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Veröffentlicht am 04.06.2026

Überflüssige Fortsetzung

A Girl Named Josie (Breaking Waves 5)
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Die ersten 4 Teile der „Breaking Waves“ Reihe habe ich sehr gerne gelesen und mit 3 x 5 Sternen und 1 x 4 Sternen bewertet. Als ich in der Verlagsvorschau gesehen habe, dass Kristina Moninger unerwartet ...

Die ersten 4 Teile der „Breaking Waves“ Reihe habe ich sehr gerne gelesen und mit 3 x 5 Sternen und 1 x 4 Sternen bewertet. Als ich in der Verlagsvorschau gesehen habe, dass Kristina Moninger unerwartet einen 5. Teil geschrieben hat, habe ich mich sehr gefreut, nach Harbour Bridge zurückkehren zu können und endlich die Einzelheiten über Josie zu erfahren.
Leider, leider muss ich allerdings sagen, dass ich „A girl named Josie“ rückblickend als überflüssig empfand. Schon im 4. Band war in Kurzform das Geheimnis um Josies Verschwinden gelüftet worden. Bedauerlicherweise gab es dem scheinbar nichts mehr hinzuzufügen. Dieses Buch ist im Grunde eine Wiederholung der bekannten Rahmendaten, die sehr detailliert ausgeschmückt werden ohne wirklich neue Informationen zu liefern.
Hinzu kommt, dass Josie eine extrem unsympathische Protagonistin ist. Ohne Frage ist es schlimm, wie ihre Kindheit gestohlen wurde und was sie in ihrem jungen Leben alles durchmachen musste, aber die Art und Weise, wie sie mit den Gefühlen anderer Menschen umgeht ist einfach rücksichtlos. Auch wenn sie Andrea liebt, hat dieser Mann doch so viel mehr verdient, als immer wieder aus falschem Beschützerinstinkt vor den Kopf gestoßen und verlassen zu werden. Ich konnte mit diesem Paar überhaupt nicht mitfiebern. Von Josies Seite aus ist bei mir keinerlei Liebe angekommen. Die anderen 4 Mädels spielen in „A girl named Josie“ auch nur noch eine Statistenrolle und bleiben blass.
Insgesamt war der Roman leider extrem langweilig. Gefühlt hat sich alles immer wieder im Kreis gedreht und wurde mehrmals durchgekaut. Es ist mir schwer gefallen, dass Buch zu Ende zu lesen und ich war froh, als ich auf der letzten Seiten angekommen war.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Highlight

Moorland. Die Zwillinge
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Den neuen Thriller von Andreas Winkelmann hatte ich gar nicht wirklich auf dem Schirm, bis ich zufällig ein paar sehr begeisterte Rezensionen gelesen habe.
Zum Glück habe ich auf diese gehört, denn „Moorland ...

Den neuen Thriller von Andreas Winkelmann hatte ich gar nicht wirklich auf dem Schirm, bis ich zufällig ein paar sehr begeisterte Rezensionen gelesen habe.
Zum Glück habe ich auf diese gehört, denn „Moorland – Die Zwillinge“ hat mich so begeistert, dass es sich einen Platz auf meiner Jahreshighlightsliste verdient hat. Im Vorfeld hatte ich die Befürchtung, dass dies einer dieser absurden Thriller sein könnte, aber das war überhaupt nicht der Fall.
Es handelt sich hier um den Auftakt einer Reihe. Kommissarin Malia kehrt in ihre Heimat Moorberg zurück, wo sie auf ihre Mutter trifft, mit der sie sich vor Jahren entzweit hat. Für familiäre Probleme bleibt allerdings wenig Zeit, denn ihr erster Fall im neuen Job hat es in sich. Bei einem Dreh für ein TikTok Video verschwinden die Zwillinge Nike und Jana. Die Hoffnung, sie hätten sich nur verlaufen, zerplatzt, als online Fotos und Videos auftauchen, die keine Zweifel offen lassen, dass sich die beiden Mädchen in den Fängen eines Gewaltverbrechers befinden.
Andreas Winkelmann hat einen extrem fesselnden Pageturner geschrieben, der zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt. Immer wieder bringt er neue Verdächtige ins Spiel und als ich mir sicher war, den Täter entlarvt zu haben, wirft er ein weiteres Mal alles durcheinander.
Ein großer Teil der Handlung spielt in einem Moor, was ich als besonders faszinierenden Schauplatz empfand. Nebenbei konnte ich sogar noch ein paar Details über Moore und das Versinken lernen.
Melia Gold ist eine extrem sympathische Protagonistin und auch einige Kollegen sowie den sogenannten „Zugezogenen“ habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Etwas seltsam fand ich allerdings, wie stark sie Zivilisten in die Ermittlungen involviert hat, da glaube ich nicht, dass so etwas erlaubt ist, aber dass nur als mini Kritikpunkt am Rande.
Insgesamt fand ich diesen Thriller einfach toll und bin schon mega gespannt auf den nächsten Fall, der im Herbst 2026 erscheint.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Fehlende Originalität

Schlafende Vulkane
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Da ich sowohl die Sebastian Bergmann Reihe als auch Krimis, die in Island spielen, liebe, war ich sehr gespannt, was herauskommt, wenn sich Michael Hjorth mit einem neuen Schreibpartner zusammentut.
Rückblickend ...

Da ich sowohl die Sebastian Bergmann Reihe als auch Krimis, die in Island spielen, liebe, war ich sehr gespannt, was herauskommt, wenn sich Michael Hjorth mit einem neuen Schreibpartner zusammentut.
Rückblickend hätte ich mit etwas weniger hohen Erwartungen zu dem Buch greifen sollen, denn für mich war das leider kein Krimi der sich in irgendeiner Weise abhebt. Es war nicht per se schlecht, denn der Schreibstil ist flüssig und lässt sich angenehm lesen. Die beiden Hauptfiguren Helga und Bjarki sind sympathische Charaktere. Aber mir hat es an Spannung und Originalität gefehlt.
In „Schlafende Vulkane“ bekommt die junge Kommissarin Helga ihren ersten großen Fall übertragen. Im Polizeiteam hat sie sowohl Neider, als auch Unterstützer. Allgemein herrscht eine eher freundschaftliche Atmosphäre und es fiel mir leicht, Helga und die Kriminaltechnikerin Yvette ins Herz zu schließen. Obwohl ich sie mag, ist Helga eine relativ blasse Protagonistin. Deutlich mehr Ecken und Kanten hat dagegen Bjarki, ein Streifenpolizist, der für diesen selbstgewählten Job überqualifiziert scheint. Durch sein ganzes Auftreten (Motorradfahrer, unkonventionelle Arbeitsweise) weckt er den Wunsch des Lesers, mehr über ihn zu erfahren.
Der Kriminalfall, aufgrund dessen dieses Polizeiteam zusammengestellt wurde, befasst sich mit einem skrupellosen Serienmörder, der nach einem bestimmten Muster Frauen im Internet sucht, um seine persönliche Vendetta zu verfolgen. Die Vorkommnisse sind ekelerregend und grausam aber für einen erfahrenen Krimileser war das Motiv leider nichts Außergewöhnliches. Es ist nicht so, dass ich mir einen brutaleren Fall gewünscht hätte, aber einen, der weniger austauschbar wirkt.
Die Identität des Täters wurde leider sehr früh enthüllt und generell war die komplette zweite Hälfte sehr vorhersehbar. Meine Vermutung über das nächste Opfer und wie alles ausgehen wird hat sich bewahrheitet. Teilweise kam mir der Verlauf der Handlung auch sehr erzwungen vor. Wer bitte geht nackt und alleine in einer heißen Quelle baden, wenn ein Serienmörder hinter einem her ist?
Insgesamt fand ich „Schlafende Vulkane“ okay, war aber auch froh, als ich es beendet hatte. Trotzdem überlege ich, der Reihe eine zweite Chance zu geben und den Folgeband zu lesen, der im Herbst erscheint. Allein schon um zu erfahren, wie es mit Helga und Bjarki privat weitergeht.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Düsteres Geheimnis

Home Before Dark
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Da ich Eva Björg Ægisdóttirs Island Reihe sehr gerne lese, war ich sehr neugierig, als ich gesehen habe, dass nun ein Psychothriller von ihr erscheint. Nach der Beendigung habe ich einmal mehr die Bestätigung, ...

Da ich Eva Björg Ægisdóttirs Island Reihe sehr gerne lese, war ich sehr neugierig, als ich gesehen habe, dass nun ein Psychothriller von ihr erscheint. Nach der Beendigung habe ich einmal mehr die Bestätigung, dass ich zu den Büchern der Autorin blind greifen kann und dass eine spannende Lektüre garantiert ist.
Zunächst einmal hat mir gut gefallen, dass die Geschichte 1967 und 1977 spielt, da so sämtliche Erkundigungen und Ermittlungen ohne moderne Technik stattfinden müssen.
10 Jahre nachdem Marsibils Schwester Stina spurlos verschwunden ist, trägt sie noch immer Schuldgefühle mit sich herum, da sie glaubt, ihr damaliger Brieffreund habe ihre Schwester entführt. Nach Jahren der Stille meldet sich der Brieffreund plötzlich wieder und Marisbil startet einen letzten Versuch, um endlich Licht ins Dunkle zu bringen. Dabei stößt sie immer wieder auf Merkwürdigkeiten in den Ermittlungen und Aussagen ihrer Eltern und ein schrecklicher Verdacht breitet sich in ihr aus.
Wer Thriller mit subtiler Spannung mag, ist hier genau richtig. Der Erzählstil von „Home before dark“ ist zwar nicht sonderlich rasant, aber zwischen den Zeilen schwingt eine kontinuierlich mysteriöse Stimmung mit. Über die Hälfte des Buches führte die Autorin mich gedanklich in die falsche Richtung um dann mit kurz aufeinanderfolgenden Plottwists, das Ruder mehrmals in die andere Richtung herumzureißen.
„Home before dark“ beginnt gradlinig und entwickelt sich zu einem überraschenden und bewegenden Thriller. Sowohl Marsibil als auch Stina sind sympathische junge Frauen. Je länger man liest, desto tiefer taucht man in die dunklen Geheimnisse dieser Familie ein, die es wirklich in sich haben.
Für mich war „Home before dark“ ein sehr gelungener, tragischer Thriller. Einzig die isländischen Namen fand ich etwas schwierig und teilweise ähnlich, so dass ich manches Mal zurückblättern musste um mich zu vergewissern, um wen es sich handelt. Der Spannung tat dies aber keinen Abbruch und ich vergebe gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Spooky und fesselnd

Nebelbeute
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Nachdem „Aschesommer“ 2025 eins meiner Jahreshighlights war, habe ich Benjamin Cors neuen Thriller mit Freude erwartet. Ein weiteres Mal konnte mich der Autor mit einer wirklich fesselnden und undurchschaubaren ...

Nachdem „Aschesommer“ 2025 eins meiner Jahreshighlights war, habe ich Benjamin Cors neuen Thriller mit Freude erwartet. Ein weiteres Mal konnte mich der Autor mit einer wirklich fesselnden und undurchschaubaren Geschichte sehr gut unterhalten.
Nach den Ereignissen aus Band 2 ist Mila beurlaubt und nutzt die Zeit, um in einem abgelegenen Dorf auf eigene Faust nach Toblach zu suchen, einem Kriminellen, mit dem sie noch eine offene Rechnung hat.
Benjamin Cors schafft eine tolle, fast spooky Atmosphäre. Die Bewohner des Bergdorfs leben sehr zurückgezogen und wirken teilweise sonderbar.
Getoppt wird die ohnehin düstere Stimmung als eine äußerst spektakulär inszenierte Mordserie beginnt. Das Team der Gruppe 4 rückt an um die Ermittler vor Ort zu unterstützen, jedoch ist die Hilfsbereitschaft überschattet von der Sorge um Mila, die plötzlich verschwindet.
„Nebelbeute“ war für mich extrem undurchschaubar. Ich hatte wirklich keine Idee, wieso diese Morde geschehen und wer dahinter steckt. Als das Motiv enthüllt wurde, fand ich es so außergewöhnlich und interessant, dass ich die folgende Entwicklung komplett gefesselt verfolgte. Als Krönung warf der Autor einen weiteren unerwarteten Plottwist hinterher und rundete den Thriller mit einem gelungenen Showdown ab.
„Nebelbeute“ bleibt meinem Empfinden nach minimal hinter „Aschesommer“ zurück, überzeugt aber trotzdem auf ganzer Linie durch einen flüssigen Schreibstil, eine düstere Atmosphäre, eine spektakuläre Mordserie und einem sehr sympathischen Ermittlerteam. Thrillerfans sollten diese Reihe nicht verpassen!

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