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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.10.2025

40 kurze Geschichten, die im Alltag das Göttliche sehen.

Fährt Gott Straßenbahn?
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Ludwig Burgdörfer zeigt in seinem Buch „Fährt Gott Straßenbahn?“, dass Gott nicht nur in der Kirche zu finden ist, sondern mitten im Alltag. In der Straßenbahn, auf dem Fahrrad, im Radio, Auto oder in ...

Ludwig Burgdörfer zeigt in seinem Buch „Fährt Gott Straßenbahn?“, dass Gott nicht nur in der Kirche zu finden ist, sondern mitten im Alltag. In der Straßenbahn, auf dem Fahrrad, im Radio, Auto oder in der Kita.
Mit feinem Gespür und liebevollem Humor nimmt der Autor seine Leser mit auf eine himmlische Entdeckungsreise durch das ganz normale Leben.
Das Buch umfasst 40 kurze Geschichten, die aus Burgdörfers Erfahrungen, Beobachtungen und Gedankengängen entstanden sind. Jede Geschichte trägt eine prägnante, fettgedruckte Überschrift in einem abgerundeten Kästchen, fast wie ein Haltestellenschild. Schon dieses Gestaltungselement unterstreicht das Grundthema: Das Leben als Reise mit vielen Stationen, an denen man Gott auf vielleicht unerwartete Weise begegnen kann.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig, zugleich aber tiefsinnig. Schon zum Teil mit Wortspielen, die den Leser zum Mit- und Nachdenken motivieren.
Die Texte sind so gesetzt, dass sie sich sehr gut vorlesen lassen. Nicht in dichtgedrängten Absätzen, sondern in klar gegliederten Zeilen, die das Innehalten und Nachdenken fördern. Immer wieder blitzt ein feines Augenzwinkern durch, das den Leser schmunzeln lässt, ohne den ernsthaften Kern der Botschaft zu überdecken.
Burgdörfer versteht es, Alltägliches mit spiritueller Tiefe zu verbinden. Seine Beobachtungen laden dazu ein, die kleinen Momente des Lebens bewusster wahrzunehmen und das „Lächeln Gottes“ darin zu entdecken. So wird das Buch zu einer inspirierenden Lektüre für alle, die mitten im Trubel des Alltags nach Sinn, Trost oder Ermutigung suchen.
Auch optisch ist „Fährt Gott Straßenbahn?“ ansprechend: Das Cover erinnert an das Innere eines Straßenbahn-Wagens. Der Buchtitel wurde in glänzender Schrift in ein „Hinweis-Schild“ designt und ein im Aufkleber-Optik gestalteter Text lässt erfahren, worum es in diesem Buch geht.
Es eignet sich wunderbar zum Verschenken oder um sich selbst zwischendurch ein paar heitere, besinnliche Minuten zu gönnen. Leicht zu lesen, tief im Gehalt und mit einem liebevollen Blick auf das Göttliche im Gewöhnlichen. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Eine Reise mit und durch die Jahreslosung 2026

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu
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Mit ihrem Buch zur Jahreslosung 2026 nimmt uns Fabienne Sita mit auf eine tiefgehende, persönliche und zugleich biblisch fundierte Entdeckungsreise. Der Vers aus der Offenbarung („Gott spricht: Siehe, ...


Mit ihrem Buch zur Jahreslosung 2026 nimmt uns Fabienne Sita mit auf eine tiefgehende, persönliche und zugleich biblisch fundierte Entdeckungsreise. Der Vers aus der Offenbarung („Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“) wird hier nicht nur ausgelegt, sondern lebendig und erfahrbar gemacht.
Sita gelingt es, ihre eigenen Erfahrungen, Zweifel und Glaubensschritte auf eindrückliche Weise mit biblischen Wahrheiten zu verweben. Dadurch entsteht ein authentisches, ehrliches und bewegendes Bild davon, wie Gott inmitten von Krisen, Neuanfängen und inneren Umbrüchen wirkt. Besonders beeindruckend ist die Offenheit, mit der sie über ihr eigenes Loslassen schreibt. Darüber, was es heißt, Gott machen zu lassen und ihm wirklich zu vertrauen.
„Alles neu machen“, hat keine Abkürzung. Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Vertrauen bedeutet hier, Kontrolle abzugeben und sich in Gottes Hände zu legen, auch wenn der Weg durch Ungewissheit führt. Diese Botschaft ist zugleich herausfordernd und tröstend.
Das kleine Buch mit seinen 143 Seiten und sieben Kapiteln ergänzt durch eine „göttliche Einladung“ ist kein Schnelllese-Titel, sondern ein Begleiter für Herz und Alltag. Es schenkt Impulse, die dazu einladen, das eigene Leben im Licht der Jahreslosung zu betrachten und Gott neu zu begegnen.
Wer bereit ist, sich auf diese Reise einzulassen, findet in diesem Buch nicht nur inspirierende Gedanken, sondern einen Wegweiser für das ganze Jahr. Ein tiefsinniges, authentisches und ermutigendes Buch.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Buch mit Tiefgang und angenehmer Leichtigkeit. Für alle, die historische Romane mögen.

Halt in der Brandung
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Der historische Roman Halt in der Brandung. Aufbruch nach Afrika“ von Maria Albers entführt den Leser zunächst ins Norddeutschland des Jahres 1853. Im Mittelpunkt steht Emilie von Eichenstedt, eine junge ...

Der historische Roman Halt in der Brandung. Aufbruch nach Afrika“ von Maria Albers entführt den Leser zunächst ins Norddeutschland des Jahres 1853. Im Mittelpunkt steht Emilie von Eichenstedt, eine junge Frau aus gutem Hause, deren leben von einem Tag auf den anderen aus den Fugen gerät: Ein tragischer Unfall nimmt ihr Mutter und Bruder, das Familiengut in der Lüneburger Heide steht vor dem Ruin, und auch ihre geplante Verlobung scheint in Gefahr. Ihre einzige Hoffnung ist ihr verschollener Bruder, doch der ist seit acht Jahren nahezu spurlos verschwunden. Sein letztes Lebenszeichen kam aus Kapstadt. In ihrer Verzweiflung begibt sich Emilie auf eine Reise ins Unbekannte, über das Meer bis nach Afrika.

Maria Albers gelingt es, mit leichter, flüssiger Sprache ein eindrucksvolles Bild dieser Zeit zu zeichnen. Der Roman ist eingängig und lässt sich wunderbar lesen, auch für Leser, die historische Romane sonst eher selten zur Hand nehmen. Obwohl sich manche Passagen etwas ziehen, bleibt die Handlung stets interessant und nachvollziehbar. Besonders gelungen ist die Darstellung von Emilies innerem Weg zwischen Trauer, Hoffnung und Mut zum Neubeginn sowie ihre Einstellung zu gesellschaftlichen Erwartungen und die Grenzen des Standesdenkens.
Die Atmosphäre auf dem Meer und die Begegnungen während der Reise sind mit viel Gefühl beschrieben, ohne kitschig zu wirken. Spannendere Momente wechseln sich mit ruhigeren, tiefsinnigen Passagen ab, eine schöne Balance zwischen Unterhaltung und Nachdenklichkeit. Der christliche Hintergrund schwingt mit, aber nie aufdringlich.
Auch die äußere Gestaltung des Buches verdient Erwähnung: Das Cover ist sehr ansprechend, mit dem Umriss Afrikas und der Figur einer jungen Frau in historischem Kleid. Ein stimmiges Bild, das perfekt zum Inhalt passt.
Ein Buch mit Tiefgang und gleichzeitig angenehmer Leichtigkeit. Für alle, die historische Romane mögen, gerne auf Reisen gehen (zumindest im Kopf) und Geschichten schätzen, in denen Glaube, Hoffnung und Neubeginn eine Rolle spielen.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Der Autor hält mit seinen tierischen Gleichnissen auf charmante Weise den Spiegel vor.

Als der Hahn Caruso mal nicht krähen konnte
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Eckhart zur Nieden versteht es meisterhaft, große Wahrheiten in kleinen Geschichten zu erzählen. In seinem Buch „Als der Hahn Caruso mal nicht krähen konnte“ lädt der erfahrene Rundfunkredakteur, Theologe ...

Eckhart zur Nieden versteht es meisterhaft, große Wahrheiten in kleinen Geschichten zu erzählen. In seinem Buch „Als der Hahn Caruso mal nicht krähen konnte“ lädt der erfahrene Rundfunkredakteur, Theologe und begnadete Geschichtenerzähler dazu ein, das Himmelreich auf ganz neue, heitere und zugleich tiefsinnige Weise zu entdecken.
Mit 50 gleichnishaften Tiererzählungen öffnet er dem Leser ein Tor zu geistlichen Einsichten, die oft leichter ins Herz finden als abstrakte theologische Erklärungen. Die Tiere in seinen Geschichten denken und reden wie Menschen, sie spiegeln unsere Stärken, Schwächen und Sehnsüchte wider. Stets mit einem liebevollen, augenzwinkernden Blick auf das Menschsein.
Jede Erzählung ist kurz, leicht lesbar und dabei von einer feinen Tiefe durchzogen. Zum Ende jeder Geschichte folgt, wenn man das Buch umdreht und von der anderen Seite liest, ein passendes Bibelwort und ein kurzer Kommentar des Autors, der den geistlichen Bezug verdeutlicht. So entstehen immer wieder kleine Aha-Momente, die zum Nachdenken und Schmunzeln gleichermaßen anregen.
Eckhart zur Nieden selbst schreibt im Vorwort, dass Jesus Gleichnisse erzählte, um uns Menschen das Unsichtbare des Himmelreichs mit vertrauten Bildern begreifbar zu machen. Genau das gelingt ihm auch: Mit Humor, Herz und einer lebendigen Sprache vermittelt er Glaubenswahrheiten, die nicht belehren, sondern berühren.
Manfred Siebald beschreibt das Buch treffend als einen „üppigen Geschenkkorb mit humorvoll verpackten Lebensweisheiten“ und genau so liest es sich auch. Ob Hahn, Maus, Elefant, Kühe, Fische oder Schmetterling, hinter jeder tierischen Begegnung steckt eine liebevoll erzählte Parabel über das Leben, den Glauben und die Menschlichkeit.
Fazit:
Ein warmherziges, geistreiches und unterhaltsames Buch, das sich hervorragend zum Schmökern, Verschenken oder als tägliche Inspirationsquelle eignet. Eckhart zur Nieden hält uns mit seinen tierischen Gleichnissen auf charmante Weise den Spiegel vor und lässt uns dabei spüren, dass das Himmelreich oft näher ist, als wir denken.
Sehr empfehlenswert für alle, die Geschichten lieben, die Herz und Sinn berühren.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Ein Nachschlagewerk für ein ganzes Koch- und Backleben

Die Teig-Bibel
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Schon beim ersten Blick macht „Die Teig Bibel“ von Julia Hildebrand ihrem Namen alle Ehre. Das großformatige, quadratische Buch wirkt mit seinem dunkelblauen Einband, der weißen Schrift und den leuchtend ...

Schon beim ersten Blick macht „Die Teig Bibel“ von Julia Hildebrand ihrem Namen alle Ehre. Das großformatige, quadratische Buch wirkt mit seinem dunkelblauen Einband, der weißen Schrift und den leuchtend rot-pinken Küchenutensilien auf dem Cover modern, hochwertig und äußerst ansprechend. Auch das pinkfarbene Lesebändchen setzt einen frischen Akzent.
Wer sein Werk „Bibel“ nennt, schürt selbstverständlich hohe Erwartungen. Doch schon nach wenigen Seiten wird klar: Diese werden nicht enttäuscht.
Innen überzeugt das Buch mit einer ruhigen, warmen Gestaltung in Braun-, Gelb und Beigetönen, die eine angenehme, fast sinnliche Atmosphäre schaffen. Großformatige Fotos, teilweise mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, machen Lust, sofort loszulegen.
Das Konzept ist klar strukturiert: Das Inhaltsverzeichnis gliedert sich in 16 Teigarten:
Vom Waffel- und Ausbackteig über Nudelteig, Blätter- und Strudelteig bis hin zu Hefeteig, Quark-Öl-Teig, Rühr- und Biskuitteig. Zu jeder Kategorie gibt es zunächst wertvolle Grundlagen-Tipps, damit der Teig garantiert gelingt, gefolgt von klassischen Rezepten und kreativen Abwandlungen.
Insgesamt vereint das Buch 75 bewährte Grundrezepte und 70 zusätzliche Rezeptideen von Biskuit bis Tempura, von Pancakes bis Pinsa. So entsteht eine umfassende Rezeptsammlung mit über 140 Rezepten, die sowohl Anfängern als auch ambitionierten Hobbybäckern und -köchen ein verlässlicher Begleiter ist.
Besonders gelungen ist der praxisnahe Aufbau: Zu jedem Teig werden nicht nur Zubereitung und Varianten erklärt, sondern auch hilfreiche Tipps und Hintergrundwissen vermittelt. Etwa zu Mehlsorten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Ein alphabetisches Rezeptregister sowie ein Glossar mit Begriffserklärungen runden das Werk ab.
Julia Hildebrand studierte Design an der Hochschule München und spezialisierte sich auf Food- und Still-Life-Fotografie. Ihre Liebe zum Detail spürt man auf jeder Seite. Sie ist Mitglied bei Slow Food Deutschland und wurde bereits mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet.
Ihr Anliegen beschreibt sie selbst treffend: „Die Teig Bibel soll ein treuer Begleiter sein, der nicht nur im Notfall hilft, sondern immer wieder dazu anregt, mit Mehl und Co zu experimentieren.“ Und genau das ist ihr gelungen.
Mein Fazit:
Die Teig Bibel ist weit mehr als ein schönes Backbuch. Sie ist ein echtes Nachschlagewerk fürs ganze Koch- und Backleben. Optisch wie inhaltlich überzeugt sie auf ganzer Linie, vermittelt Fachwissen mit Leichtigkeit und inspiriert zum kreativen Ausprobieren. Ein Must-have für alle, die gern mit Teig arbeiten – und ein Buch, das seinem großen Namen gerecht wird.

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