Überzogen
Happy EndDa „Happy end“ von Sarah Bestgen in den sozialen Medien ziemlich gehypt wird, habe ich mich gefreut, diesen Thriller endlich auch zu lesen.
Leider kann ich mich der Begeisterung nicht anschließen. Ich ...
Da „Happy end“ von Sarah Bestgen in den sozialen Medien ziemlich gehypt wird, habe ich mich gefreut, diesen Thriller endlich auch zu lesen.
Leider kann ich mich der Begeisterung nicht anschließen. Ich fand das Buch insgesamt nur mittel und die Storyline ziemlich überzogen.
Im Zentrum steht hier die junge Mutter Isa, deren Baby spurlos verschwindet. Nach 9 Monaten taucht Ben wieder auf, doch es fällt ihr schwer, mit dem Kind zu connecten, zudem meint sie immer wieder kleine Abweichungen zu erkennen.
Die Grundidee fand ich ziemlich vielversprechend. Wie kann ein Säugling verschwinden und plötzlich wieder auftauchen? Es wäre allerdings noch mysteriöser gewesen, wenn sich Charaktere aus Isas Umfeld nicht dermaßen verdächtig verhalten hätten. Mir hat die junge Frau ziemlich leidgetan, weil sie so alleine mit ihren Sorgen war und sie mit einem dermaßen unsympathischen Ehemann geschlagen ist. Gleichzeitig fand ich die unterschwelligen Avancen des ermittelnden Polizeibeamten irgendwie unpassend. Auch wenn ich schon länger wusste, wer in das Verschwinden von Ben involviert ist, so hatte ich noch 50 Seiten vor Schluss keine Ahnung, was der Grund für die Geschehnisse ist, was ich als positiv werte. Die Auflösung selbst war ein sehr wilder Ritt und wirkte unrealistisch.
Schade, ich hatte mir „Happy end“ besser vorgestellt und habe den zweiten Thriller der Autorin erstmal von meiner Wunschliste gestrichen.