Keine perfekte Ehe
Die Frau des SerienkillersBeth und Tom führen ein glückliches Leben. Sie sind in ein tolles Haus auf dem Land umgezogen und Beth konnte sich den Traum vom eigenen Cafè erfüllen. Doch eines Tages steht die Polizei vor der Tür. Tom ...
Beth und Tom führen ein glückliches Leben. Sie sind in ein tolles Haus auf dem Land umgezogen und Beth konnte sich den Traum vom eigenen Cafè erfüllen. Doch eines Tages steht die Polizei vor der Tür. Tom wird mit dem Verschwinden seiner Exfreundin Kathie in Verbindung gebracht.
„Die Frau des Serienkillers“ wird überwiegend in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Beth erzählt. Zwischendurch gibt es Kapitel aus Sicht von Tom sowie von anderen Frauen. Der Schreibstil von Alice Hunter hat mir sehr gut gefallen. Der Thriller lässt sich leicht lesen und ich war wirklich interessiert, mehr herauszufinden.
Das Tom ein Mörder ist, sagt schon der Titel. Der deutlich spannendere Charakter war für mich Beth. Obwohl der Hauptfokus der Geschichte auf ihr lag, blieb sie mir lange rätselhaft, was aber wohl so gewollt ist. Sie wird als sympathische Cafèbesitzerin vorgestellt (tolle Idee übrigens mit dem Keramikcafé), wird im Lauf der Handlung allerdings immer ominöser. Die Vorwürfe gegen ihren Mann scheinen sie wenig zu berühren. Sie beginnt sogar zu daten, kaum dass Tom in U-Haft sitzt. Das fand ich alles sehr seltsam. Ich finde allerdings, es hätte der Spannung gut getan, wenn es schon im Mittelteil die ein oder andere Enthüllung gegeben hätte. Leider gab es nämlich bis zur Auflösung nie einen Twist, was ich für einen Thriller etwas mau finde.
Das Ende hatte ich so in der Art nicht vorhergesehen und fand es böse und gelungen, auch wenn ich Beths Verhalten schon äußerst überspannt finde. Man hätte die Probleme auch einfacher lösen können.
„Die Frau des Serienkillers“ hat mich gut unterhalten und ich bin auf die weiteren Bücher der Autorin gespannt.