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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2017

So sollte Liebe sein

Der letzte erste Kuss
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Elle und Luke sind ein Paar, das mich schon im ersten Teil total neugierig gemacht hat. Sie sind nur Freunde, aber dass es zwischen ihnen permanent knistert wird nur von der Nähe übertroffen, die die beiden ...

Elle und Luke sind ein Paar, das mich schon im ersten Teil total neugierig gemacht hat. Sie sind nur Freunde, aber dass es zwischen ihnen permanent knistert wird nur von der Nähe übertroffen, die die beiden zueinander empfinden – und wegen der sie ihre Freundschaft auf keinen Fall aufs Spiel setzen wollen.

Diese Nähe und Verbundenheit ist es auch, die mich als Leser davon überzeugt hat, dass die beiden einfach zusammengehören und sie es nur noch nicht wissen. Denn mal ehrlich, Leidenschaft gibt es in jedem Roman, der genremäßig in diese Richtung geht. Aber die Verbindung zwischen Elle und Luke ist wirklich sehr schön dargestellt. So sollte Liebe sein, dachte ich mir da immer.

Beide haben schwierige Familienverhältnisse und so ihre Beziehungsprobleme, die gleich am Anfang für Schwierigkeiten sorgen, uns zeigen was für ein toller Freund Luke ist und dank der knisternden Spannung zwischen Luke und Elle muss man auch nicht lange auf den entscheidenden Kuss warten.

Die eine große Sache, die mich jedoch gestört hat, war, wie gut Elle und Luke diesen Kuss und die gewaltige Anziehungskraft, die aus ihm resultiert, verdrängt haben. Für meinen Geschmack etwas zu lang. Auch wenn man dadurch tiefer in den freundschaftlichen Aspekt ihrer Beziehung eintauchen konnte und es schon zwischendurch Szenen gab, die dieses Verdrängen gebrochen haben. Nur hielt das eben nur diese Szenen an und danach – tadaa! – Verdrängung erfolgreich aktiviert.

Ein großer Pluspunkt ist jedoch wieder die geteilte Erzählperspektive von Elle und Luke. Den Book Boyfriend auch zu Wort kommen zu lassen, kommt in dem Genre einfach immer gut – finde ich – auch wenn es nicht oft genug gemacht wird. Spannung kann auch anders aufgebaut werden, als die Gedanken des Kerles zu verschleiern, wie Bianca Iosivoni zeigt. Jeder Gedanke den Luke über Elle hatte, hat mich entweder amüsiert oder zum Schmelzen gebracht.

Was jedoch auch an Luke an sich liegen kann, denn er vereint seine Ausstrahlung, seine Loyalität, seinen Humor und Charme gemeinsam mit seinem blendenden Aussehen und der Sportlergesinnung (die ich sehr gruselig finde) zu einer tödlich heißen Mischung. Ich sage nur, Bibliotheken werden mich am jetzt immer kribbelig machen!

Trotz den Familiendramen gibt es auch zwischen Elle und Luke noch ein paar schwierige und traurige Momente, ganz wie ich sie liebe. Mein Herz ist immer mal wieder ein bisschen gebrochen und genau so soll es ja auch sein. Das letzte Drittel hat die romantischen Längen im zweiten Drittel dann ordentlich ausgebügelt, auch weil es irgendwann hoch her geht und Luke mich einfach seit dem immer etwas zum Sabbern bringt.

Außerdem vergebe ich 3/5 Dramapunkten für Elles und Lukes Familienkonstellationen und deren Auswirkungen auf die Handlung. Obwohl schwierige Vergangenheiten bei NA schon Standard sind, habe ich die Geschichten der beiden nicht als übertrieben klischeehaft empfunden. Sie übertreiben nicht und enden auch nicht wie ein Barbiefilm, wo die Bösen entweder zu Staub verpuffen oder einsehen wie schlecht sie bisher gewesen sind und sich ändern wollen, bla bla, rosa Einhorn.
Elles Mutter bekommt von mir 10/5 Ohrfeigen und Lukes Tante DeeDee 10/5 Teetassen mit Schuss.

Die Clique bleibt gewohnt witzig und ich möchte immer noch zu ihnen in eine große WG ziehen. Außerdem möchte ich unbedingt, dass Tate mit mir lernt, dann geschieht das vielleicht auch mal tatsächlich. Schön war auch die Erwähnung von Dylan und Emery, die nicht aufgehört haben sich Streiche zu spielen und Tate & Trevor, genau wie Mason & Grace machen mich schon jetzt sehr neugierig auf ihre Geschichten.

Fazit:

Die Mitte zog sich wegen dem zu erfolgreichen Verdrängen zumindest auf romantischer Ebene etwas, doch langweilig wurde es nie. Bianca Iosivoni schreibt unheimlich witzig, weshalb selbst alltägliche Situationen mit ihrer Clique nie langweilig werden. Elle und Luke haben mir zusammen sehr gut gefallen, wobei ich den Epilog an dieser Stelle noch besonders erwähnen möchte. Er fasst einfach so gut zusammen, wie Elle und Luke miteinander sind. Die Struktur folgt nach typischen NA Maßstäben, der Schreibstil war top und ich freue mich jetzt schon auf Band 3, also kann ich ohne schlechtes Gewissen

[4/5 Sterne]

vergeben.

Veröffentlicht am 26.11.2018

Einfach märchenhaft

Cinder & Ella
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"Cinder & Ella" ist daran schuld, dass ich total übermüdet war. Es war eines dieser Bücher, auf die man sich freut, man aber nicht ahnt, dass "Ich lese vor dem Schlafen gehen noch ein bisschen" nicht funktionierend ...

"Cinder & Ella" ist daran schuld, dass ich total übermüdet war. Es war eines dieser Bücher, auf die man sich freut, man aber nicht ahnt, dass "Ich lese vor dem Schlafen gehen noch ein bisschen" nicht funktionierend wird.
Um halb fünf Uhr morgens habe ich die letzte Seite gelesen und hätte am liebsten gleich nochmal von vorne angefangen.

Glücklicherweise kann ich gleich sagen: Es wird einen zweiten Teil geben. Zumindest auf Englisch gibt es ihn schon. Wenn nicht hätte ich vermutlich auch geweint – also noch mehr als ich es während dem Lesen aus verschiedenen Gründen schon getan habe.

Meine Befürchtungen, dass Ella und ihr Cinder kaum oder zu wenig miteinander zu tun haben und die Geschichte langweilige Lücken hat, waren komplett überflüssig. Die beiden schreiben, telefonieren und natürlich treffen sie sich auch mal. Doch selbst wenn Cinder, der selbst hin und wieder die Sicht in den Kapiteln übernimmt, nicht andauernd präsent war, hat mich das Buch keine Sekunde lang losgelassen – wie meine ausgeprägten Augenringe beweisen.

Ella hat mit einem ganzen Haufen unschöner Dinge zu kämpfen; Ihre Mutter ist tot, sie selbst trägt noch immer schwere Verletzungen vom Unfall, wegen derer sie in ihrer neuen Schule schlecht behandelt wird und die Familie ihres Vaters wühlt zusätzlich auf. Ich hatte zwischendurch so eine Wut auf die Menschen in Ellas Leben im Bauch, wollte einfach zu ihr in die Geschichte hüpfen und ihr helfen und habe schlussendlich sogar geweint, so traurig und verzweifelt wie sie war – und ich mit ihr.

Trotzdem bleibt Ella stark, hält den Kopf hoch und beschwert sich nicht. Sie bleibt sie selbst, auch wenn es nicht immer einfach ist. Sie muss lernen, dass Menschen auch Fehler machen, die man ihnen vergeben kann und bei alle dem hat sie immer noch Cinder, der ihr den Rücken stärkt so sehr er kann.

Die beiden haben so eine ergreifende, süße und liebevolle Beziehung zueinander. Ich habe mich richtiggehend gefreut zu lesen wie er über sie denkt und was er für sie tut, aber auch, dass sie ihn nicht 24/7 zu jammert, was in ihrer Situation durchaus verständlich wäre. Die Emotionen zwischen den beiden sind einfach so schön und greifbar, sie fühlt sich so real an. Es ist ein wirklich schönes Element der Autorin ihnen eine Gemeinsamkeit zu geben, die so schön nerdig ist wie eine Fantasy Reihe, die die beiden durch ihre gesamte Beziehung begleitet.

Cinder bzw. Brian ist einfach ein Traumkerl. Sorgenloser Playboy nach außen hin, während tief in ihm drinnen ein passionierter, talentierter Schauspieler steckt, der seiner besten Freundin zu Beginn der Geschichte hinterher trauert und später so viel bereit ist für sie zu tun. Darf ich ihn bitte haben? Er ist einfach so goldig, dass es mir schwer fällt tatsächlich eine Rezension zu schreiben, statt einfach nur zu schreien: "ICH LIEBE IHN! ICH LIEBE DIE GESCHICHTE! LEST ES!".



Fazit:

Familiendramen, persönliche Tiefpunkte, große Freundschaften, die wahre Liebe, Promileben und eine gehörige Portion Stärke und Fantasyliebe machen "Cinder & Ella" zugleich wunderschön und emotional so mitreißend. Ein absolutes Highlight, das mich stellenweise an den Menschen hat zweifeln lassen und trotzdem die große Liebe traumhaft in Szene setzt. Von mir aus hätte es auch doppelt so lang sein können und ich freue mich so auf Band 2.
Einfach märchenhaft.

Veröffentlicht am 20.11.2018

Aufwühlend, emotional und mitreißend

Dangerous Rush. Gefährliche Liebe
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Als "Furious Rush" zu Ende ging, war mir schon klar, dass Band 2 lange nicht so harmonisch und träumerisch sein würde. Tatsächlich bin ich mit ständigem Herzklopfen an der Fortsetzung der Geschichte gesessen. ...

Als "Furious Rush" zu Ende ging, war mir schon klar, dass Band 2 lange nicht so harmonisch und träumerisch sein würde. Tatsächlich bin ich mit ständigem Herzklopfen an der Fortsetzung der Geschichte gesessen.

Weitererzählt wird sie auch viel durch Hayden selbst, was ganz andere – und wichtige – Einblicke in sein (Gefühls-)Leben ermöglicht und seine Vergangenheit mit Felicia durchleuchtet. Durch seine Sicht, seine Gedanken, Verwirrungen und Handlungen habe ich die ganze Zeit darum gebangt, ob er und Kenzie das wirklich hinkriegen. Ein tolles Element, um Spannung zu erzeugen.

Ich muss zugeben er hat ein paar Dinge getan und gedacht, die ich ihm so schnell nicht vollkommen vergeben kann, auch wenn ich weiß, woher sie kommen. S.C. Stephens zeigt sehr glaubhaft was verdrängte Gefühle anrichten können, wenn man sich nicht mit ihnen auseinandersetzt – und wie wichtig Ehrlichkeit für eine Beziehung ist.

Hayden und Felicia haben mich wirklich ganz schön aufgeregt. Sie ist stur und scheint der Meinung zu sein irgendein gottgegebenes Anrecht auf Hayden zu haben. Tja und er ist so damit beschäftigt seine Schwierigkeiten mit MacKenzie und ihrer ruinierten Karriere in den Griff zu kriegen, dass er so ziemlich alles falsch macht aus den richtigen Beweggründen. Ich habe mich ungefähr so verraten von ihm gefühlt wie MacKenzie. Auch hier ist die Gefühlsebene voll beim Lesen bei mir angekommen.

Felicia, Haydens dumme Aktionen, MacKenzies Vater aber auch ihre Schwestern haben mich wirklich furchtbar aufgeregt. Doch gerade, weil es das Buch so gut geschafft hat, dass ich mich aufrege und mit MacKenzie mitfühle bin ich wirklich begeistert. So viel Eifersucht, Trauer und Verzweiflung habe ich beim Lesen lange nicht mehr hautnah miterlebt (auch wenn man dafür gute Nerven braucht).

Man folgt Hayden durch so viele dumme Aktionen, weiß wie schlecht manches davon bei MacKenzie ankommen würde, und gleichzeitig möchte man ihn auch in den Arm nehmen und sagen, dass es okay ist, wie er sich fühlt. Meine Liebe zu dem Paar und den anderen Charakteren (nicht allen) ist daher ungebrochen.

MacKenzie ist ganz tief am Boden, absolut verzweifelt und schafft es den Kopf hochzuhalten und zu kämpfen, obwohl es ihr keiner leichter macht – im Gegenteil. Der Kontrast zwischen ihr und Felicia wird beim Leser ebenso klar wie er zum Glück auch Hayden ist – meistens.

Am Ende hat mich am Buch an sich höchstens gestört, dass ich den Umschwung einiger Charaktere gegen Ende etwas plötzlich fand. Probleme haben sich in Luft aufgelöst, wobei man das auch auf Erkenntnis und die Befreiung durch Ehrlichkeit zurückführen kann.
Bis auf Kenzie. Der Spannung und dem Cliffhanger halber hätte man da durchaus noch etwas anrichten können.



Fazit:

"Dangerous Rush" ist kein Wohlfühlbuch. Es ist aufwühlend, emotional und mitreißend in all den Tiefen, die Hayden und MacKenzie durchmachen müssen. Obwohl die Autorin völlig auf den Cliffhanger oder große ungelöste Probleme pfeift, und damit Band 3 nicht zwingend nötig ist, freue ich mich schon zu den Charakteren und MacKenzies hart erkämpftem Weg nach oben zurück zu kehren. Die Nebencharaktere liegen mir fast genauso am Herz wie die Protagonisten und das passiert nicht oft – leider.
Meine Liebe zu Hayden ist ein bisschen (minimal) angeknackst durch eine Sache, aber ansonsten habe ich noch Herzchen in den Augen. Was für ein toller, lieber, leidenschaftlicher Kerl! Ein Bookboyfriend, der noch lange in meinem Herzen bleiben wird.

Veröffentlicht am 12.11.2018

Romeo und Julia auf der Rennstrecke

Furious Rush. Verbotene Liebe
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Wer Kellan Kyle liebt, wird sich auf Hayden Hayes stürzen!

Die "Thoughtless"-Reihe der Autorin war gut, aber auch etwas langatmig und anstrengend. Mit dieser Erfahrung habe ich an "Furious Rush" angefangen ...

Wer Kellan Kyle liebt, wird sich auf Hayden Hayes stürzen!

Die "Thoughtless"-Reihe der Autorin war gut, aber auch etwas langatmig und anstrengend. Mit dieser Erfahrung habe ich an "Furious Rush" angefangen und die ganze Zeit befürchtet, es könnte sich wieder so ziehen.
Tja, wie man sich irren kann.

Hayden hat alles, was ich von einem Buch Badboy will: Ein Motorrad, eine Lederjacke, ein paar illegale Verwicklungen, unverschämt gutes Aussehen, ein schwieriges Leben und das Herz am rechten Fleck. Doch Mackenzie sieht in ihm nur den neuen Fahrer des Rennteams, das mit dem ihrer Familie verfeindet ist, und begegnet ihm mit entsprechendem Misstrauen.
GANZ GENAU! Romeo und Juliette auf der Rennstrecke! Einfach super.
Die beiden ärgern sich anfangs wie Hund und Katz, doch dann merken sie, dass zwischen ihnen eine unglaubliche Anziehungskraft und Harmonie auf der Rennbahn besteht.

Mackenzie ist wirklich eine tolle Protagonistin. Sie ist zielstrebig, witzig und frech, wenn sie muss, aber auch unheimlich loyal gegenüber ihrer Familie und nimmt ihren großen Traum und ihren Beruf sehr ernst. Eine echte Powerfrau, die die Männer ihren Staub schlucken lässt. Zumal sie unter großem Druck seitens ihres Vaters steht.

"Furious Rush" wartet mit wenigen, aber lebendig dargestellten Nebencharakteren auf, die für einige Spannungsfelder sorgen. Manchmal habe ich sie geliebt, und manchmal gehasst. Emotionen sind auf jeden Fall garantiert. Dazu kommt noch, dass die Geschichte mit einem außergewöhnlichen (für Romane dieser Art) und begeisterndem Setting aufwartet. Illegale Straßenrennen durch die Nacht, die Übungs- und Wettkampfrennbahnen und der Strand geben einfach so viel Authentizität und Gefühl her, dass ich fast Herzchen in den Augen hatte beim Lesen.

Klar, Hayden hat einen dicken Pluspunkt, weil er Motorrad Rennen fährt, aber diese an sich fand ich anfangs eigentlich noch so spannend – bis ich das erste gelesen habe. S.C. Stephens schafft es die Rennen mit all ihren Tücken und der Anziehung samt dem Konkurrenzkampf zwischen Mackenzie und Hayden so unfassbar spannend und mitreißend zu beschreiben, dass ich meine Augen nicht von den Wörtern abwenden konnte. Hin und wieder kommt durch die Rennen, aber auch durch die Beziehungen aller Charaktere untereinander, eine gute Portion Drama rein, die gerade richtig dosiert war. Wirklich, ich liebe sowas ja. Aber Hayden hat am Ende auf jede romantisch-dramatische Geste aller Bücher bisher nochmal eins obendrauf gesetzt. Ich wäre beinahe geschmolzen und wollte mit sehnsüchtigem Blick gen Horizont schauen, auf der Suche nach einem Hayden, der zu mir fährt.

Die Lovestory prickelt insgesamt einfach richtig schön. So sollte sich eine neue, abenteuerliche, verbotene, große Liebe anfühlen – selbst wenn man sie nur liest. Es beginnt mit Feindschaft, dann necken sie sich und fordern sich heraus und schließlich stellt man sich nur noch vor, wie MacKenzie Juliette von ihrem Balkon schubst, zu Hayden herunterspringt, der sie auf seinem tiefschwarzen Motorrad in den Sonnenuntergang fährt.

Fazit:

Also falls es noch nicht klargeworden sein sollte: Ich liebe die Geschichte! Ich liebe Hayden! Ich liebe das Setting und alle anderen Charaktere! Einfach die Energie des Buches. Ich könnte vielleicht motzen, dass es keinen richtigen Cliffhanger gab, auch wenn es spannend endet, aber … NÖ! Ich liebe es und habe es direkt für den Leserpreis nominiert. Ganz nebenbei erwähnt.
Ein klarer Fall von: LEST ES!

Veröffentlicht am 12.11.2018

Leider enttäuschend

Backstage Love – Unendlich nah
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Backstage Love spielt mit seiner Coverähnlichkeit zu "Rock my Heart" mit den hohen Erwartungen aller The Last Ones to Know Fangirls, die Adam lieben (HIER! ICH). Wie ich befürchtet hatte kam es nicht wirklich ...

Backstage Love spielt mit seiner Coverähnlichkeit zu "Rock my Heart" mit den hohen Erwartungen aller The Last Ones to Know Fangirls, die Adam lieben (HIER! ICH). Wie ich befürchtet hatte kam es nicht wirklich an Jamie Shaw ran, aber ich suche weiter. Jetzt zum eigentlichen Thema: Backstage Love und wie sehr es mich begeistern konnte.

Die Perspektivenwahl fiel hier einmal ausnahmsweise auf die personale Erzählung, sowohl durch Mia als auch durch Nic. Gerade bei Liebesgeschichten bin ich da immer etwas kritisch, weil die Perspektive an sich wirklich gut geschrieben sein muss, um die Nähe und die Gefühle der Charaktere rüber bringen zu können.

Die Geschichte wartet mit der guten alten Liebe zwischen besten Freunden auf, die einander durch Nics Ruhm aus den Augen verloren haben. Viele unerwiderte und heimliche Gefühle der letzten Reihe spielen eine Rolle, genauso wie der enorme Ruhm von Nics Band, den Swores.

Der angebliche Frauenheld und Frontmann hat mein Herz anfangs noch sehr zum Schmelzen gebracht, so süß wie er seiner besten Freundin Mia gegenüber ist. Zuckersüß und mit einer langjährigen Freundschaft wartet das Paar schon anfangs auf, inklusive einem ganzen Haufen Hindernissen – wie man das eben so gerne hat als Dramaliebhaber.

Mir persönlich hat – mal wieder – der Bezug zur Musik inklusive der entsprechenden Szene gefehlt, die ich mir bei einem Buch über Rockstars immer erhoffe. Wirklich in Action sah man den angeblich charismatischen Frontmann selten. Einzelne Szenen mit den Swores, ihrer Musik und ihrem Ruhm gibt es schon, aber die Thematik steht definitiv nicht im Vordergrund. Es geht eher darum, dass Nic eben super sexy und begehrt ist – wobei ich hauptsächlich von Nic, dem Welpen, gelesen habe.

Zu Mia an sich kann ich gar nicht so viel sagen. Sie hat eine ungewöhnliche Familie, die sie aber liebt und unterstützt, und die genau wie Nics im selben Kleinstadt Kaff in England lebt. Eine Rockstar Geschichte auf dem englischen Land wirkt übrigens sehr entschleunigend. Vielleicht nicht das beste Setting für den Rockstar, aber durchaus für die besten Freunde. Mia an sich hat in mir wenig Nähe aufgebaut, was teilweise an der Perspektive und teilweise an den schnellen Gefühlsumschwüngen lang, die ich nicht so wirklich nachvollziehen konnte.

Spannungstechnisch bedient sich Backstage Love eines netten Kniffs, des Stalkers, den ich wirklich bis am Ende nicht identifizieren konnte. Leider wirkten selbst die gefährlichen Szenen nicht wirklich spannend auf mich.

Das große Problem des Buches ist, so leid mir das tut, der Schreibstil. Die Idee an sich ist nicht schlecht, es gibt genug nette Klischees, die mich ansprechen würden, wenn sie besser umgesetzt wären. Sie wirken jedoch oft zu einfach und nicht zu Ende gedacht. Genau wie Gefühle und sogar die Sex Szenen (die es ganz vereinzelt und kurz gibt) fängt die Autorin damit an und hört beinahe augenblicklich wieder auf, so als habe sie nicht genug Zeit, Lust oder Seiten gehabt, um zu beenden, was sie angefangen hat. Zudem gibt es stilistisch einige Ecken, die das Lektorat hätte noch besser abschleifen können.

Sowohl Mia als auch Nic hüpfen mit ihren Gefühlen und kleinen Dramen ständig hin und her. Im einen Moment fühlen sie sich noch verraten, dann kommt ein kleiner Stups in die andere Richtung und plötzlich ist alles wieder ganz anders. Nicht wirklich glaubwürdig. Mir wurden zu oft Gefühle genannt, die dann handlungstechnisch doch nicht ausgebaut wurden. Dadurch haben die Protagonisten an Empathie und vor allem nachvollziehbarer Nähe zueinander verloren.

Gerade den Schlafzimmerszenen hätte ein bisschen mehr Umfang gutgetan. Wenn man sich dafür entscheidet solche Szenen in die Geschichte einzubauen, dann sollten sie so intim und emotional sein, dass der Leser dabei nicht die Zeilen überfliegt und kein Gefühl aufgreifen kann. So ging es mir leider.

Ein weiterer Minuspunkt, obwohl sie meistens wenig Aufmerksamkeit bekommen, sind die Nebencharaktere. Sie reagieren und handeln meist genauso wie es in die Geschichte passt und wirken dadurch etwas leblos. Mich persönlich stört das immer.

Fazit:

Mit 357 Seiten konnte ich das Buch gut und zügig durchlesen, ohne allzu große Längen zu haben. Es gab einige süße Stellen und gerade der Anfang hat mir gut gefallen, dann jedoch habe ich die Charaktere und ihre Gefühle irgendwie verloren. Die Spannung ging flöten, die potenziell guten Klischees und Dramen rutschten durch zu schnelle und einfache Abhandlung ab und verloren an Nachvollziehbarkeit. Leider muss ich sagen, dass ich momentan eher dazu tendieren würde die Reihe nicht weiter zu verfolgen, falls mich nichts und niemand noch umstimmt.
Aufgrund des Gefühlverlusts…

[2/5 Sterne]