Profilbild von Buecherhausen

Buecherhausen

Lesejury Star
offline

Buecherhausen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buecherhausen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2019

KINDERBUCH ZUM THEMA KREBSERKRANKUNG DES KINDES

Lotte und die Chemo-Männchen
0

Es gibt ein paar Fachverlage, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mithilfe von Bilderbüchern Kindern schwere Themen näher zu bringen. Ich glaube, dass dieser Art von Büchern viel zu selten Beachtung ...

Es gibt ein paar Fachverlage, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mithilfe von Bilderbüchern Kindern schwere Themen näher zu bringen. Ich glaube, dass dieser Art von Büchern viel zu selten Beachtung geschenkt wird. Ist man erst einmal betroffen, kann es eine Weile dauern, bis man das richtige Buch für sein Anliegen findet.

Inhalt:
Lotte entdeckt auf einmal blaue Flecke an ihren Beinen und weiß nicht, wo die auf einmal her kommen. Ihre Mama fährt daraufhin mit ihr zum Arzt und sie erfahren dort, dass sie an Krebs erkrankt ist.
In ihrem Blut sind schwarze Steinchen, die da nicht hin gehören und so müssen die Chemo-Männchen kommen und sie vertreiben. Dazu muss sie oft ins Krankenhaus und fühlt sich ganz schlapp und krank. Doch am Ende besiegt sie den Krebs.

Die Autorin:
Sonja Marschall begann im Alter von 14 Jahren, an diesem Buch zu schreiben. Angeregt durch die Erkrankung ihres Sitterkindes suchte sie nach Kinderbüchern zum Thema Krebs. Schnell stellte sie fest, dass es kaum Kinderbücher zu diesem Thema gibt und so versprach sie ihrem Sittemädchen, selbst eines zu schreiben. Nach einer umfangreichen Recherche, vielen Gesprächen mit Fachleuten aus Universitätskliniken und zwei Jahre später erschien nun "Lotte und die Chemo-Männchen".

Kritik und Fazit:
Es ist unglaublich, wie ein so junges Mädchen, solch ein wichtiges Buch in die Welt setzen konnte. "Lotte und die Chemo-Männchen" beinhaltet eine Menge an fundiertem Wissen bezüglich der verschiedenen Krebs Arten. Auch in diesem Buch wird Krebs durch die Bausteine ganz bildhaft und verständlich erklärt. Da gibt es schwarze Bausteine, die die wichtigen roten Bausteine verdrängen. Und hier kommen die Chemo-Männchen ins Spiel, die wieder für Ordnung sorgen sollen.
Sowohl der Alltag zu Hause, wie auch der Aufenthalt im Krankenhaus werden umfassend, dabei aber auch kindgerecht beschrieben.

Die Illustrationen begleiten den Text auch hier farbenfroh und größtenteils fröhlich, sodass die Kinder nicht zu sehr in Angst versetzt werden.
Sonja Marshall verschweigt gleichzeitig aber nicht, dass nicht alle Krebskranken die Krankheit besiegen. Eines der Kinder im Krankenhaus hat es nicht geschafft und so wird im Vergleich zu Leos Papa hat Krebs das Thema nicht nur kurz angeschnitten, sondern auch die Trauer der Freunde greifbar und ehrlich behandelt.

Das Buch richtet sich an Kinder ab vier Jahren, die mit dem Thema Krebs in Kontakt gekommen sind. Der Textumfang ist in diesem Buch recht groß, sodass ich mir vorstellen könnte, dass das ein oder andere Kind in diesem Alter noch nicht genug Sitzfleisch hat und das Buch über mehrere Etappen gelesen werden müsste. Aber irgendwo müssen ja auch die vielen Fakten untergebracht werden.
"Lotte und die Chemo-Männchen" ist ein gelungenes Buch über ein schweres Thema, in welchem die Autorin behutsam alles Wissenswerte für Kinder aufbereitet hat.

Veröffentlicht am 19.09.2019

Kinderbuch zum Thema Krebserkrankung eines Elternteils

Leos Papa hat Krebs
0

Es gibt ein paar Fachverlage, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mithilfe von Bilderbüchern Kindern schwere Themen näher zu bringen. Ich glaube, dass dieser Art von Büchern viel zu selten Beachtung ...

Es gibt ein paar Fachverlage, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mithilfe von Bilderbüchern Kindern schwere Themen näher zu bringen. Ich glaube, dass dieser Art von Büchern viel zu selten Beachtung geschenkt wird. Ist man erst einmal betroffen, kann es eine Weile dauern, bis man das richtige Buch für sein Anliegen findet.

Inhalt:
„Seit Leos Papa Krebs hat, ist alles anders. Aus dem Krankenhaus kommt er ohne Haare, ist dünn und müde und sofort genervt, wenn Leo und Lisa streiten. Leo weiß nicht wohin mit seinen Gefühlen und Fragen: Was ist Krebs, wird Papa sterben? Darf Leo den Krebs auch mal vergessen und mit seinem Freund Malte unbekümmert Fußball spielen?“ (Klappentext)

Die Autorinnen und die Illustratorin:
Sabine Brütting arbeitet in ihrer Praxis für Psychotherapie und unterstützt Familien, in denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist.
Claudia Heinemann ist Psychotherapeutin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Anke Hennings-Huep ist freiberufliche Illustratorin.

Kritik um Fazit:
Auf 40 Seiten beschreiben die Autorinnen den Alltag des sieben-jährigen Jungen Leo, dessen Vater an Krebs erkrankt ist. Wichtige Fragen, die dem kleinen Leo dabei im Kopf herumschwirren werden durch die Eltern, Großeltern aber auch durch den behandelnden Arzt beantwortet. Was passiert da in Papas Körper? Habe ich Schuld, dass Papa krank geworden ist? Wie sieht es im Krankenhaus wohl aus?
Als Leos Papa zu Hause ist, wird dem Jungen erst richtig klar, wie sich sein Leben dadurch verändert. Die Kinder sollen leise spielen und Papa ist nicht mehr so fröhlich wie früher. Darf Leo denn dann überhaupt noch Spaß haben?
Zum Schluss sei gleich erwähnt: Ja, Leos Papa besiegt den Krebs und kann mit seinem Sohn wieder spazieren gehen und Eis essen.

Die Illustrationen begleiten die Geschichte sehr harmonisch und sind in bunten und fröhlichen Farben gestaltet. Zu Beginn steht noch eine Kinder-Zeichnung, dann sind großflächige, detailreiche Zeichnungen neben dem Text abgebildet und die Hoffnung aller Beteiligten schwingt in diesen Bildern mit.

Dieses Buch kann ich allen empfehlen, die mit ihren Kindern das Thema Krankheit und Krebs näher beleuchten wollen. Im Fokus stehen die Veränderungen im Alltag und vor allem die Gefühle des Kindes. Das Buch bietet viel Anregung, um das Kind nach seinen Gefühlen und Gedanken zu fragen, es gegebenenfalls auf die künftigen, schweren Monate vorzubereiten und allen Beteiligten durch klare Worte zu helfen, offen mit der Krebserkrankung eines geliebten Menschen umzugehen.

Veröffentlicht am 16.09.2019

Eine magische Chronik lässt Geschriebenes wahr werden

Emma und das vergessene Buch
0

Der Titel und das Cover von "Emma und das vergessene Buch" schrien geradezu nach mir. Als Buchliebhaberin lässt man sich solch ein Werk natürlich nicht entgehen. Die Geschichte um Emma, die eine magische ...

Der Titel und das Cover von "Emma und das vergessene Buch" schrien geradezu nach mir. Als Buchliebhaberin lässt man sich solch ein Werk natürlich nicht entgehen. Die Geschichte um Emma, die eine magische Chronik findet, mit welcher sie die Zukunft herbei schreiben kann, konnte mich voll und ganz fesseln und ich habe die Lektüre sehr genossen.

Die Autorin:
Mechthild Gläser (geboren 1986) ist Autorin und Medizinstudentin. Sie lebt im Ruhrgebiet. Neben dem hier vorgestellten Buch schrieb sie auch die Bücher "Die Buchspringer", "Stadt aus Trug und Schatten", "Nacht aus Rauch und Nebel" und "Bernsteinstaub".

Inhalt:
„Eine uralte Chronik, die alles wahr werden lässt, was man hineinschreibt? Wunderbar! Emma hat sich fest vorgenommen, ihr eigenes (Liebes-)Leben und das ihrer besten Freundinnen optimal zu gestalten. Da kommt die Chronik gerade recht. Aber dann taucht dieser arrogante Darcy de Winter im Internat auf. Und Emma muss leider feststellen: Alles, was in diesem alten Buch steht, geschieht – aber nicht so, wie sie es geplant hat…“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Mechthild Gläser schreibt in einem witzigen, spritzigen und spannenden Stil. Von Beginn an ist man mitten im Geschehen und erlebt durch Emmas Sicht zunächst das Internatsleben, dann ihre Beziehungen zu den Freunden und Frederick, für den sie heimlich schwärmt. Mithilfe der magischen Kraft der Chronik will sich Emma nun ihr Leben leichter machen und ihre Wünsche erfüllen. Doch das geht gehörig nach hinten los und Emma stellt schnell fest, dass dieses Buch auch große Gefahren in sich birgt.

Die Charaktere sind allesamt schön ausgefeilt und bilden einen runden Gesamteindruck der Story, sodass man als Leser gut folgen und mitfiebern kann. Neben der ganzen Spannung um die Folgen der geschriebenen Worte Emmas kommen aber auch typische Unstimmigkeiten zwischen den Jugendlichen nicht zu kurz und so hat man ein rundum gelungenes Leseerlebnis.

"Emma und das vergessene Buch" zählt zu meinen Top Entdeckungen in diesem Jahr und gefällt sicherlich allen Lesern, die auch an der "Edelstein-Trilogie", der "Zimt-Reihe" oder ähnlichen Büchern gefallen hatten. Allen, die Spaß daran haben etwas Magie zu erleben, sei dieses Buch empfohlen.

Veröffentlicht am 11.09.2019

Das doppelte Lottchen trifft auf Magie!

Magie hoch zwei – Die fiesen Omas
0

Eine vielversprechende Buchreihe, die das Motiv des doppelten Lottchens mit dem Thema der Magie verbindet und somit für Spannung & Spaß sorgt.

Wer den ersten Teil der Reihe noch nicht kennt, der sollte ...

Eine vielversprechende Buchreihe, die das Motiv des doppelten Lottchens mit dem Thema der Magie verbindet und somit für Spannung & Spaß sorgt.

Wer den ersten Teil der Reihe noch nicht kennt, der sollte diesen Absatz vielleicht überspringen, da eine Inhaltsangabe zwangsläufig ein paar Geheimnisse des ersten Bandes lüftet. Als Achtung Spoiler:
Elli und Idi haben das Geheimnis um ihre magischen Kräfte gelüftet. Sie sind Zwillinge und in den Sommerferien ziehen Idi und ihr Vater tatsächlich nach Berlin. Während all des Trubels tauchen auch noch die Großmutter und ihre Zwillingsschwester auf, die wie Elli und Idi sowie Matea und Eva auch Hexen sind. Doch diese beiden nutzen ihre magischen Kräfte ungeniert zu ihrem Vorteil, was zwischen Elli und Idi zu einigen Missverständnissen führt.

Der zweite Band der Reihe war nicht ganz so mitreißend, wie der erste. Diesmal liegt der Fokus auf den Gefühlen von Elli. So wird das Innenleben des jungen Mädchens mit all ihren Sorgen und Bedenken beleuchtet. Gegen Ende nimmt die Geschichte aber wieder ordentlich Fahrt auf und macht nun richtig neugierig auf den dritten Band, den wir uns definitiv nicht entgehen lassen werden.

Veröffentlicht am 11.09.2019

Das doppelte Lottchen trifft auf Magie!

Magie hoch zwei – Operation Waldmeister
0

Im ersten Band der Reihe lernen wir Elli kennen, die eine Klassenfahrt nach Hamburg macht und dort die Chance nutzen möchte, ihren Vater ausfindig zu machen und endlich kennenzulernen.
Dabei trifft Elli ...

Im ersten Band der Reihe lernen wir Elli kennen, die eine Klassenfahrt nach Hamburg macht und dort die Chance nutzen möchte, ihren Vater ausfindig zu machen und endlich kennenzulernen.
Dabei trifft Elli zufällig auf Idi und auf einmal steht die Welt auf dem Kopf. Kurz darauf besucht Idi Elli in Berlin und die beiden erfahren, was es mit ihrer seltsamen Verbundenheit auf sich hat.

Sibylle Luig hat ein Händchen für witzige Gespräche und Gedanken der Protagonisten. So haben wir viel geschmunzelt und gelacht, denn Elli ist ein ganz zauberhafter Charakter. Sie ist so liebenswürdig und selbstlos, dabei hat sie es selbst nicht so einfach auf ihrer neuen Schule ohne ihre alten Freunde.
Auch Ellis Tante Eva ist ein ganz spezieller Typ und sehr sympathisch. Gemeinsam mit ihrer Schwester Matea bilden die beiden ein zwar ungleiches aber dennoch passendes Gespann und stehen Elli in jeder Lebenslage zur Seite.