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Chrissi144

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2022

Herz gegen Kopf

Sechs Tage zwischen dir und mir
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Optisch ist das Buch mit seiner Farbgebung und seinen goldenen Akzenten ein totaler Hingucker. Der Inhalt bietet einen bunten Strauß an Emotionen. Vom ersten Kribbeln einer neuen Liebe über Enttäuschung, ...

Optisch ist das Buch mit seiner Farbgebung und seinen goldenen Akzenten ein totaler Hingucker. Der Inhalt bietet einen bunten Strauß an Emotionen. Vom ersten Kribbeln einer neuen Liebe über Enttäuschung, Verzweiflung, Wut bis hin zu tiefer Freundschaft und Liebe ist alles dabei.

Wir begleiten Gemma, die am Tag ihrer Hochzeit vergeblich auf das Auftauchen ihres Verlobten wartet. Von hier an beginnt sie eine verzweifelte Suche nach ihm, da sie nicht glauben kann, dass Finn sie einfach sitzen gelassen hat.

Was soll ich sagen? Dani Atkins hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Gemma ist so sympathisch und an den richtigen Stellen kämpft sie stur für ihre große Liebe obwohl er ihr allen Grund zu zweifeln gibt. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin, in der sie sich immer ohne Ausnahme unterstützen, gab mir beim Lesen so ein gutes Gefühl, dass ich die Dramatik zwischenzeitlich direkt vergessen habe.

Besonders gefallen haben mir die Rückblenden, in denen man erfährt, wie Gemma und Finn sich kennen gelernt haben.

Große Empfehlung an alle, die mal eine etwas andere Liebesgeschichte lesen wollen ☺️

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Veröffentlicht am 07.10.2022

Ganz große Liebe für das Totenreich

Cassardim 3: Jenseits der Tanzenden Nebel
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Inhalt
Der Kaiser ist tot, doch Amaias Status als Goldene Erbin ist nach wie vor umstritten. Sie steht zwischen der Tradition und einer Revolution – größer, als Cassardim sie je gesehen hat. Noár ist bemüht, ...

Inhalt
Der Kaiser ist tot, doch Amaias Status als Goldene Erbin ist nach wie vor umstritten. Sie steht zwischen der Tradition und einer Revolution – größer, als Cassardim sie je gesehen hat. Noár ist bemüht, sie aus der Schusslinie zu halten, aber Amaia verfolgt eigene Pläne. Sie muss das wachsende Chaos aufhalten, das von ihrem frisch vermählten Ehemann Besitz ergreift. Um ihn, Cassardim und die Menschenwelt zu retten, versammelt sie auf eigene Faust die Erben aller Reiche um sich und begibt sich mit ihnen auf die gefährliche Suche nach einem neuen Juwel der Macht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, an dessen Ende sie nicht nur ihre große Liebe verlieren könnte …

Charaktere
Amaia ist eine starke Protagonistin, die sich in ihrer neuen Rolle und Heimat freilich erst zurecht finden muss aber sie steht für das ein, was ihr wichtig ist.
Nach außen grausamer Herrscher, unnahbarer Badboy aber wie Amaia würde er für die Seinen falls nötig die Welt aus den Angeln heben: Noar. Klar bin ich dem Schattenprinzen ein winziges bisschen verfallen...
Daumen hoch für die Nebencharaktere! Ich hab diese Chaoten alle ins Herz geschlossen. Mich erinnern sie an eine große wilde Patchworkfamily.

Schreibstil
Der Schreibstil ist einfach super. Ich hab's von Anfang an geliebt. Eine Priese Humor hier, ein Spritzer Ironie da und so geschrieben, dass ich einfach immer weiter lesen musste.

Fazit
Was soll ich sagen? Falls es nicht aufgefallen ist: Ich liebe Cassardim einfach. Das Totenreich und seine Bewohner haben mich absolut verzaubert. Das Ende hat mich zwar ein oder zwei Tränchen verdrücken lassen aber ich hoffe mal auf eine Fortsetzung?! Ich konnte es gar nicht weglegen und habe seit Langem wieder mal fast die ganze Nacht durchgelesen.
Von mir 5/5 Sternen, klare Empfehlung

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Veröffentlicht am 23.03.2022

Ein Buch über menschgewordene Drogen? Könnte süchtig machen...

Roxy
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Inhalt
Als Isaac der überirdisch schönen Roxy begegnet, zieht sie ihn sofort in ihren Bann. Er fühlt sich lebendig wie nie, alles ist leicht und nichts scheint unmöglich. Isaac ahnt nicht, dass Roxy kein ...

Inhalt
Als Isaac der überirdisch schönen Roxy begegnet, zieht sie ihn sofort in ihren Bann. Er fühlt sich lebendig wie nie, alles ist leicht und nichts scheint unmöglich. Isaac ahnt nicht, dass Roxy kein normales Mädchen ist, sondern eine Droge, hergestellt in einem Labor, um die Menschen von ihrem Schmerz zu befreien. Und Millionen Menschen lieben sie dafür. Doch das ist Roxy nicht genug. Sie will beweisen, wie tödlich sie ist. 

Charaktere
In dem Moment, als Isaac auf Roxy (Oxycodon) trifft, ist er verloren, im wahrsten Sinne des Wortes. Er gleitet vom Verliebtsein in eine mehr als besorgniserregende Abhängigkeit. Und natürlich findet auch Roxy Gefallen an dem Jungen und treibt ihn immer schneller Richtung Abgrund... Hier wird die Bezeichnung "toxische Beziehung" wirklich auf die Spitze getrieben.
Isaacs Schwester Ivy bedient das Klischee des missratenen Teenies. Falsche Freunde, Parties, Alkohol, schlechte Noten. Glücklicherweise ist Addison (Adderall) nur zu gern zur Stelle, um sie wieder auf die richtige Spur zu bringen, koste es, was es wolle.

Schreibstil
Der Schreibstil ist natürlich spitze. Immer wieder gibt es Perspektivwechsel. Mal erleben wir die Geschichte aus Isaacs Sicht, mal aus Ivys, Roxys, Addisons oder in kurzen Intermezzi aus der Sicht verschiedener anderer Substanzen. Der Schreibstil ist locker aber dennoch mit der nötigen Ernsthaftigkeit für dieses Thema.
Das Cover und der Prolog lassen schon einen kleinen Einblick in den Verlauf der Geschichte zu aber ich will nicht zu viel verraten. Es wirkt etwas wie ein Sience Fiction Cover aber ich kann mir auch vorstellen, dass man die Welt so oder so ähnlich unter dem Einfluss mancher Substanzen sieht... Total interessant und auch hilfreich fürs Verständnis fand ich den Stammbaum der Drogen am Anfang des Buches.

Fazit
Dieses Buch ist erschreckend, furchteinflößend, genial,an manchen Stellen etwas verwirrend und manchmal zu Tränen rührend. Vor allem finde ich das Buch bzw sein Thema aber wichtig und sehr kreativ gelöst (i mean, menschgewordene Drogen?!) Ich finde, wenn auf einem Buch der Name Shusterman steht, muss es gelesen werden. Punkt.
(Vorausgesetzt, man ist dazu bereit, mit der Nase auf gesellschaftlich wichtige Themen gestoßen zu werden.)
Ich gebe 5 von 5 Punkten

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Veröffentlicht am 02.11.2021

Unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen...oder alles richtig

Game Changer
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Inhalt
Stell Dir vor, du könntest die Welt verändern ... Welche Entscheidung triffst Du?

Ash ist ein weißer, heterosexueller cis-Junge aus der Mittelschicht. Er hält sich selbst für einen guten Kerl, ...

Inhalt
Stell Dir vor, du könntest die Welt verändern ... Welche Entscheidung triffst Du?

Ash ist ein weißer, heterosexueller cis-Junge aus der Mittelschicht. Er hält sich selbst für einen guten Kerl, aber nicht gerade für den Mittelpunkt des Universums. Bis er eines Freitags in eine andere Dimension katapultiert wird, in der er genau das ist – der Mittelpunkt des Universums! Damit verfügt ausgerechnet Ash nun über die Macht, die Welt zu verändern. Doch irgendetwas geht schief, und Ash führt - aus Versehen - die Rassentrennung wieder ein. Natürlich will er das wieder geradebiegen, aber: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen.

Charaktere
Der wichtigste Charakter ist natürlich Ash, ein ganz normaler weißer hetero Junge, der plötzlich zum Mittelpunkt des Universums wird. Ich finde, er war schon in der ersten Welt ein ziemlich korrekter Typ aber je öfter er die Realität verschoben hat, desto öfter änderte sich auch sein Blickwinkel auf die Dinge. Während er sich in seiner "Ursprungswelt" höchstens mit typischen Teenie-Problem rumschlagen muss, sieht er sich plötzlich mit Themen, wie Sch*ße, ich hab versehentlich den Rassismus wieder eingeführt; wie komme ich als Homosexueller in einer heteronormativen Welt klar; wie fühlt es sich an, Teil einer Beziehung zu einem Narzissten zu sein etc. konfrontiert.
Was braucht ein Typ, der die Realität verschieben kann und nicht alles komplett in's Chaos stürzen will? Richtig, eine Truppe übernatürlicher Wesen, die einem unter die Arme greift. Hier funktioniert das wie folgt: jedes Mal, wenn man in eine neue Welt springt, kommt ein neuer übernatürlicher Zwilling, Drilling, Vierling usw dazu, den man der Einfachheit halber Ed, Edd, Eddy o.ä. tauft. Mich haben die "Edwards" irgendwie an Tick, Trick und Track erinnert.
Katie und Layton, die smarte Cheerleaderin und der narzisstische Quaterback. Norris, der Mitläufer. Usw usw... Das Spiel mit Stereotypen beherrscht Neil Shusterman zu 100% und war total interessant.

Schreibstil
Ich fand den Schreibstil toll. Hier und da ein Spritzer Zynismus aber trotzdem mit der nötigen Ernsthaftigkeit. Ash spricht den Leser direkt an, so als wolle er ihm einen persönlichen Rat mitgeben.
Aber auch die äußere Erscheinung des Textes, lässt schnell vermuten, dass man es hier mit einer Geschichte der etwas anderen Art zu tun hat. So stehen z.B. die Seitenzahlen mittig neben dem Text oder es ändert sich jedes mal die Schriftart, wenn sich in der Welt etwas verändert hat, was total neugierig macht, wenn man weiß, dass erwas anders ist, aber noch nicht, was. Außerdem sollte noch erwähnt werden, wie perfekt der Titel zur Story passt. Daumen hoch für diese Auswahl!

Fazit
Ok, ich geb's zu: Anfangs saß ich schon vor'm Buch und hatte keinen Plan, wo die Story hingeht und worauf Neil Shusterman eigentlich hinauswill. Ich hatte das Gefühl, wie wenn einem ein Name auf der Zunge liegt, den man nicht aussprechen kann oder wie ein Gedanke, den man nicht zu fassen bekommt aber plötzlich erwischte ich mich dabei, wie ich während des Lesens immer wieder zustimmend nickte und dacht: Wow, wichtiges Thema, toll, dass das mal jemand in einem Jugenbuch anspricht. Klar, werden hier so einige Klischees bedient aber dafür, dass hier Themen, wie Rassismus, Sexismus, toxische Beziehungen, Heteronormativität etc. Platz finden gibt's 1
. Wie's im Buch so schön heißt: Jeder hat diese Schublade Schreckliche-Geschichte-aber-nicht-mein-Problem. Was man säht, erntet man, richtig? Wenn dank dieser Geschichte zumindest der ein oder andere mal über den Tellerrand hinaus schaut, ist schon viel gewonnen. Also eindeutig eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.05.2021

Großes Potential aber zu oberflächlich

Der Morgen davor und das Leben danach
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Inhalt

An einem Sommermorgen besteigen der zwölfjährige Edward und seine Familie ein Flugzeug, das sie von New York nach Los Angeles bringen soll. Auf halbem Weg über das Land, stürzt das Flugzeug ab. ...

Inhalt

An einem Sommermorgen besteigen der zwölfjährige Edward und seine Familie ein Flugzeug, das sie von New York nach Los Angeles bringen soll. Auf halbem Weg über das Land, stürzt das Flugzeug ab. Edward ist von einhundertsiebenundachtzig Passagieren der einzige Überlebende. Was geschah in den Stunden davor? Wie geht sein Leben nach dem schmerzvollen Verlust weiter?



Charaktere

Der wichtigste Charakter ist natürlich Eddie oder Edward, wie er nach dem Absturz genannt werden will. Natürlich ist sein Schicksal schrecklich. Obwohl man am Ende das Gefühl hat, das Unglück war eine Art Zwischenschritt zum "Großen Ganzen". Totz seines schlimmen Schicksals kämpft er sich tapfer zurück in's Leben und stellt noch dazu das "Glück" seiner Mitmenschen vorn an.



Shay wird nach dem Absturz zum wichtigsten Menschen in Edwards Leben. Sie wird zu seiner besten Freundin und sieht in ihm nicht das arme Opfer und fasst ihn auch nicht mit Samthandschuhen an. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, die beiden haben sich gefunden, ohne zu wissen, dass sie einander gesucht und gebraucht haben.



Lacey und John, Edwards Tante und Onkel, nehmen ihn nach dem Unglück bei sich auf. Die Zwei sind liebevolle Menschen, die alles für ihren Neffen tun würden. Natürlich müssen sie für ihn in eine starke Rolle schlüpfen aber auch sie haben einen gewaltigen Verlust zu verkraften



Das Kennenlernen der Passagiere kurz vor dem Absturz rütteln einen irgendwie wach. Man streift all diese Leben noch kurz vor ihrem Ende und weiß ganz genau, dass ihr Schicksal besiegelt ist und sie alle ihrem Ende entgegen fliegen...



Schreibstil

An sich fand ich den Schreibstil nicht schlecht aber an manchen Stellen ist es mir etwas zu detailreich wo es nicht nötig wäre und an anderen dafür wieder zu oberflächlich, sodass mir irgendwie die Bindung zu den Charakteren fehlt. Die Autorin lässt ab und an Details wie den Namensgeber irgendwelcher Flugzeugbauteile einfließen, was mich persönlich beim Lesen gestört hat.

Und leider war auch der ein oder andere Schreibfehler zu finden...



Fazit

Die Geschichte an sich, dass fast 200 Menschen bei einem schrecklichen Unglück ihr Leben lassen und nur ein Junge zurück bleibt, ist natürlich total berührend aber leider muss ich sagen, mich hat's irgendwie nicht gekriegt. Die ganze Zeit über war da eine Distanz, die ich nicht überwinden konnte. Nicht, dass ich die Charaktere nicht mochte, aber ich konnte keine wirkliche Bindung aufbauen und das ist für mich persönlich einer der wichtigsten Punkte die ein großartiges Buch erfüllen muss. Immer wenn ich dachte, jetzt kann ich mich langsam reinfühlen, wurde leider wieder in der Geschichte weiter gesprungen. Mir war's zu oberflächlich angeschnitten, obwohl die Story großes Potential hatte...

Ich vergebe 2,5 von 5 Sternen

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