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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2018

Tolle Kopf- und Herznote mit temporeichem Abgang

American Royals - Wer wir auch sind
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Ich hatte das große Glück den Erotischen Roman "American Royals -Wer wir auch sind" von Nichole Chase in der Lesejuryleserunde zu lesen. Der Roman ist der erste Teil einer Duologie und erschien Ende August ...

Ich hatte das große Glück den Erotischen Roman "American Royals -Wer wir auch sind" von Nichole Chase in der Lesejuryleserunde zu lesen. Der Roman ist der erste Teil einer Duologie und erschien Ende August im LYX-Verlag.
Die Protagonisten diese Buches sind Madeline, die wilde Tochter der Präsidenten der Vereinigten Staaten, und Jake, der folgsame Sohn der Vizepräsidentin.
Nachdem Maddie durch einen unüberlegten und leider missglückten Einbruch in eine Tierversuchslabor verhaftet wurde, muss sie zu Sozialstunden mit Jake Simmon verpflichtet. Dieser leitet nach seinem Tragischen und für ihn Weltverändernden Unfall ein Ehrenamtlichesprojekt für Veteranen im Auftrag seiner Mutter. Durch die Zusammenarbeit mit Jake lernt Maddie eine vollkommen neue Seite an Jake kennen und erkennt, dass er nicht mehr der folgsame Junge von früher ist. Sie sehen sehr bald, dass sie mehr verbindet als sie zugeben wollen. Vor allem Jake, da Maddie die letzte Person der Welt ist, die er begehren sollte.
Der Roman wird aus der abwechselnden Sicht von Maddie und Jake erzählt. Die Erzählperspektive wird immer durch den Namen am Kapitelanfang ersichtlich gemacht. Dies ist meine liebste Art ein Buch zu lesen, da man die Chance hat in die Gefühlswelt beider Liebenden einzutauchen.
Der Schreibstil ist flüssig und schön zu lesen. Es war sehr schwer das Buch für die einzelnen Leseabschnitte wegzulegen. Ich fand die einzelnen Charaktere gut ausgearbeitet und sie haben auch nicht an Authentizität verloren sprich sie haben sich nicht unerklärlich im Charakter verändert. Die Autorin hat es geschafft die wichtigen Themen Tierschutz und Posttraumatische Belastungsstörung zu nehmen und darum eine interessante und lehrreiche Geschichte zu erzählen.
Wie der Titel schon verrät, finden Maddie und Jake im Laufe des Buches heraus wer sie sind und was sie mit ihrem Leben anfangen wollen. Maddie ist anfangs, eine Tierliebende, gerechtigkeitssuchende, junge Studentin die nicht immer den richtigen Weg einschlägt um die Welt zu verbessern. Leider hat sie absolut keinen Plan was sie mit ihrem Leben und der Macht, die sie als Tochter des Präsidenten hat, anstellen will und bzw kann. Durch die Zusammenarbeit mit Jake gewachsen, findet sie den richtigen Weg für ihre Wertvorstellungen zu kämpfen und ihre Macht sinnvoll einzusetzen.
Jake ist zu Beginn dieser anscheinend nach außen hin perfekte Sohn, der jedem Befehl seiner Mutter folge leistet. Allerdings sieht man schon in seinem ersten Kapitel, dass er nicht mehr der Junge von einst ist. Er ist vom Krieg verletzt und irgendwie auch gebrochen. Durch das Treffen mit seinen Freunden lernt man auch seine verletzten Seiten kennen und lieben.
Die Nebencharaktere waren fast alle sehr liebenswert, wobei ich mir gewünscht hätte, dass man von Maddies Familie genauso viel erlebt hätte wie von Jakes. Nichole Chase hat es sehr gut geschafft dass man manche Charaktere einfach nur hassen kann. ;P
Ich fand es sehr schön, dass die Autorin auch Charaktere aus einem anderen Roman eingearbeitet hat und somit Lust auf mehr von ihr machte. Leider hat sie Sam und Alex meiner Meinung nach stärker vorgestellt als Caro und Tame, um die es im zweiten Band geht.
Die ersten beiden Abschnitte fand ich super und auch sehr schön auf einander abgestimmt. Sie hatten einige sehr lustige und süße Szenen sowie auch unerwartet berührende Überraschungen. Leider hat sich im letzten Abschnitt das Tempo des ganzen Buches geändert und ist etwas zu schnell geworden wodurch einiges unschlüssig wurde und auch veloren ging. Vor allem die Versöhnung von Jake und Maddie passierte zu plötzlich und wirkte falsch.
Alles in allem fand ich das Buch bis auf das abrupte Ende ein sehr schönes Leseerlebnis und freue mich schon auf den zweiten Band.

Veröffentlicht am 10.12.2018

Witziger Anfang mit trägem Ende

One More Chance
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Neue Stadt, neuer Job, neue Liebe - so lautet Aubreys Plan. Doch ein platter Reifen und ein kleiner Ziegenbock werfen alles durcheinander. Zum Glück macht der charmante Australier Chance nicht nur ihr ...

Neue Stadt, neuer Job, neue Liebe - so lautet Aubreys Plan. Doch ein platter Reifen und ein kleiner Ziegenbock werfen alles durcheinander. Zum Glück macht der charmante Australier Chance nicht nur ihr Auto wieder flott, sondern überredet sie auch, die restliche Strecke nach Kalifornien gemeinsam zurückzulegen. Es folgen die glücklichsten Tage und aufregendsten Nächte, die Aubrey je erlebt hat, aber dann ist Chance auf einmal verschwunden.

Zu Beginn ist Aubrey einem sofort sympathisch. Sie ist witzig, hin und wieder schlag fertig aber vor allem auch zickig und naiv. Durch den kleinen Ziegenbock kommt dann im Laufe der Geschichte immer mehr ihre tierliebende loyale Seite zum Vorschein, die sie nur noch sympathischer werden lässt. Leider ändert sich mit Chances verschwinden alles. Plötzlich ist Aubrey total verschlossen, launisch und vor allem verletzt. Ihre ganze witzige und sympathische Seite ist verschwunden und hat nur noch einen verunsicherten Schatten ihrer selbst hinterlassen.
Chance fand ich auf Anhieb wundervoll (was sicher an seinem australischen Akzent liegt der super im Buch rüberkommt!). Er ist total positiv eingestimmt, abenteuerlustig und versucht immer wieder aus Aubrey das beste heraus zu bekommen in dem er sie über ihre Hemmschwelle treibt. Dieser Charakterzug hilft dem Buch zu einigen der komischsten Szenen. Unerwähnt darf man nicht seine geheimnisvolle Seite lassen, die einem immer wieder Fragen aufwerfen lässt und zum Weiterlesen animiert. In Chance (2.) Teil des Buches verschwindet seine Entschlossenheit etwas und sein Kampfgeist ist nicht sehr zielorientiert da er ewig braucht um Audreys Zuneigung wieder zu erlangen.
Als ich sah, dass am ersten Kapitelanfang Aubreys Name gedruckt war, habe ich mich wahnsinnig auf den Perspektivenwechsel gefreut. Leider wurde nur insgesamt dreimal gewechselt was dem Buch absolut nicht gut getan hat. Wie schon erwähnt fängt das Buch mit Aubreys Sicht (1.Teil) spannend und witzig gestaltet an um dann im 2. Teil zu Chance zu wechseln wo die Geschichte ihren rasanten Sturz anfängt. Hier wären häufigere Sichtwechsel für das Buch besser gewesen um auch in Aubreys Gefühlswelt eintauchen zu können und ihr etwas an Sympathie zu bewahren. Nach dem großen Perspektivenwechsel kommt es einem beim Lesen so vor als hätte man plötzlich zwei komplett verschiedene Personen vor sich. Die beiden entwickeln sich durch den „Schicksalsschlag“ – der Chance zum Verschwinden veranlasst – leider nicht unbedingt zum positiven. Mit dem Chances Perspektive verändert sich auch die Ausdrucksweise sie wird plötzlich nur noch derb im Zusammenhang mit seinen Sexuellengelüsten. Einerseits ist es verständlich, dass er nach 2 Jahren Abstinenz nur an das eine denken kann. Andererseits ist Audrey dabei ein reines Lustobjekt und man ist sich nie ganz sicher ober sie jetzt wirklich liebt oder einfach nur noch einmal flachlegen möchte.
Ein weiterer Kritikpunkt ist das sehr vieles voraussehbar war wie die Zwischenstopp in Vegas. Andererseits war der Grund für Chances verschwinden total unvorhergesehen und super übergeleitet.
Ein der besten Ideen der Autorinnen war definitiv das Einbauen des kleinen Ziegenbockes. Der Kleine hat für so viele Lacher gesorgt, die das Buch definitiv lesenswert machen auch wenn die Hauptgeschichte definitiv zum Ende hin immer schlechter wird.

Veröffentlicht am 15.07.2018

Großartige Idee und Anfang mit abfallender Umsetzung

Wild Games - In einer heißen Nacht
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Abby steht vor der Wahl bei einer Reality Gameshow mitmachen oder ihre Arbeit verlieren. Wiederwillig erklärt sie sich bereit für eine abgesprungene Kandidatin einzuspringen, hinter den Kulissen zu recherchieren ...

Abby steht vor der Wahl bei einer Reality Gameshow mitmachen oder ihre Arbeit verlieren. Wiederwillig erklärt sie sich bereit für eine abgesprungene Kandidatin einzuspringen, hinter den Kulissen zu recherchieren und einen Erfahrungsbericht für den Sender zu schreiben. Kurz darauf findet sie sich in einem knappen Bikini auf einer einsamen Insel wieder, umgeben von lauter durchgeknallten Kandidaten sowie einem arroganten Partner der sie in den Wahnsinn treibt. Ihr Partner Dean ist zu Beginn ihr erklärter Feind, doch irgendwie funkt es zwischen den beiden denn Liebe und Hass liegen bekanntlich sehr nah bei einander. ;)

"Wild Games - in einer heißen Nacht" war mein allerester Roman von Jessica Clare.
Das feminin gestaltete Cover mit den roten und schwarzen Blumen stimmt schon mal richtig auf den Handlungsort des Buches ein. Zu dem eignet es sich auch hervorragend für Buchinspirierte Fotos. ;)
Das Buch ist aus Abbys Perspektive geschrieben und lässt sich sehr gut lesen. Man ist total schnell im Geschehen des Buches drinnen und möchte es am liebsten nicht mehr aus der Hand legen. Die Videotagebuchauszüge von Dean zu Beginn jedes Kapitels machen es möglich auch etwas von seinen Eindrücken und Gedanken zu erfahren. Zudem helfen sie bei der zeitlichen Orientierung im Buch.

Abby war anfangs ein super Charakter, da man sich gut in sie hineinversetzen konnte. Sie war gewitzt, schlagfertig, lustig und ließ sich nichts gefallen. Allerdings vollführt sie im Laufe des Buches eine 180-Grad Wendung zum schlechteren. Aus der kritischen Person die alles hinterfragt wird plötzlich jemand total unsicheres und naives.
Dean lernt man nur aus Abbys Sicht sowie den kurzen Videotagebucheinträgen kennen und dort wirkt er eher Distanziert und ausweichend. Neben Dean lernt man noch zwei weitere Teilnehmer etwas näher kennen allerdings bekommt man von ihnen immer unsympathische Eindrücke vermittelt sodass man ihnen nicht wirklich traut.
Die Geschichte startet sehr schnell nach den ersten Vier Seiten ist Abby schon auf der Insel. Man erfährt fast nichts von Abbys Hintergrund ,wie in manch anderen Büchern, sondern steigt sofort in das Geschehen ein. Leider geht es im gesamten Buch so zügig weiter. Es bleibt durch das rasante Tempo leider wenig bis fast keine Möglichkeiten die Probleme auf der Insel zu behandeln. Die Beziehung von Abby und Dean entwickelt sich leider ebenso schnell. Ich hätte mir gewünscht, dass das Buch mindestens 100 Seiten mehr hätte und es etwas vertiefender und weniger gestresst geschrieben worden wäre. Zu Beginn sind die Auseinandersetzungen zwischen Abby und Dean so lustig zu lesen so wie auch die einzelnen Herausforderungen. Durch die Schnelligkeit wurde leider großes Potenzial verschenkt, die Charaktere etwas unnahbar und einiges in der Geschichte fragwürdig.
Die Idee von dem Buch fand ich soo cool deshalb wollte ich umbedingt bei dieser Leserunde dabei sein. Das Thema Realityshow ist eines das mir bis zu diesem Buch noch nie untergekommen ist daher hat es mich sehr neugierig gemacht. Leider bekommt man vom Ablauf der Show fast nichts mit und Abbys kritische Haltung gegenüber dem der Show verschwindet leider auch grundlos.

Das Buch bekommt von mir leider nur 3 Sterne da mich das Ende beim ersten lesen sehr wütend gemacht hat und somit einen komischen Lesenachgeschmack hinterlassen hat. Das Buch ist für jeden perfekt der nur ein kurzweiliges Buch ohne wirklichen Tiefgang lesen möchte.