Profilbild von Buecherstreuner

Buecherstreuner

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Buecherstreuner ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buecherstreuner über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2019

Ein Märchen? Durchaus. Erotisch? Leider nicht ...

Der Fluch des dunklen Prinzen
0

„Aber die Prinzessin würde mich küssen und Kieran würde mir nicht nur hier unterliegen. Daran musste ich glauben und hoffen, dass ich das richtige tat.“

Das erotische Märchen von B.E. Pfeiffer handelt ...

„Aber die Prinzessin würde mich küssen und Kieran würde mir nicht nur hier unterliegen. Daran musste ich glauben und hoffen, dass ich das richtige tat.“

Das erotische Märchen von B.E. Pfeiffer handelt von den zwei Zwillingsbrüdern Kieran und Liam. Der Goldene und der Dunkle Prinz. Der eine soll König werden und der andere das Königreich ins Chaos stürzen. Liam ist dazu bestimmt Unheil über das Reich zu bringen, aber allen Prophezeiungen und Flüchen zum Trotz, will er einen Weg finden, um trotzdem König zu werden. Als die Prinzessin eines befreundeten Reiches im Königshaus von Padum Hilfe sucht, kommt ihm auch noch etwas anderes in die Quere: Gefühle die er absolut nicht gebrauchen kann. Aber Prinzessin Celeste hat selbst ein Geheimnis, welches nicht nur sie, sondern alle Reiche ins Verderben stürzen könnte. Und so beginnt eine Reise voller Abenteuer, Flüchen und Markierungen … ja, ihr habt richtig gelesen: Markierungen. Insgesamt 86 bunte Klebezettelchen, die mein Buch verzieren. Zettelchen, die ich als kleines Spiel in mein Buch geklebt habe, sonst hätte ich es wahrscheinlich genervt beiseite gelegt.

Aber fangen wir von vorne an. Zuerst einmal möchte ich sagen, das „Der Fluch des Dunklen Prinzen“ kein schlechtes Buch ist! Ich finde die Geschichte wirklich toll und auch die Charaktere habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Aber leider gab es einige Sachen, die mich beim Lesen wirklich sehr gestört haben. Für mich ist dieses Buch kein erotisches Märchen. Ein Märchen? Ja, durchaus. Erotisch? Nein, den nur weil man Sex in allen Variationen ständig erwähnt, ist ein Buch nicht gleich erotisch. Und das ist eines der größten Mankos in der Geschichte, insgesamt 86 Stellen habe ich markiert, wo entweder über Sex geredet wurde (in allen möglichen Formen) oder er stattfand. Leider hatte ich das Gefühl, das die Autorin mit aller Macht wollte, das ihr beiden Prinzen sexy und als die totalen Frauenhelden rüber kommen, leider hatte das bei mir den Gegenteiligen Effekt und für mich waren die beiden einfach nur notgeil und Pubertär. Liam, der dunkle Prinz, war tatsächlich „dunkel“ … jedenfalls durch seinen Fluch, aber ansonsten war er einfach nur ein mürrischer und von Bruderkomplexen geplagter Junge. Er hat nichts geheimnisvolles oder dunkles an sich, sondern hätte einfach nur dringend einen Therapeuten gebraucht, der ihn von seinen ständigen Selbstzweifeln und Vergleichen mit seinem Bruder befreit. Aber irgendwie waren mir die beiden trotzdem sympathisch, genau so wie das Königspaar oder Prinzessin Celeste.

Ich mochte jeden einzelnen Charakter und auch der Schreibstil war ganz gut. Nur die ständigen Wort- oder Phrasenwiederholungen haben mich sehr gestört. Celeste ist eine Prinzessin die ständig zittert und die Lieblingsworte der Prinzen waren „für mich/sich gewinnen“. Zusammen mit den Liebesspielbekundungen, war das dann doch relativ nervig und ich war froh, das ich mich dafür entschieden habe, meinen Klebeblock herauszuholen … sonst wäre ich wirklich sehr schnell genervt gewesen und hätte das Buch vielleicht sogar abgebrochen. Und das hat diese Geschichte wirklich nicht verdient, den trotz allem habe ich sie sehr gerne gelesen und vor allem das letzte drittel war sehr spannend. (Achtung! Könnte Spoiler enthalten.) Das Ende ging mir dann allerdings doch etwas zu schnell, ich hätte gerne mehr von dem wirklich „dunklen“ Liam gesehen, den genauso habe ich ihn mir die ganze Zeit vorgestellt. Seine ganze schwarze Aura und dieses kalte, berechenbare Kalkül haben mir richtig gut gefallen. Er ist nicht wahnsinnig geworden und hat wild alles abgeschlachtet und zerstört, sondern er war einfach „Like Loki“ ;)

Fazit: „Der Fluch des dunklen Prinzen“ ist ein Buch mit viel Potenzial, guten Charakteren und einer tollen Geschichte, die es verdient hat, gelesen zu werden. Leider wird der Lesespaß durch sehr viele Wort- und Phrasenwiederholungen und dem dringenden Bedürfnis der Autorin, Prinz Liam dunkel, sexy und geheimnisvoll darzustellen, etwas geschmälert.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Ein gelungener Auftakt, leider noch ohne das gewisse Etwas ...

Throne of Glass 1 - Die Erwählte
0

„Aber obwohl Celaena nun alles andere als verloren hatte, wurde sie das unerträgliche – absolut unerträgliche – Gefühl nicht los, dass sie eigentlich überhaupt nichts gewonnen hatte.“

Die junge Assassine ...

„Aber obwohl Celaena nun alles andere als verloren hatte, wurde sie das unerträgliche – absolut unerträgliche – Gefühl nicht los, dass sie eigentlich überhaupt nichts gewonnen hatte.“

Die junge Assassine Celaena Sardothien wurde zum Tode verurteilt und fristet ihr Dasein in den Salzminen von Endovier. Aufgrund eines Wettbewerbs, den der König von Ardalan ausgerufen hat, wird sie in dessen Schloss gebracht, um dort als Favoritin des Kronprinzen anzutreten. Hinter den gläsernen Mauern des Schlosses, geht allerdings etwas dunkles vor sich und schon bald rückt der Wettbewerb in den Hintergrund und Celaena kämpft um Leben und Tod. „Die Erwählte“ ist der Auftakt Band zur viel geliebten „Throne of Glass“ Reihe von Sarah J. Maas und dementsprechend hatte ich sehr hohe Erwartungen. Ich wurde keineswegs enttäuscht, aber überzeugt bin ich auch noch nicht so ganz. Mir hat der Beginn der Geschichte wirklich gut gefallen und ich liebe den Schreibstil von Sarah J. Maas. Seid „Das Reich der sieben Höfe“ bin ich total in ihre Art und Weise zu schreiben verliebt und auch bei diesem Buch war das der Fall. Ich habe selten eine Autorin erlebt, die so flüssig und einfach „geschmeidig“ schreibt. Ich war unglaublich schnell in der Welt von Celaena, Dorian und Co. gefangen und bin sehr gespannt darauf wie es weitergeht.

Doch gehen wir mal ein bisschen mehr ins Detail. Ein ganz großen Anteil meiner so langsam aufkeimenden Liebe sind die Charaktere. Angefangen bei Celaena, die mir mit ihrer ganzen Art einfach sehr gut gefällt. Sie hat in ihrem Leben schon so viel durchgemacht, ist eine ausgebildete, fantastische Assassine und hat trotzdem ihr Lächeln nicht verloren. Sie hätte allen Grund bösartig, selbstsüchtig und hinterhältig zu sein, aber allen voran hat sie einfach eine sanfte, teils liebevolle Art an sich, die ich großartig finde. Sie ist in ihrem Charakter so facettenreich … einmal ist sie die Assassine, die ihre Gegner ohne Skrupel niederstreckt und dann ist sie einfach ein Achtzehnjähriges Mädchen, das schöne Kleider liebt und Rot wird, wenn man mit ihr flirtet. Dann hätten wir noch Dorian und Chaol. Der Kronprinz und der Captain. Beides sehr tolle Charaktere, die Celaena perfekt ergänzen. Dorian kitzelt mit seiner frechen und Charmanten Art, öfters das Mädchen in Celaena heraus und Chaol, ernster und zurückgezogener, fordert die Kämpferin in ihr heraus und beweist immer mehr, was für einen starken Rückhalt er darstellt. Zu guter Letzt ist da noch der König, gefürchtet und gehasst und doch eine unglaublich interessante Person, von der ich gerne mehr sehen möchte. Am Anfang habe ich mir einen durch und durch Bösen und zum Teil größenwahnsinnigen Mann vorgestellt, der sein Volk in Angst und Schrecken versetzt. Ein guter Mann ist er auf keinen Fall, aber ich mag seine durchaus böse und berechnende Persönlichkeit. Er ist schlau, durchtrieben, will Macht und er weiß, wie er diese bekommt. Einfach großartig!

Aber trotz der tollen Charaktere, dem wundervollen Schreibstil und der durchaus spannenden Geschichte, hat mir irgendwas gefehlt. Ich kann es gar nicht so richtig beschreiben. Es war einfach dieser WOW Effekt, der mich die ganze Nacht durchlesen lässt. Allerdings bin ich mir fast sicher, das mich der „Hype“ auch noch packen wird ;) Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen … Band zwei liegt schon hier :)

Fazit: Ein gelungener Auftakt für diese Reihe und ich habe das Gefühl, das es noch besser werden wird. Der erste Band hat mich überzeugt, aber den Hype kann ich momentan noch nicht ganz nachvollziehen.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Mein absolutes Sommerlesehighlight

Unter dem Zelt der Sterne
0

„Lennon sieht wild aus, klar. Ungefähr so wild wie eine depressive Leiche.“

Zorie und Lennon. Lennon und Zorie. Unzertrennlich, beste Freunde. Bis zu jenem verhängnisvollen Abend der Home Coming Party, ...

„Lennon sieht wild aus, klar. Ungefähr so wild wie eine depressive Leiche.“

Zorie und Lennon. Lennon und Zorie. Unzertrennlich, beste Freunde. Bis zu jenem verhängnisvollen Abend der Home Coming Party, der alles verändert. Ein Jahr ist es her, das beide sich aus dem Weg gehen und bisher lief das auch immer ganz gut. Bis Zorie´s Mutter sie überredet an einem Campingausflug mit ihren Freunden teilzunehmen, allerdings ahnt Zorie nicht, das ihr ehemals bester Freund ebenfalls teilnimmt. Schon nach kurzer Zeit läuft alles aus dem Ruder und als die Gruppe, Zorie und Lennon alleine in der Wildnis zurücklassen, scheint das Chaos perfekt. Als ich mir das Buch gekauft habe, freute ich mich auf eine niedliche, kleine Liebesgeschichte, aber das mich das Buch dann in dem Maße begeistert, hätte ich niemals erwartet. Die Geschichte hat mich von Anfang an in den Bann gezogen und ich war innerhalb eines Tages fertig mit lesen. Ich habe selten einen so locker, leichten und flüßigen Schreibstil gesehen. Die Seiten flogen nur so dahin und ich merkte zu keiner Zeit, wie viel ich eigentlich schon gelesen hatte. Aber nicht nur der Schreibstil der Autorin hat mich überzeugt, auch die Story an sich und die Charaktere haben mich schnell begeistert. Ich mag es vor allem, das die beiden Protagonisten nicht dieses typische Good Girl und Bad Boy Image haben. Zorie ist ein Nerd, aber ein Nerd mit Stil. Sie liebt Karomuster, Astronomie und Ordnung. Alles in ihrem Leben hat einen Plan und wenn es mal nicht danach läuft, gerät sie schnell in Panik und bekommt fiesen Ausschlag. Lennon hingegen ist ein Reptilienfan, fährt einen Leichenwagen und liebt alles was mit Gemetzel zu tun hat. Beide fallen eigentlich total aus dem Rahmen der „normalen“ Gesellschaft und genau das, habe ich so geliebt. Die beiden haben sich von der ersten Seite an in mein Herz geschlichen und ich habe mir nichts mehr gewünscht, als das sie wieder zusammen finden. Das der Weg dorthin, mehr als nur Chaotisch wird, war von Anfang an klar, aber absolut großartig. Und ich habe jede Seite genossen :) Und um die Sache rund zu machen, hat mein Bücherregal auch noch ein wunderschönes neues Cover bekommen. Ich finde es einfach Traumhaft und nachdem ich das Buch gelesen habe, macht auch die Tasse endlich einen Sinn ;) Das gesamte Cover ist unglaublich passende zur Geschichte und ich glaube, es wird eines meiner Lieblinge werden.

Auch wenn ich angestrengt darüber nachdenke, kann ich nichts negatives über „Unter dem Zelt der Sterne“ sagen und empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Für mich ein perfektes Sommerbuch, für laue und Sternenbehangene Nächte!

Fazit: Jenn Bennett hat mit ihrem Buch eine witzige, charmante und liebenswerte Geschichte erschaffen, die nicht nur durch ihren lockeren und leichten Schreibstil überzeugt, sondern auch durch jeden einzelnen Charakter und die tolle Kulisse.

Veröffentlicht am 02.08.2019

Das richtige Buch, zu falschen Zeit

Victorian Rebels - Das Versprechen einer Nacht
0

Kennt ihr das? Ihr lest ein Buch und wisst einfach, das dafür nicht die richtige Zeit ist? Leider ist mir das mit dem vierten Teil der „Victorian Rebels“ Reihe von Kerrigan Byrne so ergangen. Normalerweise ...

Kennt ihr das? Ihr lest ein Buch und wisst einfach, das dafür nicht die richtige Zeit ist? Leider ist mir das mit dem vierten Teil der „Victorian Rebels“ Reihe von Kerrigan Byrne so ergangen. Normalerweise lege ich das Buch dann zur Seite, aber da diese Geschichte „leider“ ein Rezensionsexemplar war, musste ich mich, mehr oder weniger, durchkämpfen. Aus diesem Grund wird diese Rezi etwas anders ausfallen, da ich auf gar keinen Fall möchte, das mein persönliches „Unwohlbefinden“ sich auf meine Bewertung niederschlägt. Daher wird alles etwas sachlicher als sonst ;)

Fangen wir mit dem Cover an. Ich finde es einfach nur wunderschön! Es ist relativ schlicht gehalten und hebt sich fast nur durch die illustrierte Schrift ab. Das finde ich wirklich Klasse, zumal das Cover perfekt zu der Zeit passt, in der die Geschichte spielt. Kerrigan Byrne entführt uns in das viktorianische London, in dem Imogen Pritchard, getarnt als „Ginny“, im „Nackten Kätzchen“ versucht die Schulden ihres Vaters, als Bardame abzuarbeiten. Als eines Abends Collin Talmage, mit seinen Männern dort auftaucht, wird Imogens Welt für immer erschüttert. Cole ist Offizier der Englischen Krone und nach dem Tod seines Vaters, Bruders und seiner Mutter, der unfreiwillige neue Duke of Trenwyth. Den Abend vor seinem letzten Einsatz verbringt er mit seinen Männern im „Nackten Kätzchen“ und trifft dort auf die geheimnissvolle Ginny, die ihn vom ersten Augenblick an nicht mehr loslässt.

Imogen ist für mich eine sehr bewundernswerte Person. Mutig, liebevoll und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Sie würde alles für ihre Familie tun und sie mit allen Mitteln verteidigen. Ich mochte es sehr, das sie trotz ihrer Arbeit im „Nackten Kätzchen“ ihre teils unschuldige und liebenswerte Seite bis zum Schluss beibehalten hat. Cole ist da allerdings eine ganz andere Sache. Mit ihm wurde ich gar nicht warm, was wahrscheinlich auch daran lag, das ich mich nicht so richtig auf das Buch einlassen konnte. Er hat eine lange Leidensgeschichte hinter sich und da ist seine Charakterentwicklung irgendwo verständlich, mir war das alles allerdings zu viel. Ich fand ihn einfach nur Stur und Rücksichtslos. Was mich noch etwas gestört hat und für den ersten Punktabzug verantwortlich ist, waren die doch etwas vielen Zeitsprünge am Anfang des Buches. Ich empfand das erste Drittel als zu schnell abgehandelt und man musste sich ständig mit einem neuen Zeitabschnitt auseinandersetzten. Der Rest des Buches hatte ein schönes Tempo und der Schreibstil der Autorin hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Man liest alles sehr flüssig und Kerrigan Byrne hat ein Händchen dafür Charaktere und Orte sehr Bildhaft zu Beschreiben. Alles in allem ist es wirklich ein gutes Buch, aber durch meine kleine Leseunpässlichkeit konnte ich keine Begeisterungsstürme in mir entfachen . . . ich war froh als ich endlich fertig war. Aber wie gesagt lag das NICHT an dem Buch! Den zweiten Punktabzug gibt es für eine bestimmte Stelle in dem Buch, die ich hier nicht weiter erläutern möchte (Spoilergefahr). Es entsteht eine bestimmte Situation zwischen Cole und Imogen, die ich ja noch „verkraften“ könnte, aber die Reaktionen bzw. nicht vorhandenen Reaktionen darauf, fand ich ganz furchtbar. Hier hätte die Autorin wirklich anders ran gehen können, mir hätte es ja schon gereicht, wenn Imogen mehr Rückrad besessen hätte. Man könnte meinen ich wäre etwas sensibel und es war ja gar nicht sooo schlimm, aber ich finde diese teilnahmslose Haltung von Imogen absolut nicht in Ordnung. Die ganze Zeit über besitzt sie Feuer und gibt Kontra, aber da wo es drauf ankommt, wird sie zum Püppchen? Schade und nicht nachvollziehbar.

Fazit: „Victorian Rebels“ ist eine schöne Geschichte mit facettenreichen Charakteren und einem flüßigen Schreibstil, aber leider nicht das richtige Buch für mich. Die Autorin entführt uns in ein viktorianisches London, mit vielen Geheimnissen und ganz viel Leidenschaft. Eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 09.07.2019

Ein wundervolles Buch, das ich nur schwer aus der Hand legen konnte

New Beginnings
0

„Er schnaubte. »Ist das nicht anstrengend, so zu sein?«
»Ist das nicht die Frage, die du jeden Tag deinem Spiegelbild stellst?«, konterte ich.“

„New Beginnings“ ist der erste Band der Green-Valley-Love ...

„Er schnaubte. »Ist das nicht anstrengend, so zu sein?«
»Ist das nicht die Frage, die du jeden Tag deinem Spiegelbild stellst?«, konterte ich.“

„New Beginnings“ ist der erste Band der Green-Valley-Love Reihe und handelt von der jungen Berlinerin Lena und dem gutaussehenden ehemaligen Sportstar Ryan. Nachdem einiges in ihrem Leben schiefläuft, braucht Lena dringend eine Auszeit. Um dem Druck ihrer Eltern, ihrem gescheiterten Liebesleben und ihrer ungewissen Zukunft zu entfliehen, reist sie als Au-pair in die USA. Dort landet sie im beschaulichen Green Valley und ihr ganzen Leben, das bisher aus Partys und Spaß bestand, beginnt sich langsam zu ändern. Lilly Lucas hat mit ihrem luftig lockeren Schreibstil und ihren tollen Charakteren, eine Geschichte erschaffen, die ich nur schwer aus der Hand legen konnte. Lena und Ryan sind sehr schnell zu zwei meiner liebsten Protagonisten geworden. Ich mochte die Chemie zwischen den beiden unglaublich gerne und musste jedes mal herzlich schmunzeln, wenn die beiden mal wieder „aufeinander losgegangen“ sind. Ich habe selten so witzige und kecke Wortwechsel zwischen zwei Figuren miterlebt und war wirklich jedes mal aufs neue amüsiert. Aber auch beide Charaktere einzeln waren wirklich wundervoll. Lena ist relativ unsicher als sie in Green Valley ankommt, sie zweifelt an sich, weiß nicht was sie will und lebt eigentlich nur so vor sich hin, ohne einen richtigen Plan zu haben. Im Laufe des Buches findet sie immer mehr zu sich selbst und ich fand es toll das man ihre Entwicklung hautnah miterleben konnte. Plötzlich sind ihr die Partys und das aufregende Leben in einer Großstadt nicht mehr wichtig, sondern sie findet andere Dinge, die sie schätzen und lieben lernt. Ryan ist der „gefallene Held“ von Green Valley. Nach einem Unfall lebt er Notgedrungen bei seinem Bruder und kann sich nicht so richtig damit abfinden, wie sich sein Leben entwickelt hat. Er kapselt sich von allen ab und seine schlechte Laune lässt er liebend gern an Lena aus und diese denkt gar nicht daran, vor ihm zu kuschen. Und genau das sorgt dafür, das er langsam aber sicher aus seinem Selbstmitleid auftaucht. Ich habe es geliebt Lena uns Ryan auf ihrem Weg zu begleiten und auch alle anderen aus GreenValley kennen zu lernen. Die Coopers wünscht sich, glaube ich, jeder als Gastfamilie und wenn dann noch so tolle Bewohner wie Will, Izzy und Gossip Earl hinzukommen, ist die Geschichte perfekt. Die Autorin hat jeden Charakter so liebevoll ausgearbeitet, das man in jedem Wort gemerkt hat, wie viel Herzblut in diesem Buch steckt. Es lässt sich wunderbar lesen und an keiner Stelle hatte ich das Gefühl, das ich endlich fertig werden will. Ich habe so unglaublich viele Stellen in diesem Buch markiert, weil einfach ständig etwas kam, was ich sehr witzig oder rührend fand und ich freue mich schon sehr auf die nächste Geschichte, in der es dann um Izzy und Will geht . . . „New Beginnings“ ist also ein ganz klare Leseempfehlung!

Und zum Schluss noch ein kurzes Wort zum Cover: Ich finde es sooo toll. Es ist einfach gehalten, aber hat eine tolle Wirkung, vor allem mit den Goldeffekten.

Fazit: „New Beginnings“ ist eine herrliche Liebesgeschichte mit viel Witz und Charme. Jeder einzelne Charakter macht dieses Buch zu etwas besonderen und der lockere und leichte Schreibstil der Autorin macht die ganze Geschichte zu einem wundervollen Gesamtpaket.


Viel Spaß beim Lesen :)

Stephanie