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Veröffentlicht am 05.01.2026

Dunkle Märchen gepaart mit Zeitreiseaspekten!

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Eigene Meinung

Als ich Ever & After – Der schlafende Prinz damals begonnen habe, wusste ich noch nicht, in welch düstere Märchenwelt ich mich da hineinbegebe. Nun habe ich Band drei beendet und … wow. ...

Eigene Meinung

Als ich Ever & After – Der schlafende Prinz damals begonnen habe, wusste ich noch nicht, in welch düstere Märchenwelt ich mich da hineinbegebe. Nun habe ich Band drei beendet und … wow. Stella Tack hat hier wirklich etwas Fantastisches erschaffen.

Ich kann und möchte mir eigentlich gar nicht vorstellen, wie die Notizen zu Ever & After bei Autorin Tack ausgesehen haben müssen. Der erste Band war ein sanftes Reinkommen: ein Kennenlernen der Welt und der Charaktere – von denen es übrigens unheimlich viele gibt – begleitet von immer passenden Zitaten aus Märchen der Gebrüder Grimm. Diese Zitate ziehen sich konsequent durch alle drei Bände, sind jedes Mal andere und treffen dennoch stets den Kern der jeweiligen Kapitel. Ein Detail, das ich sehr liebe.

Protagonistin Rain White, Nachfahrerin von Schneewittchen, wächst in Die letzte Stunde deutlich über sich hinaus. Sie wirkt reifer, reflektierter, erwachsener. Diese Entwicklung hat sich bereits in Band zwei angedeutet und fühlte sich auch dort schon authentisch an. Im dritten Teil widmet sich Stella Tack nun einem Thema, für das sie von mir höchsten Respekt bekommt: Zeitreisen. Ich finde es unheimlich schwer, Leserinnen sauber durch verschiedene Zeitstränge zu führen, sie nicht zu verwirren, selbst den Überblick zu behalten – und dabei alles logisch und stimmig zu verpacken. Was soll ich sagen: Es ist ihr gelungen. Zu keinem Zeitpunkt war ich zwischen den verschiedenen Zeitebenen „verloren“ oder unsicher, wo wir uns gerade befinden. Gerade zum Ende hin passiert sehr viel auf einmal, und trotzdem bleibt alles nachvollziehbar.

Natürlich hatte ich im Vorfeld auch Bedenken wegen der Dicke des Buches. Ja, ich lese unheimlich gern – aber knapp siebenhundert Seiten lassen selbst mich kurz schlucken. Tatsächlich merkt man Ever & After diese Länge überhaupt nicht an. Ich hatte kaum das Gefühl, dass sich etwas zieht, auf der Stelle tritt oder sich unnötig wiederholt. Dieses Mal lesen wir aus den Perspektiven von Rain und Smugaid alias Coleblack – und zwar ausschließlich in der Vergangenheit. Denn genau dort lande ich als Leser
in, sobald Rain ihren Wunsch ausgesprochen hat.

In der Vergangenheit angekommen, lernt Rain auch die Götter kennen, die ein dunkles Geheimnis bewahren. Doch Zeit ist hier nicht gleich Zeit: Während Rain frisch in dieser Epoche ankommt (und ja, ich weiß, das klingt etwas seltsam), verbringen andere Charaktere dort bereits eine deutlich längere Spanne. Welche das sind, möchte ich nicht spoilern. Wieder einmal liegt es an Rain, die Welt zu retten – obwohl sie doch das Ende vom Anfang ist. Der Anfang vom Ende. Allerdings nicht allein, sondern mit Coleblack an ihrer Seite. Und dieser weiß zu diesem Zeitpunkt noch nichts von seinem Glück …

Ich muss es wirklich noch einmal sagen: Respekt an alle Autorinnen, die sich an Zeitreisen wagen – und es dann auch so überzeugend umsetzen. Ohne Logikfehler, ohne Überforderung, immer mit dem Gefühl, als Leserin abgeholt zu werden. In dieser Geschichte passiert unglaublich viel, und dennoch lernt man immer weitere Figuren kennen, die keine bloßen Statisten sind, sondern essenziell zur Handlung beitragen. Wenn dich dunkle Märchen interessieren, du tiefe Charaktere und starke Dialoge schätzt und eine durchdachte, komplexe Geschichte suchst, kann ich Ever & After wirklich nur empfehlen.




Mein abschließendes Fazit

Dunkle Märchen und eine spannende Geschichte rund um die Nachfahren der Märchenwelt – was sich vielleicht zunächst „nur nett“ anhört, hat sich zu einer wirklich starken Reihe entwickelt. In Ever & After habe ich ein großartiges Worldbuilding kennengelernt, getragen von vielschichtigen Charakteren, hoher Spannung, Brutalität und natürlich auch Liebe. Immer wieder muss Protagonistin Rain über sich hinauswachsen und bekommt dabei Unterstützung von alten wie neuen Gesichtern.

Auch wenn knapp siebenhundert Seiten die eine oder den anderen abschrecken mögen: Dieses Buch hat sich für mich in keiner Weise gezogen. Es passiert konstant etwas, das entweder wichtig, interessant oder beides ist. Eine tolle Reihe und ein würdiger Abschluss – auf dessen Reread ich mich jetzt schon freue.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Wunderschön gestaltet!

Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Papierkunst-Edition mit 3D-Aufklapp-Elementen 3)
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Eigene Meinung
Im Dezember 2025 habe ich mir „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ als Adventsbuch vorgenommen: jeden Tag ein Kapitel. Ganz aufgegangen ist der Plan dann zwar nicht, denn der Dezember ...

Eigene Meinung
Im Dezember 2025 habe ich mir „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ als Adventsbuch vorgenommen: jeden Tag ein Kapitel. Ganz aufgegangen ist der Plan dann zwar nicht, denn der Dezember war recht vollgepackt, weshalb ich das Buch erst im Januar beendet habe. Wie mir der dritte Teil gefallen hat, erzähle ich euch hier.

Natürlich haben mein Freund und ich auch dieses Jahr wieder einen Harry-Potter-Filmmarathon gestartet. Passend dazu habe ich mir den dritten Band in der MinaLima-Ausgabe geschnappt – und war tatsächlich sofort verzaubert. Harry Potter bedeutet für mich Kindheit, Nostalgie und einen kleinen Abstecher in eine Zeit, in der alles irgendwie noch freier und unbeschwerter war.

In „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ besuchen Harry, Ron und Hermine ihr drittes Jahr in Hogwarts – auch wenn es davor, wie so oft bei Harry, alles andere als einfach läuft. Nicht nur, dass er die Ferien bei seiner Tante und seinem Onkel verbringen muss, zusammen mit seinem Cousin Dudley, nein: Dieses Mal kommt auch noch Onkel Vernons Schwester zu Besuch. Harry kann sein Glück kaum fassen. Eine Person mehr, die ihm das Leben zur Hölle machen möchte.

Ganz klar unterscheiden sich hier Buch und Film. Das Buch ist deutlich detaillierter, liefert mehr Hintergrundinformationen und beschreibt viele Dinge anders, als sie später im Film umgesetzt wurden. Dabei möchte ich gar nicht sagen, dass das eine besser oder schlechter ist – ich mag beides sehr gern. Besonders in der MinaLima-Ausgabe hatte ich das Gefühl, die Geschichte noch einmal ganz neu zu erleben. Durch die aufwendigen Papierkünste, die aufklappbaren Elemente und die wunderschönen Illustrationen wird das Buch fast schon interaktiv und bietet ein ganz eigenes Lesevergnügen. Inhaltlich unterscheidet sich die MinaLima-Ausgabe dabei nicht von den normalen Ausgaben – einzig die Gestaltung macht den Unterschied.

Der Schreibstil der Harry-Potter-Reihe ist und bleibt recht simpel und leicht zugänglich. Für mich absolut passend, da es sich in erster Linie um eine Kindergeschichte handelt, die dennoch unglaublich viele Erwachsene erreicht hat. Themen wie Freundschaft, Mut und der Umgang mit Ängsten stehen klar im Vordergrund – natürlich gepaart mit jeder Menge Zauberei und Magie. Die Geschichte ist spannend erzählt und durch die zusätzlichen Details im Buch noch einmal intensiver als im Film. Natürlich verstehe ich, dass man für eine Verfilmung kürzen oder streichen muss. Wie gesagt: Ich mag beides sehr.

Besonders gefallen hat mir, dass man in diesem Band deutlich mehr Hintergrundinformationen über Harrys Eltern erhält. Vor allem sein Vater rückt stärker in den Fokus – seine Freundschaften, seine Zeit in Hogwarts und die Verbindungen, die damals entstanden sind. Gleichzeitig merkt man Harry, Ron und Hermine an, dass sie älter werden. Die Pubertät klopft an, sie geraten öfter aneinander, vertreten unterschiedliche Meinungen und entwickeln eigene Sichtweisen. Schon damals mochte ich dieses Gefühl sehr, dass die Charaktere mitwachsen und man diese Entwicklung auch wirklich spürt.

Natürlich gibt es auch neue – oder bereits bekannte – Zauberfächer in Hogwarts, die hier stärker beleuchtet werden und mehr Raum bekommen. Kleine Details, die aber unglaublich viel ausmachen, gerade wenn es um eine Schule für Hexerei und Zauberei geht.



Mein abschließendes Fazit
Eine wunderschöne, wenn auch recht kostspielige Ausgabe von „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“. Wir begleiten Harry, Ron und Hermine in ihr drittes Jahr nach Hogwarts, und natürlich warten auch dieses Mal wieder einige Gefahren auf sie. Denn es gibt einen gefürchteten Ausbruch aus Askaban – von einem Mann, der scheinbar Harry ins Visier genommen hat.

Die Geschichte ist spannend aufgebaut und in typischer MinaLima-Manier einfach wunderschön gestaltet. Mit vielen tollen Illustrationen, aufklappbaren Papierelementen und liebevollen Details lädt das Buch zum Entdecken und Staunen ein. Ich habe es sehr geliebt, wieder in das Harry-Potter-Universum einzutauchen, und freue mich jetzt schon darauf, zu Weihnachten mit dem vierten Teil weiterzumachen.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Ein wirklich toller Spin off Start <3

Watch Me – Ein Shatter-Me-Roman
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Eigene Meinung

Ich konnte mich nicht lange zurückhalten und wollte eigentlich sofort in Watch Me reinstarten. Gesagt, getan. Und wie mir dieses Spin-off gefallen hat? Holt euch ein gutes Getränk, ich ...

Eigene Meinung

Ich konnte mich nicht lange zurückhalten und wollte eigentlich sofort in Watch Me reinstarten. Gesagt, getan. Und wie mir dieses Spin-off gefallen hat? Holt euch ein gutes Getränk, ich erzähle es euch in Ruhe.

Tahereh Mafi versteht es einfach, Charaktere zu erschaffen, die im Kopf bleiben, und gleichzeitig eine Spannung aufzubauen, die einen Seite um Seite weiterlesen lässt. In Watch Me lese ich aus der Perspektive von James und Rosabelle. Zehn Jahre sind vergangen, seit die Rebellen das Reestablishment gestürzt haben, und aus dem kleinen James ist ein junger Erwachsener geworden. Oder zumindest versucht er alles dafür, von Juliette, Warner oder auch Kenji als solcher wahrgenommen zu werden.

Gerade diese Entwicklung von James hat mir unglaublich gut gefallen. Mafi hat ihn spürbar altern lassen – nicht nur auf dem Papier, sondern auch in seiner Art zu denken, zu handeln und zu fühlen. Anfangs war es für mich ungewohnt, James in dieser Rolle zu erleben, da mir diese Art der Charakterdarstellung von der Autorin so noch nicht bekannt war. Doch je weiter ich gelesen habe, desto klarer wurde mir: Diese Entwicklung ist nicht nur logisch, sondern auch sehr gelungen.

James ist humorvoll, oft etwas unbeholfen und bringt mit seinem Witz viele schwere oder dunkle Momente angenehm auf. Es gibt nur wenige Szenen, in denen er mich nicht zum Lachen, Grinsen oder Augenverdrehen gebracht hat. Gleichzeitig merkt man, dass hinter dieser lockeren Fassade Verantwortung, Zweifel und innere Konflikte stecken.

Ganz anders wirkt dagegen die Perspektive von Rosabelle. Ihre Kapitel sind deutlich ernster, düsterer und geheimnisvoller angelegt. Dieser Kontrast zwischen den beiden Sichtweisen funktioniert meiner Meinung nach sehr gut und sorgt für eine angenehme Balance innerhalb der Geschichte. Beide Charaktere sind detailliert ausgearbeitet, wirken authentisch und bringen ihre ganz eigene Stimmung mit.

Auch wenn ich James noch aus „Kindheitstagen“ kenne – als weinerlichen, vorsichtigen und zerbrechlichen Jungen –, lerne ich ihn hier mit seinen 21 Jahren völlig neu kennen. Besonders gefallen hat mir, dass Tahereh Mafi dabei immer wieder einfließen lässt, was nach dem Sturz des Reestablishment passiert ist und wie sich die Welt seitdem verändert hat. Diese Einblicke fühlen sich organisch an und geben der Geschichte zusätzliche Tiefe.

Rosabelle hingegen bleibt bewusst etwas zurückhaltender beleuchtet. Ich bekomme nach und nach Informationen über sie, aber nie zu viele auf einmal. Dadurch bleibt sie mysteriös und schwer greifbar. Ihr starkes Zurückziehen in sich selbst hat es mir als Leserin stellenweise etwas schwer gemacht, eine tiefere Verbindung zu ihr aufzubauen. Statt großer Offenbarungen kommt es eher zu Wiederholungen ihrer Gedanken und Gefühle, was ich ein wenig schade fand – auch wenn es zu ihrem Charakter passt.

Ein weiteres Highlight für mich war definitiv das Wiedersehen mit der alten Bande. Juliette, Warner und Kenji wiederzutreffen, hat sich einfach richtig gut angefühlt. Es war, als würde man in eine vertraute Welt zurückkehren, die sich zwar verändert hat, aber dennoch sofort wieder nach „Zuhause“ anfühlt.

Gleichzeitig wird schnell klar, dass die Welt auch nach dem Sturz des Reestablishment noch lange nicht sicher ist. Gefahren lauern weiterhin überall. Besonders spannend fand ich den Unterschied zwischen Rosabelles Sektor und der New Republic. Technologisch ist ihr Sektor der New Republic deutlich voraus, was eine zentrale Rolle in der Handlung spielt.

Um diese Unterschiede offenzulegen – und um Rosabelle zu schützen –, trifft James eine folgenschwere Entscheidung: Er nimmt sie mit in die New Republic. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, in welche Schwierigkeiten er sich selbst, seine Familie und letztlich auch Rosabelle bringt. Denn Rosabelle würde alles tun, um ihre kleine Schwester zu retten.

Mein abschließendes Fazit

Watch Me spielt zehn Jahre nach der Shatter Me-Reihe und wird aus der Perspektive von James und Rosabelle erzählt. Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig, angenehm und leicht zu lesen. Besonders der erwachsene James ist für mich ein echtes Highlight: humorvoll, vielschichtig und glaubwürdig entwickelt.

Die Geschichte bleibt durchgehend spannend, auch wenn es aus Rosabelles Sicht stellenweise zu Wiederholungen kommt. Sie bleibt geheimnisvoll und etwas distanziert, was sie zwar interessant macht, mir aber emotional nicht immer ganz nah gebracht hat. James gleicht das jedoch mit seinem Humor und seiner offenen Art sehr gut aus und lockert viele schwere Momente auf.

Insgesamt hat sich das Lesen wie ein gelungenes Zurückkehren in eine vertraute Welt angefühlt. Ich freue mich sehr darauf, weiterzulesen, und bin gespannt, wie sich James, Rosabelle und ihre Pläne weiterentwickeln werden.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Eine geniale Reihe!

Imagine Me
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Eigene Meinung
Und damit ist es vorbei. Die Geschichte rund um Juliette Ferrars, den Widerstand und das Reestablishment findet ihren Abschluss. Wie mir das Finale gefallen hat, erzähle ich euch hier …

Über ...

Eigene Meinung
Und damit ist es vorbei. Die Geschichte rund um Juliette Ferrars, den Widerstand und das Reestablishment findet ihren Abschluss. Wie mir das Finale gefallen hat, erzähle ich euch hier …

Über Mafis überragenden Schreibstil habe ich ja schon in meinen fünf vorherigen Rezensionen gesprochen. Auch im sechsten Band, Imagine Me, bleibt er etwas ganz Besonderes. Dieses Mal lese ich hauptsächlich aus Kenjis und Juliettes Perspektive – und ein kleines Stück sogar aus Warners Sicht. Weil ich die Zusatznovelle Believe Me kenne, waren mir diese Perspektiven nicht neu, aber ich begrüße sie trotzdem jedes Mal gern.

Vor allem Kenjis Kapitel wirken extrem authentisch. Er hat Schwierigkeiten, seine Gefühle zu greifen, fühlt sich schnell überfordert – und genau das kommt richtig gut rüber. Gleichzeitig sehen wir Juliette auf zwei Arten: einmal so, wie wir sie kennen, und einmal als komplett manipulierte Version. Diese „neue“ Juliette ist distanziert, unterkühlt, fast schon mechanisch. Das funktioniert, weil ich sie über die Reihe hinweg völlig anders erlebt habe.

Trotzdem muss ich ehrlich sagen: Beim Ende hatte ich mir ein bisschen mehr erhofft. Vielleicht, weil ich ein riesiger Fan der Shatter Me-Reihe bin und meine Erwartungen dementsprechend hoch waren. Und versteht mich nicht falsch: Das Ende ist passend. Es macht Sinn. Aber es hat mich emotional nicht so abgeholt, wie ich es mir gewünscht hätte.

Die Szene zwischen Warner und Juliette – ihr wisst, die Kampf-Szene – war für mich besonders schwierig. Ich verstehe, was Warner erreichen wollte, und ein Stück weit auch, warum er es auf diese Art versucht hat. Aber die Szene war insgesamt zu kurz, zu nüchtern und zu schnell vorbei. Da hat mir einfach etwas gefehlt. Genau der Moment, den Mafi sonst immer trifft – dieser Stich ins Herz, von dem man nicht wusste, dass man ihn braucht. In Imagine Me blieb er für mich aus.

Trotz meiner Kritik mochte ich das Buch. Nur eben nicht so sehr wie die vorherigen Bände. Es konnte mich berühren, aber nicht komplett auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Und für ein Finale fühlt es sich an ein paar Stellen leider unvollständig an.



Mein abschließendes Fazit
Eine Reihe, die mich in den Himmel gehoben und wieder fallen lassen hat. Ich liebe die Shatter Me-Reihe sehr, aber Imagine Me konnte mich als Abschluss nicht vollständig überzeugen. Mir fehlten einzelne emotionale Spitzen, und das Ende wirkte für meinen Geschmack etwas zu ruhig und zu hart. Trotzdem: Die Reihe wurde würdig zu Ende gebracht. Der Schreibstil, die fantastisch ausgearbeiteten Charaktere und die bedrückende, dystopische Atmosphäre haben mich wieder voll gepackt.


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Veröffentlicht am 26.11.2025

Schlagfertige Krankenschwester trifft auf tollpatschigen Stalker :)

Lights Out
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Eigene Meinung
Ich hatte das Buch ewig auf meiner WuLi und war richtig happy, als es endlich auf Deutsch erschien. Meine Schwester war genauso interessiert, also habe ich es für uns beide gekauft – und ...

Eigene Meinung
Ich hatte das Buch ewig auf meiner WuLi und war richtig happy, als es endlich auf Deutsch erschien. Meine Schwester war genauso interessiert, also habe ich es für uns beide gekauft – und so sind wir gemeinsam in die Welt von Aly und Josh eingetaucht.

Und das auftauchen war gar nicht so einfach – aber im absolut positiven Sinne! Denn ich habe es sehr genossen, den beiden zu folgen.

In “Lights Out” liest man aus den Perspektiven von Aly und Josh, was die Geschichte super lebendig macht. Vor allem Josh’ teilweise tollpatschige Art hat mich ständig laut auflachen lassen. Aly überzeugt dagegen mit coolen Sprüchen und einer Menge Selbstvertrauen – richtig authentisch und richtig spaßig. Sie ist kein “typisches”, verängstigtes Mädchen, sondern jemand, der genau weiß, wie sie sich wehren kann. Ihr Job hat sie vermutlich zusätzlich abgehärtet …

Aly arbeitet nämlich als Krankenschwester im Trauma-Zentrum der Notaufnahme. Und obwohl sie ihren Job liebt, wird sie dort jeden Tag mit unglaublich viel Leid konfrontiert – so viel, dass es ihr manchmal den Boden unter den Füßen wegzieht. Wenn sie nach einer Schicht endlich in ihren wohlverdienten Feierabend kommt, entspannt sie mit ihrem Kater Fred und ihrem Handy. Denn nichts findet sie anziehender als den maskierten Unbekannten, der zu guter Musik verdammt verführerisch tanzt. Aly kommentiert seine Videos fleißig in der Hoffnung, seine Aufmerksamkeit zu bekommen – ohne Erfolg. Bis er plötzlich doch reagiert … und sie die Einzige wird, der er folgt.

Ab da versucht Aly herauszufinden, wer der Maskierte wirklich ist – doch so gut wie nichts führt zu einem Ergebnis. Allerdings übernimmt er das für sie: durch nächtliche Einbrüche, kleine Geschenke und mysteriöse Videoaufnahmen direkt in ihrem Schlafzimmer. Spätestens dann muss Aly sich eingestehen, dass sie möglicherweise die obsessive Aufmerksamkeit eines Stalkers auf sich gezogen hat.

Trotz des Themas ist es wirklich witzig! Immer wieder werden kleine, nachdenklichere Momente eingebaut, die aber durch die leichten Dialoge und Nachrichten der beiden schnell wieder aufgelockert werden.

Natürlich gab es auch hier und da ein paar Längen, aber die waren schnell vergessen, sobald Aly und Josh wieder miteinander interagieren. Besonders wie Josh mit Fred umgeht – einfach Zucker. Das ging jedes Mal direkt ins Herz. Und die beste Szene ist und bleibt: „Ich bin Batman.“ Wer’s gelesen hat, weiß Bescheid!

Wie gesagt: Aly und Josh sind wirklich liebevoll und authentisch ausgearbeitet. Ich hatte so viele Momente zum Schmunzeln und Dahinschmelzen. Spannung gibt es auch – nicht super tiefgehend, aber schön eingestreut und eine gute Ergänzung zu dem charmanten und humorvollen Umgang der beiden.



Mein abschließendes Fazit
Die Geschichte zwischen Josh und Aly ist wirklich gelungen, und ich musste mehrmals laut lachen. Die Dynamik zwischen der toughen Krankenschwester und dem maskierten Unbekannten hat mich total mitgerissen und mir leicht gemacht, den beiden ein Stück meines Herzens zu schenken.

Ein, zwei zähe Stellen gab es zwar, aber die wurden meistens schnell wieder ausgeglichen. Für mich ist “Lights Out” ein richtig guter Einstieg in das Dark-Romance-Genre: nicht zu düster, nicht zu brutal, dafür mit viel Charme, einer Prise Tollpatschigkeit und einem wirklich süßen Kater. <3

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