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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.06.2020

Toller Schreibstil, aber leider in der Handlung verschenktes Potenzial

Never Let Me Down
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In letzter Zeit lese ich sehr gerne Geschichten mit Rockstars und die The-Ivy-Years-Reihe von Sarina Bowen hat mir bereits gut gefallen. Daher versprach "Never let me down" für mich auch die perfekte Mischung. ...

In letzter Zeit lese ich sehr gerne Geschichten mit Rockstars und die The-Ivy-Years-Reihe von Sarina Bowen hat mir bereits gut gefallen. Daher versprach "Never let me down" für mich auch die perfekte Mischung.

Im Buch geht es um die 18-jährige Rachel, die ihre Mutter gerade an eine schwere Krankheit verloren hat und deswegen in ein Heim ziehen muss. Zu ihrem Vater, dem berühmten Rockstar Frederick Ricks, hat sie keinen Kontakt und nichts außer ein paar Lieder auf ihrem iPod und einigen verblassten Erinnerungen. Doch dann taucht ihr Vater plötzlich im Heim auf, nimmt Rachel mit zu sich und ermöglicht ihr sogar ein Studium am renommierten Claibourne College, wo sie sich schon bald in Jake verliebt. Doch kann das wirklich alles gut gehen, wo ihr Vater, doch eigentlich ein Fremder für Rachel ist und sie fast nichts über ihn weiß?

Sarina Bowens Schreibstil konnte mich bereits in anderen Büchern begeistern und auch hier schafft sie es wieder, dass durch einen sehr flüssigen Schreibstil die Seiten nur so dahinfliegen.

Bei "Never let me down" handelt es sich dieses mal allerdings um einen Einzelband und keinen Reihenauftakt.

Die Handlung entwickelt sich zunächst in einem angenehmen Tempo, hier und da hätte es vielleicht etwas schneller gehen dürfen, aber insgesamt war die Geschichte sehr authentisch. Leider plätscherte sie ab der Hälfte des Buches dann eher dahin, ohne das sonderlich viel passierte. An sich nichts schlimmes, da sich das Buch so auch wunderbar zwischendurch oder abends lesen lässt. Allerdings hatte ich dann das Gefühl, dass die Autorin alles, was sie bisher noch nicht erzählt hatte, noch unbedingt auf die letzten 100 Seiten quetschen musste.
So passiert hier dann wahnsinnig viel und man kann oft nicht ganz folgen. Meiner Meinung nach, wurden hier auch noch deutlich zu viele Handlungsstränge angerissen und dann leider eher flüchtig zu Ende erzählt.
Hier wäre definitiv noch Potenzial für einen zweiten Band drinnen gewesen, oder die Handlungen hätten besser auf das Buch verteilt sein müssen.

Rachel als Charakter fand ich sympathisch, aber man erfährt leider kaum was über ihre Entwicklung. Beim männlichen Protagonisten Jake handelt es sich, anders als in New Adult Büchern gewohnt, dieses mal um keinen Bad Boy, sondern um einen sehr, sehr lieben Typ. Er war definitiv meine Lieblingsperson des Buches, deswegen finde ich es auch sehr schade, dass man nur relativ wenig über ihn erfährt.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden fand ich auch sehr schön zu lesen. Allerdings nimmt sie vergleichsweise wenig Platz in der Geschichte ein, was eigentlich ziemlich schade ist, da ich gerne noch mehr über die Annäherung der beiden erfahren hätte.

Den Hauptteil der Geschichte nimmt die Entwicklung und Entstehung der Beziehung zwischen Rachel und ihrem Vater ein. Das hat mir gut gefallen, da ja sonst eher die Liebesgeschichte in New Adult Büchern im Vordergrund steht. Insgesamt erfährt man aber auch hier wieder nur sehr wenige Hintergrundinformationen vor allem auch darüber, warum sich Rachels Eltern eigentlich getrennt haben.

Fazit: Ein eher mittelmäßiges Buch von Sarina Bowen. Viele Themen werden leider nur angerissen und es fehlt die Tiefe. Dennoch lässt sich die Geschichte toll lesen und beschert angenehme Lesestunden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 09.05.2020

Toller Reihenauftakt mit angenehmer Atmosphäre

When We Dream
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Geschichten rund um berühmte Musikstars versprechen immer eine Menge Drama und viele Gefühle, deswegen war ich auch auf "When we dream" sehr gespannt.

Im Buch geht es um die 19-jährige Ella, die nach ...

Geschichten rund um berühmte Musikstars versprechen immer eine Menge Drama und viele Gefühle, deswegen war ich auch auf "When we dream" sehr gespannt.

Im Buch geht es um die 19-jährige Ella, die nach dem Tod ihrer Eltern zu ihrer Schwester nach Chicago gezogen ist. Allerdings ist ihr die Stadt viel zu groß, zu laut und zu voll. Am liebsten würde sich Ella einfach in ihr Zimmer zurückziehen und die Außenwelt beim lesen oder zeichnen ausblenden. Doch dann lernt sie Jae-yong kennen, der ihre Welt von einem auf den anderen Moment komplett aus den Angeln hebt und Ellas Herz zum Rasen bringt. Was sie jedoch nicht ahnt, Jae-yong ist Mitglied der berühmtesten K-Pop Gruppe der Welt...

Ich höre selber keinen K-Pop und habe mich auch noch nie damit beschäftigt, deswegen war ich umso gespannter auf die Geschichte. Auch K-Pop als Thematik habe ich bisher in noch keinem Buch gelesen.

Die Geschichte konnte mich ab der ersten Seite in den Bann ziehen. Anne Pätzold schreibt einfach großartig. Sehr flüssig, angenehm und mit einer schönen Prise Humor. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil ich unbedingt wissen musste, wie es mit Ella und Jae-yong weitergeht.
Beide sind sehr authentische, angenehme und sympathische Charaktere. Besonders Ellas Schwester mochte ich mit ihrer lockeren Art sehr gerne.

Die Entwicklung der Liebesgeschichte war total schön zu lesen. Anfangs haben beide hauptsächlich über Chats kommuniziert und als sich beide das erste mal getroffen haben, hatten sie schon eine richtige Bindung. Das knistern zwischen ihnen konnte man richtig spüren.
Auffällig ist bei diesem Buch, dass es zwischen Ella und Jae-yong aber zu nicht mehr kommt, als zu einigen Küssen. Also es ist dementsprechend kein typisches New Adult Buch, sondern ich würde es tatsächlich eher zu den Young Adult / Jugendliebesromanen zuordnen. Für mich war das absolut nicht schlimm, ich habe nur erwartet, dass es etwas mehr zur Sache geht, wie in anderen New Adult Büchern.


Neben der Liebesgeschichte erfährt man noch viel interessantes über die asiatische und insbesondere koreanische Kultur und Musikindustrie.
Natürlich endet die Geschichte mit einem fiesen Cliffhanger und lässt den Leser gespannt auf den zweiten Band zurück.

Fazit: Angenehme Liebesgeschichte, die besonders durch die tolle Atmosphäre und Authentizität besticht und den Leser in einen regelrechten Sog zieht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2020

Gefühlvolle Fortsetzung

Someone Else
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Nachdem mir die anderen New Adult Romane von Laura Kneidl bereits sehr gut gefallen haben und mich auch bereits der erste Band "Someone new" überzeugen konnte, war ich voller Vorfreude auf Cassies und ...

Nachdem mir die anderen New Adult Romane von Laura Kneidl bereits sehr gut gefallen haben und mich auch bereits der erste Band "Someone new" überzeugen konnte, war ich voller Vorfreude auf Cassies und Auris Geschichte, die ich bereits sehr ins Herz geschlossen hatte.

Cassie und Auri könnten eigentlich das perfekte Paar sein. Schließlich sind sie beste Freunde, wohnen zusammen in einer WG und teilen auch noch ihre Leidenschaft für Cosplay und Fantasyliteratur. Doch obwohl kein anderer Cassie so gut kennt wie Auri, hat sie manchmal das Gefühl das Welten zwischen ihnen liegen. Denn der sportliche Auri hat viele Freunde und begibt sich gerne unter Menschen, während sich Cassie lieber mit einem Buch in ihre Wohnung zurückzieht und nur einige enge Freundschaften pflegt. Je mehr Zeit vergeht, desto stärker werden ihre Gefühle für Auri, doch je näher sie sich kommen, desto mehr hat Cassie das Gefühl, dass das was sie verbindet nicht so stark ist, wie das was sie trennt.

Der Schreibstil von Laura Kneidl ist absolut grandios. Ab der ersten Seite wird man in den Bann der Geschichte gezogen und kann das Buch kaum mehr zur Seite legen.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Cassie erzählt, wodurch man sie sehr gut kennenlernt und viele ihrer Handlungen und Gedanken nachvollziehen kann. Von Auri dagegen erfährt man im Vergleich dazu eher wenig, was sehr schade ist, denn es wäre sicher interessant gewesen auch noch mehr über ihn zu erfahren und einige Kapitel aus seiner Perspektive zu lesen. So konnte ich einige seiner Verhaltensweisen manchmal nicht ganz nachvollziehen. Dennoch ist Auri ein sehr liebenswürdiger und sympathischer Protagonist, dessen Geschichte ich gerne verfolgt habe.

Die Nebencharaktere sind der Autorin ebenfalls gut gelungen. Micah und Julian haben ihre Gastauftritte, genau wie Luca aus "Berühre mich. Nicht." und man erfährt auch ein bisschen was über Aliza und Lucien, deren Geschichte in "Someone to stay" erzählt werden wird und auf die ich mich schon sehr freue!

Die Liebesgeschichte von Auri und Cassie war interessant zu verfolgen und zugleich auch sehr "schmerzhaft" zu lesen, denn es ist so offensichtlich, wie sehr sich die beiden lieben und dennoch wollen sie keine Beziehung eingehen aus Angst sich gegenseitig zu verletzen und ihre enge Freundschaft zu riskieren.
Die Geschichte wurde mit viel Tiefe und Persönlichkeit erzählt und konnte mich besonders gegen Ende des Buches hin auch sehr berühren. Die Entwicklung hätte meiner Meinung nach aber etwas schneller voran gehen dürfen, denn bis zur Hälfte des Buches passiert in Sachen Annäherung zwischen Cassie und Auri eher nicht so viel.

Wie auch schon im ersten Band wurden auch in "Someone else" einige gesellschaftlich wichtige Themen behandelt. Die Einbindung derer in die Geschichte ist, wie ich finde gelungen, hätte gerne aber auch noch etwas mehr Raum einnehmen dürfen.

Fazit: Eine schöner zweiter Band, der sich flüssig lesen lässt und ohne großes Drama auskommt. Die Entwicklung der Liebesgeschichte zieht sich leider etwas in die Länge und Auri lernt man nicht so gut kennen, wie ich mir erhofft hatte, dennoch ein tolles Buch für Zwischendurch.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Cover
Veröffentlicht am 19.01.2020

Erschreckend und ergreifend

Carlsen Clips: Ich will das nicht!
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Nach der Trennung ihrer Eltern und dem damit verbundene Umzug mit ihrer Mutter, tut sich die 15-jährige Zoe sehr schwer an ihrer neuen Schule Anschluss zu finden. Da kommt die Zirkus-AG gerade recht, denn ...

Nach der Trennung ihrer Eltern und dem damit verbundene Umzug mit ihrer Mutter, tut sich die 15-jährige Zoe sehr schwer an ihrer neuen Schule Anschluss zu finden. Da kommt die Zirkus-AG gerade recht, denn Turnen ist ihre große Leidenschaft und die Mädchen dort sind nett, wie auch ihr Trainer Timo. Das es beim Training zu Körperkontakt kommt und Timos Hand dabei auch an intime Stellen rutscht, ist sicher nur ein Versehen. Doch dann wird er immer zudringlicher und fängt an, eine Grenze nach der anderen zu überschreiten...

Das Buch befasst sich mit der sensiblen Thematik der sexuellen Belästigung von Schutzbefohlenen. Dieses Thema wird auf den etwas mehr als 100 Seiten sehr gut und einfühlsam behandelt. Es ist wirklich schockierend, was sich manche Menschen herausnehmen zu tun, ohne dabei jeglichen Respekt und Schamgefühl zu verlieren.

Die Geschichte ist von Anfang an spannend, fesselnd, ergreifend und entsetzt.
Es ist erschreckend zu lesen, wie sich die anfänglichen scheinbar zufälligen Berührungen des Trainers zu immer mehr und immer heftigeren Situationen steigern.

Susanne Fülscher beschreibt einfühlsam und realistisch Zoe’s Geschichte und zieht den Leser damit in einen Bann aus erschreckenden Tatsachen. Automatisch stellt man sich dabei die Frage, wie man selbst in so einer Situation reagieren würde.
Die Thematik ist sehr wichtig und aktuell, jeder sollte sich damit auseinandersetzen, egal ob Mädchen oder Junge.

Fazit: Erschreckend, ergreifend und so wichtig! Eine sensible Thematik, die sehr gut aufgegriffen und einfühlsam behandelt wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.01.2020

Halb-Geisterfledermaus sucht Kumpel

Vincent flattert ins Abenteuer
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Als Fans der schaurig-lustigen „Scarry Harry“ Reihe, war uns die kleine quirlige Fledermaus kein unbekannter, weshalb wir uns sehr über das Spin off und Vincents Geschichte gefreut haben.
Das Buch besteht ...

Als Fans der schaurig-lustigen „Scarry Harry“ Reihe, war uns die kleine quirlige Fledermaus kein unbekannter, weshalb wir uns sehr über das Spin off und Vincents Geschichte gefreut haben.
Das Buch besteht zum größten Teil aus ansprechenden farbigen Bildern und enthält sehr wenig Text, weshalb das Buch auch für Leseanfänger geeignet ist.
Die Illustrationen sind wirklich sehr gelungen und witzig. Jede Doppelseite besteht quasi nur aus Bildern und enthält maximal eine halbe Seite Text, meistens aber auch nur ca. 3-4 Sätze, oft sind die Seiten auch im Comic Stil gestaltet. Aus diesem Grund kann man das Buch auch sehr gut als Vorlesebuch nutzen.

Die Geschichte handelt von Vincent, der Halb-Geisterfledermaus, die zusammen mit Polly, dem Poltergeist zusammen auf einem Dachboden lebt. Zusammen erleben sie immer lustige Abenteuer, denn Polly kann alle Gegenstände in Poltergeister „verwandeln“. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht die fiese Katze, die auch auf dem Dachboden haust und Vincent ständig fressen will. Da braucht Vincent dringend Unterstützung und macht sich gemeinsam mit Polly und Beule der Eule auf die Suche nach einem Freund. Doch den perfekten Freund zu finden, ist gar nicht so einfach...

Die schaurig-lustige Geschichte schafft es bestens Kinder zu unterhalten und dabei kindgerecht die Themen Toleranz, Freundschaft und Zusammenhalt zu behandeln.
Vincent ist ein sehr niedlicher Protagonist, der einem sofort ins Herz „flattert“.

Fazit: Eine liebenswerte Geschichte, sehr kindgerecht und ansprechend gestaltet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere