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Veröffentlicht am 22.06.2020

Gute Idee mit Potential aber leider nicht gut umgesetzt

Als du mich sahst
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Inhalt

Da Exmann Daniel und die gemeinsame Teenietochter Isabelle und ihre Freundinnen ein Wochenende in Vegas für einem Konzert der momentan angesagtesten Boybands planen, ist für Enddreißigerin Solène ...

Inhalt

Da Exmann Daniel und die gemeinsame Teenietochter Isabelle und ihre Freundinnen ein Wochenende in Vegas für einem Konzert der momentan angesagtesten Boybands planen, ist für Enddreißigerin Solène endlich die Gelegenheit, etwas nur für sich zu tun. Doch als Daniel wieder mal in letzter Sekunde absagt, findet sie sich selbst beim Meet and Greet der Band wider und trifft dort auf Hayes, sexy, charmant, Mitglied der Band und gerade mal zwanzig Was als unschuldiger Flirt beginnt , entwickelt sich schnell zu einer stürmischen Affäre. Doch als diese skandalöse Beziehung mehr und mehr in die Öffentlichkeit gezerrt wird, muss Solène eine Entscheidung treffen.

Charaktere

Solène war, sagen wir mal, ok. Einerseits hübsch, gebildet, selbstbewusst. Andererseits aber auch zu sehr darüber besorgt, was andere von ihr halten könnten und unsicher. Klar ist das nur menschlich aber ihr Getue von wegen "Er ist ja so toll, so sexy, so jugendlich und überhaupt das perfekteste Wesen, das diese Welt je gesehen hat und und ich bin ja schon so alt" war teilweise mehr als nervig.

Hayes kommt in diesem Buch ziemlich fehlerfrei rüber: jung und unwahrscheinlich sexy (was Solène nie müde wird zu betonen), talentiert, charmant, zu allen freundlich, zwar mit vielen Frauengeschichten aber für die Richtige lässt er sie alle links liegen. Mir perönlich viel zu perfekt aber irgendwie hat es die Autorin geschafft, ihn mir trotzdem sympathisch zu machen.

Schreibstil

Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm. Auch wenn manchmal etwas zu dick aufgetragen wurde, wollte man irgendwie trotzdem immer wissen, wie diese skandlträchtige Beziehung weitergeht.
Gerade die Einteilung nach Orten fand ich super, befand man sich zum Beispiel an der Côte d'Azur,hatte man sofort kristallklares Wasser im Kopf. War man in Aspen, hatte man schneebedeckte Berge vor Augen.

Fazit

Die Idee der Geschichte reizte mich sofort. "Star und Normalo" und großer Altersunterschied, bei dem zur Abwechslung mal die Frau den älteren Part einnimmt. Nur leider hat mir die ständige Betonung, wie unglaublich jung und perfekt er und wie unsicher sie deshalb ist, das Ganze etwas kaputt gemacht. Außerdem gab es das ein oder andere mal Andeutungen in der Geschichte, die Potential gehabt hätten aber leider nicht weiter verfolgt wurden. Irgendwie hat mir noch das Unerwartete gefehlt.
Ohne spoilern zu wollen, hat's mir der Schluss leider noch auf der letzten Seite etwas versaut.
Trotz allem hat mir das Bich aber viel Spaß gemacht. Vergebe 2.5 von 5 Punkten.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Figuren
Veröffentlicht am 03.11.2019

Teuflischer Regionalkrimi, den man nicht immer ganz ernst nehmen sollte

Perchtenjagd
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Inhalt

Der Teufel geht um im Salzburger Land und er hinterlässt eine Spur aus Leichen. Alles beginnt mit dem Verschwidem der kleinen Marie mitten zwischen den Besuchern des Weihnachtsmarkts. Gerichtspsychologe ...

Inhalt

Der Teufel geht um im Salzburger Land und er hinterlässt eine Spur aus Leichen. Alles beginnt mit dem Verschwidem der kleinen Marie mitten zwischen den Besuchern des Weihnachtsmarkts. Gerichtspsychologe Meiberger nimmt die Verfolgung auf und als sich kurz darauf die Leichen nur so häufen, wird klar, der Mörder inszeniert ein teuflisches Krippenspiel und er macht nicht Halt, bevor es an Heiligabend seinen Höhepunkt findet.

Charaktere

Eigentlich ging es mir hier so, dass ich keine der Figuren auf Anhieb mochte, je mehr ich jedoch über sie las, desto sympathischer wurden sie mir. So entpuppte sich der anfangs für mich nicht so ganz greifbare Meiberger als gescheite, scharfsinnige und sympathische Hauptfigur. Dann hätten wir da noch die Salzburger Polizei, vor der es einem zu Beginn noch mehr gruseln könnte als vor dem Mörder, wenn man bedenkt, wie stumpfsinnig die Beamten beschrieben werden. Aber auch die stellt sich noch als ganz brauchbar heraus ;D
Und dann wäre da noch der Teufel, der sich mal unbemerkt und mal in Gestalt eines furchteinflößenden Perchten unter seinen Opfern bewegt. Den fand ich von Anfang an spannend. In seine Psyche einzutauchen und und zu sehen, wie sich das Ganze steigert bis es im völligen Verlust seiner Menschlichkeit gipfelt, war mein Highlight der Geschichte.

Schreibstil

Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und flüssig. Vielleicht liegt's auch an meinen niederbayerischen Wurzeln, aber wenn dann von den Autoren "regionale" Begriffe eingestreut werden, fühle ich mich gleich daheim.

Fazit

Ein sehr kurzweiliger Krimi, der sich perfekt als leichte Lektüre für die kalte Jahreszeit eignet. Man hat deswegen jetzt keine schlaflosen Nächte vor lauter Gruseln aber er ist durchaus spannend und führt einem vor Augen, dass der Wahnsinn in jedem von uns schlummern kann. Gerade in denen, von denen man es am wenigsten etwartet.
Abwechslung brachten auf jeden Fall die häufigen Perspektivenwechsel. Und auch dass manche Dinge schon vorweg genommen wurden, also dass der Leser Manches schon wusste, was der Protagonist nur erahnen konnte, war füf mich keinesfalls negativ. Das
Einzige, das etwas gestört hat, waren die ach so passenden Zufälle, die glücklicherweise die Hauptpersonen immer zur rechten Zeit aus der Bredouille gerettet haben. Auch der Showdown zwischen Meiberger und dem Teufel war mir persönlich etwas zu "einfach", ohne an dieser Stelle zu viel verraten zu wollen.
Alles in allem gibt's von mir 3,5 von 5 Sternen