es schöne Momente, die das ausgeglichen haben und die mir ein paar Tränchen in die Augen getrieben haben. Dagegen war das Drama harmlos, denn man konnte es vorhersehen und wie es gehandhabt wurde war auch gut. Ich fand es nur schade, dass sich Jonah in diesem Teil sehr von allen abgeschottet hat und damit viel verpasst hat. Es wäre um einiges leichter gewesen, wenn er mit jemandem geredet hätte. Dennoch hat sich zum Schluss alles geklärt und ich fand es gut so, wie es war. Die Charaktere haben alle eine starke Entwicklung durchgemacht und am Ende selbstreflektiert gehandelt.

Fazit:

Das Buch hat mich wirklich überrascht. Ich habe damit gerechnet, dass es mir gut gefallen würde, wegen der Thematik, aber ich habs wirklich gern gelesen und Jonah und Dexter sind mir schnell ans Herz gewachsen. Hin und wieder fand ich es ein wenig übertrieben und in der Mitte auch etwas langatmig, aber ansonsten war es ein schönes Buch. Von mir kriegt es vier Sterne.

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