Viel zu lang
Only in Your DreamsMeinung:
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!
„Ich habe hier was für dich.“
Das Cover ist genau meins. Ich mag den Stil von gezeichneten Covern sehr gerne und dass man darauf noch die ...
Meinung:
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!
„Ich habe hier was für dich.“
Das Cover ist genau meins. Ich mag den Stil von gezeichneten Covern sehr gerne und dass man darauf noch die Berufe der beiden Hauptfiguren ein wenig erahnen kann, machts noch besser. Daran habe ich rein gar nichts auszusetzen.
Der Schreibstil der Autorin war in Ordnung. Ich kam gut voran und er war auh flüssig zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es sowohl Kapitel aus Zac’s als auch aus Mel’s Sicht gibt. Dadurch bekommt man gute Einblicke in die Gedanken der jeweiligen Person, was ich mag.
Zu Beginn lernt man Melody kennen, die wieder zu ihrem Bruder zieht, nach einer unschönen Trennung. In ihrer Heimatstadt trifft sie auf ihren Jugendschwarm Zac, der sie damals ziemlich verletzt hat. Doch die beiden können sich nicht aus dem Weg gehen in der kleinen Stadt und kommen sich unweigerlich wieder näher.
Der Einstieg in das Buch ist mir wirklich leicht gefallen. Der erwähnte Ausflug aus dem Klappentext ist schnell da und ich hatte echt Spaß dabei, von den beiden zu lesen. Wie sie allein im Wald zurückbleiben, ein ganzes Wochenende und sich dabei nicht aus dem Weg gehen können. Der Anfang war stark und hat mir Lust auf den Rest des Buches gemacht, doch dieses Gefühl hat nicht bis zum Ende angehalten.
Melody mochte ich gerne. Ihr Ex hat sie nicht gut behandelt und mit der Zeit realisiert sie das selber und arbeitet das auf. Wie sie das macht und damit umgeht fand ich gut beschrieben. Sie macht eine starke Wandlung durch, denn am Anfang war sie eher unterwürfig und scheu, das hat sich in eine gute Richtung entwickelt.
Zac hingegen hatte keinerlei Tiefe und ich habe mich bis zum Ende nicht wirklich für ihn begeistern können, auch wenn er gute Momente hatte. Zu Melody kann er süß sein und er kümmert sich rührend um sie und auch um Noah, aber mehr ist an seinem Charakter nicht dabei. Ich konnte keine Verbindung aufbauen und auch keine Sympathie aufbringen.
Ich weiß gar nicht so recht, wo das Buch falsch abgebogen ist. Denn der Beginn war richtig stark, hat mir Spaß gemacht und ich habe gerne von Melody und Zac gelesen. Spätestens bei der Hälfte wurde es aber richtig zäh. Es gibt keinen Grund, dass das Buch so lang sein muss, denn mit der Zeit hat sich vieles einfach nur wiederholt. Der Ausflug war schnell vorbei und dann gabs immer noch 400 Seiten, die gefüllt werden wollten und da find es dann an, langweilig zu werden. Immer wieder gibt es Gespräche, gleiche Szenen und keine wirkliche Entwicklung.
Die Liebesgeschichte fand ich auch nicht wirklich toll. Zuerst war es süß, wie sich die beiden immer wieder in die Haare gekriegt haben, wie sie versucht haben nicht miteinander zu reden, obwohl beide noch Gefühle haben. Es war schön zu lesen, nur irgendwann war es auch zu viel. Melody will keine Beziehung, obwohl sie immer noch in Zac verknallt ist, er sagt ihr offen, dass er eine Beziehung mit ihr will und tut alles für sie. Manchmal wirkte es schon fast als würde sie ihn ausnutzen. Mir war das einfach zu viel des Guten. Der Grund, wieso damals nichts aus ihnen geworden ist war auch offensichtlich. Schon im ersten Kapitel kommt man als Leser drauf und dann war es nur noch nervig, dass das Thema nie angesprochen wurde und erst am Ende ein großes Drama draus gemacht wurde.
Was ich sehr schade fand war, dass die Nebencharaktere komplett untergegangen sind. Besonders Parker, der Bruder von Mel, und Summer hätten ruhig öfter vorkommen können, denn die beiden waren toll. Sie sind nur kurz aufgetaucht, wenn es für den Plot relevant war, aber sie hätten genauso gut auch nicht existieren können. Connor, den Ex von Mel, fand ich aber gut eingebaut. Seine Rolle ist nicht groß, aber relevant für Mel, damit sie alles verarbeiten kann.
Die letzten 100 Seiten habe ich dann nur noch überflogen, aber es wurde nochmals künstliches Drama eingebaut, einmal mit Connor und dann mit Parker. Beides kam nicht überraschend und es hat mich auch nicht mehr sonderlich interessiert. Die Liebesgeschichte hat micht zu diesem Zeitpunkt schon lange verloren, weil ich die beiden einfach nicht zusammen sehe. Es gab keine Chemie und ich verstehe nicht, wie sie überhaupt zusammen sein können. Den Rest der Reihe werde ich sicher nicht mehr lesen.
Fazit:
Ich bin richtig enttäuscht von dem Buch, denn der Start war stark und konnte mich auch fesseln, aber dann gings schnell bergab. Die Charaktere waren fast alle sehr flach und das Ende habe ich nur noch überflogen. Ich gebe dem Buch leider nur 2 Sterne.