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Veröffentlicht am 17.10.2023

Einfach herrlich!

Love Will Tear Us Apart
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Das Team der Stranger Times ermittelt wieder - doch nachdem Hannah Willis gekündigt hat und sich selbst in ein Retreat-Zentrum einweist, ist nichts wie zuvor. Als auch noch eine neue stellvertretende Chefredakteurin ...

Das Team der Stranger Times ermittelt wieder - doch nachdem Hannah Willis gekündigt hat und sich selbst in ein Retreat-Zentrum einweist, ist nichts wie zuvor. Als auch noch eine neue stellvertretende Chefredakteurin namens Betty auf der Türschwelle steht, gibt es entgegen Erwartungen aller jedoch keinen cholerischen Wutausbruch von Chefredakteur Vincent Banecroft. Denn dieser zeigt zunehmend charakterliche Veränderungen und ist zutiefst absorbiert von der Rettung seiner verstorben geglaubten Ehefrau. Dem Team lauern somit von allen Seiten Gefahren auf und Grace, Stella, Ox und Reggie haben alle Hände voll zu tun, um sie abzuwehren.

Auch Band 3 der Stranger Times Reihe durfte bei mir einziehen – schon lange habe ich der Fortsetzung entgegengefiebert, denn ich liebe den schwarzen Humor, die skurrilen Charaktere und die Bauchmuskel-strapazierenden Ereignisse. Diese Romanreihe trifft einfach perfekt meinen Humor und gehört für mich schon zum jährlichen Must-Read dazu – und ich wurde nicht enttäuscht!

Bereits zu Beginn habe ich mich dem Team wieder sehr verbunden und „wie zu Hause“ gefühlt. Aus wechselnden Perspektiven der diversen Charaktere wird auch im neuesten Fall der Stranger Times wieder in verschiedenen Handlungssträngen, die erst am Ende aufgelöst werden und/oder zusammenlaufen, ermittelt. Im Vergleich zum Vorgängerband im vergangenen Jahr hatte ich hierbei durchgehend einen guten Überblick und konnte den einzelnen Handlungen stets problemlos folgen.

Ferner wurden in Band 3 nun weitere Charaktere intensiver behandelt – so z.B. Stanley und Grace, was mich sehr gefreut hat. Hierdurch wird die Romanreihe sehr abwechslungsreich und bietet immer neue Einblicke in die einzelnen Figuren. Als neue Protagonistin erschien zudem Betty, die neue stellvertretende Chefredakteurin, auf der Spielfläche. Ich habe sie mit ihrer schroffen, direkten Art direkt in mein Herz geschlossen und hoffe sehr, dass sie uns erhalten bleiben wird! Riesig gefreut habe ich mich zudem über das erneute Auftreten von Cogs und Zeke. Herrlich! Auch, wenn Banecroft in diesem Band nicht seine gewohnte Bissigkeit und Schlagfertigkeit an den Tag legen konnte, gab es wieder äußerst witzige und unterhaltsame Szenen. So z.B. beim Verrückten-Tag-Bingo in der Redaktion. Dank des gewohnt sarkastischen Schreibstils und der skurrilen Szenen und Persönlichkeiten habe ich wieder Tränen lachen können!

Besonders gut hat mir diesmal gefallen, dass in diesem Band inhaltlich nahezu nahtlos an den Vorgängerband angeknüpft und auch die Personalie der Begründer fortgesetzt wurde. Der ganze Roman las sich wie eine richtige Fortsetzung, was ich bei Band 2 im letzten Jahr nicht so empfunden hatte. Zudem wurden einige Fragen aus Band 1&2 aufgeklärt. Dennoch blieben einige Fragen offen und damit besteht noch viel Material für den Folgeroman, der bereits angekündigt wurde. Für mich könnte die Stranger Times Reihe ruhig noch viele weitere Episoden erhalten – ich bin und bleibe ein großer Fan!

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Veröffentlicht am 28.09.2023

Bezaubernd

Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit
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Adam lebt in New York bei seinem Onkel, der eine Bäckerei betreibt. Oft ist das Geld knapp, dennoch lassen sie sich nicht unterkriegen und machen sich das Leben schön. Adam selbst ist sehr schüchtern und ...

Adam lebt in New York bei seinem Onkel, der eine Bäckerei betreibt. Oft ist das Geld knapp, dennoch lassen sie sich nicht unterkriegen und machen sich das Leben schön. Adam selbst ist sehr schüchtern und wird in der Schule oft gepiesackt - wirklich viel erwartet er vom Leben nicht. Als ihm eines Abends ein mysteriöser Mann dazu rät, den Dachboden zu untersuchen, findet Adam auf diesem eine verstaubte Schneekugel. Als er sie schüttelt, geschieht Unfassbares: Adam reist in der Zeit zurück! Mal ist es 1922, dann 1935, ein andermal 1967. Ein großes Abenteuer steht Adam bevor, in dem er über sich hinauswachsen muss.

Mir hat der Kinderroman "Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit" ausgesprochen gut gefallen. Die Autorin geht dabei ganz behutsam mit ihrer Hauptfigur Adam um, der sehr zart und empfindsam ist. Adam wächst während seiner Abenteuer über sich hinaus und den Leser:innen werden viele wichtige Weisheiten vermittelt. Der Sprachstil ist der Zielgruppe entsprechend angepasst und die Atmosphäre im erst herbstlichen, dann winterlichen New York ist sehr gut bei mir angekommen. Ein richtig charmantes Wohlfühl-Kinderbuch, das an zauberhafte Geschichten wie Autoren wie Erich Kästner&Co erinnert!

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Veröffentlicht am 28.09.2023

Magische Wachsfiguren

Plötzlich wach! 1: Mit der Queen ne Kutsche kapern
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Annemies Oma braucht Hilfe, weshalb Annemie zu ihrem Unmut mit ihrer Mutter zu ihrer Oma zieht. Diese betreibt ein Wachsfigurenmuseum, das Annemie schon in- und auswendig kennt. Doch als sie bei der Queen ...

Annemies Oma braucht Hilfe, weshalb Annemie zu ihrem Unmut mit ihrer Mutter zu ihrer Oma zieht. Diese betreibt ein Wachsfigurenmuseum, das Annemie schon in- und auswendig kennt. Doch als sie bei der Queen ihr Frühstück isst, passiert etwas Unglaubliches: Die Auen wird lebendig und verlässt das Museum. Annemie und ihr neuer Freund Leo müssen sie um jeden Preis wiederfinden. Denn dieses Geheimnis darf niemand erfahren!

Band 1 der neuen Kinderbuchreihe "Plötzlich wach" ist sehr unterhaltsam. Mit einem dem Lesealter entsprechenden Sprachstil begleitet man Annemie durch eine turbulente und ulkige Geschichte. Immer mit an Bord ist ihr neuer Freund Leo, der ihr unterstützend zur Seite steht. Mit einem kleinen Augenzwinkern und kurzweilig werden dabei Infos über die britische Königsfamilie vermittelt. Ein überraschend kurzweiliger und liebenswerter Kinderroman mit einer gehörigen Portion Magie.

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Veröffentlicht am 28.09.2023

Gelungene Romantasy

Fourth Wing – Flammengeküsst (Flammengeküsst-Reihe 1)
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Inhalt: Violets Traum, Schriftgelehrte am renommierten Basgiath War College zu werden, zerplatzt jäh, da sie als Tochter der Generalin am Auswahlverfahren der Drachenreiter teilnehmen muss. Das erste Jahr ...

Inhalt: Violets Traum, Schriftgelehrte am renommierten Basgiath War College zu werden, zerplatzt jäh, da sie als Tochter der Generalin am Auswahlverfahren der Drachenreiter teilnehmen muss. Das erste Jahr wird nicht einmal die Hälfte aller Bewerber überleben, denn Drachen binden sich nicht an schwache Menschen, sie fackeln sie nieder. Die meisten Kadetten wollen Violet allein aufgrund ihrer Herkunft niederstrecken – besonders Xaden, der mächtigste und skrupelloseste unter den Geschwaderführern. Und ohne Frage auch der attraktivste. Ausgerechnet ihm wird Violet unterstellt. Sie wird jeden Vorteil nutzen müssen, wenn sie überleben will. Denn am Basgiath War College haben alle eine Agenda und es gibt nur zwei Wege hinaus: den Abschluss machen oder sterben.

Da dieser Roman derzeit extrem gehyped wird, musste ich ihn ebenfalls lesen. Was mich positiv überrascht hat, war das tolle Worldbuilding, das die Autorin betrieben hat. Das Setting und die Umgebung sind wirklich intensiv ausgearbeitet worden und erinnerten in ihrer runden Abgeschlossenheit fast an High Fantasy Settings. Inhaltlich war ich jedoch etwas enttäuscht. Die Liebesromanze zwischen Violet und Xaden ist eine klassische Enemy-to-Lovers-Geschichte und entspricht dem Standard. Hier habe ich viel mehr erwartet. Der Fantasyanteil ist glücklicherweise nicht zu kurz gekommen, hat mich inhaltlich aber nicht vollends abholen können. In Bezug hierauf las sich das Buch eher wie ein Vorwort. Wirklich gefallen haben mir ehrlicherweise nur die Drachen - diese haben ihren eigenen Charakter, was nicht nur für ulkige Momente sorgt, sondern sich auch von anderen Romanen abhebt. Als gute Abwechslung zum Romantasy-Standard empfand ich zudem die wirklich raue, gewaltsame Atmosphäre, die starke Protagonistin und dass ich mich wie bei Game of Thrones im Prinzip an keine Figur gewöhnen sollte - sie könnte jederzeit sterben. Zum Ende gab es für mich noch eine Überraschung, die ich nicht hatte kommen sehen - damit ist dies meiner Meinung nach insgesamt ein gelungener, aber eher klassischer Romantasy-Roman. Für mich kein absoluter Hype, aber die Fortsetzung werde ich sicherlich lesen.

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Veröffentlicht am 28.09.2023

Im Spektrum

Mein schrecklich schönes Leben
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Cassandra befindet sich im Spektrum, weiß davon aber nichts. Seit sie denken kann, hat sie Schwierigkeiten, mit anderen Menschen umzugehen. Insbesondere fällt es ihr schwer, deren Emotionen zu deuten. ...

Cassandra befindet sich im Spektrum, weiß davon aber nichts. Seit sie denken kann, hat sie Schwierigkeiten, mit anderen Menschen umzugehen. Insbesondere fällt es ihr schwer, deren Emotionen zu deuten. Wenn sie sie wahrnimmt, sieht sie diese als Farben – jede Farbe ist jedoch bei jedem Menschen anders. So kann bei dem einen die Farbe Rot „Wut“ bedeuten, beim nächsten „Liebe“ oder auch „Neid“. Ihr Alltag wird damit zum Spießroutenlauf und oft tritt sie von einem Fettnäpfchen ins nächste. Das kommt weder bei ihrem aktuellen Lebenspartner, sondern auf ihrer Arbeit gut an – und so verliert sie an einem Tag sowohl ihren Job, als auch ihren Freund. Als sie am nächsten Morgen erwacht, ist es jedoch als sei nichts gewesen und sie erlebt den Tag als einziges Déja-vu: Denn sie verliert erneut ihren Job und ihr Freund Will macht wieder Schluss. Sie beginnt zu begreifen, dass sie Zeitreisen kann und versucht, dies als Chance zu begreifen.

Cassandra war für mich zunächst eine anstrengende Protagonistin, die ich eher bemitleidet habe. Ihre unbeholfene und zugleich direkte Art sorgte immer wieder für viele Missverständnisse und die Zeitreisen sorgten bei mir für einen nicht aufkommenden Lesefluss. Alles wirkte sehr chaotisch und ich hatte – wie die Protagonistin – Schwierigkeiten, den Überblick zu behalten. Über den Roman hinweg machte Cassandra eine schöne Wandlung durch – sie lernte, mehr auf ihre Mitmenschen einzugehen und gleichzeitig für sich einzustehen. Sehr besonders fand ich die einfühlsame Darstellung der Protagonistin im Spektrum, das hat mir wirklich gut gefallen. Inhaltlich erschreckend empfand ich, wie ausgrenzend sich die meisten Figuren verhalten haben, wodurch Cassandra so überhaupt keine Chance hatte, sich einzufinden. Sicherlich ein trauriges Abbild der Realität. Dass Cassandra zudem erst mit Ü30 erfuhr, dass sie Autistin sei, fand ich doch recht überraschend und hoffe, dass im wahren Leben unsere Gesellschaft (insbesondere Kinderärzte, Erzieher, Lehrer) schon früher auf Menschen im Spektrum aufmerksam wird, um ihnen zu helfen und sie zu unterstützen.

Insgesamt fand ich den Roman wirklich interessant und ich wollte stets wissen wie es weiter geht. Nichtsdestotrotz war er mir durch die Zeitreisefähigkeit stellenweise zu chaotisch und ich hatte Schwierigkeiten, bei allem den Überblick zu behalten.

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