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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2021

Ein gelungener 2. Teil

When We Fall
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"Manchmal sind es die Dinge, die uns am meisten Angst machen, die sich auch am meisten lohnen."

Es ist vorbei zwischen Ella und Jae-yong. Nicht, weil sie sich nicht lieben. Nicht, weil sie nicht füreinander ...

"Manchmal sind es die Dinge, die uns am meisten Angst machen, die sich auch am meisten lohnen."

Es ist vorbei zwischen Ella und Jae-yong. Nicht, weil sie sich nicht lieben. Nicht, weil sie nicht füreinander da sein wollen.
Nachdem ein Foto von den beiden im Internet viral ging, musst Jae-yong sich entscheiden. Seine Karriere oder das Mädchen, das er liebt. Beides lässt sein Management nicht zu. Er entscheidet sich gegen Ella und verspricht ihr dennoch, dass diese Entscheidung nicht für immer sein muss. Womit er recht behält. Denn trotz aller Versuche, sich voneinander fernzuhalten, entsteht schon bald wieder ein reger Kontakt zwischen Ella und Jae. Ob das diesmal gut geht?

Schon mit Teil 1 der Reihe hat Anne Pätzold sich einen Platz in meinem Herz erschlichen. Und auch mit "When we fall" hat sie mich nicht enttäuscht.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich schön leicht und zügig lesen, in sehr humorvoll gestaltet und lässt sich Charaktere von Seite zu Seite liebenswerte werden. Ich wollte das Buch gar nicht zur Seite legen und zugleich wollte ich nicht, dass es jemals endet.

Die Idee hinter der Geschichte - eine K-Pop-Rockstar-Geschichte (kann man das so schreiben? ) - fesselt mich noch immer sehr, da sich die Handlung durch die etwas andere Musikbranche (im Vergleich zu der amerikanischen, die in vielen NA-Romanen thematisiert wird) wahnsinnig toll abhebt. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass in diesem Roman Ellas Familiengeschichte thematisiert wurde und sie diese gemeinsam mit ihren Schwestern beginnt aufzuarbeiten, statt sie totzuschweigen. Die Botschaft dahinter findet ich sehr berührend und wichtig für jeden Trauernden.
Trauer braucht Zeit. Wochen, Monate, Jahre. Aber es ist ok, wenn man irgendwann nicht mehr jeden Tag an die Verstorbenen zurückdenkt, sondern nur noch ab und an. Man liebt sie deshalb nicht weniger. Aber das eigene Leben geht weiter und sollte nicht von Schuldgefühlen geprägt sein, weil man selbst ein Leben führen kann, dass einem anderen, geliebten Menschen verwehrt bleibt.
Neben dieser Thematik wird außerdem Jae-yongs Wunsch, seine eigene Musik zu machen, und nicht die, die das Management seiner Band ihm vorschreibt, immer weiter ausgearbeitet. In dieser Hinsicht bin ich sehr gespannt, was in "When we Hope" noch passieren wird, da dieser Handlungsstrang erst gegen Ende von "When we Fall" so richtig Fahrt aufgenommen hat.
Anne Pätzold hat die Handlung, die ich mir von der Geschichte erwartet habe, wirklich toll umgesetzt!

Und natürlich muss ich auch noch ein paar Worte zur Liebesgeschichte zwischen Jae und Ella verlieren.
Hier kann man eigentlich nur ins Träumen geraten. Trotz aller Hindernisse, welche den beiden in die Quere kommen, schaffen sie es, füreinander da zu sein, so gut, wie es mit tausenden Kilometern Entfernung und vielen Stunden Zeitverschiebung machbar ist. Besonders dabei finde ich, dass die Leidenschaft füreinander nicht in Form von körperlicher Nähe ausgedrückt wird, sondern durch reine Worte und Handlungen erkennbar sind.

Über die gesamte Geschichte hinweg ist meiner Meinung nach immer ein wenig Spannung vorhanden. Speziell in die Richtung "Geht das gut? Wann werden Jae und Ella wieder 'erwischt'?". Die Autorin hat damit aber nie übertrieben, sodass der Lesespaß nie verloren ging.
Der erwartete "große Knall" zum Schluss (So nenne ich immer das Drama, dass im letzten Drittel / Viertel eines Buches auf den Leser wartet) hebt sich ganz deutlich von dem des ersten Teils ab. Diesmal gibt es nicht den großen Schock. Stattdessen wird die Stimmung zunehmenden bedrückender und man muss sich als Leser wieder die Frage stellen "Kann das zwischen Ella und Jae-yong überhaupt funktionieren, oder sind ihre Welten einfach zu verschieden?".

Über die Charaktere schreibe ich diesmal nicht mehr so ausführlich, da ich sie schon in der Rezi zu Teil 1 analysiert habe. Trotzdem hier noch ein paar Worte:
Ella ist für jeden Bücherwurm ein Mädchen zum gerne haben. Allein schon wegen dem ein oder anderen Spruch, der im Buch auftaucht. Beispiele?

"Lesen half meine Gedanken zu verlangsamen. Keine Ahnung, was ich ohne Bücher in meinem Leben gemacht hätte, aber ich war froh, es nicht herausfinden zu müssen."

"Wo hast du dich die letzten Jahre meines Lebens versteckt?", […]
"Vermutlich zwischen irgendwelchen Buchseiten vergraben", […].


Ich musst bei diesen oder ähnlichen Worten immer wieder grinsen und hätte Ella am liebsten durchgeknuddelt, weil sie meine Gedanken ausgesprochen hat.
Jae hat mich ebenfalls von sich überzeugt. Hauptsächlich, weil sein Charakter zeigt, dass ein Mensch ein ganz anderer sein kann, wenn er von Menschen umgeben ist, welchen er vertraut.

Zu meinem Fazit: Anne Pätzold hat im zweiten Teil der NXT-Reihe nicht nachgelassen. Sie hat ihr hohes Niveau aus "Wehn we Dream" aufrecht gehalten und ein neues Lesehighlight herausgebracht. Einerseits möchte ich sofort den 3. Teil verschlingen, um zu wissen, wie es mit den beiden Protagonisten weitergeht. Andererseits möchte ich gar nicht erst mit lesen anfangen, da das Ende der Reihe mit jeder Seite näher rückt. Und darauf bin ich noch nicht vorbereitet!

Kategorie: Highlight / Herzensbuch

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2021

Eine tolle Geschichte, allerdings ist die Umsetzung nicht ganz geglückt...

Sinking Ships
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Carla hat kein leichtes Leben. Neben ihrem Studium ist es ihre Aufgabe, ihre beiden jüngeren Brüder zu erziehen, im Salon ihrer Tante auszuhelfen und genug Geld nach Hause zu bringen, um alle hungrigen ...

Carla hat kein leichtes Leben. Neben ihrem Studium ist es ihre Aufgabe, ihre beiden jüngeren Brüder zu erziehen, im Salon ihrer Tante auszuhelfen und genug Geld nach Hause zu bringen, um alle hungrigen Mäuler zu stopfen. Hinzu kommt Carlas panische Angst vor Wasser.
Als sie auf einer Party nach einem Streit in den Pool stützt, ist sie sich sicher, dass nun ihr Leben an ihr vorbeizieht. Gefühlt in letzter Sekunde wird sie aus dem Wasser gerettet. Ausgerechnet von Mitchell - dem Schwimmer der Flechter-Universität, der die große Medaillenhoffnung ist. Aus Angst, Mitchell könnte ihr Geheimnis, die Angst vor dem Wasser, überall herumposaunen, geht Carla einen Deal mit ihm ein. Mitchell wird ihr helfen, ihre Angst vor dem Wasser zu verlieren und ihr, sobald dieser Vorhaben geglückt ist, das Schwimmen beibringen. Womit die freche Latina nicht gerechnet hat… Irgendwie bringt Mitchell ihr Herz immer und immer wieder zum Stolpern.

Leider kann ich mich den vielen positiven Stimmen zu "Sinking Ships" von Tami Fischer nicht wirklich anschließen. Das Gesamtpaket hat für mich persönlich nicht gestimmt, die Geschichte hat sich gezogen und der Lesespaß kam viel zu spät auf. Auch die gesamte Stimmung, die Freundschaften und die Charaktere haben mir nicht wirklich zugesagt.

Der Schreibstil von Tami Fischer lässt sich gut lesen und ich finde keine richtige Begründung für meine Kritik, aber ich wurde nicht richtig begeistert. Zwar lockert die Art von der Protagonistin Carla - und vor allem ihre Teils kurios verdrehte Sprichworte - den ganzen Stil auf, aber dennoch hat mir die Leichtigkeit gefehlt.

Das Thema des Buches, die Originalität und die Geschichte selbst hat für mich anfangs sehr vielversprechend geklungen. Eine junge Frau, die selbst noch nicht ganz erwachsen scheint, muss schon seit Jahren die Mutterrolle übernehmen und zeitgleich ein Studium stemmen. Alles, weil ihre Familie in der Vergangenheit zerbrach und eine Phobie vor dem Wasser mit sich brachte.
Leider konnte mich Tami Fischers Umsetzung nicht überzeugen. Im Allgemeinen hatte ich als Leserin das Gefühl, dass viele Bereiche einfach nur oberflächlich betrachtet werden und der nötige Tiefgang fehlt.

Speziell, wie der Spannungsbogen in der Geschichte aufgebaut wurde, hat mich gestört. Die ersten 250 Seiten) also schon ein beträchtlicher Teil des Buches, sind spannungsmäßig auf einem Niveau geblieben. Zwischen Carla und Mitchell ist eine gewisse Spannung, ein Knistern vorhanden, mehr aber auch nicht. Bis zu diesem Punkt hat mir der Lesespaß leider auch gefehlt. Ich hatte nicht das Bedürfnis, unbedingt weiterlesen zu müssen, sondern habe einfach aus Langeweile wieder nach dem Buch gegriffen. Erst im letzten Abschnitt des Buches ist wirklich etwas vorangegangen. Und das kam mir dann alles wieder zu schnell. Ab dieser Seite hatte ich auch Spaß am Lesen, habe für mich aber schnell gemerkt, dass mir das Gesamtpaket besser gefallen hätte, hätte die Autorin dem letzten Teil des Buches mehr Raum gelassen und nicht so lange an Carlas "Abneigung" gegen Mitchell festgehalten.

Die Charaktere - speziell die beiden Protagonisten - haben mich anfangs sehr neugierig gemacht.
Carla ist eine teils liebenswerte Person, vor allem durch ihre temperamentvolle, lateinamerikanische Art, ihre verdrehten Sprichworte und ihre Sturheit. Leider ist es aber auch diese Verbissenheit, die sie mir in manchen Situationen unsympathisch gemacht hat. Ihr fällt es wahnsinnig schwer, Hilfe anzunehmen, auch wenn sie selbst feststellt, dass ihr die Decke auf den Kopf zu fallen droht. Stattdessen versucht sie alles irgendwie zu managen, wobei nichts so richtig gut wird.
Mitchell hat mich von Anfang an mehr in seinen Bann gezogen als Carla. Er ist ehrgeizig, einfühlsam und weiß, wie er seine Prioritäten setzen muss. Er ist - anders als man bei seinem "Champion-Stand" im Schwimmerteam erwarten kann, keineswegs abgehoben oder arrogant, sondern wirklich liebenswert. Mit seiner ruhigen Art hat es mich für sich gewonnen.
Die Beziehung zwingen Carla und Mitchell kam mir während des Lesens immer ein wenig ungleich vor. Erst gegen Mitte-Ende des Buches ist dann ein gewisses Gleichgewicht entstanden, bei dem beide dieselbe Kraft in die Beziehung reingesetzt und wieder rausgezogen haben. Hinzu kommt die Tatsache, dass Carla sich ihre Gefühle viel zu lange selbst nicht eingestehen kann. Aber das habe ich bereits erwähnt und gehe deshalb nicht mehr darauf sein.
Mir hat- speziell, was die Charaktere angeht - auch ein wenig der Tiefgang gefehlt. Ja, der Leser lernt beispielsweise Mitchells Hobby kennen, aber es kommt überhaupt nicht raus, wie sehr er dieses Hobby eigentlich liebt oder ob er nur schwimmt, weil es gut darin ist und die Menschen um sich herum nicht enttäuschen will. Dadurch verlieren die Charaktere in gewisser Weise ein Dreidimensionalität und wirken nicht so real, wie sie wirken könnten.


Zu meinem Fazit: Leider konnte Tami Fischer mich mit "Sinking Ships" nicht überzeugen. Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir nach wie vor, genauso wie die Charaktere. 50 Seiten mehr und dafür umfassendere Beschreibungen und mehr Tiefgang, speziell was die Dreidimensionalität der Charaktere angeht, hätten der Geschichte meiner Meinung nach bestimmt gut getan.
Ich würde das nicht weiterempfehlen - da gibt es deutlich besser Romane.

Kategorie: bis Seite 250 - Nicht meins ; ab Seite 250 - Netter Read

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2021

Eine tolle Thematik, mit einer weniger tollen Umsetzung...

Madly
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"Jeder trägt auf seine Art jeden Tag eine Maske. Versteckt Teile von sich, verbiegt und verstellt sich. Jeder filtert das heraus, was die Welt sehen darf und wie viel davon. Manche sind sich dessen gar ...

"Jeder trägt auf seine Art jeden Tag eine Maske. Versteckt Teile von sich, verbiegt und verstellt sich. Jeder filtert das heraus, was die Welt sehen darf und wie viel davon. Manche sind sich dessen gar nicht bewusst, aber wir tun es - wir alle. Wir schützen uns. Masken bedeuten Sicherheit."
 
June hat ein Geheimnis, das sie mit allem, was in ihrer Macht steht, bewahren will. Ein Geheimnis über ihr Äußeres, das sie in vielen Jahren gelernt hat, hinter einer Maske zu verstecken.
Aus diesem Grund lässt June sich auf keinen Mann ein, der mehr als einen One-Night-Stand von ihr will. Bis Mason in ihr Leben funkt. Ihr Leben bereichert. Sie zum Lachen und zugleich auf die Palme bringt. Und tiefe Gefühle in ihr entfacht, die sie mit aller Macht zu unterdrücken versucht. Denn Mason will nicht nur eine Nacht mit ihr, sondern mehr. Und auch, wenn ihr Herz eigentlich genau dasselbe möchte, macht Junes Angst vor ihrem eigenen Äußeren ein Stich durch die Rechnung.

Mit "Madly" hat Ava Reed ein nettes Buch für zwischendurch geschrieben und eine tolle Idee verfolgt - aber leider nicht richtig überzeugend umgesetzt.

In Madly bin ich überraschend gut mit dem Schreibstil der Autorin zurechtgekommen, nachdem im ersten Roman der Reihe (Truly) einige Probleme damit hatte. Dieses Buch hat sich für mich aber recht gut und zügig lesen lassen.
Lediglich eine Tatsache hat mich hierbei gestört. Bei dem Prolog und Kapitel 33 handelt es sich (bis auf 3-4 Seiten) um 1:1 dieselben Worte. Copy and Paste… Zwar macht der Prolog neugierig, aber zugleich verpasst es mir persönlich auch einen Dämpfer, wenn ich im 33. Kapitel angelangt bin und nach einigen Sätzen denke "Stopp mal… Das habe ich doch schonmal gelesen, oder?". Das kann auch irgendwie anders gelöst werden…

Durch das wunderschöne Vorwort, welches die eigentliche Thematik des Buches schon ein wenig vorgreift, habe ich mich auf einer Geschichte gefreut, die sich mit Bodyshaming, Mobbing und dem Gefühl, in der eigenen Haut fehl am Platz zu sein, beschäftigt. Zwar waren diese Thematiken schon in gewisser Weise im gesamten Buch präsent, aber leider nicht auf die Art, wie ich es mir erhofft hatte. Dementsprechend hat mir die Umsetzung der Geschichte und auch deren Originalität nicht wirklich zugesagt.
Auf über 360-370 Seiten des Buches gab es so gesehen nur eine wirkliche Handlung. Junes Versuche, Mason auf Abstand zu halten. Dazwischen funkten ab und an mal einige Gedanken über Junes Geheimnis und ihre Gefühle für Mason auf, aber grundsätzlich kann man nicht wirklich mehr über die bestehende Handlung sagen. Hinzu kommen einige Kapitel aus Masons Sicht, die sich mit seiner Sicht der Dinge beschäftigt, aber nur kurz auf seine Dämonen, die mich im "Truly" neugierig gemacht haben, eingehen. Die Handlung lässt sich - und das sage ich wirklich nicht gerne - in einem Satz zusammenfassen. June hält Mason dauerhaft auf Abstand, ohne dass ihre Beweggründe wirklich tiefsinnig thematisiert werden, während Mason alles tut, um Junes wahre Gefühle aus ihr herauszukitzeln.

Ein großes Problem im gesamten Buch sind - meiner Meinung nach - die Protagonisten. Oder anders gesagt: June.
June ist durch ihr Geheimnis eigentlich eine wahnsinnig unsichere Person, die dies nach außen durch ihre laute, freche und teilweise auch unhöfliche Art versteckt. Sie steht hinter dem, was sie tut, verhält sich aber in vielen Situationen kindlich und engstirnig. Statt die Situation auf sich wirken zu lassen und sie erst dann zu bewerten, legt sie jedes einzelne Wort auf die Goldwaage, ist impulsiv und dadurch nicht ganz einfach zu mögen. Sie hat einen eigentlich liebenswerten Kern, doch durch ihre gesamte Art kommt dieser nicht richtig raus. Hier hat Ava Reed das Gleichgewicht leider nicht richtig gefunden und eine Protagonistin erschaffen, die man nur mit viel zugekniffenen Augen richtig mögen kann.
Mason war für mich der eigentlich interessante Charakter der Geschichte. Deshalb hat es mich auch ein wenig geärgert, dass im Verhältnis doch so wenige Kapitel aus seiner Perspektive geschrieben wurden. Dadurch erfährt man nur das Nötigste über ihn, und auch diese wenigen Informationen wirken irgendwie erzwungen und mussten dann auf den wenigen Seiten, welche ihm gewidmet waren, ganz schnell abgehandelt werden.


Zu meinem Fazit:
"Madly" ist ein Roman, welcher meines Erachtens viel mehr Potential hat, als aus ihm herausgeholt wurde. Die Thematik der Geschichte ist gut gewählt, geht aber nicht tief genug. Die Charaktere sind bis zu einer bestimmten Ebene sympathisch und toll beschrieben, aber die eigentlichen Punkte, welche sie wirklich liebenswert und echt erscheinen lassen, fehlen. Durch diese Kombination wurde mein Lesespaß ein kleines bisschen gemindert, was aber nicht bedeutet, dass ich keinen Spaß beim Lesen hatte. Allgemein hat diese Geschichte einfach meiner Erwartungen nicht erfüllt (obwohl ich vor dem Lesen größtenteils enttäuschte und negative Kritiken gelesen habe).

Einordnung in meiner Kategorie: Netter Read

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.01.2021

Man wird in eine schillendere Welt entführt, die nach innen hin viel hässlicher ist, als sie auf den ersten Blick scheint...

Das Juwel - Die Gabe
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„Es ist nicht wichtig, wer du bist, sondern was du tust.“

Violet ist kein ganz normales Mädchen, das im Sumpf, dem ärmsten Abschnitt der einzigen Stadt, geboren wurde. Sie hat die Gabe, die es ihr ein ...

„Es ist nicht wichtig, wer du bist, sondern was du tust.“

Violet ist kein ganz normales Mädchen, das im Sumpf, dem ärmsten Abschnitt der einzigen Stadt, geboren wurde. Sie hat die Gabe, die es ihr ein prunkvolles Leben im Juwel, inmitten des Adels, ermöglicht. Doch diese Leben, diese Gabe hat ihren Preis. Denn durch diese Kraft gehört Violet zu den Mädchen, die als Leihmutter für die adeligen Damen vorbestimmt sind. Dadurch wird Violet die Freiheit über den eignen Körper, das eigene Leben, die eigenen Gefühle und die Identität gestohlen. Kann sie als „Nummer 197“ aus den Fängen ihrer Besitzerin, einer gnadenlosen Herzogin, entkommen?

Schon seit einigen Jahren habe ich mit der „Das Juwel“-Reihe von Amy Ewing geliebäugelt (wie soll auch bei solch schönen Covern auch anders möglich sein ), wurde durch den wenig-sagenden Klappentext aber immer von einem Kauf abgehalten. Eine wirklich tolle Rezension zum ersten Buch hat mich auf die eigentliche Thematik - Manipulation, erzwungene Leihmutterschaft, Gewalt und Tod - aufmerksam gemacht und dazu gebracht, die ganze Reihe auf einmal in mein Regal einziehen zu lassen.
Amy Ewing hat mich mit „Das Juwel – Die Gabe“ von Seite 1 an ihren Bann gezogen. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr schön locker und leicht lesen. Er ist recht einfach, aber trotzdem werden nicht an den Beschreibungen gespart. Der Schreibstil ist meines Erachtens der einzige Punkt, an welchem man merkt, dass die Geschichte als Jugendbuch veröffentlicht wurde.

Die Handlung hat mich von Beginn an wahnsinnigen in den Bann gezogen. Amy Ewing lässt den Leser in eine Parallelwelt abtauchen, in welcher nicht jeder Mensch gleich viel Wert zu sein scheint. Man darf in die schillernde Welt des Adels eintauchen, die doch nicht ganz so schön ist, wie sie scheint.
Bisher habe ich noch keine einzige Geschichte gelesen, welche sich mit der Thematik einer erzwungenen Leihmutterschaft auseinandersetzt, weshalb das Buch sich ganz oben in meiner Liste origineller Geschichten einordnet.
Als Leser kann man Violet auf ihrem Weg in das Juwel und während ihrer ersten Wochen inmitten des Adels begleiten und mit ihr leiden. Die Autorin hat den Spannungsbogen kontinuierlich ansteigen lassen, der erst zum Ende des ersten Buches seine Spitze erreicht hat. Dadurch wird das Lesen nie langweilig und man möchte ständig wissen, was Violet auf den folgenden Seiten wohl erleben wird.

Auch die Charaktere, vor allem die Protagonistin Violet, aber auch einige Nebencharaktere, die hoffentlich in den Folgeromanen noch mehr Beachtung bekommen, macht das Buch zu einer besonderen Geschichte.
Violet besitzt Selbstbewusstsein, ist mutig, teils draufgängerisch, aber trotzdem in den richtigen Momenten zurückhalten und in sich gekehrt. Dadurch sind ihre Handlungen nicht immer vorhersehbar, aber man schließt sie schnell ins Herz und fiebert mit ihr mit.
Die Nebencharaktere lassen sich größtenteils schwer einschätzen. Im Laufe des Buches wird von sowohl positiv als auch negativ von einigen überrascht und das wird wahrscheinlich in den Folgeteilen auch nicht enden.


Zu meinem Fazit:
„Das Juwel – Die Gabe“ hat es ganz schnell geschafft, mich in seinen Band zu ziehen. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen! Die Thematik ist für mich bisher einmalig, die Atmosphäre interessant und die Handlung spannend.
Abschließend möchte ich aber auch folgenden Eindruck meinerseits mit euch teilen:
Durch die Thematik der bisherigen Geschichte bin ich allerdings der Meinung, dass es sich bei der „Die Gabe“-Reihe nicht um eine Buchreihe für Jugendliche handelt. Die gesamte Welt in der Geschichte erscheint böse. Die Protagonistin ist dadurch nicht nur körperlichen Qualen ausgesetzt, sondern wird auch gezielt psychisch kleingehalten. Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht aber einfach zu empfindlich, aber als 14-15-jährige wäre ich wahrscheinlich von der Geschichte eher abgeschreckt gewesen.

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Veröffentlicht am 21.01.2021

Für mich eine Geschichte, die mich zum Abbrechen bewegt hat...

Burning Bridges
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Ella ist ein fröhlicher Mensch, bis ihr Freund ihr gesteht, sie schon seit einiger Zeit zu betrügen und sie sich schlussendlich trennen. Daraufhin läuft Ella nachts alleine nach Hause und wir dabei von ...

Ella ist ein fröhlicher Mensch, bis ihr Freund ihr gesteht, sie schon seit einiger Zeit zu betrügen und sie sich schlussendlich trennen. Daraufhin läuft Ella nachts alleine nach Hause und wir dabei von einigen Kerlen belästigt. Bis dieser geheimnisvoll Fremde auftaucht, sie retten und dann spurlos verschwindet.
Zufällig treffen Ella und der Fremde - Ches - wieder aufeinander und prompt beginnen die Funken zu sprühen. Leider steht Ches Leben im Untergrund ihrer Liebe im Weg.


Leider kann ich über dieses Buch kein gutes Wort verlieren. Ich habe es aus vielerlei Gründen nach 200 Seiten abgebrochen.

Mit dem Erzählstil von Tami Fischer bin ich noch recht gut klargekommen. Im allgemeinen hat sich ihre Geschichte gut lesen lassen. Mit anderer Handlung und anderen Charakteren.
Und da bin ich schon auch an meinen größten Kritikpunkten angelangt. Ich bin im Allgemeinen kein großer Fan von Bad-Boy-Storys. Trotzdem habe ich diesem Buch eine Chance gegeben... Leider...
Die Handlung ist wahnsinnig eindimensional, vorhersehrbar und langweilig. Dazu kommt eine absolut naive Protagonistin.
Ich bin nicht mit Ella warm geworden. Sie trifft Entscheidungen, die ich als naiv, dumm und unüberlegt bezeichnen würde. Von Ches will ich gar nicht erst anfangen.

Trotz der großen Enttäuschung von einem doch relativ stark gehypten Buch werde ich in "Sinking Ships" reinlesen. Die beiden Charaktere, welche in dieser Geschichte im Vordergrund stehen, haben mich noch am neugierigsten von allen Charakteren in diesem Buch gemacht....

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