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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2019

Ein guter wenn auch nicht perfekter Abschluss der Reihe

Ramses - Geliebt von Amun -
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Cover / Artwork / Aufbau des Romans

Auch der finale sechste Teil der Reihe um Ramses II. passt optisch gut in die Reihe und ich wünschte, ich würde die Reihe nicht als Ebook, sondern als Taschen- oder ...

Cover / Artwork / Aufbau des Romans



Auch der finale sechste Teil der Reihe um Ramses II. passt optisch gut in die Reihe und ich wünschte, ich würde die Reihe nicht als Ebook, sondern als Taschen- oder gebundenes Buch gelesen haben, denn dann könnte ich die Reihe im Regal bewundern.
Die Schreibe der Autorin ist gewohnt flüssig, so dass ich sehr gut durch das Buch durchkam. Da auch die meisten Charaktere aus den voran gegangenen Teilen bekannt waren und man somit alte Bekannte traf, fühlte sich das Buch nicht wie ein sechster Teil an, sondern die Reihe schließt sich wie ein einzelner Roman.


Inhalt



Ohne spoilern zu wollen beschreibt dieser Teil die letzten Regierungsjahre des Pharao Ramses II. Im Zentrum dieses Teils steht in meinen Augen vor allem die Wahrung der Sicherheit - sowohl nach innen als auch nach außen. Die Grenzen zum Königreich Hatti müssen gesichert und die Freundschaft ausgebaut werden, jedoch ist es Ramses auch wichtig, seine Familie, seine Nachfolge und sein Ansehen innerhalb seines Königreiches zu schützen. An seiner Seite steht seine Familie und gerade diese starken Familienbande ist es, die ihm bei seiner Regentschaft am meisten unterstützt.


Fazit



Was mir am finalen Teil am besten gefiel ist Ramses selbst. Man spürt noch immer immer den Feuer des jungen Ramses in ihm, dennoch hat er seine Kinder, allen voran Bintanat und Chaemwaset, dazu erzogen, ihm ehrliche Ratschläge zu geben. Dies wird vor allem im letzten Drittel des Romans deutlich und hat mir sehr imponiert. Der einzige Wehmutstropfen für mich war, dass der Roman gerade in diesem letzten Drittel auch sehr schnell zu Ende ging. Natürlich war die Geschichte zu Ende erzählt, warum sie also künstlich in die Länge ziehen, doch irgendwie war ich am Ende wirklich ein wenig traurig.
Alles in allem habe ich die komplette Reihe jedoch sehr genossen und ich werde die Charaktere vermissen.

Veröffentlicht am 06.11.2018

Fesselnde Geschichte um eine bemerkenswerte Protagonistin

Die Frauen vom Savignyplatz
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Cover / Artwork / Aufbau des Romans
Das Cover des Romans "Die Frauen vom Savignyplatz" gefällt mir klasse, da sowohl die Farbgebung als auch die Gestaltung sehr gut zum Inhalt des Buches passt und darüberhinaus ...

Cover / Artwork / Aufbau des Romans


Das Cover des Romans "Die Frauen vom Savignyplatz" gefällt mir klasse, da sowohl die Farbgebung als auch die Gestaltung sehr gut zum Inhalt des Buches passt und darüberhinaus ein eye-Catcher ist. Hätte ich es in einer Buchhandlung gesehen, wäre es mir mit hoher Wahrscheinlichkeit ins Auge gesprungen.
Der Roman umfasst circa 300 Seiten und ist dank der flüssigen Schreibe der Autorin schnell gelesen.

Inhalt


Die junge Mutter Vicky ist Mitte Zwanzig, als sie und ihre Kinder von ihrem Mann Willi verlassen wird. Doch ist es im ersten Moment noch ein Fluch, sieht sie im nächsten Moment auch die Chance für sich, einen ganz neuen Weg einzuschlagen. Gemeinsam mit ihrer Freundin eröffnet sie eine kleine Buchhandlung, die ausschließlich für Frauen gedacht ist und schafft es damit, zu polarisieren - die einen sehen darin einen wichtigen Schritt auf dem Weg der Emanzipation der Frauen, doch die anderen Stimmen feinden sie, so dass Gefahr droht für sie.

Fazit


Die Protagonistin wird umgeben von den buntesten Nebencharakteren, die das Buch zu einem tollen Schmöker machen. Ohne an dieser Stelle zu viel zu verraten, ist die Wiedergabe des Inhalts nur ein kleiner Teil dessen, was dem Leser im Roman erwartet. Was mir am besten gefallen hat ist, dass ich überrascht wurde von einigen Entwicklungen, was das Ende des Buches fast eine Art Show-down-Effekt verliehen hat.
Es ist bereits das vierte Buch, das ich aus der Schmiede der Autorin gelesen habe und inzwischen bin ich davon überzeugt, dass ihr Name eine Art Garant für großes Lesevergnügen darstellt. Sie schafft es, auf kleinem Raum Entwicklungen von Charakteren zu beschreiben, ohne oberflächlich zu werden. Damit wird man als Leser von der ersten Seite an gefesselt und das macht einfach Spaß.

Veröffentlicht am 24.10.2018

Eine passende Herbstlektüre

Zärtliche Klagen
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Cover / Artwork / Aufbau des Romans
Die Covergestaltung ist in meinen Augen zwar wunderschön gestaltet und passt in sofern zum Inhalt des Buches, da es die ruhige und gedämpfte Atmosphäre einzufangen vermag. ...

Cover / Artwork / Aufbau des Romans


Die Covergestaltung ist in meinen Augen zwar wunderschön gestaltet und passt in sofern zum Inhalt des Buches, da es die ruhige und gedämpfte Atmosphäre einzufangen vermag. Aber ich hätte mir irgendwie auch die Tasten eines Cembalos oder gar ein komplettes Cembalo gewünscht, um das Cover zu perfektionieren.


Inhalt


Ruriko ist seit Jahren verheiratet und ihre Ehe ist an einem Punkt angelangt in dem die Trennung als logische Konsequenz erscheint. Daher packt sie Hals über Kopf ein paar Sachen und flüchtet in das Landhaus ihrer Mutter, um sich erst mal über ihr weiteres Leben klar zu werden - wo soll es hingehen, wer bin ich eigentlich in dieser Welt?
Es ist ein Ort ihrer Kindheit, daher erlebt sie das Landhaus einerseits als Ort der Erinnerung und des Wiedererkennens, andererseits jedoch lernt sie den Cembalobauer Nitta und dessen Assisstentin Kaoru kennen, die ihr eine andere Seite des Lebens eröffnen.


Fazit


Mir hat das Buch sehr gut gefallen und auch wenn ich verstehen kann, dass einige Rezensenten mit der Art der Schreibe, dem Agieren der Protagonisten Schwierigkeiten hatten, hatte ich das Gefühl, dass ich einen Einblick in die japanische Kultur und der Lebensart erhalten konnte beim Lesen. Ich muss auch gestehen, dass ich bisher kein vergleichbares Buch gelesen habe, auch wenn ich schon einige Bücher gelesen habe. Dennoch war keines so still und dennoch zeitgleich fesselnd wie dieses. Ruriko erlebt eine Art Wiederbelebung und kennt nun den Weg, den sie einschlagen möchte.

Veröffentlicht am 04.10.2018

Ein tolles historisches Buch mit klasse Charakteren

Römisches Fieber
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Cover / Artwork / Aufbau des Romans

Das Cover lässt schon richtig vermuten, dass es sich bei "Römisches Fieber" um einen historischen Roman handelt. Es ist wie ich finde hierbei sehr klassisch gehalten ...

Cover / Artwork / Aufbau des Romans



Das Cover lässt schon richtig vermuten, dass es sich bei "Römisches Fieber" um einen historischen Roman handelt. Es ist wie ich finde hierbei sehr klassisch gehalten in der Gestaltung, was mir gerade für ein historisches Buch wirklich gut gefällt. Das Buch selbst umfasst circa 400 Seiten, die man schnell lesen kann, da die Sprache sehr flüssig und plastisch ist. Ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, dass sich der Autor nicht nur mit den geschichtlichen Fakten sehr gut auseinandergesetzt hat, sondern auch auf literarischer Ebene ein sehr gutes Werk geleistet hat.



Inhalt



Die Hauptperson der Geschichte ist Franz Wercker, der sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf der Flucht befindet und auf den Dichter Cornelius Lohwaldt trifft. Auch Franz hat lange davon geträumt, als Dichter leben zu können, doch während Cornlius die finanziellen Mittel dafür besitzt, kann Franz nur von der Hand in den Mund leben. Ist das fair? Wohl kaum und wie durch Gottes Hand erhält Franz eine Möglichkeit, seinem Leben eine Wendung zu geben. Rom ist sein großes Ziel, wo er seinen Traum edin Stück näher zu kommen scheint, in den erlauchten Kreis der Künstler aufgenommen zu werden. Doch es kommt, was kommen muss - die Angst, jemand könnte ihn als einen Betrüger zu entlarven folgt ihm auf Schritt und Tritt und nimmt ihm die Luft zum Atmen.



Fazit



Wie eingangs erwähnt möchte ich zunächst noch einmal den tollen Schreibstil des Romans hervorheben, den ich als sehr plastisch empfunden habe. Ich habe zwar an einigen Stellen einige Längen empfunden, aber diese fielen in der Gesamtbilanz nicht so ins Gewicht, dass ich deswegen einen Punktabzug verteilen würde. Neben der exquisiten Sprache hat mir auch die Charakterzeichnung sehr gut gefallen. Nicht nur Franz, auch die anderen Charaktere haben stets Schatten für mich geworfen und in Verbindung mit der ebenfalls sehr gut getroffenen Beschreibung des Lokalkolorits hatte ich immer eine Art Film vor Augen. Ob das daran liegt, dass der Autor auch als Drehbuchautor arbeitet, vermag ich nicht zu beurteilen - aber gefallen hat es mir wirklich gut, so dass ich mir den Namen merken werde. Wer gerne historische Romane mit filmreifen Charakteren liest, sollte bei "Römisches Fieber" auf alle Fälle zugreifen.

Veröffentlicht am 03.10.2018

Etwas ganz Besonderes - ein tolles, bewegendes Buch!

Gun Love
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Cover / Artwork / Aufbau des Romans

Das Cover hatte mich auf den ersten Blick – provokant irgendwie, in Kombination mit dem Titel hatte ich erst den Gedanken an eine weibliche Dirty Harry. Doch wie immer ...

Cover / Artwork / Aufbau des Romans



Das Cover hatte mich auf den ersten Blick – provokant irgendwie, in Kombination mit dem Titel hatte ich erst den Gedanken an eine weibliche Dirty Harry. Doch wie immer – weit gefehlt. Aber dennoch finde ich das Cover und auch den Titel sehr gut gewählt, da beides hervorsticht im Bücherregal. Das Buch selbst ist sehr flüssig und in einer hochkarätigen bildhaften Sprache geschrieben, so dass ich beim Lesen oft das Gefühl hatte, den Hut ziehen zu müssen. Das war wirklich ganz großes Kino, hier liest man mit jedem Wort heraus, dass ein wirklich guter Schriftsteller am Werk war.

Der Roman selbst ist mit gerade mal 250 Seiten schnell gelesen, jedoch wirkt er bei mir nach – ich denke seitdem ich ihn ausgelesen habe darüber nach und dabei mischen sich die unterschiedlichsten Gefühle wie Unverständnis, Wut, Ungläubigkeit und vieles mehr.



Inhalt



Pearl lebt seit ihrer Geburt mit ihrer Mutter Margot in einem Trailerpark der USA – jedoch nicht in einem Wohnwagen, sondern in einem Auto. Sie und ihre Mutter haben ein inniges Verhältnis und trotz der Umstände scheint ihre Welt halbwegs geordnet, auch wenn aus Sicht des Lesers schon hier vieles zum Grübeln anregt. Eines Tages kommt ein Mann in die Wohnwagensiedlung und ordnet die Verhältnisse neu. Pearls Leben ändert sich auf dramatische Weise.



Fazit



Ich denke, wenn man gewollt hätte, hätte man das Buch sicherlich an einem Abend locker gelesen bekommen – aber warum sollte man sich das antun? Ist es nicht schön, an Perfektion angrenzende Wortspiele in einem Buch lesen zu dürfen?

Für mich war dieses Buch wirklich etwas ganz Besonderes. Die Geschichte war verstörend, viele Fragen blieben unbeantwortet – weil das Leben einfach nicht immer sofort eine Antwort für dich parat hat. Dennoch war die Geschichte konsequent erzählt und von einer so klaren und dennoch bildhaften Sprache, dass ich wirklich beim Lesen immer wieder gestaunt habe. Es ist eines dieser Bücher, die einen berühren oder kaltlassen und es damit vermag, die Leserschaft zu spalten. Auch ich wusste nachdem ich das Buch ausgelesen hatte zunächst nicht, was ich davon denke. Doch je mehr Zeit ich verstreichen lasse, desto besser gefällt es mir.