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Veröffentlicht am 27.04.2017

Scorched - Jennifer L. Armentrout

Scorched
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Andrea und Tanner. Tanner und Andrea. An den meisten Tagen weiß Andrea nicht, ob sie Tanner näherkommen oder ihm lieber eine verpassen will. Er ist definitiv heiß, aber sie halten es fast nie länger als ...

Andrea und Tanner. Tanner und Andrea. An den meisten Tagen weiß Andrea nicht, ob sie Tanner näherkommen oder ihm lieber eine verpassen will. Er ist definitiv heiß, aber sie halten es fast nie länger als fünf Minuten in einem Raum zusammen aus. Bis jetzt. Der gemeinsame Sommerurlaub in einer Hütte in West Virginia ändert alles. Plötzlich können die beiden nicht mehr ohne einander. Aber Andrea hat private Probleme, die sie völlig aus der Bahn werfen und ihre Liebe zu Tanner zu zerstören drohen. Wird Tanner dennoch für sie da sein?
(Klappentext)


Andrea und Tanner sind die beiden besten Freunde von Sydney und Kyler und hatten auch schon kleinere Auftritte in "Frigid", wo ich sie schon als Nebencharaktere interessant fand.
Der Einstieg in das Buch hat mir richtig gut gefallen, Andrea und Sydney quatschen zusammen über die verschiedensten Dinge. Man erfährt ein wenig, wie es mit ihr und Kyler weitergegangen ist und als Tanner und Kyler auftauchen, entsteht schon ein ziemlicher Streit zwischen den beiden Hauptprotagonisten dieser Geschichte.
Die Auseinandersetzungen fand ich überzeugend gemacht, was ich jedoch ein bisschen seltsam fand, wie schnell sie Tanners Meinung über Andrea geändert hat. Zunächst hat er kein richtiges Interesse an ihr und dann möchte gerne mit ihr zusammen sein. Ihm fällt dieser plötzliche Umschwung selbst auf, aber trotzdem hat es für mich nicht so richtig gepasst und war ein wenig unrealistisch.
Zitat Tanner : "Irgendetwas vollkommen Bizarres war anscheinend zwischen Samstagabend und heute Morgen geschehen, denn ich wollte eine Beziehung. Und zwar mit Andrea. Ich konnte nicht genau sagen, was das ausgelöst hatte. Ich war mir nicht mal sicher, wieso ich ausgerechnet eine Beziehung mit ihr wollte. [...] Wenn ich ehrlich war, wusste ich es doch. Andrea konnte genauso gut austeilen wie einstecken. Sie war klug. Wenn sie mich nicht gerade auf eine Palme brachte, war sie witzig."
Andrea dagegen ist schon länger in Tanner verliebt, hat aber auch aus bestimmten Gründen gemischte Gefühle gegenüber ihm. Wie auch der erste Teil wird aus der Sicht von Tanner und Andrea erzählt, so dass die Gefühle und Gedanken schön nachvollziehbar waren.
Der Schreibstil von Jennifer L. Armentrout war wie gewohnt super, das Buch war sehr flüssig zu lesen.
Sobald die beiden dann in der Hütte im Urlaub sind, knistert es immer mehr zwischen ihnen, die Streitereien werden deutlich weniger und die spüren die starke gegenseitige Anziehungskraft.
Andrea fand ich als Protaginstin wirklich interessant. Sie hat viele Probleme, die sie belasten, die sie zu verdrängen versucht. Wenn es ihr schlecht geht, greift sie oft zu Alkohol und will damit ihre Unsicherheiten und Ängste verdrängen. Durch ihre Probleme hat sie auch ein gewisses Selbstwertproblem, dass sie denkt, sie hätte Liebe gar nicht verdient.
Zitat Andrea : "Doch ein Teil von mir wusste, wie dumm und gefährlich das hier war. Tanner behauptete, dass das, was zwischen uns war, ihm etwas bedeutete ... Aber das hieß noch lange nicht, dass Tanner auch bleiben würde, wenn er erst einmal mehr über mich herausfand. Ich wusste, dass er das nicht tun würde. Ich erwartete es auch nicht von ihm; sobald er ein wenig tiefer unter die Oberfläche geschaut hatte."
Tanner war mir auch gleich sympathisch. Ich fand es gut, wie er um Andrea gekämpft hat, nicht so schnell aufgegeben hat und auch sie mit ihren Problemen akzeptiert hat und ihr gleichzeitig damit auch helfen wollte. Ich hätte mir bei ihm nur charakterlich ein bisschen mehr gewünscht. Die Thematik mit seinem Vater und auch Tanners Rolle als Frauenheld, der erst keine Beziehung will, wurden meiner Meinung nach zu kurz angesprochen.
Die Handlung fand ich insgesamt gut gemacht und ein schöner zusätzlicher Aspekt war, dass Sydney und Kyler einige Auftritte in diesem Buch hatten, weil ich sie so gerne mag.

Fazit :
Das Buch hat mir gut gefallen, aber der Umschwung von Streitereien zu dem Wunsch nach einer richtigen Beziehung kam mir doch ein wenig zu plötzlich und wirkte leicht unrealistisch.

Veröffentlicht am 25.04.2017

Maybe not - Colleen Hoover

Maybe not
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Ein Mädchen als Mitbewohnerin in der WG? Nichts lieber als das, denkt Warren. Vor allem, wenn besagte Mitbewohnerin so überaus attraktiv und sexy ist wie Bridgette.
Doch Warren gegenüber verhält sich Bridgette ...

Ein Mädchen als Mitbewohnerin in der WG? Nichts lieber als das, denkt Warren. Vor allem, wenn besagte Mitbewohnerin so überaus attraktiv und sexy ist wie Bridgette.
Doch Warren gegenüber verhält sich Bridgette kaltschnäuzig und abweisend. Offensichtlich hasst sie ihn aufs Blut … oder doch nicht? Was, wenn die Leidenschaft, mit der sie ihn verabscheut, eine ganz andere Leidenschaft verbirgt? Genau die plant Warren aus ihr herauszukitzeln. Ein gefährliches Spiel beginnt, bei dem Warren Gefahr läuft, sein Herz zu verlieren …
(Klappentext)


"Maybe Someday" gehört zu meinen Lieblingsbüchern und deswegen habe ich mich auch sehr auf die Geschichte von Warren und Bridgitte gefreut.
Das Buch wird aus der Sicht von Warren erzählt und spielt zeitlich vor und zum Teil während von der Hauptgeschichte von Sydney und Ridge.
Warren fand ich von seinem Charakter her ganz interessant und mochte ihn auch, allerdings aber nicht so sehr wie Ridge. In seiner Art ist eher impulsiver, direkter und nachdem er Bridgitte begegnet ist, ist er gleich so sehr von ihrer abweisenden Haltung fasziniert und will ihr dann unbedingt näher kommen.
Zitat : "Verdammt, was ist nur los mit mir ? Ich laufe im Zimmer auf und ab auf der Suche nach einer Lösung. Sie kann nicht hierbleiben. Aber ich will, dass sie hierbleibt. Ich kann mir nicht das Bad mit ihr teilen, aber ich will auch nicht wirklich, dass sie das Bad mit jemand anderem teilt. Scheinbar bin ich da etwas egoistisch."
Er gibt nicht so schnell auf und möchte mit ihr richtig zusammen sein. Größtenteils steht die gegenseitige Anziehungskraft zwischen ihnen und die kleine Hass-Liebe im Vordergrund.
Bei Bridgitte fehlte mir ein bisschen die Verbindung. Ich fand es aber total gut, dass man mehr über sie und ihre Probleme erfahren hat, denn vorher wusste man kaum etwas über sie und wieso sie sich so gegenüber Warren, Sydney und Ridge verhalten hat. Und mir hat es gut gefallen, wie Warren einen gewissen positiven Einfluss auf sie hat und er darum kämpft, dass sie sich gegenüber ihm mehr öffnet.
Zitat : "Sie weicht zurück und schiebt mich von sich weg. Dann nimmt sie ihren Kaffee und geht ohne ein Wort in ihr Zimmer zurück. Ich lege den Kopf gegen eine Schranktür und seufze tief. Was habe ich getan ? Was, um alles in der Welt, habe ich mir da angetan ?"
Etwas vermisst habe ich aber den großen Twist, den man bei Colleen Hoovers Büchern sonst so kennt. Ich hätte mir doch, obwohl es nur eine kleine Novelle ist, ein paar Seiten mehr gewünscht.
Richtig gut gefallen haben mir die Streiche in diesem Buch. Das war sehr amüsant und die Streitereien von Warren und Bridgitte mochte ich gerne. Sie sind sich doch irgendwie ähnlich und passen mit ihrer jeweils temperamentvollen Art super zusammen. Und beide verhalten sich auch öfters in ihrem Umgang mit anderen Mitmenschen öfters mal eher unhöflich und frech, aber man mag sie als Leser trotzdem oder vielleicht gerade deswegen.

Fazit :
Eine schöne Zusatzgeschichte zu "Maybe Someday". Trotz der wenigen Seiten hatte ich mir aber doch ein klein wenig mehr erhofft.

Veröffentlicht am 22.04.2017

Caraval - Stephanie Garber

Caraval
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Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ...

Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...
(Klappentext)


Im englischsprachigen Raum wird das Buch stark gehypt und hat mich extrem neugierig gemacht. Vorab kann ich auch schon mal sagen, dass ich diese Begeisterung sehr gut nachvollziehen kann.
Direkt fasziniert hat mich die Welt von Caraval und wie die Autorin sie beschrieben hat. Alles wirkt magisch, besonders und es gibt immer passieren unerwartete Dinge.
Zitat : "Der Himmel war schwarz und der Mond besuchte einen anderen Teil der Welt, als Scarlett den ersten Schritt auf dem Weg ging, der sie ins Innere von Caraval führte. Nur ein paar rebellische Sterne hielten ihr Posten über ihr und sahen zu, wie sie und Julian die Schwelle des schmiedeeisernen Tores überschritten und eine Welt betraten, die es für die meisten nur in verrückten Geschichten geben würde."
Scarlett ist charakterlich eine interessante Protagonistin. Eher vernünftig und wegen ihre gewalttätigen Vater ständig auf die Sicherheit ihrer Schwester und von sich bedacht. Sie will den Grafen, den sie noch nie getroffen hat, unbedingt heiraten, nur um ihrem Vater zu entfliehen. Als sie in Caraval angekommen ist, ist ihr Ziel zunächst, ihre Schwester zu finden und direkt danach die Insel wieder zu verlassen.
Gleich zu Beginn habe ich mir gedacht und gehofft, dass sie durch Caraval eine Charakterentwicklung machen wird und erkennt, dass sie ihre eigene Zukunft selbst bestimmen.
Im Gegensatz zu ihr handelt Tella eher impulsiv und schon mal kopflos, wirkt aufgeweckter unf fröhlicher, aber auch ein bisschen naiv. Bei ihr steht das Vernügen im Vordergrund und geht so ganz anders mit der Situation durch ihren Vater um.
Julian war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn man schnell merkt, dass er Geheimnisse hat und etwas verbirgt. Er wirkte eher undurchschaubar und man fragt sich als Leser die größte Zeit, was noch dahinter steckt. Ich mochte einfach seine Art, wie er Scarlett geholfen und ermutigt hat und fand, dass der Aspekt, dass man nicht alles ihn über ihn wusste, ihn so interessant gemacht hat.
Zitat : "Ich habe dich nicht eingeladen, damit du nur zusiehst.
Doch Scarlett tat nicht einmal das. Gestern hatte sie die unglaublichsten Dinge gesehen, aber sie hatte sich die ganze Zeit von ihrer Angst leiten lassen. Sie rief sich in Erinnerung, dass ihr Vater nicht hier war. Und sie blieb nur für eine Nacht und sie würde es später bereuen, wenn sie sich so sehr einschüchtern ließ, dass sie nichts von alldem genießen konnte."
Das ganze Buch mit seiner Handlung hat mir richtig gut gefallen. Wie Scarlett nach Hinweisen sucht, welche Handel sie angeboten bekommt, um voranzukommen und was sie dafür hergeben muss. Die Nebencharaktere waren interessant gemacht und insgesamt Caraval und was passiert ist, war neu und innovativ und überzeugend umgesetzt. Es konnte mich mitreißen, fesseln und es gab immer wieder Dinge, die mich total überrascht haben und gegen Ende nochmal andere Blicke auf das Geschehen geworfen haben.
Der Schreibstil der Autorin war wirklich toll. Ich mochte sehr gerne, wie sie die Geschichte erzählt, wie sie die Welt und auch die Gefühle von Scarlett beschrieben hat. Für mich einer wichtiger Punkt, warum mir das Buch so gut gefallen hat.

Fazit :
Eine faszinierende und magische Welt von Caraval, die mich mit ihrer spannenden und mitreißenden Geschichte überzeugen konnte. Und mit einem tollen Schreibstil und interessanten Charakteren.

Veröffentlicht am 20.04.2017

The Distance from me to you - Marina Gessner

The Distance from me to you
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Kendra kann sich glücklich schätzen. Sie hat gerade die Highschool abgeschlossen und ab Herbst wartet ein Platz in einem namhaften College auf sie. Doch zum Leidwesen ihrer Eltern verfolgt die Siebzehnjährige ...

Kendra kann sich glücklich schätzen. Sie hat gerade die Highschool abgeschlossen und ab Herbst wartet ein Platz in einem namhaften College auf sie. Doch zum Leidwesen ihrer Eltern verfolgt die Siebzehnjährige ein völlig anderes Ziel: Gemeinsam mit ihrer besten Freundin will sie in den nächsten Monaten den Appalachian Trail erwandern, und der führt 3.500 km von Maine bis nach Georgia. Als ihre Freundin im letzten Moment einen Rückzieher macht, beschließt Kendra, das gefährliche Abenteuer alleine durchzuziehen.
Unterwegs trifft sie Sam, der vor seinem gewalttätigen Vater geflohen und nun auf dem Trail gestrandet ist. Er läuft den langen Weg scheinbar ziellos und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Zwischen Kendra und Sam entwickelt sich langsam eine Liebesgeschichte, die so abwechslungsreich ist, wie der Weg: Sie hat Höhen und Tiefen, wunderschöne Ausblicke und gefährliche Abgründe. Doch als Kendra und Sam die markierten Wege verlassen, begeben sich die beiden in eine Gefahr, bei der schnell nicht nur ihre Liebe, sondern auch ihr Leben auf dem Spiel steht ...
(Klappentext)


Die Idee hinter der Geschichte, dass Kendra ganz alleine den Appalachian Trail wandern will, fand ich wirklich spannend und es war auch mal etwas ganz Neues.
Schon zu Beginn fiel mir aber leider eine Identifikation mit der Protagonistin recht schwer, einfach weil ich wahrscheinlich eher nicht vorstellen könnte, so eine "Reise" zu machen. Kendra ist stark auf die Natur fokussiert und freut sich eine gewisse Abgeschiedenheit und möchte sich auch selbst beweisen, dass sie diese Wanderung schaffen kann. Ich fand es aber gut, wie selbstständig sie dabei vorgegangen war und was für einem Ehrgeiz, einer Willensstärke und einem Durchhaltevermögen das gesamte Buch über gezeigt hat.
Zitat : "Kendra war stark genug, um einen Berg zu erklimmen, zu scheitern und es dann am nächsten Tag noch einmal zu versuchen. Sie war stark genug, um sich ausgehungert, verletzt und erschöpft durch die Wildnis zu kämpfen, egal wie viele Tage und Nächte es dauern würde."
Sam war ein recht interessanter Charakter, der schon viel durchgemacht hat und es wirklich bis jetzt nicht leicht hatte und auf sich allein gestellt ist. Es war nachvollziehbar, warum er ein wenig verschlossen ist und mit Kendra Zeit verbringen will, sich aber ihr nicht richtig öffnen will. Irgendwie war er mir aber trotzdem eher unsympathisch, er tat mir leid, aber von seinem Charakter her, mochte ich ihn insgesamt nicht so und er war öfters zur stur.
Was mir richtig gut gefallen hat, war wie die Autorin das ganze Erlebnis beschrieben hat. Wie viel Kendra allein körperlich durchmacht oder wie viel sie allein zum Überleben mit ihrem Rucksack hat. Und allgemein, wie eine solche Wanderung auf einem Trail, mit z.B. Schutzhütten und Ähnlichem, abläuft. Und ich fand es toll, dass Kendra die ganze Wanderung für sich selbst so viel gebracht hat. Es geht viel um Selbstfindung und mentale Stärke.
Kendra und Sam fand ich ganz süß zusammen. Durch ihre unterschiedlichen familiären Hintergründe, sie sind beide recht charakterlich verschieden und denken über manche Sachen ganz anders, was auch zu kleineren Streits führt. Es war schön, dass sie sich auf dem Trail gefunden haben und zusammen Zeit verbracht haben.
Zitat : "Zum ersten Mal in ihrem Leben hatte sie nicht das Gefühl, irgendetwas erreichen zu müssen, sondern war einfach sie selbst. Unter einem blauen, wolkenlosen Himmel, umgeben von Bäumen, begleitet von einem Menschen, den sie in der Wildnis kennengelernt hatte, einem Menschen, den sie von ganzem Herzen liebte."
Das gewisse Etwas hat leider gefehlt, vor allem, weil sich das Buch größtenteils für mich zu sehr gezogen hat. Die Grundstory war gut, aber es ist auch zu wenig passiert. Es war mir insgesamt einfach zu ruhig und die Geschichte konnte mich dadurch nicht richtig mitreißen oder fesseln.
Der Schreibstil konnte mich dabei auch nicht hundertprozentig überzeugen, weil er doch zu langtamig war.
Kendra wandert den Trail und begegnet später Sam, die beiden verlieben sich einander, streiten sich aber auch. Erst auf den letzten 100 Seiten kam dann richtig die Spannung auf, als beide den Trail verlassen und auf eigene Faust weiter erkunden. Da wollte man als Leser unbedingt wissen, was als Nächstes passiert und es war erschreckend, was Kendra und Sam dann alles erlebt haben. Das Ende hat mir auch gut gefallen, es hat zu der Geschichte gepasst und war doch überraschend.

Fazit :
Das Buch war mir insgesamt leider zu langatmig und es konnte mich nicht fesseln. Die Idee dahinter fand ich aber gut und es interessant mal über eine solche Thematik zu lesen.

Veröffentlicht am 13.04.2017

Paper Prince - Das Verlangen - Erin Watt

Paper Prince
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Seit Ella Harper in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben dort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige, liebenswerte Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal ...

Seit Ella Harper in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben dort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige, liebenswerte Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Mutter kann der attraktivste der Royal-Söhne echte Gefühle zulassen. Doch wie groß seine Liebe ist, merkt er erst, als es zu spät ist: Nach einem Streit verschwindet Ella spurlos. Und er trägt die Schuld daran. Seine Brüder hassen ihn dafür, doch er hasst sich selbst am meisten. Wird er Ella finden? Und wenn ja, wird er ihr Herz zurückerobern können?
(Klappentext)


Es könnten Spoiler enthalten sein, da es sich hier um den zweiten Band einer Reihe handelt und sich auf Informationen und Details aus dem vorherigen Band bezieht.

Nachdem fiesen Cliffhanger von "Paper Princess" musste ich natürlich total gerne weiterlesen.
Richtig gut gefallen hat mir, dass es dieses Buch jetzt neben der Sicht von Ella, auch aus Reeds Sicht erzählt wird. Vorher konnte man ihn schlechter einschätzen und nun gibt es Einblicke in seine Gefühlswelt. Wie er genau gegenüber Ella empfindet und auch seine familiären Beziehungen zu den anderen Royals.
Zitat Reed : "Ich kann wirklich nicht sagen, ob sich diese Familie je von Moms Tod erholen wird. [...] Durch Ella war ich endlich ein wenig zur Ruhe gekommen. Jetzt fällt alles auseinander."
Mit Ellas Verschwinden merkt man als Leser ziemlich schnell, wie viel sie allein durch ihre Anwesenheit und ihre Art dort verändert hat. Und dass dadurch im Haus eine gewisse Leere geherrscht hat. Auch vor allem Eastons Reaktion war (neben Reed) interessant.
Ella mochte ich als Protagonistin genauso gerne wie schon im ersten Teil. Sie ist recht taff, lässt sich nicht alles gefallen, besonders nicht von Jordan und Brooke. Es war auch nachvollziehbar, warum sie geflüchtet war, Reed hat sie ziemlich verletzt und in der Welt der Reichen ist auf den ersten Blick doch nicht alles so toll, so dass sie ihr altes Leben dem irgendwie doch vorziehen würde.
Zitat Ella : "Als sich zum Beispiel Reed neben mich setzt, reagiert jede Zelle meines Körpers mit Glück, weil er sich an all die Gefühle erinnert, die er ihm entlockt hat. Und mein Herz schlägt höher beim Gedanken daran, dass er alle Risse dort mit Zuwendung und Wärme gefüllt hat, von der ich nicht mal wusste, dass sie in meinem Leben fehlten. Aber mein Verstand erinnert mich daran, dass dieser Junge grausam zu mir war."
Ich fand postiv und überzeugend, dass sie Reed erstmal die kalte Schulter gezeigt hat, weil sie nicht wieder von ihm verletzt werden wollte. Genauso gut, war dann aber auch Reeds Verhalten. Er gibt nicht so schnell auf, zeigt seine verletzliche Seite, erzählt von seinen Geheimnissen, was bei ihr trotzdem zunächst auf Abwehr stößt, da sie nicht sicher ist, ob sie ihm wieder vertrauen kann.
Die Handlung insgesamt gut, allerdings war es mir ein bisschen zu viel Drama. Es gibt Höhen und Tiefen bei den Royals und vor allem gegen Ende gab es viele actionreiche und erschreckende Momente und Situationen. Doch für meinen Geschmack leicht übertrieben oder zu viel.
Was ich auch nicht unbedingt so toll fand, aber nur ein kleiner Kritikpunkt ist, der Umgang mit Gewalt. Aus Reeds Sicht war das Ganze noch verstärkt, weil er besonders in der Schule, andere durch seine Schläge zurechtweist. Das gab es schon im ersten Teil, hier war es jedoch verstärkt und ich hätte mir davon weniger gewünscht.
Der Schreibstil der beiden Autorinnen war wieder toll, die Seiten flogen dahin und man wollte unbedingt wissen, was als Nächtes passiert.

Fazit :
Ein guter zweiter Teil, der mich begeistern konnte, an manchen Stellen war es mir jedoch etwas zu dramatisch. Ich freue mich auf den dritten und finalen Teil.