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Veröffentlicht am 15.04.2025

In den Beerenfeldern von Maine

Beeren pflücken
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Inhalt
Zwei unterschiedliche Familien und wie sie mit ihren Emotionen umgehen.
Die eine Familie, nicht wirklich reich an materiellen, aber umso reicher an emotionalen Dingen. Sie gehen liebevoll miteinander ...

Inhalt
Zwei unterschiedliche Familien und wie sie mit ihren Emotionen umgehen.
Die eine Familie, nicht wirklich reich an materiellen, aber umso reicher an emotionalen Dingen. Sie gehen liebevoll miteinander um, passen gegenseitig aufeinander auf, leben einige ihrer Bräuche als Mi'kmaq, sind friedlich und müssen doch mit Brutalität und Verlust umgehen lernen. Denn eines Tages verschwindet eines ihrer Familienmitglieder in Maine und das Verschwinden bleibt fünf Jahrzehnte ein Rätsel ...
Die andere Familie ist reich an materiellen Dingen und sie gehen oft distanziert und dann wieder erdrückend liebevoll miteinander um. Sind ängstlich, egoistisch und unehrlich. Auch in dieser Familie gibt es ein Geheimnis. Sie wiederum werden es jahrzentelang hüten ...
Aber eines haben beide Familien gemeinsam, sie müssen innerhalb ihrer Familien vergeben. Werden sie es schaffen ... ?

Meine Meinung
Die Autorin hat Mi'kmaqwurzeln und erzählt die fiktive Geschichte einer solchen Familie. Die Beerenfelder in Maine, deren Gegend im Buch teilweise beschrieben wird, existieren hingegen wirklich. Amanda Peters hat einen flüssigen und mitreißenden Schreibstil. Man fühlt sich, als wäre man als Beobachter dabei und in die jeweilige Situation hineinversetzt. Sie versteht es Wendungen einzubauen, Spannungen zu halten und Emotionen zu erzeugen. Ihre Geschichte wird aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten Norma und Joe erzählt. Die Kapitel wechseln sich zwischen den Beiden ab und beginnen immer im "Jetzt" und gehen dann in die Vergangenheit über. Der Leser rauscht auf diese Art durch fünf Jahrzehnte, beginnend im Sommer, Anfang der Sechziger Jahre. Klingt lang, ist es aber nicht.
Da der Auslöser der Story die Beerenfelder von Maine sind, finde ich das Cover sehr einfach und dennoch gelungen gestaltet.

Fazit
"Beeren pflücken" wurde bereits in mehrere Sprachen übersetzt und gewann Preise. Ich muss sagen : zu Recht, ich bin sehr begeistert von diesem Buch. Als Debüt-Roman wirklich sehr gelungen.
Von mir gibt's eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.04.2025

Schwarzhumoriger Rachethriller

How To Kill a Guy in Ten Ways
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Inhalt
Die Geschichte folgt Millie Masters, die die Hotline "Message M" für Frauen gründet, die sich auf ihrem Heimweg unsicher oder von aufdringlichen Männern belästigt fühlen. Doch Millie erkennt bald, ...

Inhalt
Die Geschichte folgt Millie Masters, die die Hotline "Message M" für Frauen gründet, die sich auf ihrem Heimweg unsicher oder von aufdringlichen Männern belästigt fühlen. Doch Millie erkennt bald, dass ein offenes Ohr allein nicht ausreicht, um die Frauen vor Übergriffen zu schützen. Als ihre eigene Schwester Opfer eines sexuellen Übergriffs wird, wächst in Millie der unbändige Wunsch nach Gerechtigkeit – und Vergeltung ...

Meine Meinung
Eve Kellman gelingt es auf gekonnte Weise, eine eigentlich "böse" Protagonistin zu erschaffen, für die man als Leserin trotz allem Sympathie entwickeln kann. Der Roman balanciert auf dem schmalen Grat zwischen schwarzem Humor und der ernsten Thematik von sexueller Gewalt und ihren Folgen. Die Handlung ist fesselnd und temporeich, gespickt mit überraschenden Wendungen. Auch wird vor expliziten Darstellungen, was eine gewisse Sensibilität beim Lesen erfordert, nicht zurück geschreckt. Der Schreibstil ist flüssig und dennoch unterhaltsam, es wird in der Ich-Form erzählt. Nur die Mitte wirkte auf mich teils etwas zu sehr in die Länge gezogen. Und die Selbstjustiz war für mich ein wenig zu überzogen dargestellt.
Das Cover ist durch die Farbwahl sehr auffällig und passt gut zur Story.

Fazit
"How to Kill a Guy in Ten Ways" von Eve Kellman präsentiert sich als ein schwarz-humoriger Female-Revenge-Thriller, der Fans von unkonventionellen Thrillern mit starken, wenn auch moralisch fragwürdigen, Frauenfiguren begeistern wird. Es ist eine Geschichte über weibliche Wut, Selbstjustiz und die Frage, wie weit man gehen darf, um sich und seine Liebsten zu schützen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2025

Originelle Bilderrätsel & Spannung pur

HEN NA E - Seltsame Bilder
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Inhalt
Ein Krimi, in Japan spielend und eine Welt voller Geheimnisse, in deren Zentrum rätselhafte Bilder stehen. Nun gilt es herauszufinden, ob diese Bilder miteinander zusammenhängen und, wenn ja, wie. ...

Inhalt
Ein Krimi, in Japan spielend und eine Welt voller Geheimnisse, in deren Zentrum rätselhafte Bilder stehen. Nun gilt es herauszufinden, ob diese Bilder miteinander zusammenhängen und, wenn ja, wie. Ergeben sie zusammen wirklich einen Sinn? Und führen sie zum Täter oder ist es nur eine gut inszenierte Irreführung ... ?

Uketsu, der in Japan bereits für Furore gesorgt hat, gilt mit seiner aufsehenerregenden Krimisensation als Vorreiter eines neuen Trends auf dem Buchmarkt.

Meine Meinung
Die Handlung basiert auf einem raffinierten Bilderrätsel und dessen tiefgründigen Analysen. Diese originelle Idee, ein Buch daraus zu gestalten, animiert die Leserinnen und Leser zum aktiven Miträtseln.
Die japanischen Namen stellten mich durchaus vor ein paar kleine Herausforderungen.
Der Schreibstil von Uketsu ist klar und einfach, aber dennoch fesselnd und flüssig. Cliffhanger und Spannungsbögen sind reichlich vorhanden. Mitunter gibt es Wiederholungen, manchmal empfand ich sie als etwas störend, manchmal konnten sie helfen die Charaktere besser einzuordnen.
Die auffälligen, fettgedruckten Wörter und Sätze, die in anderen Sprachausgaben fehlen, erscheinen mir als unnötiges Stilmittel.
Die Charaktere sind treffend gezeichnet und passen gut zur Story. Mal rätselt man fieberhaft, mal leidet und bangt man mit. Dieser Krimi hat mich begeistert, ich konnte ihn kaum aus der Hand legen.
Das Cover ist in den Farben der japanischen Flagge - Rot & Weiß - gestaltet, sehr edel und auffällig. Ein wahrer Blickfang, der einen kleinen Vorgeschmack auf die außergewöhnliche Gestaltung des Buches gibt.

Mein Fazit
"Hen Na E - Seltsame Bilder" verbindet auf einzigartige Weise literarische Spannung mit visuellen Elementen. Dadurch wird ein fesselndes Leseerlebnis zum Miträtseln geschaffen. Man entwickelt in Gedanken seine Lösungsansätze oder nimmt sich Papier und Stift zur Hilfe.
Der Autor, Uketsu, versteht es hervorragend, Spannungsbögen und Wendungen zu kreieren. Mich hat, trotz kleiner Kritikpunkte, dieses Buch in seinen Bann gezogen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Chaaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 28.03.2025

Pechvogel oder Glückspilz

Das Fest
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Inhalt
Jakob, ein ehemals erfolgreicher Filmregisseur, hat an seinem 50. Geburtstag das Gefühl, alles verloren zu haben. Seine Karriere ist am Ende, seine letzte Beziehung liegt über zehn Jahre zurück, ...

Inhalt
Jakob, ein ehemals erfolgreicher Filmregisseur, hat an seinem 50. Geburtstag das Gefühl, alles verloren zu haben. Seine Karriere ist am Ende, seine letzte Beziehung liegt über zehn Jahre zurück, und er fühlt sich alt und ideenlos. Doch seine beste Freundin Ellen ist anderer Meinung und organisiert ein Fest für ihn, das zu einer unerwarteten Reise in seine Vergangenheit wird.

Meine Meinung
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm. Man leidet mit Jakob, dem Hauptprotagonisten, mit und muss doch öfter über ihn schmunzeln. Irgendwie steckt er in einer Midlife-Crisis.
Lucy Fricke verwebt in diesem Roman Melancholie und Humor. Es geht um Freundschaft, Verlust, Verzeihen und den Mut, eventuell einen Neuanfang zu wagen. Leicht und empathisch zeichnet die Autorin ein warmherziges Bild von zwischen- menschlichen Beziehungen und den Wendungen des Lebens.
Das Cover ist in aufmunternden Farben gestaltet, passt aber trotzdem nicht ganz zur Story.

Mein Fazit
Die gesamte Handlung spielt an einem einzigen, aufregenden Tag. Mal zum Schmunzeln, mal zum Mitleiden, mal zum Kopfschütteln, mal zum Mitfreuen. Teils etwas überspitzt und unrealistisch dargestellt, aber sehr gut geeignet, um Mut zu machen. Durch die Kürze ist „Das Fest“ ein Roman für zwischendurch.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Und weiter geht's mit der düster faszinierenden Welt von Auren

The Darkest Gold – Die Kämpferin
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Inhalt
Nachdem König Midas ihr alles genommen hat, schwört die Protagonistin, nie wieder jemandem so viel Macht über sich zu geben. Um dies zu erreichen, muss Auren lernen, ihre Magie zu kontrollieren ...

Inhalt
Nachdem König Midas ihr alles genommen hat, schwört die Protagonistin, nie wieder jemandem so viel Macht über sich zu geben. Um dies zu erreichen, muss Auren lernen, ihre Magie zu kontrollieren und zu kämpfen. Ihr Angriff auf Midas hat die anderen Monarchen gegen sie aufgebracht, die ihre Auslieferung fordern. Doch zum Glück steht der Mächtigste von ihnen auf ihrer Seite ...

Meine Meinung
Die Autorin versteht es auch im vierten Band meisterhaft, eine Atmosphäre der Spannung und des Unbehagens zu erzeugen und trotzdem die Leserinnen und Leser in ihren Bann zu ziehen. Es geht um einen Kampf auf Selbstbestimmung, Magie und die Konfrontation mit mächtigen Gegnern.
Raven Kennedy gelingt es, Auren's Emotionen und Gedanken so authentisch darzustellen, dass man tief mit ihr mitfühlt.
Das Cover passt sich dem Entwicklungsstand von Auren sehr gut an.

Mein Fazit
Die Mischung aus Fantasy-Elementen und romantischen Verwicklungen ist gekonnt ausbalanciert und sorgt für ein intensives Leseerlebnis. Besonders faszinierend ist die detailreiche und bildhafte Sprache der Autorin, die die düstere Welt lebendig werden lässt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Fans von düsterer Fantasy-Romance, auf die explizite Gewaltdarstellungen nicht verstörend wirken!

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