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Veröffentlicht am 20.01.2026

Atmosphärisch & Düster

Die geheime Geschichte
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Eigene Meinung
Auf der Suche nach einer Geschichte, die eine ähnliche Atmosphäre wie If We Were Villains besitzt, bin ich auf Donna Tartt und ihren Roman Die geheime Geschichte gestoßen. Ob dieses Buch ...

Eigene Meinung
Auf der Suche nach einer Geschichte, die eine ähnliche Atmosphäre wie If We Were Villains besitzt, bin ich auf Donna Tartt und ihren Roman Die geheime Geschichte gestoßen. Ob dieses Buch an eines meiner Jahreshighlights herankommt, erzähle ich euch hier.

Zunächst muss ich anmerken, dass es sich bei Die geheime Geschichte um einen kleinen Klopper handelt. Das Buch ist in „Buch eins“ und „Buch zwei“ unterteilt, ergänzt durch einen Prolog und einen Epilog. Die Kapitel sind extrem lang, was das klassische „nur noch ein Kapitel“ nahezu unmöglich macht. Teilweise umfasst ein einzelnes Kapitel über 160 Seiten – nichts also für kurze Lesehäppchen zwischendurch.

Donna Tartt führt mich sehr detailliert an den Protagonisten Richard Papen heran, ebenso wie an die übrigen Charaktere, die im Laufe der Geschichte eine mehr oder weniger zentrale Rolle einnehmen. Dreh- und Angelpunkt bleibt dabei die Gruppe junger Studenten, in die Richard nach einigen Anlaufschwierigkeiten aufgenommen wird. Die Autorin legt großen Wert darauf, dass ich als Leser Teil dieser Gruppe werde – sie gleichzeitig verstehe und doch nie ganz durchblicke. Gerade weil Richard selbst der „Neue“ ist, werde auch ich eingeladen, diese Welt Schritt für Schritt zu entdecken, ihre Regeln kennenzulernen und mich in ihren Dynamiken zu verlieren.

Der Schreibstil ist dabei alles andere als leicht. Teilweise wirkt er philosophisch, dann wieder hochtrabend, durchzogen von Fremdsprachen wie Französisch, Griechisch oder Latein. Zwar werden viele dieser Passagen im Verlauf erklärt oder eingeordnet, dennoch fordert der Text Aufmerksamkeit. Die griechische Geschichte und Kultur nehmen einen großen Raum ein und werden keineswegs auf eine trockene, schulische Art vermittelt, sondern organisch in die Handlung eingewoben. Dialoge sind eher knapp gehalten, gewinnen jedoch durch die dichten Szenenbeschreibungen enorm an Wirkung.

Über das gesamte Buch hinweg lag für mich eine drückende, beinahe lauernde Stimmung. Etwas Unausgesprochenes schwebt konstant über der Geschichte und verleiht ihr einen ganz eigenen Reiz. Sehr früh hatte ich das Gefühl, dass mehr hinter dieser Freundesgruppe steckt – dass, wie im echten Leben, jeder seine Geheimnisse mit sich trägt. Donna Tartt ist bereit, diese nach und nach preiszugeben, erst gegenüber Richard und schließlich auch mir als Leser.

Die Geschichte nimmt sich viel Zeit, um sich zu entfalten. Die Spannung entsteht nicht durch permanente Ereignisse, sondern durch Atmosphäre, Beobachtungen und das langsame Verdichten der Situation. Ich habe mir bewusst Zeit für dieses Buch genommen und es sehr genossen, in den Universitätsalltag einzutauchen, die Figuren kennenzulernen und ihre Verstrickungen zu begreifen – auch wenn mir das nur bedingt gelungen ist. Denn mit dem Ende hätte ich in dieser Form nicht gerechnet.

Die Charaktere entwickeln sich stark unter dem Druck der Umstände und wirken gerade dadurch sehr authentisch. Jeder geht anders mit seinen inneren Dämonen um, auf seine eigene, oft zerstörerische Weise. Der Ausgang dieser geheimen Geschichte fühlte sich für mich schließlich wie ein Drama in zwei Akten an – konsequent, tragisch und lange nachhallend.



Mein abschließendes Fazit
Atmosphärisch ist Die geheime Geschichte absolut zum Niederknien. Ja, die Kapitel sind sehr lang, das Buch insgesamt ein ordentlicher Schinken, und auch die Sprache ist stellenweise anspruchsvoll und nicht immer flüssig zu lesen – zumindest für mich. Nichtsdestotrotz konnte mich dieser Roman vollkommen begeistern.

Die Geschichte rund um diese exklusive, geheimnisvolle Freundesgruppe ist spannend, emotional und zutiefst dramatisch. Donna Tartts detailreicher Schreibstil hat mich als Leser vollständig in ihre Welt gezogen. Wer If We Were Villains von M. L. Rio mochte, dem kann ich Die geheime Geschichte wirklich von Herzen empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Meine erste Dark Werewolf Romance

Rabid
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Eigene Meinung
Als ich die E-Mail von Kyss bekommen habe, in der mir mitgeteilt wurde, dass ich gewonnen habe, habe ich mich sehr gefreut. Rabid stand schon länger auf meiner Wunschliste und ich war gespannt, ...

Eigene Meinung
Als ich die E-Mail von Kyss bekommen habe, in der mir mitgeteilt wurde, dass ich gewonnen habe, habe ich mich sehr gefreut. Rabid stand schon länger auf meiner Wunschliste und ich war gespannt, ob mich Raven Kennedy (bekannt aus der The Darkest Gold-Reihe) erneut begeistern kann. Von Ivy Asher hatte ich bisher noch nichts gelesen, weshalb ich sehr motiviert und offen an dieses Buch herangegangen bin.

Tatsächlich hatte ich zuvor noch nichts über Wölfe gelesen und bin entsprechend unvoreingenommen in die Geschichte gestartet. Der Aufbau hat mir dabei wirklich gut gefallen. Seneca – die Protagonistin von Rabid, deren Geschichte ich aus der Ich-Perspektive erlebe – war mir vom ersten Eindruck her absolut in Ordnung. Besonders gelungen fand ich, wie ihre innere Zerrissenheit dargestellt wurde. Allgemein kamen Senecas Emotionen für mich sehr greifbar und nachvollziehbar rüber.

Ich hatte jedoch häufig das Gefühl, dass hier ein großer Fokus auf die Szenerien und Senecas Gedankenwelt gelegt wurde. Dialoge gibt es zwar, sie bleiben aber eher schwach ausgeprägt und besitzen nicht unbedingt viel Tiefe. Teilweise passt das gut zur Geschichte, da es sich bei Rabid um eine Dark Werewolf Romance handelt. Als Leserin werde ich zudem deutlich häufiger mit der Wolfsform konfrontiert als mit der menschlichen – und diese Szenen empfand ich auch wesentlich stärker als jene, in denen Seneca als Mensch agiert.

Es gab einige Momente, die mir wirklich Gänsehaut bereitet haben. Vor allem der Flux, also die erste Begegnung Senecas mit ihrer Wölfin, war unheimlich intensiv beschrieben. Diese Szene hat auch rückblickend vieles für mich getragen. Ich fand sie so episch, dass sie für mich allein einen zusätzlichen Stern verdient hat.
Allerdings war auch die Brutalität – insbesondere die sexuelle – sehr präsent. Der Sex-Anteil ist insgesamt hoch, was meiner Meinung nach die emotionale Tiefe und die zwischenmenschliche Komponente etwas verdrängt hat.

Auch Schlüsselfiguren wie Senecas Mutter oder Vater bleiben eher angerissen. Da sie bereits verstorben sind, erfahre ich als Leserin nur wenig über Senecas Vergangenheit – abgesehen von dem, was sie selbst darüber erzählt. Diese Rückblicke sind meist negativ gefärbt, was vor allem mit dem Alpha ihres Rudels und dem Rudel selbst zusammenhängt. Seneca hat über die Zeit immer mehr Distanz aufgebaut, um dem Alpha möglichst aus dem Weg zu gehen.

Der Schreibstil ist insgesamt sehr angenehm, leicht und flüssig zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge und laden dazu ein, „noch schnell ein Kapitel“ zu lesen. Auch wenn die Umgebungsszenen lebhaft beschrieben sind und stellenweise sogar ein gewisses Zuhause-Gefühl vermitteln, blieb für mich vieles leider recht oberflächlich. Die Charaktere wirkten häufig eintönig, und auch der Sprachgebrauch erschien mir an manchen Stellen etwas unpassend. Zudem fehlte mir stellenweise die Spannung, da Seneca gefühlt von einem Unglück ins nächste stolpert, was sich für mich teilweise wiederholend angefühlt hat.

Wer auf intensive Spice-Szenen steht, wird hier definitiv fündig. Dafür muss man allerdings Abstriche bei der Story machen. Rabid ist kein schlechtes Buch, konnte mich aber nicht auf allen Ebenen so abholen, wie ich es mir erhofft hatte.



Mein abschließendes Fazit
Viel Spice – leider mit einer etwas zu kurz geratenen Story. Es gibt einige Szenen in diesem Buch, die mir echte Gänsehaut beschert haben, dennoch blieb dieses dumpfe Gefühl von Oberflächlichkeit für mich durchgehend bestehen. Da Rabid ein Einzelband ist, was ich grundsätzlich sehr mag, hätte ich mir umso mehr charakterliche Ausuferungen gewünscht: mehr Hintergrund, mehr Details, mehr Tiefe.

Auch wenn einige Szenen sehr bildhaft beschrieben sind, fehlt es den Charakteren an einem gewissen Etwas. Viele von ihnen lesen sich sehr ähnlich, und auch Seneca gerät immer wieder in die gleichen oder zumindest sehr ähnlichen Schwierigkeiten. Wenn man über diese Punkte hinwegsehen kann, ist Rabid ein solides Buch.
Und auch wenn meine Rezension sich vielleicht nach einer „Drei“ anhört – die Flux-Szene allein hat einen vollen Stern ausgemacht. Ich hatte Gänsehaut und konnte dieses Buch für einen kurzen Moment wirklich fühlen.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Dunkle Märchen gepaart mit Zeitreiseaspekten!

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Eigene Meinung

Als ich Ever & After – Der schlafende Prinz damals begonnen habe, wusste ich noch nicht, in welch düstere Märchenwelt ich mich da hineinbegebe. Nun habe ich Band drei beendet und … wow. ...

Eigene Meinung

Als ich Ever & After – Der schlafende Prinz damals begonnen habe, wusste ich noch nicht, in welch düstere Märchenwelt ich mich da hineinbegebe. Nun habe ich Band drei beendet und … wow. Stella Tack hat hier wirklich etwas Fantastisches erschaffen.

Ich kann und möchte mir eigentlich gar nicht vorstellen, wie die Notizen zu Ever & After bei Autorin Tack ausgesehen haben müssen. Der erste Band war ein sanftes Reinkommen: ein Kennenlernen der Welt und der Charaktere – von denen es übrigens unheimlich viele gibt – begleitet von immer passenden Zitaten aus Märchen der Gebrüder Grimm. Diese Zitate ziehen sich konsequent durch alle drei Bände, sind jedes Mal andere und treffen dennoch stets den Kern der jeweiligen Kapitel. Ein Detail, das ich sehr liebe.

Protagonistin Rain White, Nachfahrerin von Schneewittchen, wächst in Die letzte Stunde deutlich über sich hinaus. Sie wirkt reifer, reflektierter, erwachsener. Diese Entwicklung hat sich bereits in Band zwei angedeutet und fühlte sich auch dort schon authentisch an. Im dritten Teil widmet sich Stella Tack nun einem Thema, für das sie von mir höchsten Respekt bekommt: Zeitreisen. Ich finde es unheimlich schwer, Leserinnen sauber durch verschiedene Zeitstränge zu führen, sie nicht zu verwirren, selbst den Überblick zu behalten – und dabei alles logisch und stimmig zu verpacken. Was soll ich sagen: Es ist ihr gelungen. Zu keinem Zeitpunkt war ich zwischen den verschiedenen Zeitebenen „verloren“ oder unsicher, wo wir uns gerade befinden. Gerade zum Ende hin passiert sehr viel auf einmal, und trotzdem bleibt alles nachvollziehbar.

Natürlich hatte ich im Vorfeld auch Bedenken wegen der Dicke des Buches. Ja, ich lese unheimlich gern – aber knapp siebenhundert Seiten lassen selbst mich kurz schlucken. Tatsächlich merkt man Ever & After diese Länge überhaupt nicht an. Ich hatte kaum das Gefühl, dass sich etwas zieht, auf der Stelle tritt oder sich unnötig wiederholt. Dieses Mal lesen wir aus den Perspektiven von Rain und Smugaid alias Coleblack – und zwar ausschließlich in der Vergangenheit. Denn genau dort lande ich als Leser
in, sobald Rain ihren Wunsch ausgesprochen hat.

In der Vergangenheit angekommen, lernt Rain auch die Götter kennen, die ein dunkles Geheimnis bewahren. Doch Zeit ist hier nicht gleich Zeit: Während Rain frisch in dieser Epoche ankommt (und ja, ich weiß, das klingt etwas seltsam), verbringen andere Charaktere dort bereits eine deutlich längere Spanne. Welche das sind, möchte ich nicht spoilern. Wieder einmal liegt es an Rain, die Welt zu retten – obwohl sie doch das Ende vom Anfang ist. Der Anfang vom Ende. Allerdings nicht allein, sondern mit Coleblack an ihrer Seite. Und dieser weiß zu diesem Zeitpunkt noch nichts von seinem Glück …

Ich muss es wirklich noch einmal sagen: Respekt an alle Autorinnen, die sich an Zeitreisen wagen – und es dann auch so überzeugend umsetzen. Ohne Logikfehler, ohne Überforderung, immer mit dem Gefühl, als Leserin abgeholt zu werden. In dieser Geschichte passiert unglaublich viel, und dennoch lernt man immer weitere Figuren kennen, die keine bloßen Statisten sind, sondern essenziell zur Handlung beitragen. Wenn dich dunkle Märchen interessieren, du tiefe Charaktere und starke Dialoge schätzt und eine durchdachte, komplexe Geschichte suchst, kann ich Ever & After wirklich nur empfehlen.




Mein abschließendes Fazit

Dunkle Märchen und eine spannende Geschichte rund um die Nachfahren der Märchenwelt – was sich vielleicht zunächst „nur nett“ anhört, hat sich zu einer wirklich starken Reihe entwickelt. In Ever & After habe ich ein großartiges Worldbuilding kennengelernt, getragen von vielschichtigen Charakteren, hoher Spannung, Brutalität und natürlich auch Liebe. Immer wieder muss Protagonistin Rain über sich hinauswachsen und bekommt dabei Unterstützung von alten wie neuen Gesichtern.

Auch wenn knapp siebenhundert Seiten die eine oder den anderen abschrecken mögen: Dieses Buch hat sich für mich in keiner Weise gezogen. Es passiert konstant etwas, das entweder wichtig, interessant oder beides ist. Eine tolle Reihe und ein würdiger Abschluss – auf dessen Reread ich mich jetzt schon freue.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Wunderschön gestaltet!

Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Papierkunst-Edition mit 3D-Aufklapp-Elementen 3)
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Eigene Meinung
Im Dezember 2025 habe ich mir „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ als Adventsbuch vorgenommen: jeden Tag ein Kapitel. Ganz aufgegangen ist der Plan dann zwar nicht, denn der Dezember ...

Eigene Meinung
Im Dezember 2025 habe ich mir „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ als Adventsbuch vorgenommen: jeden Tag ein Kapitel. Ganz aufgegangen ist der Plan dann zwar nicht, denn der Dezember war recht vollgepackt, weshalb ich das Buch erst im Januar beendet habe. Wie mir der dritte Teil gefallen hat, erzähle ich euch hier.

Natürlich haben mein Freund und ich auch dieses Jahr wieder einen Harry-Potter-Filmmarathon gestartet. Passend dazu habe ich mir den dritten Band in der MinaLima-Ausgabe geschnappt – und war tatsächlich sofort verzaubert. Harry Potter bedeutet für mich Kindheit, Nostalgie und einen kleinen Abstecher in eine Zeit, in der alles irgendwie noch freier und unbeschwerter war.

In „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ besuchen Harry, Ron und Hermine ihr drittes Jahr in Hogwarts – auch wenn es davor, wie so oft bei Harry, alles andere als einfach läuft. Nicht nur, dass er die Ferien bei seiner Tante und seinem Onkel verbringen muss, zusammen mit seinem Cousin Dudley, nein: Dieses Mal kommt auch noch Onkel Vernons Schwester zu Besuch. Harry kann sein Glück kaum fassen. Eine Person mehr, die ihm das Leben zur Hölle machen möchte.

Ganz klar unterscheiden sich hier Buch und Film. Das Buch ist deutlich detaillierter, liefert mehr Hintergrundinformationen und beschreibt viele Dinge anders, als sie später im Film umgesetzt wurden. Dabei möchte ich gar nicht sagen, dass das eine besser oder schlechter ist – ich mag beides sehr gern. Besonders in der MinaLima-Ausgabe hatte ich das Gefühl, die Geschichte noch einmal ganz neu zu erleben. Durch die aufwendigen Papierkünste, die aufklappbaren Elemente und die wunderschönen Illustrationen wird das Buch fast schon interaktiv und bietet ein ganz eigenes Lesevergnügen. Inhaltlich unterscheidet sich die MinaLima-Ausgabe dabei nicht von den normalen Ausgaben – einzig die Gestaltung macht den Unterschied.

Der Schreibstil der Harry-Potter-Reihe ist und bleibt recht simpel und leicht zugänglich. Für mich absolut passend, da es sich in erster Linie um eine Kindergeschichte handelt, die dennoch unglaublich viele Erwachsene erreicht hat. Themen wie Freundschaft, Mut und der Umgang mit Ängsten stehen klar im Vordergrund – natürlich gepaart mit jeder Menge Zauberei und Magie. Die Geschichte ist spannend erzählt und durch die zusätzlichen Details im Buch noch einmal intensiver als im Film. Natürlich verstehe ich, dass man für eine Verfilmung kürzen oder streichen muss. Wie gesagt: Ich mag beides sehr.

Besonders gefallen hat mir, dass man in diesem Band deutlich mehr Hintergrundinformationen über Harrys Eltern erhält. Vor allem sein Vater rückt stärker in den Fokus – seine Freundschaften, seine Zeit in Hogwarts und die Verbindungen, die damals entstanden sind. Gleichzeitig merkt man Harry, Ron und Hermine an, dass sie älter werden. Die Pubertät klopft an, sie geraten öfter aneinander, vertreten unterschiedliche Meinungen und entwickeln eigene Sichtweisen. Schon damals mochte ich dieses Gefühl sehr, dass die Charaktere mitwachsen und man diese Entwicklung auch wirklich spürt.

Natürlich gibt es auch neue – oder bereits bekannte – Zauberfächer in Hogwarts, die hier stärker beleuchtet werden und mehr Raum bekommen. Kleine Details, die aber unglaublich viel ausmachen, gerade wenn es um eine Schule für Hexerei und Zauberei geht.



Mein abschließendes Fazit
Eine wunderschöne, wenn auch recht kostspielige Ausgabe von „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“. Wir begleiten Harry, Ron und Hermine in ihr drittes Jahr nach Hogwarts, und natürlich warten auch dieses Mal wieder einige Gefahren auf sie. Denn es gibt einen gefürchteten Ausbruch aus Askaban – von einem Mann, der scheinbar Harry ins Visier genommen hat.

Die Geschichte ist spannend aufgebaut und in typischer MinaLima-Manier einfach wunderschön gestaltet. Mit vielen tollen Illustrationen, aufklappbaren Papierelementen und liebevollen Details lädt das Buch zum Entdecken und Staunen ein. Ich habe es sehr geliebt, wieder in das Harry-Potter-Universum einzutauchen, und freue mich jetzt schon darauf, zu Weihnachten mit dem vierten Teil weiterzumachen.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Ein wirklich toller Spin off Start <3

Watch Me – Ein Shatter-Me-Roman
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Eigene Meinung

Ich konnte mich nicht lange zurückhalten und wollte eigentlich sofort in Watch Me reinstarten. Gesagt, getan. Und wie mir dieses Spin-off gefallen hat? Holt euch ein gutes Getränk, ich ...

Eigene Meinung

Ich konnte mich nicht lange zurückhalten und wollte eigentlich sofort in Watch Me reinstarten. Gesagt, getan. Und wie mir dieses Spin-off gefallen hat? Holt euch ein gutes Getränk, ich erzähle es euch in Ruhe.

Tahereh Mafi versteht es einfach, Charaktere zu erschaffen, die im Kopf bleiben, und gleichzeitig eine Spannung aufzubauen, die einen Seite um Seite weiterlesen lässt. In Watch Me lese ich aus der Perspektive von James und Rosabelle. Zehn Jahre sind vergangen, seit die Rebellen das Reestablishment gestürzt haben, und aus dem kleinen James ist ein junger Erwachsener geworden. Oder zumindest versucht er alles dafür, von Juliette, Warner oder auch Kenji als solcher wahrgenommen zu werden.

Gerade diese Entwicklung von James hat mir unglaublich gut gefallen. Mafi hat ihn spürbar altern lassen – nicht nur auf dem Papier, sondern auch in seiner Art zu denken, zu handeln und zu fühlen. Anfangs war es für mich ungewohnt, James in dieser Rolle zu erleben, da mir diese Art der Charakterdarstellung von der Autorin so noch nicht bekannt war. Doch je weiter ich gelesen habe, desto klarer wurde mir: Diese Entwicklung ist nicht nur logisch, sondern auch sehr gelungen.

James ist humorvoll, oft etwas unbeholfen und bringt mit seinem Witz viele schwere oder dunkle Momente angenehm auf. Es gibt nur wenige Szenen, in denen er mich nicht zum Lachen, Grinsen oder Augenverdrehen gebracht hat. Gleichzeitig merkt man, dass hinter dieser lockeren Fassade Verantwortung, Zweifel und innere Konflikte stecken.

Ganz anders wirkt dagegen die Perspektive von Rosabelle. Ihre Kapitel sind deutlich ernster, düsterer und geheimnisvoller angelegt. Dieser Kontrast zwischen den beiden Sichtweisen funktioniert meiner Meinung nach sehr gut und sorgt für eine angenehme Balance innerhalb der Geschichte. Beide Charaktere sind detailliert ausgearbeitet, wirken authentisch und bringen ihre ganz eigene Stimmung mit.

Auch wenn ich James noch aus „Kindheitstagen“ kenne – als weinerlichen, vorsichtigen und zerbrechlichen Jungen –, lerne ich ihn hier mit seinen 21 Jahren völlig neu kennen. Besonders gefallen hat mir, dass Tahereh Mafi dabei immer wieder einfließen lässt, was nach dem Sturz des Reestablishment passiert ist und wie sich die Welt seitdem verändert hat. Diese Einblicke fühlen sich organisch an und geben der Geschichte zusätzliche Tiefe.

Rosabelle hingegen bleibt bewusst etwas zurückhaltender beleuchtet. Ich bekomme nach und nach Informationen über sie, aber nie zu viele auf einmal. Dadurch bleibt sie mysteriös und schwer greifbar. Ihr starkes Zurückziehen in sich selbst hat es mir als Leserin stellenweise etwas schwer gemacht, eine tiefere Verbindung zu ihr aufzubauen. Statt großer Offenbarungen kommt es eher zu Wiederholungen ihrer Gedanken und Gefühle, was ich ein wenig schade fand – auch wenn es zu ihrem Charakter passt.

Ein weiteres Highlight für mich war definitiv das Wiedersehen mit der alten Bande. Juliette, Warner und Kenji wiederzutreffen, hat sich einfach richtig gut angefühlt. Es war, als würde man in eine vertraute Welt zurückkehren, die sich zwar verändert hat, aber dennoch sofort wieder nach „Zuhause“ anfühlt.

Gleichzeitig wird schnell klar, dass die Welt auch nach dem Sturz des Reestablishment noch lange nicht sicher ist. Gefahren lauern weiterhin überall. Besonders spannend fand ich den Unterschied zwischen Rosabelles Sektor und der New Republic. Technologisch ist ihr Sektor der New Republic deutlich voraus, was eine zentrale Rolle in der Handlung spielt.

Um diese Unterschiede offenzulegen – und um Rosabelle zu schützen –, trifft James eine folgenschwere Entscheidung: Er nimmt sie mit in die New Republic. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, in welche Schwierigkeiten er sich selbst, seine Familie und letztlich auch Rosabelle bringt. Denn Rosabelle würde alles tun, um ihre kleine Schwester zu retten.

Mein abschließendes Fazit

Watch Me spielt zehn Jahre nach der Shatter Me-Reihe und wird aus der Perspektive von James und Rosabelle erzählt. Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig, angenehm und leicht zu lesen. Besonders der erwachsene James ist für mich ein echtes Highlight: humorvoll, vielschichtig und glaubwürdig entwickelt.

Die Geschichte bleibt durchgehend spannend, auch wenn es aus Rosabelles Sicht stellenweise zu Wiederholungen kommt. Sie bleibt geheimnisvoll und etwas distanziert, was sie zwar interessant macht, mir aber emotional nicht immer ganz nah gebracht hat. James gleicht das jedoch mit seinem Humor und seiner offenen Art sehr gut aus und lockert viele schwere Momente auf.

Insgesamt hat sich das Lesen wie ein gelungenes Zurückkehren in eine vertraute Welt angefühlt. Ich freue mich sehr darauf, weiterzulesen, und bin gespannt, wie sich James, Rosabelle und ihre Pläne weiterentwickeln werden.

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