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Veröffentlicht am 15.09.2016

Wolke 7 ist auch nur Nebel : Moyas Liebesexperiment - Mara Andeck

Wolke 7 ist auch nur Nebel
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Moya, 18, ist gerade mit der Schule fertig geworden - und an die große Liebe glaubt sie ganz bestimmt nicht. Als ihre beste Freundin Lena sie für ein wissenschaftliches Liebesexperiment anmeldet, macht ...

Moya, 18, ist gerade mit der Schule fertig geworden - und an die große Liebe glaubt sie ganz bestimmt nicht. Als ihre beste Freundin Lena sie für ein wissenschaftliches Liebesexperiment anmeldet, macht sie trotzdem mit. Als Versuchskaninchen kann ihr bei diesem Thema schließlich nichts passieren. Oder etwa doch? Plötzlich soll sie sich für einen von drei Jungs entscheiden. Und das auch noch vor laufender Kamera ...
(Klappentext)


Der Einstieg in das Buch war sehr angenehm, man lernt gleich die sympathische Protagonistin Moya und ihre etwas andere Sichtweise auf wahre Liebe kennen.
Zitat : ''Wenn man nur fest genug glaubt, dass es wahre Liebe gibt, dann wird man sich irgendwann wirklich in eine Typen so sehr verlieben, dass man vor Kummer fast den Verstand verliert, wenn er einen verlässt.'' - Moya
Dass Moya nicht an die wahre Liebe glaubt und es eher als Angst vor dem Alleinsein und auf sexuelle Dinge beschränkt, war mal erfrischend anders und wissenschaftlich. Im Gegensatz dazu steht ihre beste Freundin Lena, die gerade Liebeskummer erlebt und eigentlich noch daran glaubt, dass sie ihren Exfreund wirklich geliebt hat. Auch Lena war mir mit ihrer Art sympathisch und der Leser hat gleich gemerkt, wie gut sich die beiden Freundinnen verstehen.
Flüssig und locker war der Schreibstil der Autorin, und auch oft humorvoll. Er hat insgesamt gut zu der Geschichte gepasst. Bei mir flogen die Buchseiten nur so dahin und ich hab das Buch ziemlich schnell verschlungen. Es wird auch aus mehreren Sichten erzählt, wobei hauptsächlich die Sicht von Moya und auch öfters ihrer Freundin Lena. Zusätzlich gab es ab und zu auch wissenschaftliche Berichte, Interviews oder Briefe was ich ein sehr schöne Ergänzung fand. Mit Berlin und England hat die Autorin auch sehr schöne Kulissen gewählt.
Der Fokus der Geschichte liegt in dem Experiment ''Love Test'', wo Moya teilnimmt. Zunächst erschient es noch als alltägliches wissenschaftliches Experiment, aber durch den späteren zusätzlichen Effekt der Tv-Show nimmt das Ganze andere Dimensionen an. Währenddessen gewinnt der Leser auch einen anderen Blick auf das Experiment, desse Ziel und die Manipulation der Mitarbeiter. Dieser Unterschied zwischen einem anfänglichen noch authentischen wissenschaftlichen Experiment und später ganz davon ab laufenden Sache, hat mir sehr gut gefallen. Ich fand es gut, dass dieser Gegensatz so gut deutlich wurde. Insgesamt fand ich den Aspekt mit dem ''Love Test'' gut gemacht und es war interessant und witzig es zu verfolgen.
Wie schon mal leicht angeschnitten, ist Moya durch ihre Sichtweise auf die Liebe, eine etwas andere und sehr angenehme Protagonistin. Zusätzlich ist sie direkt und auch schon mal dickköpfig und träumt von ihrem Ziel einer Neuseelandreise, für dessen Erfüllung sie auch nie aus den Augen verliert. Insgesamt mochte ich sie einfach und auch ihre Handlungen und Entscheidungen konnte man gut nachvollziehen.
Zitat : ''Ich sagte immer noch nichts. Ich konnte nicht. In mir stürzte gerade alles zusammen und baute sich neu auf.''
Bei den männlichen Charakteren gibt es zunächst die drei Kandidaten für den weiteren Verlauf der Show, die alle als Charakter ganz gut fand. Man erfährt zwar nicht sonderlich viel über sie, aber es hat gepasst.
Lynn und Mrs Tippelton mochte ich auch gerne als schöne Nebencharaktere. Am meisten mochte ich aber Luke. Er war sympathisch, interessant und auch die Begegnungen mit Moya (als Kamermann) haben mir sehr gut gefallen. Auch die Szene im Wald war schön.
Für mich hat das Ende letztendlich sehr gut gepasst, die Szene mit der Finalshow war amüsant und insgesamt hat es einfach gepasst. Vorhersehbar fand ich das Buch übirgens nicht besonders. Der Leser konnte zwar ein wenig erahnen, ob und in wem sich Moya verliebt, aber es hat in Bezug auf das Buch und dessen Genre gut gepasst. Ein Pluspunkt waren für mich auch die Anmerkungen der Autorin am Ende. So bleiben keine Fragen offen.
Schön fand ich auch, dass das Buch auch ein wenig tiefgründig war in Bezug darauf, ob es wahre Liebe gibt oder nicht.

Fazit :
Das Buch konnte mich sehr gut unterhalten und es hat Spaß gemacht Moya während dem Experiment zu begleiten. Auch die wissenschaftliche Thematik in Bezug auf wahre Liebe hat gut gepasst.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Diamantkrieger-saga - Damirs Schwur - Bettina Belitz

Die Diamantkrieger-Saga - Damirs Schwur
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Die 17-jährige Sara hat ihre Seele an die Hydra verkauft – jene düstere Unterwelt, für die sie als Meisterdiebin arbeitet und wertvollen Diamantschmuck aus den Villen der Reichen stiehlt. Was mit den Diamanten ...

Die 17-jährige Sara hat ihre Seele an die Hydra verkauft – jene düstere Unterwelt, für die sie als Meisterdiebin arbeitet und wertvollen Diamantschmuck aus den Villen der Reichen stiehlt. Was mit den Diamanten geschieht, interessiert Sara nicht – bis der mysteriöse Damir in den Katakomben der Unterwelt auftaucht. Die beinah magische Anziehungskraft zwischen den beiden weckt in Sara übermenschliche Fähigkeiten, von denen sie bisher nichts ahnte. Die Fähigkeiten einer Diamantkriegerin. Ein gefährlicher Wandlungsprozess setzt ein, an dessen Ende Sara sich entscheiden muss, auf welcher Seite sie steht: auf der des Lichts oder des Schattens.
(Klappentext)


Bisher hatte ich noch nichts von Bettina Belitz gelesen und ihr neues Buch über Diamantrkrieger hatte mich neugierig gemacht.
Den Einstieg fand ich ganz gut und die Thematik rund um Einbrüche mit Diebstählen von Diamanten fand ich interessant. Erschreckend war dabei der Aspekt in den Katakomben, wo Drogen eine große Rolle spielen und Sara ihren Auftraggeber Kratos trifft und ihm die Diamanten übergibt.
Zitat : ''In der Villa Nummer sieben war niemand zu Hause. Ich spürte es, bevor ich sie erreicht hatte [...]. Schon als Kind hatte ich diesen Instinkt besessen und er hatte mich nie getrogen - es war mir, als könnte ich hören, ob in den Häusern ein menschliches Herz schlug oder nicht.''
Mit ihrem Schreibstil verbindet Bettina Belitz Realität und Fantasy, was ich sehr schön fand. Insgesamt fand ich den Schreibstil okay, denn das Buch hat sich für mich öfters gezogen, aber er hat auch etwas besonderes an sich.
Die Protagonistin ist selbstbestimmt, eigenständig und agiert körperlich geschickt bei ihren Aktionen. Trotzdem weiß nicht genau, was ich von ihr halten soll. Ich fand sie weder sympathisch noch unsympathisch, irgendwie neutral.
Interessant war bei Sara auch der Aspekt mit ihren noch verborgenen Fähigkeit, die sich ans Licht kämpft. Sie hat deswegen einerseits körperliche Schmerzen, aber sie nimmt ihre Umgebung auch anders wahr und hat Visionen, die übrigens richtig gut fand.
Damir als männlicher Hauptcharakter wirkte oft unnahbar und hatte immer etwas Geheimnisvolles an sich. Ich fand ihn sehr interessant und bin gespannt, was man im zweiten Teil noch über ihn erfahren wird. Ein wenig vorhersehbar war leider am Anfang, dass er immer wieder aufgetaucht ist, wo man ihn erwartet hat, nachdem er Sara verfolgt hat. Unsympathisch, kalt und einfach schrecklich war dagegen Kratos, der Sara für seine Zwecke benutzt hat und auch vor keine Methoden zurück geschreckt ist, um die Macht über sie zu behalten. La Loba hat mir auch als Charakter sehr gut gefallen, auch wenn man wenig über sie erfahren hat.
Zitat : ''An die rufenden Diamanten durfte ich nicht denken und auch nicht daran, dass ich ihnen geantwortet hatte. Denn ich fürchtete die unbegreifliche starke, lodernde Sehnsucht, die dabei empfunden hatte.''
Eine weitere Thematik sind die Familienprobleme von Sara um ihre Oma und ihre Mutter und damit in Bezug auch die Besuche bei einem Anwalt. Das fand ich eigentlich gut gemacht, aber ab der Mitte des Buches hatte ich das Gefühl, dass ein roter Faden ein bisschen gefehlt. Immer wieder wurde sprunghaft zwischen den Hauptthematiken gewechselt und man sah keinen Zusammenhang. Das war leider ein wenig schade, weil das Buch dadurch schon mal konfus gewirkt hat.
Mein größter Kritikpunkt an dem Buch ist leider die Spannung. Zu Beginn des Buches wollte ich gerne wissen, was Saras Geschichte ist und was der Leser in dem Buch erfahren wird. Aber den größten Teil fand ich es beim Lesen nicht spannend und für mich haben sich die Seiten auch sehr gezogen. Es war interessant, was passiert ist, aber es konnte mich nicht erreichen, nicht packen und auch nicht fesseln.
Die Idee des Buches fand ich trotzdem gut und ich hoffe, dass man in den Folgebänden noch mehr über die Diamantrkrieger erfährt, über die der Leser bis jetzt kaum Informationen hat. Leicht angeschnitten hat die Autorin auch die Thematik von Wiedergeburt und Reinkarnation.
Gegen Ende hat mir auch Buch insgesamt ein wenig besser gefallen, es wurde ein bisschen actioreicher und Sara erhält endlich Informationen, wenn auch nur wenige.

Fazit :
Die Idee rund um Diamantkrieger, die Thematik vom Diebstahl von Diamanten und auch Familienproblem war eigentlich gut. Leider war es für mich in der Umsetzung nicht spannend und schon mal zusammenhangslos.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Almost - Anne Eliot

Almost
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Drei Jahre ist die Nacht her, die das Leben der heute siebzehnjährigen Jess für immer veränderte. Nun will Jess nichts mehr, als wieder ein normales Leben führen – und dazu braucht sie 1. das Sommerpraktikum ...

Drei Jahre ist die Nacht her, die das Leben der heute siebzehnjährigen Jess für immer veränderte. Nun will Jess nichts mehr, als wieder ein normales Leben führen – und dazu braucht sie 1. das Sommerpraktikum bei der Firma geekstuff.com, 2. ein soziales Leben und 3. einen Freund. Denn nur, wenn sie all das hat, werden ihre Eltern ihr glauben, dass alles wieder okay ist bei ihr, und sie endlich wieder ein normales Leben führen lassen. Als ausgerechnet ihr Mitschüler Gray sich als Mitkonkurrent für das Praktikum entpuppt, bietet sich für Jess die perfekte Lösung für alle drei Punkte: Sie teilen sich den Job, Gray bekommt das ganze Geld und tut dafür so, als wäre er ihr Freund. Was Jess aber nicht weiß: dass Gray seine ganz eigenen Gründe hat, sich auf den Deal einzulassen.
(Klappentext)


Den Einstieg in das Buch fand ich ganz angenehm, es gibt sofort die erste Begegnung zwischen Jess und Jordan. Allein diese war schon sehr amüsant, da die beiden schon gleich sich gegenseitig aufziehen und sticheln.
Zitat Gray : ''Ich muss einen kompletten Blackout gehabt haben. Oder ein risieger Alien-Magnet hat mich aus meinem Auto gezogen und direkt vor ihrer Fahrertür abgestellt.''
Gleich ist auch interessant, dass das Buch aus der Sicht von Jess und Gray erzählt wird. So sieht der Leser von den jeweiligen Situationen nicht nur eine Sichtweise und hat auch mehr Informationen. Denn Gray weiß mehr über Jess, als sie denkt und geht somit auch ganz anders an die Sache heran.
Passend war auch der Schreibstil der Autorin. Sehr flüssig, locker und sehr oft humorvoll. Es hat Spaß gemacht die Geschichte um Jess und Gray über den Sommer zu verfolgen und gleichzeitig gab es auch ruhige und nachdenkliche Sequenzen.
Jess mochte ich als Charakter direkt sehr gerne. Nach außen versucht sie hart und taff zu sein, damit keiner sie und auch ihre Probleme wirklich kennen lernt. Denn sie kämpft seit dem Ereignis vor drei Jahren mit Schlafstörungen, weil sie jede Nacht von Albträumen geplagt wird. Dadurch ist sie leider geprägt und führt fast kein normales Leben mehr. Ansonsten hat sie einen etwas anderen Klamottenstil und liebt die Produkte von ''Geek Stuff'', wo sie ihr Praktikum macht.
Auch Gray als anderen Hauptcharakter mochte ich ganz gerne. Er wirkt nett und es war süß wie sehr er sie um Jess bemüht und mit ihr zunächst unbedingt befreundet sein will. Auch auf sein Leben hat das Ereignis von vor drei Jahren Einfluss genommen und seine Freizeit verbringt der hauptsächlich damit zu arbeiten, um später ans College gehen zu können.
Zitat Jess : ''Erleichtert falle ich in den Überlebensmodus zurück und hieve meine Beine auf den Tisch, sodass ich meinen tausend Kilo schweren Kopf auf den Knien ablegen kann. Die letzten Splitter meines Albtraums bohren sich immer noch in mich hinein. Messerscharfe Partikel. Gleißendes Stroboskoplicht, nicht entschlüsselbare, in meinem Kopf gefangene Erinnerungsschnipsel.''
Bei den Nebencharakteren tauchen immer wieder Grays Freunde Michelle und Corey auf, die ich beide ganz sympathisch waren, aber dennoch im Hintergrund blieben.
Was mich an dem Buch ein wenig gestört hat, war die Verliebtheit der Charaktere. Oder besser wie es in ihren Gedanken beschrieben war. Besonders aufgefallen ist mir das bei Gray, ständig wenn er mit Jess Zeit verbracht hat, schwärmt er (in Gedanken) nur über sie, kann sich kaum konzentrieren und versucht dabei sich davon abzuhalten weiter in Jess zu verlieben. Das war leider zu übertrieben, das hätte die Autorin nicht so oft und immer wieder erwähnen muss. Man hat auch ohne diese Gedanken gemerkt, dass sie beiden ineinander verliebt sind. Bei Jess war das zum Glück nicht ganz so anstrengend.
Gegen Ende kommt dann natürlich der große Knall und es wird endlich über unausgesprochene und verheimlichte Dinge geredet. Insgesamt war das Ende süß gemacht und schön, zwar ein wenig vorhersehbar, aber das hatte ich vor dem Lesen auch schon erwartet.
Viele der gemeinsamen Erlebnisse und Ausflüge haben mir sehr gut gefallen und es war schön zu sehen, dass Jess durch Gray wieder an Lebensfreude gewinnt. Auch die Szenen bei ''Geek Stuff'' fand ich gut gemacht und waren oft witzig, z.B. mit den Plastik-fröschen.
Insgesamt fand ich die Geschichte süß und schön und aufgrund der ernsten und auch ein wenig erschreckenden Thematik, rund um das was Jess widerfahren ist, hatte das Buch auch Tiefe.


Fazit :
Süße Liebesgeschichte mit angenehmen Hauptcharakteren, die auch Tiefe besitzt. Doch an manchen Stellen war sie mir leider ein wenig übertrieben und zu kitschig.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die achte Wächterin - Die Zeitenspringer-saga - Meredith McCardle

Die achte Wächterin
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Wer auf eine geheime Spezialschule der Regierung geht, den sollte eigentlich nichts mehr wundern. Dennoch fällt die junge Amanda aus allen Wolken, als eine mysteriöse Geheimorganisation sie rekrutiert ...

Wer auf eine geheime Spezialschule der Regierung geht, den sollte eigentlich nichts mehr wundern. Dennoch fällt die junge Amanda aus allen Wolken, als eine mysteriöse Geheimorganisation sie rekrutiert und vorzeitig vom College holt. Noch viel unglaublicher ist jedoch, dass diese Organisation namens Annum Guard echte Zeitreisen unternimmt! Seit Jahren optimiert sie unsere Vergangenheit. Bisher bestand sie aus sieben Wächtern, doch nun soll ein achtes Mitglied hinzukommen - Amanda. Wieso ausgerechnet sie ausgewählt wurde, ist ihr schleierhaft. Tatsache ist jedoch: Ist man einmal in der Organisation, bleibt man dort für immer. Amanda muss lernen, bei Annum Guard klarzukommen - mit den Zeitreisen, der furchtbaren Zicke Yellow und mit dem mysteriösen Blue. Doch Amanda kommt einer gefährlichen Verschwörung auf die Spur ...
(Klappentext)


Bisher habe ich noch wenig Bücher über Zeitreisen gelesen, aber dieses Buch hatte mich total angesprochen.
Den Einstieg fand ich sehr angenehm und es war schön Amandas Welt in der Akademie kennen zu lernen. Man wirkt sofort konfrontiert damit, was zukünftige Agenten körperlich und geistig leisten müssen. Gleich zu Beginn wirkt Amanda, wie eine starke Persönlichkeit, die ihren Platz schon der Welt gefunden zu haben scheint. Denn ihre Zukunft sieht sie klar deutlich bei der CIA zusammen mit ihrem Freund Abe.
Zitat : ''Jemanden zu entwaffnen ist nicht besonders schwer. Man lenkt den Gegner ab, richtet die Waffe auf den Boden, greift den Gegner an und nimmt ihm schließlich die Waffe ab, was üblicherweise ein paar gebrochene Finger zur Folge hat.''
Doch es kommt anders als erwartet und Amanda ist auf einmal Mitglied von Ammun Guard. Amanda wird unter dem neuen Namen sofort in die neue Situation hineingedrängt, muss sich fast von alleine zurechtfinden, bekommt kaum Erklärungen und macht sehr schnell ihren ersten Zeitsprung.
Gleich in dieser neuen Situation wirkte die Protagonistin auf mich sehr sympathisch und vor allem authentisch. Man konnte sehr gut nachvollziehen, wie sie handelt und was sie in ihren Gedanken beschäftigt. Insgesamt fand ich Amanda/Iris charakterlich sehr angenehm. Sie hat besondere Fähigkeiten in Bezug auf das Agenten-Dasein, sie handelt und denkt schnell und hat auch in Notlagen meistens Ideen, die sie dennoch zum Ziel bringen. Trotzdem hat sie auch mit ihrer Vergangenheit in Bezug auf ihre Familie zu kämpfen und versucht immer wieder mehr über den Tod ihres Vaters herauszufinden.
Zitat : ''Körperlicher Schmerz lässt nach. Seelischer Schmerz bleibt. Das weiß ich nur allzu gut.''
Das Zeitenspringer selber fand ich gut gemacht, es war spannend und interessant. Ich war neugierig wohin die Protagonistin als nächstes springen muss und welche Mission sie zu erfüllen hat. Erschreckend fand ich an dem Ganzen, welche Auswirken das Projizieren (in andere Zeiten springen) auf die körperliche Gesundheit und vor allem die Gelenke haben kann. Ammun Guard, als die Zeitreisen-Organisation, mit ihren Mitgliedern, wie Zeta oder Alpha wirkt hauptsächlich kalt, verschlossen und undurchschaubar. In Bezug auf das, was Amanda schließlich herausfindet, wurde mir die Organisaton noch unsympathischer. Aber es hat perfekt zu der Geschichte gepasst.
Interessant fand ich auch, dass man sich immer mehr fragt, welche Rolle Amanda/Iris dort spielen soll ? Und wie das alles mit den anderen Wächtern und der Genetik zusammenhängt.
Während den Zeitreisen allgemein wurde sehr viel auf die amerikanische Geschichte eingegangen, was sich natürlich fast von selbst ergibt, weil das Buch in Amerika spielt. Öfters wusste ich zwar kaum etwas über die Hintergründe und hätte mir hier mehr Informationen zur Geschichte gewünscht. Das fand ich insgesamt aber nicht schlimm, vor allem weil das Buch schließlich aus Amerika stammt und so ganz anderes Wissen über die jeweilige Geschichte vorliegt. Es wäre nur ein schöner Zusatz gewesen.
Yellow, Red, Violet oder Indigo als weitere Mitglieder von Ammun Guard haben mir auch sehr gut gefallen. Sie waren alle sehr unterschiedlich und ich fand es schön, das man insbesondere Yellow im Laufe der Geschichte viel besser kennen lernt.
Insgesamt fand ich die Geschichte spannend, mitreißend und oft sehr actionreich. Die zweite Häfte des Buches nahm immer mehr Fahrt auf und ich konnte mich kaum von der Geschichte losreißen.

Fazit :
Actionreiche und mitreißende Geschichte über das Zeitenspringen mit der zusätzlichen Agenten-Thematik und einer guten Protagonistin.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Origin - Schattenfunke - Jennifer L. Armentrout

Obsidian 4: Origin. Schattenfunke
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Daemons Leben hat jeglichen Wert verloren, seit Katy von Daedalus festgehalten wird. Auch Katy ist verzweifelt. Täglich muss sie neue Experimente über sich ergehen lassen. Trotzdem beginnt sie zu ahnen, ...

Daemons Leben hat jeglichen Wert verloren, seit Katy von Daedalus festgehalten wird. Auch Katy ist verzweifelt. Täglich muss sie neue Experimente über sich ergehen lassen. Trotzdem beginnt sie zu ahnen, dass Daedalus nicht nur schlechte Seiten hat. Und sind die Lux wirklich so friedlich, wie sie es bisher immer annahm? Wer sind hier die Guten und wer die Bösen? Katy ist fest entschlossen, eine Antwort auf diese Fragen zu finden – doch dann könnte es bereits zu spät sein. Vor allem, wenn Daemon bis dahin nicht wieder an ihrer Seite ist …
(Klappentext)

Achtung, es können Spoiler in Bezug auf die vorherigen Teile enthalten sein, da es sich um einen Folgeband handelt und sich diese Rezension teilweise auf Handlung und Informationen aus anderen Teil bezieht.
Eigentlich dachte ich den größten Teil des Buches lang, es würde mir genauso gut gefallen, wie die vorherigen Bände. Doch gegen Ende und in der Gesamtbetrachtung hat mich ein Aspekt dennoch gestört.
Zu Beginn des Buches musste ich mich erst mal wieder in die Geschichte einfinden. Nach ein paar Seiten war ich dann aber wiede direkt in der Welt der Charaktere drin.
Besonders ist diesmal an diesem Teil, dass das Buch aus zwei Sichten erzählt wird. Zu der Sicht von Katy ist noch die Sicht von Daemon dazugekommen, was Sinn macht in Bezug auf die aktuelle Situation der beiden. Insgesamt mochte ich beide Seiten sehr gerne und fand es durch diesen neuen Aspekt abwechslungsreicher. Hierbei hat mochte ich auch generell, dass es in diesem Buch mehr Ortswechsel gab.
Zitat Katy : '' Doch ich hatte nicht klein begegeben. Bei keinem der Stresstests hatte ich mich gewehrt. Es war mein einziges Mittel um die Kontrolle zu behalten. ''
Der Schreibstil der Autorin ist wie immer humorvoll, flüssig und transporiert gut die Spannung zwischen den Buchseiten.
Interessant fand ich man immer mehr schreckliche Details über Daedalus erfahren hat und so ihre genauen Ziele besser verstehen konnte. Man kann die Organisation besser fassen : krank, kalt, unberechenbar und krank. Katy tat mir die ganze Zeit, als von Daedalus gefangen worden war, total leid und man fühlt total mit ihr in dieser Situation.
Gut gefallen hat mir Archer als neuer Charakterer. Er ist facettenreich, gibt nicht viel von sich preis und wirkt er dadurch auch noch ein wenig interessanter. Auch der neue Aspekt mit den Origin fand ich spannend und gut.
Katy als Hauptcharakter mochte ich, wie auch in den vorherigen Bänden, wieder sehr gerne und mi hat gut gefallen, wie innerlich stark sie sich in diesem Teil gezeigt hat, obwohl sie Schlimmes erlebt hat. Daemon war wie gewohnt sehr beschützerisch, selbstlos und ist ziemlich entschlossen, wenn er seine Ziele erreichen will und lässt sich kaum davon abbringen. Schön fand ich auch, dass man oft gemerkt hat, wie gut die beiden zusammen passen und wie stur die beiden schon mal sind.
Zitat Daemon : '' Und nichts in der Welt würde mich davon abhalten können. ''
Trotzdem haben mir auch einige Szenen zwischen Katy und Daemon nicht so gut gefallen. Es wurde oft kitschig, ständig viele die drei bedeutenden Worte und ständig wurde betont, wie sehr sie sich lieben und das es für immer sein wird. Eigentlich ist das ja ganz schön, aber es wurde immer wieder erwähnt und so war es mir insgesamt einfach zu viel. Natürlich kann man verstehen, dass die beiden so fühlen in ihrer jetzigen Situation, aber es war trotzdem nicht ganz meins.
Die Handlung in diesem Teil hat mir aber richtig gut gefallen. In Bezug auf die insgesamte Handlung mit ihren Elementen zwar nicht besonders innovativ und neu, aber gut gemacht und es macht Spaß die Reihe zu lesen. Die Action mit der Flucht, oder Las Vegas und die Endszene waren spannend und mitreißend.

Fazit :
Die Handlung und das Buch haben mir insgesamt genauso gut wie die vorherigen Teile gefallen. Nur einigen Stellen wurde es mir bei Katy und Daemon zu kitschig.